Einstweilige Verfügung: PayTV-Sender Sky geht gegen die “Liga total!”-Werbung der Deutschen Telekom vor

von alex olma | 24. Januar 2011 | 13:51 Uhr

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Wie die Online-Ausgabe des Magazins ‘Digital Fernsehen‘ soeben berichtet, übermittelte der PayTV-Anbieter Sky eine einstweilige Verfügung gegen die Werbung der Deutschen Telekom. Die Reklame des Fußball-Bundesliga-Angebots “Liga total!” steht dabei in der Kritik, den Eindruck zu vermitteln, dass die Nutzung von ‘Mobile TV’ mit jedem gewöhnlichen Mobilfunkgerät möglich ist. Der Bezahlsender untersagt dabei dem ehemaligen iPhone Exklusiv-Anbieter Werbe-Slogans wie “Unterwegs und trotzdem mittendrin” oder “Die Bundesliga live erleben”.

Da die Nutzung von IPTV der Entertainment-Sektion ein UMTS-fähiges Gerät erfordert, sollen alle Werbemittel, die dies nicht klar kennzeichnen, entfernt werden. Plakate und Print-Produkte sind vornehmlich beanstandet. Der Online-Auftritt der Deutschen Telekom unter der Rubrik ‘Mobiles Internet’, begrenzt die Geräteauswahl bereits in der ersten Übersichtsseite.

Das deutsches Pay-TV-Unternehmen und der Mobilfunkanbieter befinden sich bereits seit der laufenden Bundesliga-Saison in einem Konkurrenzkampf um ihre Zuschauer, der sich sowohl auf eine Übertragung am Fernseher als auch den mobilen Bereich erstreckt. Beide Anbieter sind mit einer dafür zugeschnittenen Anwendung im App Store vertreten (Sky: iPhone, iPad / Mobile TV). Während die Deutsche Telekom das Fußball-Paket als Monatsabo für 4.95 Euro feilbietet (“Liga total! Komplettpaket 7.95 €), verlangt Sky als Sockelangebot 16.90 Euro (“Sky Welt”). Bis zum 28. Februar lässt sich damit die Anwendung auf dem iPad und iPhone nutzen – iOS-Einzelabos sind nicht möglich. Nach Aussage der Telefon-Hotline ist ab März 2011 ein entsprechendes Premium-Paket sowie die HD-Option für insgesamt 43.90 Euro notwendig. Das Jahresabonnement soll für die ersten sechs Monate derzeit ‘nur’ 24.90 Euro kosten.

[software-geraffel] Edgy, Cyberspace, MoneyBook und Movie Stiller

von alex olma | 24. Januar 2011 | 12:24 Uhr

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Edgy (0.79 €; App Store-Link) geht als nervöse Spielerei mit Strichzeichnungen durch. Die Software transformiert das von den iPhone-Kameras eingefangene Bild in ein zappelndes Bündel aus kantigen Linien. Die so entstehenden Bilder in Schwarz-Weiß oder Farbe lassen sich in die Foto-Bibliothek oder die verschiedenen sozialen Netzwerke exportieren.


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Webkit-Webbrowser haben es unter iOS nicht leicht, weil sie sich nicht als Standard-Applikation konfigurieren lassen. Trotzdem tummeln sich mehrere Duzend Vertreter im App Store. Cyberspace * (1.59 €; universal; App Store-Link) für iPhone und iPad hebt sich neben iCab Mobile (1.59 €; universal; App Store-Link) oder dem Atomic Web Browser mit einer Handvoll Funktionen sowie einem entschlackten Design von der Konkurrenz ab. Für die besser lesbare (Text-)Darstellung von Webseiten versucht sich der Browser mit einem Banner-Blocker und befreit über das Readability-Bookmark blinkenden Layout-Krimskrams vom Web-Auftritt.

Ohne platzintensives Tabellenfeld lassen sich Suchanfragen direkt aus der Adresszeile ausführen, welche über die ‘crowd-sourced’ Suchmaschine Duck Duck Go abgewickelt werden. Einmal am Ende der Suchergebnisseite angekommen, laden neue Resultate automatisch nach. Anbindungen an Tumblr, Pinboard, Pastebot, Omnifocus, Evernote oder den Google Reader verstehen sich von selbst.


DirektMoney

Die erste Version von MoneyBook * (2.39 €; App Store-Link) entstammt dem Herbst 2009. Seitdem habe ich das ehemalige Hobby-Projekt zweier Entwickler aus der Schweiz immer mal wieder ausprobiert aber noch nie an dieser Stelle erwähnt. “Shame on me”, das holen wir jetzt nach!

Die übersichtlich gestaltete Finanz-App mit angeschlossener Web-Anwendung für einen Export, verwaltet euer monatliches Budget. Ausgaben lassen sich flott festhalten und in verschiedene Kategorien einteilen. So entstehen simple Graphen, die einen schnellen Abriss der eigenen Budget-Verwaltung liefern. Professionelle Buchhalter sind hier sicherlich unterfordert, Schüler mit einer überschaubaren Einkommens- und Ausgaben-Entwicklung sowie Finanzvolumen von WG-Haushalten lassen sich jedoch ideal einpflegen.


DirektStiller

Movie Stiller (2.39 €; App Store-Link) nimmt sich den aufgezeichneten Videoaufnahmen eures iPhones beziehungsweise iPod touches an und versucht das Bild gegen kleinere Verwacklungen zu stabilisieren. Dazu greift sich die Software einen verkleinerten Ausschnitt des Videos und analysiert die Kontrastbereiche. Trotz einem einstellbaren Grad an Sensibilität lassen sich grobe Platzer nicht komplett entfernen. Insbesondere kurze (Zitter-)Bewegungen bekommt der Film-Stabilisator recht gut retuschiert.


* Die Entwickler von Cyberspace sowie MoneyBook haben mir jeweils vier Promocodes für ihre Applikationen zukommen gelassen, die ich gerne gegen einen Kommentar unter diesem Beitrag weitergebe. Einzige Bedingung: Die (nicht öffentlichen) Profil-Informationen müssen eine gültige E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme enthalten.

DIY: Push-Nachrichten für Post-Briefkästen und Baby Steps in Richtung eines papierlosen Büros

von alex olma | 24. Januar 2011 | 08:18 Uhr

DirektPush

MAKE Magazine des O’Reilly-Verlags zeigt eine Briefkasten-Konstruktion, die Push-Benachrichtigungen für (Offline-)Postsendungen ausliefert. Dabei benachrichtigt ein Mikrocontroller den angebundenen Web-Server, der anschließend eine Mitteilung über die Software Prowl an ein zugewiesenes Apple-Telefon überträgt. Richtig verdrahtet informiert so die intelligente Postbox über die täglichen Zustellungen vom Postboten.

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Foto: rosmary (cc)

Apropos Post. Ich persönlich versuche jetzt schon seit mehreren Jahren auf ein ‘papierloses Büro’ umzustellen. Die Erfolge sind klein, mittlerweile aber zumindest bemerkbar. Flugtickets werden nicht mehr ausgedruckt sondern als elektronische Boardkarte (z.B. Etix) per E-Mail zugestellt. Verschiedene Fluggesellschaften (British Airways, etc.) bieten bereits native Apps für die persönlichen Reiserouten an. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, legt sich sein PDF-Ticket auf die Dropbox. Dorthin schicke ich auch mit dem JotNot Scanner abfotografierte Quittungen und Rechnungen – frühzeitiger Frust-Abbau für die jährliche Steuererklärung. Visitenkarten vernichte ich grundsätzlich nach einer ‘Verdigitalisierung’ mit Cardreader. Zu unterschreibende PDFs bekommen mit Autograph ihre Signatur.

Traditionellen (Papier-)Postsendungen nehmen sich die Mac OS-Programme Yep beziehungsweise seit letzter Woche PDFpen (44.99€; Mac App Store) an. Über die anschließende OCR-Texterkennung findet Spotlight die Dokumente nach Schlagworten. Mein dafür verwendeter ‘Canon Lide 100′-Scanner (Affiliate-Link) fällt eher in die preiswerte Kategorie, erfüllt jedoch seinen Job.

ToDo-Sofware wie Omnifocus oder Evernote sind hinlänglich besprochen. Umfangreichere Datenbanken wie von Yojimbo (7.99 €; App Store-Link), MacJournal (4.99 €; App Store-Link) oder Papers (11.99 €; App Store-Link) lassen sich auf dem iPad mitführen.

Das alles sind kleine Schritte gegen belastende Aktenordner und die Druckertinten-Mafia.

US-Werbespot: “Two is better than one” – iPhone bei AT&T und Verizon Wireless

von alex olma | 23. Januar 2011 | 16:46 Uhr

Der Verizon-Deal ist in den USA eine große Nummer. Jon Stewart widmete sich dem Thema in ‘The Daily Show’ ganze sieben Sendeminuten. Die ersten Vorbestellungen der CDMA-Telefonvariante für die Vereinigten Staaten erfolgt am 03. Februar 2011. Der generelle Verkauf startet eine Woche später am 10. Februar.

Entsprechend erfreut zeigte sich auch Apples COO Timothy Cook in der vergangenen Woche bei den Erläuterungen der aktuellen Apple-Geschäftszahlen über das Ende der letzten iPhone-Exklusiv-Bindung mit einem Mobilfunkanbieter. Verständlich, wenn man zur Kenntnis nimmt das Apple auch weiterhin einen identischen Hardware-Preis für die Geräte von seinen Netzbetreibern einstreicht wie Horace Dediu von Asymco.com (wiederholt) darlegt:

Judging from comments on this site, the myth that loss of exclusivity in the US will change profit margins for Apple still persists no matter how many times I repeat this story.

Deshalb: Freudige Anlässe erfordern freudige Werbespots mit freudigen Menschen.

DirektCommercial

[update] Photo-des-Tages #153 – 10.000.000.000

von alex olma | 22. Januar 2011 | 11:35 Uhr

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Rund eine Woche nach der Ankündigung überschreitet der App Store (Link) die Download-Marke von 10 Milliarden Apps.

(Danke, Steffen!)

Update

Zwei erwähnenswerte Updates trudeln per Pressemitteilung ein:

The 10 billionth app downloaded, Paper Glider, was purchased by Gail Davis of Orpington, Kent, UK. As the winner of the App Store Countdown to 10 Billion Apps, Gail Davis will receive a $10,000 iTunes® Gift Card.

The revolutionary App Store offers more than 350,000 apps to iPhone, iPod touch and iPad users in 90 countries around the world, with more than 60,000 native iPad apps available.

Chronic Dev Team demonstriert den ‘untethered Jailbreak’ für iOS 4.2.1 (+ Video)

von alex olma | 22. Januar 2011 | 01:22 Uhr

DirektUntethered

Mit einem kurzen Teaser-Video kündigt das ‘Chronic Dev Team‘, die Mannschaft hinter dem Greenpois0n-Tool, einen iOS 4.2.1 Jailbreak an, der ‘untethered’ verläuft. Dabei müssen die iOS-Geräte nicht für jeden Neustart an einem Computer hängen. Auch das Dev-Team arbeitet bereits an einem selbsternannten “Backup Plan“, der die iOS-Entwickler-Version 4.2 Beta 3 erfordert – aktuell existiert bereits die sechste Aktualisierung. Eine erste Video-Demonstration erfolgte Anfang Dezember.

Für iPhone 4, iPad sowie den iPod touch der vierten Generation existieren längst zwei Bootrom-Exploits, von denen einer in die Software-Werkzeuge ‘limera1n‘ und ‘greenpois0n’ eingeflochten ist. George Hotz hatte als Alleinkämpfer im Oktober seine aufgespürte Schwachstelle in ein rudimentäres Programm-Gerüst gezimmert und überstürzt veröffentlicht. Das ‘Chronic Dev Team’ verzögerte daraufhin kurzerhand den eigenen (länger angekündigten) Release und tauschte den selbst entdeckten Bootrom-Exploit namens ‘SHAtter’ gegen den Geohot-Programmcode aus.

Ohne Hardware-Veränderungen ist die von einen Jailbreak ausgenutzte Sicherheitslücke für Apple nicht zu reparieren. Trotzdem bedarf es mit jedem offiziellen Software-Update einer technischen Realisierung des kabellosen Neustarts. Trotz “One-Click”-Support ist ein ‘tethered 4.2.1 Jailbreak’ daher inakzeptabel unnütz nicht zu empfehlen.

Wann das Chronic Dev Team den ‘untethered Jailbreak’ von der Leine lässt hängt vorwiegend damit zusammen, zu welchem Zeitpunkt sich iOS 4.3 marktreif zeigt, um die frisch enthüllte Achillesferse nicht blitzschnell wieder geheilt zu wissen.

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[KlimBim] NL-Unlocked, TRAPster, iOS-Umsatz, JotNot Scanner, Gehäuse-Mod und eine weitere Rechtsstreitigkeit

von alex olma | 21. Januar 2011 | 15:05 Uhr

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Cleverer Schachzug: Die niederländische T-Mobile hebt für alle iPhone-Bestandskunden nach Bedarf die Netlock-Sperre auf. Interessenten mit einem dortigen Vertrag melden sich telefonisch oder legen ab Anfang Februar eigenständig den Schalter im Netz um. Alle ab dem 12. Januar 2011 verkauften Apple-Telefone werden automatisch ohne Zwangsbindung ausgeliefert. Heise.de fragte bei der deutschen Presseabteilung nach und ließ sich bestätigen, dass die liberale Gesinnung unseres Nachbarstaates keine Auswirkung auf Deutschland hat.

Die intern aufgezogene Rechnung der Niederländer dürfte interessant ausfallen. Durch ein Aufhebung der Netzsperre lässt man sich von besonders engagierten Urlaubern einen kleinen Teil der Roaming-Gebühren entgehen, erhält jedoch eine schlagkräftige Kundenbindung, die finanziell reißvoller ausfallen könnte.


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Der Online-Service ‘Trapster‘ dokumentiert für Autofahrer auf einer Stadtkarte Radarfallen und polizeiliche Geschwindigkeits-Überprüfungen. Nun ist dem Internetdienst seine Kunden-Kartei abhanden gekommen. Die kostenlose iPhone- und iPad-Applikation (App Store-Link) wirbt in der iTunes-Beschreibung mit 6 Millionen registrierten Accounts. Das Unternehmen betont jedoch, dass sich nicht alle Konten in fremden Händen befinden, grenzte die Anzahl der Betroffenen jedoch auch nicht näher ein.

Wer also eine eingespielte Passwort- und E-Mail-Kombination sein Eigenen nennt, die auf mehreren Webseiten zum Einsatz kommt, sollte a) dieses Team schnellstmöglich auf die Ersatzbank schicken und b) sich um sein Trapster-Konto kümmern.

Jegliche Anspielungen auf den Namen ‘TRAPster’ und die Art seiner Dienstleistung, erspare ich mir an dieser Stelle.


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Horace Dediu:

iOS powered products (which did not exist three and a half years ago) generated 65% of all sales in the last quarter. OS X powered products generated 20% of sales. That’s a staggering 85%.

I recently answered a question on Quora on whether Apple is a Software, Hardware or Media company by saying it’s all three. With 90% of sales dependent on a unique, proprietary operating system[1], perhaps the answer should have been different.


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JotNot Scanner (0.79 €; App Store-Link) digitalisiert Rechnungen, Quittungen oder Visitenkarten über die Benutzung der iPhone-Kamera. Daraus erstellt die Software eine PDF-, JPG- oder PNG-Datei und verschickt diese als E-Mail oder lädt ‘den Scan’ auf Dropbox oder ‘Google Docs‘.

Aus 30-Zentimetern Abstand lässt sich ein maschinell bedrucktes A4-Blatt mit einem iPhone 4 absolut lesbar erfassen. Die kostenlose Testversion (App Store-Link) ist mit Werbebanner vollgekleistert und speichert die Aufnahmen ‘nur’ in der Foto-Bibliothek.


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Tiefe Einblicke: Zwei transparente Glasauflagen ersetzen in diesem Mod die getönte Front- und Rück-Scheibe, die Apple seit letztem Sommer in seinem iPhone 4 verbaut. Mit soviel kreativem Fingerspitzengefühl ließen sich auch weiße, rote oder blaue iPhones herstellen.


Und täglich grüsst das Murmeltier: Apple verklagt Nokia aufgrund eines europäischen Patents, das “scrolling technology on a touchscreen device” von Cupertino abgekupfert haben soll. Der finnische Mobilfunkhersteller eröffnete den albernen Reigen an Rechtsstreitigkeiten im Oktober 2009.

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Unter Bezug auf die aktuellen Geschäftszahlen übertrumpft Apple erstmals die finnische Konkurrenz in puncto Umsatz, wenn man keinen Vergleich mit den Nokia-Zahlen vom Herbst 2010 scheut. Das aktuelle Geschäftsergebnis veröffentlicht Nokia erst am 27. Januar 2011. Die derzeit gerne verbreitete Überschrift “Apple ist größter Handy-Hersteller” ist daher missverständlich bis falsch (ausgedrückt).

Ohne Frage setzt Nokia weiterhin erheblich höhere Stückzahlen seiner Mobilfunktelefone ab, erzielt damit jedoch weitaus kleinere Margen – soweit keine Neuigkeit. Bereits zu Beginn des letzten Jahres bezeichnete Steve Jobs Apple als “the largest mobile devices company in the world“, rechnete damals jedoch noch die komplette Notebook-Sparte mit ein. Diese Tricks sollten für dieses Jahr nicht mehr nötig sein…

‘TestFlight’ liefert Entwickler-Betas drahtlos an iOS-Tester

von alex olma | 21. Januar 2011 | 09:26 Uhr

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Als zahlender iOS-Entwickler lassen sich pro Jahr 100 Test-Geräte registrieren, an denen man seine zukünftige App-Store-Software ausprobieren kann. Die iOS-Geräte identifizieren sich über eine sogenannte UDID-Nummer, die sich in ‘iTunes Connect’ hinterlegen lässt. Der App-Produzent versorgt die Beta-Tester anschließend mit einer IPA-Datei sowie einem ‘Provisioning’-Schlüssel. Diese zwei Dokumente lassen sich über iTunes oder das ‘iPhone Configuration Utility’ (Mac / Windows) eingespielt. Der Prozess ist nicht schwierig, aber aufwendig. Insbesondere dann, wenn häufig Beta-Updates zu installieren sind oder Profile überschrieben werden müssen und sich daraufhin die Installations-Routine verschluckt.

In einer reinen Entwickler- oder Firmen-Umgebung sind diese Stolpersteine schnell umschifft. Die Distribution von Vorab-Versionen für Pressevertreter, die nicht unbedingt der Technik-Sparte entsprungen sind, oder lebensnahe ‘Real-Life’-Käuferschichten erreicht man so nur umständlich. Für die Entwicklung einer Applikation können jedoch genau diese Zielgruppen wertvolle Informationen liefern.

Aus diesem Umstand haben sich bereits mehrere Methoden entwickelt, einen drahtlosen (Ad Hoc-)Vertrieb von iOS Betas (ab Firmware 4.x) zu bewerkstelligen. Das Framework ‘Hockey‘ von Andreas Linde fand bereits in einer ‘Bits und so‘-Podcast-Episode Erwähnung. Der iOS Beta Builder verteilt ebenso Preview-Versionen von Entwicklern zu seinen Software-Laborhasen.

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Mit ‘TestFlight‘ erblickte in der gestrigen Nacht ein weiterer Kandidat das Licht der Öffentlichkeit. Über eine Webseite können (auch) ‘experimentierfreudige’ Verbraucher ihrer UDID hinterlegen und sollen bei Bedarf vom Entwickler mit neuen Preview-Programmen versorgt werden. Nach der Erstellung eines Benutzerkontos identifiziert die Anwendung über ein ‘Profil’ das Gerät und legt einen WebClip auf dem Homescreen an. Neue Anfragen soll per E-Mail und Push-Benachrichtigung eintrudeln. Entwickler erstellen im Web-Interface verschiedene Personen-Gruppen, die sich mit unterschiedlichen Software-Builds beliefern lassen. Firmenintern lassen sich dadurch beispielsweise Alpha-Versionen ausprobieren und erst später an eine breite Zielgruppe verteilen.

TestFlight scheint selbst eine längere Testphase absolviert zu haben. ‘The Incident‘ von Neven Mrgan und Matt Comi verwendeten den Web-Service von 23 Divide, der von Apple zuvor als natives App-Store-Programm abgelehnt wurde, bereits seit letzten Herbst.

(Danke, Robert!)

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