iA Writer hängt sich in die iCloud

von alex olma | 29. November 2011 | 09:44 Uhr

IPhoneBlog de iCloud

I’ve been making fun of Apple’s magical claim, but this time I concur. The iCloud technology is so far ahead of anything I have seen, and it does so much in the background without you noticing anything that it deserves the quality “magic.”

Kräftiges Statement.

Meine ersten Tests mit iA Writer und seinem neuen iCloud-Sync zwischen OS X und dem iPad am heutigen Morgen erfüllte jedoch die hoch gesteckten Erwartungen. Änderungen im identischen Text-Dokument, das gleichzeitig auf zwei Geräten geöffnet ist, treten nach wenigen Sekunden Verzögerung auf ‘der anderen Seite’ in Erscheinung.

Der iCloud-Abgleich lässt sich allerdings weniger mit Google Docs vergleichen, bei dem jede einzelne Eingabe vom anderen Teilnehmer sichtbar nachvollzogen werden kann. Es ist eher ein schnellerer Dropbox-Abgleich, um ein nicht ganz passendes aber praxisnahes Beispiel zu verwenden. iCloud folgt dem Konzept des klar getrennten Gerätewechsels, bei dem man seine iPad-Arbeit beendet um anschließend an identischer Position am MacBook weiter zu tippen.

Der schwerste Schritt für uns Kinder von klassischen Dateibäumen ist sicherlich der Umgang mit diesen Dokumenten. Die Desktop-App speichert ‘bewährt’ im Ordner der eigenen Wahl, verschiebt dieses Dokument für die Verwendung von iCloud anschließend in die App-Bibliothek. Unter iOS hatten wir diese ‘Umstellung’ nie. Unter OS X fühlt sich diese Art von Intransparenz verdammt ungewohnt an.

iA Writer für Mac (6.99 €; MAS-Link) und iPad (1.59 €; App Store-Link) ist aktuell noch um 50- beziehungsweise 60-Prozent vergünstigt.

  • Arnd

    Dass meine App, mit der ich die Dateien bearbeite, auch meine Dateien verwaltet, finde ich nicht weiter schlimm. Das machen iTunes und iPhoto bei mir schon seit Jahren.

    Es wäre nur schön, wenn Apple hier ein einheitliches Framework bereit stellen würde, damit nicht jede Anwendung hier ihr eigenes Süppchen kocht und man sich stets umgewöhnen muss.

    Wie diese verwalteten Objekte dann schließlich auf eine Verzeichnisstruktur abgebildet werden, ist im Grunde ja egal, ich muss nur rankommen. Und da wäre eine zentrale Anlaufstelle wie der Finder ja für geeignet. Nur muss dieser Finder eher Datenbankfrontend denn Dateimanager sein.

    • http://linuxuser1.myopenid.com/ Linuxuser1

      Da müssten generell Standards existieren. Was mache ich z.B. wenn es iA Writer nicht mehr gibt und ich auf ein anderes Tool wechsle? Bei Mailclients dank IMAP kein Problem aber bei Schreibprogrammen die ihre Daten in der Cloud speichern schon schwieriger. Oder wie greife ich mit Schreibprogramm A auf die Dokumente von Schreibprogramm B zu, wenn ich etwas weiter bearbeiten will? Bei der Dateiverwaltung ohne sichtbares Dateisystem sind noch einige Probleme zu lösen.

      • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

        Die Daten lassen sich per einfachem Knopfdruck wieder ‘zurückholen’. Ist überhaupt kein Problem.

      • http://www.taptoplay.de Lakeshore

        Ich sehe das schon als Problem. Vielleicht sind das auch alles nur Unklarheiten.

        Unter OS X liegen die Dateien ja lokal herum. Beim Writer z.B. hier:

        Users/truhe/Library/Mobile Documents/74ZAFF46HB~jp~informationarchitects~Writer/Documents/test.md

        Was passiert, wenn ich jetzt einen neuen Rechner aufsetze und ich den Writer dort nicht installiere? Synct mir iCloud dennoch alle Dokumente in kryptische Ordner auf meinem Mac, sodass ich sie dort zumindest herausziehen kann?

        Auf den iOS-Geräten stellt sich dann noch die Frage, wie ich mit anderen Applikationen auf Dokumente zugreifen kann. Was passiert z.B., wenn ich mit einem anderen Editor ein Writer-Dokument öffnen möchte? Am Mac würde das vermutlich, aufgrund der lokalen Speicherung, momentan möglich sein, aber unter iOS?

        Was Apple dringend nachliefern muss ist ein Web-Zugang zur iCloud-Hierarchie mit Up/Download-Funktion und der Möglichkeit zum Komplettexport. So fühlt sich das einfach nur merkwürdig und wenig Vertrauen erweckend an.

      • Anonymous

        “Was Apple dringend nachliefern muss ist ein Web-Zugang zur iCloud-Hierarchie mit Up/Download-Funktion”

        Das würde vorerst schon reichen. Gute Idee!

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Zur Umstellung am iPad (bislang Dropbox-Sync): Man kann im Dateiverwaltungsdialog im Verzeichnislisting in den Bearbeitungsmodus wechseln und dann jede bislang in Dropbox abgelegte Datei einzelne nach iCloud verschieben. Ich habe das testweise mit zwei Dateien durchgeführt und das klappt gut. Der Sync fühlt sich “besser” als der mit Dropbox, da er gefühlt schneller stattfindet.

    Am Mac ist es dagegen sehr unglücklich realisiert: Anstelle prinzipiell in der iCloud zu speichern muss ich erst manuell lokal speichern und danach in Writer die Datei zu iCloud verschieben. Das ist so folglich nicht brauchbar. Ich würde mir wünschen, dass er alle Dateien – auch ungesicherte – mit allen Version irgendwie in der iCloud ablegt, mindestens aber alle gesicherten Dateien in die iCloud wirft. Automatisch.Die Frage ist bloß, was einem das alles bringen soll: Es gibt vom Writer bislang keine iPhone-Version. Und offenbar sehen der Mac und iPad-Writer nicht die Dokumente der jeweils anderen Version. Wenn ich also vom iPad in die iCloud speichere, so erscheinen diese Dateien nicht am Mac und umgekehrt. Ebensowenig kann ich mit anderen Applikationen auf die gespeicherten Texte in der iCloud zugreifen. Und ein allgemeiner Browser wie z.B. die Dropbox-App existiert ebenfalls nicht.

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      “Und offenbar sehen der Mac und iPad-Writer nicht die Dokumente der jeweils anderen Version.”

      Doch, hat bei mir nur ein bisschen gedauert.

      • http://www.taptoplay.de Lakeshore

        Hier bislang nach einer halben Stunde noch nicht :( .

      • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

        Hab’s gelesen. Dank für dein Edit!

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Änderungen, die am iPad durchgeführt werden, wenn man offline ist, funktionieren und werden nach geraumer Zeit (45 Minuten bei mir) in die Online-iCloud übernommen. Das wiederum macht nicht die Applikation, sondern das Betriebssystem. 

    Man kann also offline die iCloud-Dateien bearbeiten, die Applikation beenden und das iPad schlafend rumliegen lassen. Irgendwann landen die Änderungen in der Wolke und danach sofort auf allen anderen Geräten.

  • Christian

    Ich finde die Art und Weise, wie das auf dem Mac läuft nicht nur ungewohnt, sondern vor allem UMSTÄNDLICH. 
    Wieso nicht gleich einen neuen Speicherdialog anbieten, bei dem man nur den Namen eingibt und die Datei wird gleich “in der Cloud” (= ~/Library/Mobile Documents/1234567890~jp~informationarchitects~Writer) gespeichert ohne das der Benutzer noch was rumschieben muss. 
    Das wäre immer noch neu aber wenigstens nicht umständlich.
    (Und für die “old farts” kann man ja “Speichern unter” behalten bzw. wieder einführen.)

    • http://www.taptoplay.de Lakeshore

      Die sollten einfach CMD-OPT-S verwenden um direkt in iCloud zu speichern. Dann müsste nur noch ein Sheet reinfahren, der nach dem Dateinamen fragt.

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Was mir jetzt erst auffällt:

    In Verbindung mit iCloud ergibt das “All my Files” des Finders auf einmal Sinn. Denn da iCloud-Dokumente in den Tiefen der Library versteckt sind, ist der einzig sinnvolle Zugang außer über die Applikationen selbst nur noch über irgendwelche Smart Folders möglich. Und den passenden liefert Apple mit dem Betriebsystem mit und hat ihn auch gleich so eingestellt, dass er bei neuen Finder-Fenster immer als Standardsicht kommt.

    Der Weg ist damit vorgegeben: Die Applikationen müssen ihre Dokumente selber präsentieren, so wie es alle bereits unter iOS machen. Oder es wird der Finder bequemt. Letzteres wird dann mit weiteren OS-Versionen sicherlich immer rudimentärer werden oder in Form von einem Launchpad-Ding weitergehen.

    Stellt man “All my Files” so um, dass er nach Datum gruppiert, so hat man einen guten Zugang zu den in der iCloud abgelegten Dokumenten, der einem ansonsten fehlt. Und kann diese auch in anderen Apps öffnen.

  • Pingback: PDFpen spricht mit iCloud und bekommt einen iPad-Bruder – iPhoneBlog.de

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