von Alex Olma
27. Januar 2011 – 08:35 Uhr

Der nicht existente Tablet-Preiskampf

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Das Statistikinstitut IDC lässt sich von 1500 Befragten bestätigt, was eigentlich schon jeder wusste: Preiswerterer Hardware werden höhere Erfolgschancen zugerechnet.

Soweit ist das erst einmal keine unglaubliche Erkenntnisse. In Bezug auf die künftigen iPad-Konkurrenten ist das jedoch eine erneute Akzentuierung wert, da bislang kein ernstzunehmender Mitbewerber den Einstiegspreis von Apples $500-Hardware (Affiliate-Link) knacken konnte.

Aus Gründen der Fairness sei erwähnt: Bis auf das Samsung Galaxy Tab, einen 7-Zoll-Vertreter dieser PC-Gattung, gibt es bislang keine weiteren bedeutungsvollen Markt-Mitstreiter. Der Preispunkt vom knuffigen Android-Rivalen rutschte erstmals in den vergangenen Tagen unter die 500-Euro-Marke (Affiliate-Link) – anfänglich waren über 700 Euro zu berappen.

Doch ohne Frage: Die neuen Geräte werden kommen und setzen geschlossen auf Android 3.0, ein Betriebssystem-Update, das speziell Tablet-Computer ins Fadenkreuz nimmt. Davon existiert bislang ‘lediglich’ ein (für mich) beeindruckender Trailer dessen Benutzeroberfläche.

DirektAndroid

Was HP mit seinem WebOS und einem möglichen PalmPad (angeblicher Projektname: ‘Topaz‘) am 09. Februar ankündigt, bleibt ebenfalls zu verfolgen. Nicht mehr und nicht weniger lässt sich aktuell der Gerüchtelage attestieren.

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Aber nochmal: Das Motorola Xoom, eines der (real anzufassenden) CES-Highlights (mit Auszeichnung!), taucht aktuell in Preislisten mit $699 US-Dollar, in anderen Versionen mit $799 US-Dollar auf – gehobene iPad-Kategorie. Auch das BlackBerry PlayBook nennt, wie schon im Herbst, immer noch keine genauen Preisvorstellungen, möchte sich jedoch “konkurrenzfähig” aufstellen. Dabei strapazieren die neuen iPad-Nebenbuhler einen Vergleich mit der ersten Hardware-Revision von mit der Cupertino-Flunder. Diese sprang bekanntlich im Frühling des vergangenen Jahres 2010 in den Markt.

Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt daher nüchtern festzuhalten: Weder ein aktueller noch ein angekündigter Tablet-Mitbewerber konnte bislang das iPad preislich herausfordern.

  • Anonymous

    Ich persönlich mag diese art von Zusammenfassung :) Ein Grund für mich, hier regelmäßig zu lesen.

    Den Preisfaktor finde ich besonders interessant. Ich dachte ursprünglich, dass sämtliche Android-Tablets preislich (deutlich) unter 500$ liegen werden. Erst jetzt erkennt man, was für einen Kampfpreis Apple da vorgelegt hat. Okey, man sollte vielleicht erwähnen, dass die neuen Android-Tablets mehr Features (Kamera, 3G) bieten als das iPad(1G), aber das in Kürze zu erwartende iPad2 wird sicherlich da nochmal eins drauflegen.

  • Unschuld

    Vielen Dank für das Android-Video :) Ich mag es, auch einmal über den Tellerrand zu schauen.

    Ob der Preisvergleich so richtig und fair ist, ist eine andere Frage. Wie motu schon gesagt hat, besitzen die anderen Tablets immerhin eine bessere Ausstattung – und ein iPad mit 3G und etwas mehr als (unterirdischen) 16GB Speicher liegt dann auch schonmal im 700€ Bereich.

    Für mich bleibt es spannend.

  • DAMerrick

    Was soll man dazu noch sagen?
    Das Galaxy kostet auch 800€ Herstellerpreis und alle anderen auch.
    Das ist nicht konkurrenzfähig.

  • http://www.potatocows.com/ ChiefPotato

    Es gibt schon viele Billig Android Tablets, die weit weit unter 500 liegen, diese “Discounter Tablets” kann man auf diversen Web Shop Seiten sehen und das eine oder andere taucht auch zwischendurch mal in einer der Elektromarkt Ketten auf, teilweise sogar in Supermarktketten.
    Grad neulich wurde sogar mal eins im Netto für nen 100er angepriesen..
    Diese spielen aber ganz klar nicht in der selben Liga wie das iPad, was Leistungsfähigkeit, Software Lineup (und Store, falls überhaupt vorhanden) und Vermarktung angeht.
    Bei den höherwertigen Tablets, die so langsam aber sicher dem iPad 1 Konkurrenz machen könnten, was die Hardware Leistung angeht, yup, da sind die Konkurrenz Geräte alle mindestens genauso teuer, da hat es sich offensichtlich gelohnt, dass Apple vor ner Weile so massiv in die Komponent Hersteller investiert hat, das erlaubt ihnen halt nun Preise zu fahren, die andere für ne Weile höchstens mit Loss Leader Ansatz hinkriegen würden, selbst gut ein Jahr später.

    Als Entwickler kann man unter Umständen ja das eine oder andere Gerät umsonst abstauben, wenn man nachweislich Software dafür zum Launch parat hat (Blackberry Playbook z.B., da mach ich das so ;-) ) oder wenn man bei nem entsprechenden Entwickler Event zugegen ist (bei einigen Android Geräten der Fall), für Endkunden, bleibt als ernsthafte Option zur Zeit nur die Gegenfinanzierung durch einen Mobilfunk/-daten Vertrag.

  • Hans_meiser

    Lieber Herr Olma,

    was hindert sie ständig daran, das gebräuchliche Wort “Preis”, statt dem von strömlinienförmigen BWL-ern schrecklich eingedeutschtne Begriff “Preispunkt” zu verwenden? Mir rollen sich regelmäßig die Fussnägel, wenn ich das lesen muss.

    Und nein, ich bin nicht gegen Angkiszismen ud eine dynamische Entwicklung unserer Sprache. Aber gegen sinnlose Eindeutschungen.

    Das macht keinen Sinn. Ansonsten machen Sie einen guten Job. Got it?

    Grüße
    Hans

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Eigentlich nur aufgrund der Abwechslung. Weil ich Wortwiederholungen nicht mag. Aber ja, “I got it!”… :)

  • Anonymous

    Na hoffentlich hat das neue iPad wirklich ein paar mehr Features, … so wie es jetzt ist, wird es doch von jedem 250 € Tablet schief angeschaut. Hab selbst ein Archos 70 und das ist perfekt. Kleiner, schnell, Multitouch … vielleicht etwas für Bastler (man erstmal irgendwie die Google Apps da draufbekommen) und man hat nicht so tolle Apps. Aber die Kernpunkte so eines Tablets deckt es wunderbar ab.

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