Liebe Panikmacher, ich hasse euch!

von alex olma | 21. April 2011 | 08:53 Uhr

IPhoneBlog de Geo

Ihr unsäglichen Spielverderber. Die ‘iPhone-Bewegungsdaten‘ wären ein toller Ansatzpunkt, um über den Umgang mit persönlichen Informationen aufzuklären. Wenn man sich die Mühe für seine Leser, Zuschauer oder Hörer hätte machen wollen, wäre zumindest der Aufhänger einer Geschichte drin gewesen. So bleibt, zugunsten von einander abgeschriebener Brachial-Berichterstattung, aber auch diese Gelegenheit ungenutzt.

Was war passiert? Zwei O’Reilly-Forscher, Alasdair Allan und Pete Warden, veröffentlichten einen Artikel, einen Video-Talk sowie ein Mac-Programm über die Log-Datei ‘consolidated.db’. Diese enthält Längen- und Breitengrade sowie Zeitstempeln von Mobilfunk-Sendemasten und WiFi-Netzwerken – keine GPS-Daten. Die Datenbank befindet sich auf dem iPhone und nach einer Synchronisation über iTunes auch auf dem Computer. Verschlüsselt man sein Backup nicht, ist die Datei zugänglich. Beispielsweise von der Visualisierungs-Software ‘iPhoneTracker‘, die im gleichen Schritt das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Kryptografiert man dagegen seine Daten (ein iTunes-Klick reicht aus), ist die Datei nicht auszulesen. Das gilt auch für die Daten auf dem mobilen Gerät, solange man keinen Jailbreak durchführt.

DirektTracking

Dass diese Datei überhaupt existiert, ist nicht neu (1, 2 oder 3). Die beiden O’Reilly-Typen haben lediglich ihre Recherche vermasselt. Über die ‘versteckte, geheime und unbekannte‘ Datenbank, von der so gerne berichtet wird, ist bereits in gedruckten (!) Büchern (Affiliate-Link) geschrieben worden.

IPhoneBlog de consolidated

In the course of writing Chapter 10 – Network Forensics – I fully explain and detail the examination of consolidated.db and other network artifacts within the device!

Aber nur weil bereits diverse Aufzeichnungen bestehen, und vergleichbare Datenbanken bereits vor iOS 4.0 existierten (h-cells.plist), rechtfertig das natürlich noch lange nicht dessen Existenz. Daher die Frage: Wohin sendet diese ominöse Datenbank ihren Inhalt?

Soweit durch Netzwerk-Analysen bekannt: Nirgendwohin. Die Datei existiert lokal und im Backup. Übernimmt man das Backup auf ein anderes iOS-Gerät, wird auch die Datenbank überspielt. Doch das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Dass sich Apple generell Mobilfunk- und WLan-Daten einverleibt, ist seit letztem Sommer kein Geheimnis. Zugegeben: Zuerst war’s nie so richtig kommuniziert. Erst auf Nachfrage von zwei US-Kongressmitgliedern veröffentlichte Apple ein umfangreiches Schreiben über die Erfassung und Nutzung der Positionsdaten (PDF-Link).

Information about nearby cell towers and Wi-Fi access points is collected and sent to Apple with the GPS coordinates of the device, if available [...]. This information is batched and then encrypted and transmitted to Apple over a Wi-Fi Internet connection every twelve hours [...].

[...] to help Apple update and maintain its database with know location information, Apple may also collect and transmit Cell Tower and Wi-Fi Access Point Information automatically. With one exception, Apple automatically collects this information only (1) if the device’s location-based service capabilities are toggled to “On” and (2) the customer uses an application requiring location-based information.

Bislang bestehen jedoch keine Hinweise, dass die ‘consolidated.db’ dafür genutzt wird, diese Informationen zu übertragen. Wie das PDF-Dokument bestätigt, bedient sich Apple auf explizite Nutzer-Genehmigung auch den der GPS-Daten. Da sich diese Infos nicht in der jetzt ‘aufgespürten‘ Log-Datei befinden, könnte man vermuten, dass sie nichts damit zu tun hat.

Schon damals, als das PDF öffentlich wurde, war die Aufregung groß. Zurecht, wenn man einzig und allein aus Perspektive des Datenschutzes argumentiert. Wer kein Interesse an der Evaluierung und Performance-Verbesserung seiner Verbindungen hat (unpersonalisiert auf Basis von Zufallsstichproben), darf so pseudo-autark gerne versuchen weiterleben.

Spätestens mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags und Politik-Verpeiltheit kippt jedoch dieser durchaus ehrenhafte Datenschutz-Ansatz. Malte Spitz, Politiker beim Bündnis 90/Die Grünen, klagte im vorletzten Jahr gegen die Deutsche Telekom um Herausgabe seiner gespeicherten Vorratsdaten. Vor Gericht zeigte der Zeitraum von insgesamt sechs Monaten in 35.000 Fällen Anrufe, SMS und Geo-Postionen. Die Zeit.de hält davon eine interaktive Karte zum Abruf.

IPhoneBlog de Vorratsdatenspeicherung

Um in meiner Wortwahl konsequent zu bleiben: Aber nur weil’s bereits ‘Andere’ machen, muss es dadurch noch lange nicht ‘richtiger’ werden. Korrekt. Daher gilt es weiterhin, jedem Anbieter auf die Finger zu schauen ohne jedoch kopflos nach dem nächsten ‘iDesaster’ zu suchen.

Durch die jetzt veröffentlichte Software wird das Geo-Problem erstmals anschaulich. Die Daten, die jedoch dahinterstehen, sind nicht die geringste Aufregung wert, wenn im gleichen Atemzug Gowalla-Accounts befeuert, Latitude-Blümchen angezündet und eine ‘Find-my-iPhone’-Ortung mit Begeisterung betreiieben wird. Mit dem bewussten Umgang von der Weitergabe genau dieser Informationen, sollte man anfangen.

Mir persönlich sind viele Software-Angebote im App Store – wie beispielsweise Viber (kostenlos; App Store-Link) – weitaus unheimlicher, weil sie einfach mal mein kompletten Adressbuch auf ihre Server laden und dies (nach persönlichem Empfinden) unzureichend innerhalb der App kommunizieren. Wer tief gräbt, findet auf deren Webseite diesen Verweis:

A copy of the phone numbers and names in your address book (but not emails, notes or any other personal information in your address book) will be stored on our servers [...]

‘Datenschutzrichtlinie’ – auch Apple besitzt ein ganzes Bündel davon – sind nie spannend oder mitreißend geschrieben. Wer jedoch niemals einen Blick darauf wirft und einfach blind abnickt, darf jetzt auch keine ‘offenen Briefe an Steve Jobs‘ schreiben.

In die gleiche Quatsch-Kategorie fällt es, einen Jailbreak zu empfehlen und zu behaupten, sich durch die App ‘untrackerd‘ dem ‘Logging-Problem’ zu entledigen (und gleichzeitig womöglich seine SHSH Blobs hochzuladen). Durch den vollen Zugriff auf das Dateisystem nimmt man bei Verlust des iPhones dem Dieb lediglich die Arbeit ab.

IPhoneBlog de untrackerd

Aber nochmal: Jede Firma, der wir Daten bewusst zustecken oder diese ohne Wissen abgenommen bekommen, gilt es zu beobachten. Dabei jedoch bei der Log-Datei ‘consolidated.db’ anzufangen, ist schlicht und ergreifend unverhältnismäßig.

Apple is not storing the device’s location, it’s storing the location of the towers that the device is communicating with.

Afs 300x250
  • iFocker

    “Liebe Panikmacher, ich hasse euch!”

    Bist ja auch eine iSchwuchtel :P

    • Anonymous

      Derartige Kommentare auf Kindergartenniveau helfen wohl kaum weiter. Weder Dir (als Idiot geoutet) noch dem Blog.

      • al-bundy

        Und warum empfiehlst du diesen Kommentar dann, du scheinheiliger Schwätzer?

      • Anonymous

        Auf den Gedanken, dass ich mich verklickt haben könnte, kommt Dein beschränkter Geist scheinbar gar nicht erst.

  • Andreas

    Sehe ich auch so. Aber so eine Geschichte ist doch so schön für simples aber beherztes Apple-Bashing. Das es User gibt, die KEIN Formularfeld in Facebook & Co unausgefüllt lassen können, das sagt keiner. Und gerade die mit massiver Datendiarrhoe motzen doch jetzt am lautesten.

    Mein Kommentar zu dem Thema: http://www.stammhirnrinde.de/2011/04/22/darf-ich-sie-einladen-an-meiner-paranoia-teilzuhaben/

    Gruß
    Andreas

  • Thomas Weiss

    Sehr schöner Artikel. Ich als Leihe habe den Eindruck einen guten Überblick über den tatsächlichen technischen Sachverhalt bekommen zu haben.

    Nur eine Sache lässt mich stutzen, nämlich der letzte Satz. Wenn Apple die Geodaten der Funkmasten, WLAN Stationen, etc. speichert mit denen *mein Telefon* kommuniziert hat, dann heißt das im Umkehrschluss, dass ich auch dort in der Nähe gewesen sein muss. Natürlich hat man keine Zentimetergenaue Position, aber die genannte Interaktive Karte basiert meines Wissens auch auf den Positionen der Funkzellen. Und um ein Bewegungsprofil zu erstellen sollte es also reichen.

    Die zu klärende Frage wäre also nun: Was genau kommt bei Apple an und wie Anonym sind diese Daten?

    • Burhan

      Du bist ein Laie.

  • Stefan

    Auch wenn es der Autor nicht wahrhaben möchte: das was Apple da macht ist, meiner Meinung nach, einfach ein Unding. Vielleicht wurde nicht alles 100%ig von den Medien korrekt recherchiert, aber ich finde, es ist keine “Panikmache” sondern berechtigt. Ich würde mir nie so ein Gerät kaufen.

    • Mickey1504

      Welches denn dann?

  • User356

    Man kann einfach nicht schönreden, dass hier eine Firma höchstpersönliche Bewegungsdaten ohne Kenntnis und ohne Einverständnis des Benutzers sammelt.

    • Anonymous

      Alex kann’s.

  • Tom

    War doch klar, dass die ganzen Apple-Hater hier ihre große Chance sehen mal richtig schön über Apple herzuziehen. Was habt ihr eigentlich?
    Es ist mir doch scheißegal ob auf meinem Computer gespeichert wird wo ich war. Was soll denn auch passieren? Erpresser lesen die Daten aus und entführen mich? Ganz bestimmt.

    Datenschutz wird in Deutschland sowieso komplett überbewertet. Oder kann mir jemand erklären, wo der Sinn liegt, wenn man sein Haus bei Google StreetView in einer Neubausiedlung, wo sowieso alle Häuser gleich aussehen, verpixeln zu lassen?

    Lest ihr alle Bild? Die sagen selber: “Bild dir deine Meinung” Tut das doch mal und plappert nicht alles nach was andere schreiben.

    • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

      Ich glaube dieser Kommentar ist so bar jeder Logik dass er eigentlich implodieren müsste.

      Für DICH ist das alles egal. Du bist aber nicht ALLE. Du bestimmst nicht für alle, Du lebst in einer Gemeinschaft, und nur weil Du die Meinung anderer nicht akzeptieren möchtest heißt das noch lange nicht, dass sie “Hater” sind.

      • Tom

        Beantworte doch mal die Frage im mittleren Abschnitt. Wo liegt da wirklich der Sinn?
        Die Menschen hören – ohne selber nachzudenken – auf das, was andere sagen. Irgendein vorgekauter Mist, den Politiker auspucken, welcher wiederum von Journalisten genauso weitergeben wird.

        Ach und der erste und zweite Abschnitt haben nichts miteinander zu tun. Der erste bezieht sich auf das “Geierverhalten” derjenigen, die zu eitel, zu blöd oder was auch immer sind, sich einzugestehen, dass der Erfolg der Firma Apple nicht von irgendwoher kommt und das jeder Erfolgszug auch seine Schattenseiten hat.

        Im zweiten geht es um das Aufnehmen der Meinung anderer.

      • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

        Wieso soll ich die Frage im mittleren Absatz beantworten? Warum soll ich Dir wenn Apple Funkmastdaten mit Zeitstempel auf meinem Handy speichert beantworten, warum in Streetview Häuser verpixelt werden?

        Das ist ein Strohmann-Argument. Es hat nix mit dem vorliegenden Fall zu tun.

      • Tom

        Okay. Lebt du mal weiter in der System-Kritiker-Welt.
        Ich will jetzt auch nicht das du deine wertvolle Zeit verschwendest.

        Gute Nacht .. aber pass auf: Sie beobachten dich.

      • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

        Das deutsche “System” der informationellen Selbstbestimmung beißt sich mit der ständigen Speicherung meines Aufenthaltsortes über mein Handy. Wenn überhaupt bin ich FÜR das System der informationellen Selbstbestimmung und GEGEN eine Änderung und kämpfe für meine Rechte.

        Du hingegen bist der Ansicht dass diese offensichtliche Rechtsverletzung von Apple ok ist, und argumentierst anhand von Google Streetview, bei dem die deutschen Datenschützer eine Möglichkeit des Einspruches gegen die Veröffentlichung von Bildern des eigenen Hauses erzwungen hat. DAS ist das System.

        Dir fällt nicht einmal auf dass DU der Systemkritiker bist. Muss ich da jetzt noch irgendein Adjektiv einfügen um zu untermahlen, für wie “intelligent” ich das von Dir halte?

        Die beste Möglichkeit, mir meine Zeit nicht zu stehlen, wäre übrigens, wenn Du mal für fünf Sekunden nachdenken würdest. Oder nein halt: am besten wäre es, wenn Du gar nix mehr sagst, ich komm mir vor als ob ich mit einem nassen Butterkeks diskutiere so weich sind Deine Argumente.

      • dermattin

        Oh, jetzt verstösst Apple schon gegen deutsches Rest? Das iPhone legt Daten in einem Chache ab, so wie eben jedes Programm das auf einem Computer tut. Mehr als dieser banale Grund schneit nicht dahinter zu stecken.

        “Die beste Möglichkeit, mir meine Zeit nicht zu stehlen, wäre übrigens, wenn Du mal für fünf Sekunden nachdenken würdest. Oder nein halt: am besten wäre es, wenn Du gar nix mehr sagst, ich komm mir vor als ob ich mit einem nassen Butterkeks diskutiere so weich sind Deine Argumente.”

        Ohren zu und durch, hm?

      • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

        Ich sag nur: Rest schneit.

        Wenn Du schon zu bequem bist, Deine Kommentare nochmal quer zu lesen um die Rechtschreibfehler zu finden…

        Es geht darum, WAS für Daten gespeichert werden und WIE LANGE.

        Für Dich ist wahrscheinlich auch vollkommen egal ob Zentrifugen für die Urananreicherung jetzt an RWE oder an Gaddafi geliefert werden. Ist doch egal. Sind doch nur Zentrifugen. Oder ob Fotos von der neugeborenen Tochter von Caroline von Monaco veröffentlicht werden. “Wieso, ist doch nen Royal und überhaupt – ist doch nur ein Foto” usw. usf.

        Sind doch nur Daten. Ist doch egal.

      • Tom

        Ich sag nur noch eine Sache:

        Du bringst jetzt alles durcheinander also lass es einfach. Tob dich woanders aus.

    • Anonymous

      Ok, im letzten Satz wurde mir dann klar wo Du Dir Deine Meinung abgelesen (nicht selbst gebildet) hast.

      • Tom

        Ich lese keine Bild. Nur werde ich von deren Werbekampagne bombardiert und sehe die Zeitung jeden Tag am Kiosk.

  • Pingback: Apple is watching me. « brasax, getting nuts

  • A Z

    Viel Wind um eine Datei die 1. längst bekannt ist und 2. zumindest zur Zeit unbedenklich da nur auf dem Gerät des Users selbst vorhanden OHNE Übermittlung an Apple CIA BND o.ä. .
    Für mich ist dieser Wind wieder einmal ein Prächtiger Beleg wie blind, doof und ohne Sachkenntnis nicht nur die Klatschpresse sondern auch Tagesschau und Co. sind. Aber was soll man auch erwarten von einem Verein von Presseschwuchteln welche wohl immer noch die den Silberarsch unseres lächerlichen Aussendesasters ähhhmm -minsters hochhalten müssen. Kann man die jetzt alle wegen kollektivem abschreiben a la Gutenplug von Ihren Pöstchen jagen ?? Zumindest die Telekom könnte unsere Verbraucherverarscheminsterin ja nun mal für ein paar Wochen das Netz abschalten lassen da die Pressetussi vom grossen T welche sich ja selbst eine Farbe als Marke schützen musste nun wiederholt für Ihren T.Club gelogen hat. “die Telekom speichert keine Bewegungsdaten” achso 6Monate sind die ja nur im T-Cache und das ist halt nach gross T Ansicht kein Speichern.

    Wenn ich klauen wollte lasse ich Kreditkarten, Telefon zuhause. Wer stattdessen mit seinem Androiden im Chat bei Facebook auf Tour geht ist heutzutage selbst schuld wenn er sich anschliessend wundert das er die Werbung vom Anwalt via Google schon im Briefkasten hat bevor der Beklaute überhaupt bei der Polizei war.

    • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

      Mit Betonung auf “zur Zeit”.

      Der Atommüll in der Asse ist zur Zeit auch unbedenklich. Das Problem ist bekannt.

      Nur um mal Deiner Logik zu folgen.

    • Anonymous

      Mag sein dass keine Übermittlung an Apple stattfindet. Aber reicht es nicht wenn sich jeder die Daten von Deinem Rechner ziehen kann?

      Vorratsdatenspeicherung = böse
      Apple-Bewegungsdatenspeicherung = harmlos? Merkwürdige Sichtweise.

    • Anonymous

      Mag sein dass keine Übermittlung an Apple stattfindet. Aber reicht es nicht wenn sich jeder die Daten von Deinem Rechner ziehen kann?

      Vorratsdatenspeicherung = böse
      Apple-Bewegungsdatenspeicherung = harmlos? Merkwürdige Sichtweise.

      • dermattin

        Die Vorratsdatenspeicherung mit einem Chache, der dummerweise oft unverschlüsselt auf einem Telefon rumliegt, zu vergleichen, ist auch etwas merkwürdig.

        Und das Argument, dass jeder an diese Daten rankommt, ist ein Totschlagargument. Jeder kann theoretisch an jede Daten rankommen. So gesehen dürften keinerlei Daten erzeugt. Und wir dürften auch alle keine elektronischen Geräte mehr benutzen.

      • Anonymous

        Die Vorratsdatenspeicherung ist auch nichts anderes als ein Cache, der nach 6 Monaten gelöscht wird. Apple löscht aber offensichtlich nie.

        Und ja, Du hast es verstanden, Glückwunsch! Jede Datensammlung kann missbräuchlich genutzt werden, daher gilt es das Sammeln von Daten so weit wie möglich einzuschränken. Man darf dann keine Elektronischen Geräte mehr benutzen? Also mein Toaster und mein Fernseher spionieren mich nicht aus. Und auch auf meinem Rechner bestimme ich, welche Daten ins Web gelangen.

  • Anonymous

    “Apple is not storing the device’s location, it’s storing the location of the towers that the device is communicating with.”

    In Städten spielt der Unterschied kaum eine Rolle, da die Abstände zu den Basisstationen nur gering sind. Ein Bewegungsprofil kann man damit allemal erstellen, wie Phone Tracker beweist.

  • Pingback: FDP kritisiert Apple wegen Profil-Speicherung

  • Pingback: iPhone, iPad & Android-Smartphones speichern ortsbezogene Daten – und für einige geht die Welt unter » Pottblog

  • Pingback: » “iPhone Bewegungsdaten” – Panikmache der Medien – birnenblog.de und doch dreht sich alles um Äpfel

  • Pingback: Bewegungsprofil durch die Hosentasche | Sven Lohmeyer

  • Pascal

    Danke Alex für den tollen Artikel.
    Als Handy und Smartphone Forensiker kann ich bestätigen das das kein Apple Problem ist, sondern jeder seit Jahren mit sich bereits rumträgt.

    Wer kann sich noch an das glorreiche “Lifeblog” erinnern das Nokia in “jedes” n-series Gerät installiert und vorsichtshalber schon einmal aktiviert hat. Der Nutzer könnte es ja vergessen.

    Als Forensiker bekomme ich aus fast alle Telefonen diese Positionsdaten, nur ist es beim iPhone für mich durch die bereits bekannte Datei einfacher.

    Haut mal nicht so auf Alex rum. Er hat auf sachlicher Ebene vollkommen recht.

    • Anonymous

      Erstaunlich wie viele Forensiker es plötzlich gibt, die aber keinen Satz geradeaus schreiben können.

      • Kitchenmaker

        @benmillr Deine Interpunktion lässt auch zu wünschen übrig. Allerdings wirfst Du anderen vor,”keinen Satz geradeaus schreiben zu können”. Das verwundert mich.

  • Pingback: Protokoll vom 23. April 2011beiTrackback

  • Pingback: Bayerischer Datenschutzbeauftragter fordert Aufklärung von Apple wegen iPhone-Datenspeicherung - Datenskandal, iPhoneiPad, iDevices, Apple, Daten, Speicherung, Deutschland, welche - Apfelnews

  • Pingback: Spielereien mit iPhoneTracker at qrios

  • Anonymous

    Es ist schade, jedoch zugleich bedenklich, dass die Mehrheit der Bevölkerung ein diffuses Verständnis von Datenschutz hat. Die Materie wird öffentlich leider nur oberflächlich behandelt, was selbstredend bei einer uninformierten Zielgruppe für Empörung sorgt. Wir sollten uns langsam klar machen, was Datenschutz bedeutet, festzustellen, wie man selbst gewissenhaft mit den eigenen Daten umgehen sollte.

    Insofern pflichte ich dir, Alex, vollkommen bei. Abermals wird ein kleiner Fisch im dunklen Meer hochgespielt, dessen Tragweite doch so undifferenziert betrachtet wird, dass die Grundproblematik im Keim erstickt wird. Es ist nichts Neues, schon gar nicht bei Apple, dass Daten übermittelt und ausgewertet werden. Wer sich ernsthaft über Apple’s Datenverständnis aufregt, im selben Atemzug aber detailierte Informationen plus exakte GPS-Daten zum Aufenthaltsort z.B. bei Twitter preisgibt, dem sage ich unverblümt, dass er wohl ein verzerrtes Realitätsverständnis besitzt.

    • Anonymous

      Und was sagst Du den Leuten die versuchen sich bestmöglich vor Datenkraken zu schützen, aber von dieser Datenbank schlicht nichts wussten, schon gar nicht vor dem Kauf des iPhones?
      Was ist Dein Fazit? Datenschutz auf Apple-Geräten ist sinnlos so lange es noch schlimmere Datensammler gibt? Das führt schnell zu einem Zirkelschluss. Auch wenn Du Dir Mühe gibst Dich gezielt “gehoben” auszudrücken, zeigt das doch, dass Du die Problematik nicht verstanden hast. Einige Deiner Wortschöpfungen ergeben in ihrem Zusammenhang übrigens keinen Sinn.

  • Seeräuber-Jens

    Das geht alles an der Sache vorbei.

    Das neue beim iPhone-Leak ist nicht, daß da Positionsdaten gesammelt und gespeichert werden. Gibt es optional immer schon. Wenn ich mit einem Handy im Netz bin – auch mit einem jahrealten Mürfken -, weiß mein Provider und damit u.U. auch der Verfassungsschutz etc., wo ich gerade bin.

    Das Neue und Skandalöse beim iPhone ist, daß die Daten standartmäßig ungeschützt, unverschlüsselt, offen auf dem Rechner gespeichert werden. Und das iPhone ist ein Gerät für DAUs: Die Daten SIND also in der Regel ungeschützt. Und jetzt kann also nicht nur der Verfassungsschutz, sondern auch der Ehemann herauskriegen, wo seine Frau sich den ganzen Tag so herumgetrieben hat.

    Da gibt es nichts zu beschönigen, nichts zu entschuldigen. Das ist ein Riesenmist, den sich die Firma da geleistet hat. Die müssen sich schleunigst zusammenreißen. Vertrauen ist bei diesen Geschäften das wichtigste Kapital, und das habe ich erst einmal nicht mehr.

    • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

      Dein Handy-Provider darf die Daten aber nur längere Zeit speichern wenn ein Gerichtsbeschluss vorliegt.

      Das Beispiel mit dem netten Gründen-Abgeordneten ist aus dem Zeitraum wo das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung noch galt. Im Moment ist dieses außer Kraft und somit wird auch nix mehr über den Abrechnungszeitraum gespeichert. Bzw. sollte es nicht und die Daten sind nicht beweiskräftig sollte die Telekom den Datenschutzvorschriften nicht entsprechen und die Daten trotzdem länger speichern.

  • http://www.facebook.com/people/Daniel-Bednors/100000562466663 Daniel Bednors

    also ich hätte ja mit 100 gerechnet…^^

  • Timwut18

    Der Autor des Artikels verkennt und vermengt hier einiges.

    Er verkennt bspw. den Schutzbereich des Datenschutzes. An dieser Stelle sei die Lektüre von Art. 8 EMRK empfohlen.

    Zudem vermengt der Autor Beispiele, die nicht zueinander passen wollen. Hier eine kleine Sensibilisierung zum Thema Datenschutz: Grundsätzlich ist jede Datenerhebung verboten, außer das Gesetz erlaubt diese. Im o.g. Beispielsfall “Vorratsdatenspeicherung” gab es eine gesetzliche Erlaubnisnorm zur Erhebung der Daten im Telekommunikationsgesetz. Bereits hier hinkt Ihr Beispiel. Aber es geht noch weiter. Diese Erlaubnisnorm wurde vom BVerfG für rechtswidrig und nichtig erklärt. Der jetzige Umgang Apples mit den Daten kann bereits aus diesen beiden Gründen nicht mit der Vorratsdatenspeicherung verglichen werden.

    Vielmehr hat sich auch Apple an geltendes Recht und an den Grundsatz der Datensparsamkeit zu halten – insbesondere weil mit der jetzigen Datensammlung ein sehr hohes Gefährdungspotential für den Betroffenen einhergeht (zu denken ist an Zugriffe von staatlicher Seite, Arbeitgebern, Familienmitgliedern, …).

    Auch Ihr Hinweis auf die Datenschutzrichlinie von Apple als Legitimationsgrundlage geht fehl. Dieser mangelt es nicht zuletzt an der erforderlichen Transparenz.

    Wenn ein Unternehmen Menschenrechte und Verfassungsrechte mit Füßen tritt, dürfen und müssen sich Betroffene zu Wort melden. Wer an dieser Stelle von Panikmache spricht hat, zumindest nach meiner bescheidenen Meinung, einiges nicht mitbekommen.

    • J_franke

      Lieber Timwut18,
      bzgl. des Datenschutzes.
      §1 BDSG Anwendungsbereich
      Zweck dieses Gesetzes ist es, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.
      (2) Dieses Gesetz gilt für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch

      3.nicht-öffentliche Stellen, soweit sie die Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen verarbeiten, nutzen oder dafür erheben oder die Daten in oder aus nicht automatisierten Dateien verarbeiten, nutzen oder dafür erheben, es sei denn, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung der Daten erfolgt ausschließlich für persönliche oder familiäre Tätigkeiten.

      Das iphone wird von mir als Privatperson betrieben. Es speichert meine eigenen Positionsdaten. Die Daten werden nicht an Dritte übermittelt.
      D.h. Apple erhebt oder verarbeitet hier im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes keine personenbezogenen Daten.
      Im Gegensatz zu dem z.B. auf dieser Seite eingebetteten Goggle Analytics, … ;-)

  • Pingback: Bei Aufruf Sieb #010 - idee42

  • Pingback: iOS Krams 04/11 | latr.biz

  • Pingback: Reaktionen auf “Locationgate” « netzpolitik.org

  • Pingback: Weisses iPhone 4, iPhone 5 und Apple & die Geodatenspeicherung

  • Pingback: Was fehlt: die Unschuldsvermutung – iPhoneBlog.de

  • Pingback: Wenn du kein iPhone hast… | netzfeuilleton.de

  • Pingback: Was wenn Apple böse wird? « pawlikviewing

  • Pingback: Apple und die Bewegungsdaten « Techsalat

  • chris

    Komisch, kaum zeigt mal den Leuten ihren Netzwerktraffik, oder was man mit Wireshark sonst noch sieht, finden sie es “gruslig”…. oder nmapt man mal ihre Geräte (Mac-Book/Windows-PC) und erklärt was man da sieht…..”gruslig”.
    Aber vorher im Gespräch haben sie nie was zu verbergen, finden das nie wirklich schlimm. Dann irgend wie doch. Die meisten WISSEN einfach nichts. Darum finden sie es auch nicht schlimm. Und der, der weiß, denkt dann einfach anders darüber. Ist immer so.
    Aber der iKunde wird doch bewusst unwissend gehalten. Der soll nicht wissen, der soll kaufen!
    Diese Leute sagen immer:
    “… ja, wenn man das haben will… / …. es bringt einem ja auch was….. der Service wird verbessert…. / ”
    Und dann ist es ihnen einfach egal und “verkaufen” ihre Privatsphäre an jeden. (nicht nur Apple)

    (Beide Versuche mit der Erlaubnis das zu zeigen, Besitzer saß neben mir)

  • Pingback: Christophers Blog

  • Pingback: Crowdflow – spende deine iOS-Datenbank – iPhoneBlog.de

  • Pingback: [update] Android mit Sicherheitslücke – iPhoneBlog.de

  • Thom3G

    Für iPhone 4 und das 3GS soll mit dem Firmware Update Abhilfe geschaffen sein, was aber auch nur eine Scheinlösung ist. Und was ist mit den 3G Nutzern? Und was haltet ihr von dem Angebot: http://cgi.ebay.de/Spy-Free-iPhone-3G-16GB-UNLOCKED-ohne-GPS-Tracking-/250821252174?pt=DE_Handy_s&hash=item3a661c944e#ht_973wt_1139 ?

  • Pingback: iOS 5 beta 3 mit erweiterten Einstellungen für Ortungsdienste und Bedienungshilfen – iPhoneBlog.de

  • Pingback: Wettrüsten um Standortinfos – iPhoneBlog.de

  • Pingback: Blog-Highlight iPhoneBlog.de: „95 Prozent meiner Aufmerksamkeit widme ich dem Blog“ » t3n News

  • Pingback: Dein iPhone trackt mit – Teil 2 | TimDuran.net

Werbung

Wer eine beliebige iPhone-App im iTunes App Store über diesen Link kauft, seinen Mac mit Programmen aus dem Mac App Store bestückt oder ein Produkt seiner Wahl bei Amazon bestellt, unterstützt das iPhoneBlog mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises.

Werbeplatz gefällig? -> KLICK.

Flattr verteilt kleine Mikrozahlungen, mit denen Ihr persönlich diesem Blog kleine Aufmerksamkeiten zukommen lasst. Über diesen Button; jeden Monat neu. Vielen Dank dafür!

Afs 160x600