Bewegungsprofile in Echtzeit und aus eigener Hand

von alex olma | 13. Mai 2011 | 07:53 Uhr

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Diese zwei Screenshots zeigen meinen gestrigen Helsinki-Rundgang. Die erfassten GPS-Positionen wurden mit den Apps Geoloqi (kostenlos; App Store-Link) und Footprints (kostenlos; universal; App Store-Link) eingefangen.

Damit sind lustige Dinge möglich: ‘Spielereien’ wie automatische Foursquare- und Facebook-Checkin aber auch eine praxistaugliche Positionsübermittlungen an Freunde, Bekannte oder (in ausgewählten Fällen) die Familie. So lässt sich beispielsweise automatisch koordinieren, wann man an einem gemeinsamen Treffpunkt ankommt.

Sätze wie: “Ich hole dich vom Bus ab. Schreibst du mir kurz eine SMS wenn du ungefähr drei oder vier Haltestellen entfernst bist?” könnten damit der Vergangenheit angehören. Ähnliche Dienstleistungen liefern bereits Google Latitude (kostenlos; App Store-Link) oder Glympse (kostenlos; universal; App Store-Link).

Keine dieser Apps bietet einen Routen-Export an, den man sich ausdrucken und an die Wand nageln kann. Dafür existieren jedoch bereits unzählige andere GPS-Logbücher wie Trails (2.99 €; universal; App Store-Link) oder MotionX-GPS (0.79 – 2.39 €; App Store-Link).

Auch wenn der Gedanke noch nicht wirklich bei uns verankert ist, jemandem (über eine exakt definierte Zeitspanne) seine Positionsdaten mitzuteilen, rate ich zum Testlauf. Ob man daran langfristig einen praktischen Nutzen für sich erkennt, steht auf einem anderen Blatt. Wenn man sich jedoch einmal beim gemeinsamen Stadtbesuch getrennt hat, und zum ‘Wiederfinden’ die freigegebenen Ortsdaten verwendet, ist das so ein ganz kleiner ‘Living-The-Future‘-Moment.

  • Michael

     ”Auch wenn der Gedanke noch nicht wirklich bei uns verankert ist, jemandem (über eine exakt definierte Zeitspanne) seine Positionsdaten mitzuteilen”

    Würde ich jetzt so nicht unbedingt sagen. Ich denke hierbei aber weniger an Privatanwender sondern an die gewerbliche Nutzung wie beispielsweise in Taxiunternehmen, Speditionen, Paketdiensten usw. Diese kostenlosen Anbieter haben wirklich Potential nach und nach die schweineteuren Telematiksysteme im Geschäftsfuhrpark abzulösen.

  • Anonymous

    Ehrlich, Sätze wie: “Ich hole dich vom Bus ab. Schreibst du mir kurz eine SMS wenn du ungefähr drei oder vier Haltestellen entfernst bist?” waren schon immer überflüssig, wenn man sich einfach nur auf eine Ankunftszeit einigen konnte. Wie haben wir das eigentlich vor 25 Jahren ohne Handy hinbekommen? Ganz einfach, man hat eine Uhrzeit ausgemacht und ist dann auch tatsächlich gekommen. Und wenn man fünf Minuten später ankam brach die Welt nicht zusammen.” waren schon immer überflüssig, wenn man sich einfach nur auf eine Ankunftszeit einigen konnte. Wie haben wir das eigentlich vor 25 Jahren ohne Handy hinbekommen? Ganz einfach, man hat eine Uhrzeit ausgemacht und ist dann auch tatsächlich gekommen. Und wenn man fünf Minuten später ankam brach die Welt nicht zusammen.

  • Stephan

     Da ich für mich sowiso die Waypoints bei Wanderungen mitlogge ist das ein schönes Tool. Wo es nach meiner Meinung gefählich wird ist wenn Google & Co. ins Spiel kommt.
    Bei den Freundetracker würde ich persönlich schauen das ich einzelne Personen dazunehmen und wieder löschen kann.

  • Anonymous

    Ich frage mich werde diese Dienste ernsthaft nutzt. Beim Einsatz von GPS kann man zusehen wie sich der Akku leert. Das schließt den längeren Einsatz schon mal aus. Auf Alex’ Karte kann man ein weiteres Problem sehen, die Positionsbestimmung ist nicht immer sehr genau, auf die Ortsdaten kann man sich also nicht verlassen, wenn man jemanden im Großstadtgetümmel sucht. Auf dem Dorf mag das anders aussehen.

    Das angeführte Beispiel mit der SMS halte ich für ungeeignet. Was ist schneller und zuverlässiger als eine SMS? Wer setzt sich immer wieder vor den Computer oder das Smartphone und guckt wo sich der Ankommende gerade befindet, während er sinnvollere Dinge tun könnte? Eine ankommende SMS macht sich zudem per Vibration und/oder akkustisch bemerkbar, auch wenn gerade andere Apps geöffnet sind.

  • Sebastian

    Ich musste gestern meinen Bruder abholen, weil sein Bus zu früh kam und ihm vor der Nase weggefahren ist.

    Ich finde niemand sollte seine Bewegungsprofile freiwillig speichern.

    Aber in Busse sollten sie es verdammt nochmal endlich einbauen…

    Ach und nochwas: ich finde Dein Beispiel immer noch total komisch. Ihr habt beide nen Smartphone und braucht Bewegungsprofile, um Euch zu finden… Weia

    Wie wär es mit anrufen? Wenn man sich an einem Treffpunkt verabredet und trotzdem nicht findet ist auf 10 Meter genau nicht genau genug (und es wird in Häuserschluchten eher noch ungenauere wie benmillr das schon sehr gut erklärt hat)

    Die Nachteile sind mir zu gross. Big Brother weil man sich nicht ordentlich absprechen kann. Die Missbrauchsgefahr wird dabei einfach ausgeblendet.

    In Deutschland wird die genaue Ortung für Rettungsdienste aus datenschutzrechtlichen Gründen verboten. Ich finde daran solltest Du eventuell entlang diskutieren oder Beispiele geben. Da muss doch die Schere im Kopf aufgehen…

    Übrigens möcht ich wiedersprech dass GPS viel Energie verbraucht. Was da die Batterie leerkauft ist die massive Berechnung von Ansagen und Wegfindung im Hintergrund ben

  • Klaus

    Ich nutze das GPSLogbuch. Da hält der Akku locker mal nen Tag durch und ich kann die Daten direkt per Mail als Google Earth Datei u.a. versenden. Kostet allerdings etwas.

    Cool ist das Tracken ohne Internetverbindung. Hat mir im Urlaub schon gute Dienste geleistet.

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