[KlimBim] T-Mobile Roaming, Zune-Zukunft, Last.fm-Klage, DB Navigator und App-Store-Marktforschung
Schon lustig, wie das Argument über den ‘riesengroßen Schock der hohen Auslandsgebühren‘ jetzt ins Gegenteil verkehrt wird. Immerhin wart ihr es, liebe Mobilfunkanbieter, die “Intransparenz und versteckte Kosten” in den letzten Jahren zelebriert habt.

Im Zusammenhang mit der ‘strategischen Allianz‘ von Microsoft und Nokia will Windows-Insider Paul Thurrott die Zune-Franchise ausklingen sehen.
Side-note: Zune was conspicuously absent from this list. It is my opinion and guess that Microsoft is currently phasing out the Zune brand and will simply roll the various Zune services into Windows Live.
Ein Microsoft-Sprecher fackelte nicht lange mit einer Gegendarstellung:
“We’re not ‘killing’ any of the Zune services/features in any way. Microsoft remains committed to providing a great music and video experience from Zune on platforms such as Xbox LIVE, Windows-based PCs, Zune devices and Windows Phone 7, as well as integration with Bing and MSN.”
Es wird sich daher also erst noch zeigen, ob der Kampf mit dem iPod-Ökosystem als “Geldverschwendung” ‘abgeschrieben’ wird, sich zukünftig als “Nano- und Shuffle-Gegenspieler” positioniert oder die Marke Zune ausschließlich in ‘Software-Gestalt‘ weiterlebt.

Nachdem der Musikservice Rhapsody öffentlich Stellung gegen Apples-Abo-Modell bezog, schließt sich jetzt auch Last.fm-Mitbegründer Richard Jones der Kritik an. “Apple just fucked over online music subs for the iphone” sagte er in einem Chat mit GigaOM. Last.fm stieg erst vor drei Tagen auf ein werbefreies Bezahl-Modell um und fällt damit ganz frisch unter die iOS-Abo-Klausel.
Auch der britische Streaming-Dienst ‘We7′, an dieser Stelle bereits kurz vorgestellt, sprach gegenüber PaidContent.org von “wirtschaftlicher Unmöglichkeit“, will jedoch mit finalen Urteilen abwarten, “bis sich das Chaos ein wenig gelichtet hat“.

Den DB Navigator der Deutschen Bahn gibt es jetzt auch als ‘große‘ iPad-Version (kostenlos; App Store-Link). Neben der Verbindungssuche und Kartennavigation vermerkt die App auch Verspätungen. Bereits zwei Stunden vor der Abfahrt lassen sich zusätzliche Wartezeiten oder ein Gleiswechsel einsehen.
Eine Ticketbuchung erfolgt unabhängig von der App über den Webbrowser. Meine telefonische Nachfrage bei der Deutschen Bahn ergab, dass ein elektronisches Ticket im Zug nur als MMS ihre Gültigkeit besitzt. Den damit übermittelten 2D-Barcode scannt der Schaffner ein. Ein PDF-E-Mail-Anhang, (der ebenfalls diesen Barcode aufweist) gilt nicht als gültiges Ticket.
Für die iPad-Version ‘DB Navigator‘ bedeutet dies, dass nach der Fahrschein-Buchung entweder eine MMS auf ein Mobilfunktelefon zugestellt werden muss oder es einen Papierausdruck der PDF-Datei im Anschlag zu halten gilt.

Nachdem das Marktforschungsunternehmen IHS Screen Digest bereits vor zwei Wochen die iTunes Store-Dominanz im US-Markt für Filme unterstrich, folgt nun eine Aufstellung des App-Store-Geschäfts. Apple führt diese Statistik zwar deutlich an, verzeichnet jedoch weit weniger Wachstumsraten als die Konkurrenten Android, Ovi und BlackBerry.
Die zweite Hochrechnung präsentiert Werbeanbieter Mobclix, die einen “durchschnittlich höheren Werbewert (pro Benutzer)” für Dienstprogramme im Gegensatz zu Spielen oder Apps aus der Kategorie Unterhaltung errechnen. Das iPhone rangiert in diesen drei Segmenten oberhalb von vergleichbaren (?) Android-Programmen.
Die veröffentlichte Grafik ist neben dieser einzelnen Erkenntnis ziemlicher Quatsch – sein Anbieter ist jedoch keine kleine Nummer. Mobclix ließ sich vergangenen Herbst von einem britischen Marketing-Anbieter aufkaufen und liefert monatlich rund 8.5 Milliarden Werbeanfragen an 15.000 mobile Apps aus.

ZDF kündigt ‘App-Offensive’ an / Verleger stecken aber noch im Kampf um bessere Abo-Konditionen

Keine leichte Woche für Verleger: Nach Spiegel-Informationen plant das ZDF eine große “App-Offensive“. Nachdem die kostenlose Tagesschau-Anwendung mittlerweile die Download-Marke von einer Million durchbrochen haben soll – 740.000 Klicks standen bereits am 10. Januar auf dem Kontostand – soll noch dieses Frühjahr die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt mit einer Online-Mediathek starten. In den Sommermonaten ist eine native Software für die Sendung “heute” geplant. Anfang 2012 steht nach Meldung des Spiegels “der Start einer Sport-App” auf dem Programm.
Diese Informationen stoßen in einer Woche an die Öffentlichkeit, in der Verleger ohnehin schon staatstragend mit der Apple-Abo-Ankündigung zu kämpfen haben. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BVDZ) sprach gegenüber der DPA von einem “Preisdiktat” und ‘aufgebrochenen Schleusen, die in der Praxis so nicht funktionieren werden‘.
Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) bemüht sich daher “weiter um Gespräche“, da der Eindruck von einem leichten Entgegenkommen von Seiten Apples besteht – “aber die bis dato klare Forderung der Verlage nach freiem Zugang zu den Kundendaten so nicht erfüllt wird“. Das ist eine durchaus spannende Aussage, was die derzeitige ‘Datenverarbeitung’ für die aktuelle Kundschaft angeht. Zur Erinnerung: Apples Modell sieht vor, dass der Kunde darüber eigenständig entscheidet, ob er seine E-Mail-Adresse, seinen Namen und seine Postleitzahl an das Verlagshaus übermittelt.
Und ob die Woche nicht schon aufregend genug wäre, schlägt auch Google noch einmal in die Kerbe. Die zeitlich geschickt platzierte Ankündigung über ihren ‘One Pass‘ verspricht den Inhaltsanbieter 90-Prozent der Einnahmen sowie erweiterte Zugriffe auf die Kundendaten. Noch ist das System jedoch nicht praxiserprobt oder mit konkret abgestecktem Leistungsumfang. Das hält jedoch die Burda-Gruppe und den Axel-Springer-Verlag nicht davon ab, bereits von einer Partnerschaft zu sprechen.
Einen sehr schönen Abriss der gesammelten Kritik an Apples Modell liefert Jason Kincaid auf TechCrunch mit “Why are you people defending Apple?“.
I like being able to watch Netflix and Hulu from my iPad, but who knows if they’ll be able to operate now if they’re handing over 30% of subscription fees. Not to mention all the applications that Apple doesn’t compete with, but will get pushed out of the ecosystem anyway because of the 30% fee. How exactly are users winning here?
Man mag es nicht glauben, aber es gibt auch positive Stimmen aus US-Verlagskreisen. “Mit der aktuellen Preisstufe leben” können die Publisher der Magazine ‘Popular Science’ (kostenlos; App Store-Link) und ‘Elle’ (kostenlos; App Store-Link).
The cost of developing our own e-commerce platform is not economically viable. Apple is offering a great turnkey tool that allows us to test with little to no financial risk. [...] In today’s consumer marketing environment, we feel a 70 percent remit directly to the publisher is a sustainable and reasonable model we can work with.
Aus deutschen Gefilden heißt es dagegen: “Der Einzelverkauf spielt zumindest bei vielen regionalen Zeitungen verglichen mit dem Abonnement eine eher untergeordnete Rolle.“. Der Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger hält daher “für langfristige Abos das (Apple-System) als keineswegs akzeptabel und angemessen.“.
Das Weblog ‘Brian s hall‘ fragt passend für sein Subscription-FAQ: “Is 30% a lot? Or a little?”
Apple built the store from the ground up and, with the App Store, which works only for iOS devices, Apple built these from scratch as well. They have also heavily marketed the benefits of the store. And they are providing the billing, the discovery process, secure payments processing, the entire backend process. Plus, they have a good 100 million or so users. For me, this 30% is a steal.
Die Verleger kämpfen daher in den nächsten Wochen an zwei Fronten. Einerseits geht es um mehr Finanz-Beteiligung sowie den Nutzerdaten am Apple-Abo-Modell. Andererseits steht verstärkter Lobbyismus auf der ToDo-Liste: Die eingezogenen Rundfunkgebühren sollen vorzugsweise zum Depublizieren verwendet werden und nicht dafür, eine digital-lebende Generation zu erreichen.
Und wer sich wundert, wer bei all diesen abzuarbeitenden Aufgaben noch Zeit zum Schreiben von Artikeln findet, braucht nur eines der hier verwendeten Verleger-Zitate bei Google eingeben. Klick. Der DPA-Wortlaut führt zu einem Schwarm annähernd identischer Qualitäts-Beiträge.
DigiTimes-Bericht: Apple greift sich 60-Prozent der Multitouch-Display-Produktion
Der asiatische Branchendienst DigiTimes berichtet, dass Apple derzeit über 60-Prozent der weltweiten Touch-Display-Produktion auf sich vereint. Damit sollen unter anderem 40 Millionen iPads in diesem Jahr vom Band laufen. Analysten bewegen sich mit ihren Schätzungen in vergleichbaren Regionen.

Foto: 9to5mac.com
Seit einigen Wochen finden sich Berichte über zwei ‘strategische Investitionen’ in den Nachrichten. Dabei steht die Zahl von $3.9 Milliarden US-Dollar im Raum, die angeblich zur Sicherung von LCD-Panels aufgewendet wurde. Tim Cook, Apple-Manager für das operative Geschäft, verglich bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen diese Aufwendungen mit der Sicherstellung der Nachfrage für Flash-Speicher im Jahr 2005. Spezifischer wurde er für den jetzt im Raum stehenden Geldbetrag nicht.
Die zweite Zahl erklimmt die Höhe von $7.8 Milliarden US-Dollar, die in Richtung Samsung für “IT-Komponenten wie Displays, Flash-Speicher und Prozessoren” fließen soll. Laut AllThingsDigital könnten beide Zahlen auch im direkten Zusammenhang stehen.
Die große Apple-Nachfrage für Touch-Displays soll laut Quellen des aktuellen DigiTimes-Artikels mit einem Mangel für Mitbewerber einhergehen.
Sources from tablet PC makers also pointed out that the component shortage is causing their shipment volumes to be unable to catch up with their orders, especially for second-tier players. Touch panels are currently suffering the most serious shortage due to Apple holding control over the capacity of major touch panel makers such as Wintek and TPK, and with US-based RIM, Motorola and Hewlett-Packard (HP) also competing for related components, second-tier players are already out of the game, the sources noted.
Wie man die Zahlen auch dreht und wendet: Derzeit sprechen die unspezifischen beziehungsweise überhöhten Preise der Mitstreiter eine ziemlich deutliche Sprache. Viele der künftigen Konkurrenten wie BlackBerry oder HP haben noch gar keine Preisaufstellungen vorgelegt. Das Motorola Xoom ($600 – $799 US-Dollar) und das LG Transformer (999 Euro) liegen (deutlich) über der aktuellen iPad-Generation.
[game] Back to the Future Ep 1 HD (+Video)

Telltale Games adaptiert die grandiose Zemeckis-Triologie der 80er-Jahre. Trotz offizieller Lizenz spielt man hier nicht die drei Blockbuster simple nach, sondern bekommt eine individuell gestrickte Geschichte rund um Marty McFly, Doc Brown und natürlich den DeLorean geliefert. Dies ist die erste von fünf Episoden des Zeitreise-Abenteuers.
Das Entwicklerstudio Telltale Games gründete sich aus alten LucasArts-Veteranen und ist im App Store bereits mit Titeln wie ‘Monkey Island Tales 1 HD‘ (5.49 €; App Store-Link) oder ‘Sam & Max Episode 1: The Penal Zone for iPad‘ (5.49 €; App Store-Link) vertreten. Für diese Produktion half Bob Gale, ehemaliger Co-Screenwriter der Original-Filme, aus. Den Charakteren spendierte man eine aufwendige Sprachausgabe. Christopher Lloyd portraitiert auch im Alter von 72 Jahren noch selbstständig sein digitales ‘Ich’ von vor knapp drei Jahrzehnten. Michael J. Fox spricht der verblüffend ähnlich klingende AJ LoCascio – dazu gilt es unbedingt das kurze ‘Behind the Scenes‘ anzuschauen!
Das klassische Grafik-Adventure mit Cartoon-Einschlag im ‘Point-and-Click’-Stil liefert eine, wie ich finde grandiose Story. Die Interaktionen vom Benutzer gestalten sich nicht extrem umfangreich sondern fallen sehr spezifisch aus. Das bedeutet: Man klickt nicht konstant auf dem Bildschirm herum sondern rätselt zu überwiegenden Teilen der Spielzeit. Der Joystick für die Steuerung eures Hauptcharakters blendet sich dort ein, wo ihr den Finger auflegt. Über das Hilfe-Menü lassen sich Tipps zur aktuellen Aufgabe einblenden oder rekapitulieren, was zuvor geschehen ist.
Bevor man jedoch seine Zeitreise beginnt, sollte das iPad einmal komplett durchstarten. An der Performance knapst des Apple Tablet, wenn nicht genug Arbeitsspeicher freigeräumt ist. Ein Hinweis darüber fehlt leider. Wenn die Zwischensequenzen holpern, Musikstücke bei ihrer Wiedergabe einige Sekunden springen oder die Sprachausgabe nicht lippensynchron läuft, nervt das.
Ansonsten gilt: Zuschlagen und sich erstklassig unterhalten lassen.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Warner Bros. startet Filmverkauf über App Store – ‘Inception’ und ‘Batman’ als Programm-Paket


Wenn sie müssen, dann scheinen sie auch zu können: Die US-Filmgesellschaft Warner Bros. bietet mit den Blockbustern ‘Inception‘ und ‘The Dark Knight’ seit heute zwei Filme als universal App-Store-Pakete feil. Die sogenannten ‘App Editions‘ lassen sich kostenlos herunterladen und bieten über einen ‘In-App’-Kauf den kompletten Spielfilm an.
Die Software-Bundles beinhalten die Wiedergabe-Option per UMTS- oder WiFi-Streaming, einen Offline-Mode, exklusive Musik-Stücke sowie Bildergalerien und vielfache Auswahlmöglichkeiten für Sprachen und Untertitel.
Ohne jegliche Extras und Sprachversionen lassen sich beide Filmstreifen auch im Angebot von iTunes erwerben. Als Kaufversion kostet ‘Inception‘ dort 13.99 Euro (iTunes-Link). Die interaktive und mehrsprachige App-Fassung schlägt lediglich mit einem Euro mehr (iTunes-Link) zu Buche. ‘The Dark Knight‘ ist in seiner iOS-Verpackung zwei Euro teurer (iTunes: 5.99 Euro / App Store: 7.99 Euro) als über den iTunes-Store.
Während für Independent-Filme diese Art des digitalen Werbe- und Vertriebskanals ideal erscheint, fühlt man sich von einem großen Inhaltsanbieter wie Warner Bros. ein wenig auf die Schippe genommen. Warum hinkt das iTunes-Angebot bezüglich der Sprach- und Untertitel-Auswahl dem jetzigen App-Store-Angebot so drastisch hinterher? Auf die interaktiven Fähigkeiten und Spielereien möchte ich (trotz ‘iTunes Extras’) erst gar nicht eingehen…
Warner Bros. selbst gibt an, dass Film-Angebot in Form von iOS-Apps auszurollen, damit es in mehr Ländern verfügbar ist. Die Los Angeles Times berichtet, dass über den App Store 23 zusätzliche Ländern in ‘den Genuss’ dieser beiden Filme kommen. Apples Angebot für bewegte Streifen hinkt dem mobilen Software-Store kräftig hinterher, woran die Filmgesellschaften selbst nicht ganz unschuldig sind…
Der ‘In-App’-Kauf birgt gegenüber dem ‘klassischen’ Filmverkauf über iTunes erhebliche Unterschiede (sowohl positiver als auch negativer Art und Weise) was die Synchronisation und Re-Download-Möglichkeit anbelangt. Für zwei Filme vom identischen Anbieter scheint dies derzeit noch überschaubar. Sollten jedoch mehrere Filmstudios diesen Weg einschlagen, werden Angebote durch ihre unterschiedliche Aufstellung nicht mehr nachvollziehbar. Ganz zu schweigen von einem App-Store-Chaos, wenn ab sofort ‘pro Film eine App’ entsteht.
Nichtsdestotrotz ist ein Kurzfilm-Vertrieb in App-Form, wie er beispielsweise bei ‘Ein Paar – Der Film‘ (0.79 €; App Store-Link) umgesetzt wurde, durchaus geeignet. Diese Projekte haben oft gar nicht erst die Möglichkeit, in das iTunes-Sortiment aufgenommen zu werden.
Bei großen Produktionen mit doppeltem Digital-Angebot jedoch, das unterschiedliche Vor- und Nachteile bezüglich der Technik, als auch der inhaltlichen Präsentation, dem Nutzer quasi ‘zur Recherche’ vorlegt, bleibe ich mehr als skeptisch.
24 Stunden später: Impressionen und Meinungen zum App-Store-Abo-Modell
Apple Ankündigungen sind dieser Tage gewöhnlich von allerlei Aufmerksamkeit begleitet. Für kritische diskussionswürdige Meldungen vervielfacht sich das Raunen im Nachrichtenwald. Hier einige dieser Stimmen aus den vergangenen 24-Stunden.
Pam Horan, publisher of the Online Publishers Association, says the trade organization’s members — a group that includes Time Inc., Hearst, Conde Nast, Bloomberg, National Geographic and, yes, Forbes — are worried the new regime doesn’t give them the flexibility they need to serve their customers.
Naturally, publishers also aren’t jazzed about Apple’s insistence that users have to opt in to have their information shared with publishers. [...] “It limits the ability to gather audience insights to build the right products. With this inability to know who your consumers are, it really affects the ultimate product for the consumer.”
‘Sich dumm zu stellen’, ist ein zugegeben cleverer Ansatz.
This, of course, isn’t about the readers. It’s not even about Apple’s App Store. It’s about the clash of two different business models. One that sells the customer to the highest bidder through a product and the other that sells a product directly to the customer. [...] Put simply, publishers don’t want readers to opt in, because they know readers will prefer to opt out. Transparency is not a friend of publishers who for decades made a mint by selling out readers to advertisers and list brokers.
Konsumenten mit eigener Meinungen sind ganz schlimm!
Apple takes a 30 percent cut of every transaction. In other words, Apple is eating the people that provide the things that make the iPad special. [...] Apple should take a cut. Just not an amount so significant it might kill the people who have helped make the iPad experience so great.
Hätten wir nur damals nicht diesen Prototypen gekauft…
The bigger question now is whether this is just Apple’s way of taking a cut of a business it helps create by virtue of the iPhone platform’s popularity, or is Apple knowingly kneecapping other streaming music services in preparation to launch its own streaming music service for the iPhone in the coming months?
Think about it: Competing music services have for years now been free to offer streaming music to iPhone users, basically giving Apple free market research data and at the same time priming the market by getting early adopters hooked on the experience. Then it comes along and changes the rules of the game, offers its own competing service, and cleans up on both ends — either stealing away users of competing service by offering a cheaper and more integrated music service itself, or profiting off its competitors subscribers without having to pay the music licensing fees they are.
‘Freie’ beziehungsweise werbefinanzierte Dienstleistungen sind weiterhin möglich. Hohe Lizenzkosten für Musik- oder Film-Anbieter sind ohne Frage ein Problem (…übrigens auch ohne ein App-Store-Abo-Modell).
Rhapsody’s president Jon Irwin issued a statement and amongst noting that it would be “economically untenable,” he also noted that they will be “collaborating with our market peers in determining an appropriate legal and business response to this latest development.”
Obwohl kein Anspruch auf einen App-Store-Sitzplatz besteht, sehe ich die Problematik für ‘kleine’ Anbieter, die mit Abhängigkeiten von geringen Margen arbeiten müssen.
Experts said that the first step in an antitrust analysis is to determine whether Apple is a dominant player in the market, which, in turn, requires an an assessment of the relevant market at issue.
Zwei Experten, zwei Meinungen. Das Apple in Zeiten mit ‘hunderten’ von bevorstehenden Tablet-Ankündigungen eine ‘dominante Marktmacht’ innehat (was die eigentlichen Medien-Inhalte betrifft) – oder gar ein Monopol – will ich nicht glauben.
With great power, comes great responsibility, and all that. But we’re not there yet. It does look like competition is coming — and fast. And so Apple should be allowed to implement the changes to their ecosystem as they see fit. The market will decide if they’re the right ones or not.
MG Siegler betont ebenfalls den ‘freien Markt’…
Wie sich die Abonnements technisch aufstellen, hat Podcast-Kollege Hetzel an dieser Stelle einmal detailliert aufgeschrieben. Durch die Bindung an den iTunes-Account lassen sich bestehende Abos automatisch an neue Geräte übertragen. Das ist komfortabel für die Kunden. Update: Inhalte sind jedoch beim ‘In-App’-Kauf nicht außerhalb der Anwendung verfügbar. /Update
Letztendlich läuft die Diskussion auf die Frage hinaus, ob sich der App Store mit seinem Abo-Modell, der damit verbundenen (iTunes-)Werbeplattform und den rasant ansteigenden Benutzerzahlen für Anbieter von Inhalten in der Zukunft noch ignorieren lässt. Wenn man zu der Übereinkunft gelangt, das dies nicht der Fall sein sollte, gilt es sich mit den neuen jetzt durchgesetzten Regeln zu arrangieren. Einigen Anbietern wird dieser Prozess schwieriger fallen als anderen.
‘Digitale Geldbörse’ – weiter Hinweise auf NFC-Technologie für das nächsten iPhone
Die Deutsche Telekom stellt am heutigen Morgen die Aufzeichnung der gestrigen Pressekonferenz zum ‘Video-on-Demand’-Abruf. Neben der ‘Travel & Surf‘-Option fanden in der einstündigen Veranstaltung auch ‘mobile Bezahlsysteme’ Erwähnung. Als kontaktloses Zahlungsmittel soll dabei ‘Near Field Communication‘ (NFC) im Mittelpunkt stehen. Die Mobilfunktelefone kommunizieren dabei über einen Funk-Chip mit einer entsprechenden Gegenstelle wie beispielsweise einem Ticket-Automaten oder Scannern für Bonusprogramme.
Für die nächste iPhone-Generation gehört eine NFC-Hardware-Implementation zum heißen Gerüchtekreis des laufenden Jahres – Apple stellte bereits entsprechendes Personal ein, zeichnet mögliche Patente und erntete dafür eine Menge Presse.
Ein bisschen mehr (Gerüchte-)Feuerholz fand sich auf der gestrigen Pressekonferenz der Deutschen Telekom. Obwohl die offizielle Pressemitteilung keine zukünftigen Partnern aufführte, nennen ‘ausgegebene (Print-)Informationsunterlagen’ Apple und Samsung mit einem NFC-Portfolio. Ein Beweis ist dies für ein iPhone 5 mit NFC-Technologie nicht im Geringsten. Trotzdem liegt es nahe, insbesondere wenn man Apples Hardware-Zyklus von jeweils einem Jahr zwischen zwei iPhone-Generationen betrachtet.
Auch Googles ehemaliger Häuptling Eric Schmidt betonte auf seiner gestrigen Keynote die Wichtigkeit des Kurzstreckenfunks speziell in Bezug auf Werbeangebote. Neben Reklameschaltungen und Bezahlung sind jedoch noch unzählige andere Anwendungsfälle mit ‘Near Field Communication’ vorstellbar.
Apple aktualisiert seine App Store-Review-Richtlinien

Im Zuge der gestrigen Bekanntgabe über ‘In-App’-Verkäufe überarbeitet Apple seine ‘iOS App Store Test-Richtlinien‘. Dessen populärste Erweiterung daraus lautet wie folgt:
If you attempt to cheat the system (for example, by trying to trick the review process, steal data from users, copy another developer’s work, or manipulate the ratings) your apps will be removed from the store and you will be expelled from the developer program.
Im ersten Gedankenschritt klingt das nachvollziehbar. Wer möchte Apps, die ‘Nutzerdaten’ stehlen oder sich über ‘manipulierte Ratings’ in den Hitlisten nach oben arbeiten, richtig? Zu bedenken bleibt jedoch, dass es sich bei den zusammengetragenen ‘Vorgaben’ um keinen fest geschriebenen Gesetzestext handelt, sondern eine Interpretation weiterhin explizit dem jeweiligen App Store-Prüfer unterliegt. Nicht umsonst beschreibt Apple die Aufstellung als “lebendiges Dokument” bei dem “neue Apps auch neue Fragen aufwerfen können, die sich dann in neuen Regeln widerspiegeln“.
Es gilt jedoch die Frage zu stellen, inwieweit Entwickler Anwendungen mit neuen Funktionen dem ‘Genehmigungsprozess’ überhaupt vorlegen, die an unbekannte Grenzen stoßen und diese bewusst oder unbewusst überschreiten, wenn ihr Entwickler-Konto auf dem Spiel steht. Die prominente Erweiterung in der ‘Einleitung’ der ‘Review-Richtlinien’, in der sich die jetzigen Auszüge wiederfinden, jagt mir zumindest einen kalten Schauer über den Rücken.
Denken wir einmal nicht an Sternchen-Manipulationen oder Design-Klau sondern den nicht minder populären Fall der Anwendung Camera+. Entwickler Tap Tap Tap hat hier eindeutig die Grenze der App Store-Hüter übersprungen. Sogar mit Anlauf. Aber eine Diskussion um die Verwendung der Hardware-Buttons (beispielsweise als Foto-Auslöser) halte ich trotzdem für wichtig. Hätten sie das Gespräch darüber auch angestoßen, wenn ihre anderen, lebenserhaltenden Apps wie Calcbot, Convert oder Voices 2 durch die Kündigung des Entwickler-Accounts auf dem Spiel gestanden hätte? Ich denke, die viermonatige (Verkaufs-)Abstinenz war eine gerechte Strafe…
Klar, auf der Nase herumtanzen lassen würde ich mir als App-Prüfer nicht. Wer über 943 Apps innerhalb von neun Monaten in den App Store einstellt, gehört gebändigt. Genauso zählt der unlautere Gebrauch von Promocodes und dessen Benutzung über Fake-Konten mit Bewertungs-Tricks unterbunden. Trotzdem dürfen die anderen (Hundert-)Tausend-Entwickler nicht unter einem einzigen verwirrten Geist leiden. Die Kollateralschäden wäre zu hoch. Ich würde deshalb gerne die ‘Guidelines’ als das betrachten, als das sie sich selbst sehen, als ein “lebendiges Dokument“. Der Rauswurf eines Entwickler(-Studios) kündigt diese ‘lebendige’ Zusammenarbeit jedoch auf, weshalb mir die neue Formulierung “will be expelled from the developer program” schlicht und ergreifend zu populär platziert ist.







