von Alex Olma
30. Dezember 2011 – 15:04 Uhr

Mittler zwischen zwei Welten: ‘DropboxAutomator’

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iOS verweigert seine Liebe auch im fünften Lebensjahr der dateibasierten Arbeit. Dokumente lassen sich rudimentär zwischen Apps austauschen und individuell modifizieren. Ein systemübergreifender Speicherplatz, wie er für iCloud in Zukunft (vielleicht) geplant ist, fehlt. Dropbox springt mit seinem Angebot als Daten-Silo für unzählige Anwendungen in diese Lücke. Durch ‘DropboxAutomator‘, einer Web-App mit vorgefertigten Skripten, die sich auf Netzwerk-Ordner anwenden lassen, gestaltet sich der iOS-Alltag einfacher.

Nachdem der Drittanbieter-App Zugriff auf das persönliche Verzeichnis eingeräumt wurde, überwacht sie einzelne Ordner und wendet spezielle ‘Actions‘ auf dort abgespeicherte Dateien an. So lassen sich beispielsweise Textdokumente im Word-Format automatisiert in ein PDF umwandeln, umbenennen und als E-Mail weiterleiten. Alternativ wandert das DOC auf Google Docs, erhält eine elektronische Unterschrift, wird verschlüsselt oder verschiebt sich auf einen FTP-Server. Solche Prozesse lassen sich von unterwegs auslösen, wenn beispielsweise ein Mail-Anhang in die Dropbox-App (kostenlos; universal; App Store-Link) verschoben wird.

Die Konfiguration der unterschiedlich zu kombinierenden Arbeitsabläufe vom iPhone aus ist übersichtlich. Einige der Aufgaben nahmen in meinen Testläufen am heutigen Morgen mehrere Warteminuten in Anspruch und fühlen sich insgesamt noch nicht komplett rund an.

  • Manuel

    Hi Alex!

    Danke für den tollen Artikel!

    Wie von dir erwähnt dauert es aktuell leider einige Minuten bis ein File durch ist. Sollte aber in den nächsten Tagen wieder besser werden, da seit gestern doch plötzlich (nach dem Lifehacker-Artikel) einige Nutzer ihre Dateien in DropboxAutomators Richtung geworfen haben ;)

    Die iPhone-Ansicht ist auch gerade nochmal in der Überarbeitung und wird in den nächsten Tagen noch etwas runder.

    Lg Manuel
    dropboxautomator.com

  • http://twitter.com/marcelanacker Marcel Anacker

    Die Idee gefällt mir. Leider wird mein Anwendungsfall nicht unterstützt. Ich muss gelegentlich mal eine RAR-Datei entpacken. Dafür hab ich noch keine brauchbrae Lösung gefunden. Vielleicht wird das ja noch nachgereicht.

    • Manuel

      DropboxAutomator basiert auf Wappwolf. Einer offenen Plattform für Entwickler. Dort können Webservices eingestellt und kombiniert werden. 
      Dort wachsen die Actions ständig an und nach reichlicher Kontrolle kommen die dann ev. auch in den DropboxAutomator rein. Somit steigt die Action-Anzahl in Zukunft immer weiter an. Vorschläge können unter http://support.wappwolf.com/forums/72863-app-ideas abgegeben werden ;)Eine “Entpacke RAR / Zip”-App wäre sicherlich ein guter Vorschlag!

      • http://twitter.com/marcelanacker Marcel Anacker

        Danke für den Hinweis. Habs gleich mal vorgeschlagen.

    • http://twitter.com/ununun un³

      Schau dir mal die Goodreader app an. Die kann .rar-Dateien entpacken.

      • http://twitter.com/marcelanacker Marcel Anacker

        Funktioniert. Danke.

    • http://twitter.com/ununun un³

      Schau dir mal die Goodreader app an. Die kann .rar-Dateien entpacken.

  • http://www.peitsch.de Sebastian

    Mahlzeit.

    Du benutzt den Begriff “Silo” hier falsch. Wenn Du den Artikel den Gruber verlinkt hat gelesen hast (Test des Galaxy Nexus) wirst Du dort folgenden Absatz finden:

    “Apps are not silos. They can share information with one
    another and offer services. If you’re in the photos app and you choose
    to “share” this photo, any app on your phone that can do something with
    that image is available on the share list. You can mail it, tweet it,
    paste it into a note, send it as a text message, post it to Path, upload
    to Picasa, etc. The limit is only the amount of apps you have
    installed.”

    Silage ist etwas, was geschlossen ist, sprich nicht dem Sauerstoff der Umgebung ausgesetzt ist. Zitat Wikipedia “Wird die Silage nur auf einer Bodenplatte oder auch ohne befestigte Bodenplatte gelagert, spricht man von einem Freigärhaufen.
    Die obere Abdeckung erfolgt meist durch eine luftdichte
    Kunststoffplane, die in der Regel mit Reifen oder Sandsäcken beschwert
    wird”

    Sprich die App ist gerade KEIN Silo.

    Erklärbär-Modus Ende.

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      ‘Silo’ mit der Bedeutung “Depot, Lager[halle], Lagerhaus, Lagerstätte, Magazin, Speicher, Vorratshaus” ist gemeint.

  • http://www.peitsch.de Sebastian

    Achso, nochwas: wie intelligent ist es eigentlich, sein Dropbox-Passwort einem Anbieter im Internet mitzuteilen?

    Ich versteh ja noch gerade wenn ich das Passwort in eine App eintrage (wo es dann lokal auf dem Telefon gespeichert wird und dann hoffentlich verschlüsselt über das Netz geht wie z.B. die Pins und Tans bei iOutbank) aber wenn ich die Funktion hier richtig verstehe gibt man sein Dropbox-Passwort an eine andere Firma.

    Ich kann grad nicht nachvollziehen warum Du diesen Unterschied nicht erwähnst. Das ist demnach nur für Daten, die man so oder so nicht sichern wollen würde und wenn ich hier was von Word-Dokumenten lese und Facebook-Bildern… also geb ich denen auch noch mein Facebook-Passwort oder wie (wahrscheinlich nicht, ist sicherlich per Programmier-API relaisiert). Aber auch das (API-Zugriff auf mein Konto bei Facebook) – Post Privacy Spackeria ick hör Dir trapsen.

    • http://twitter.com/marcelanacker Marcel Anacker

      Man muss das Dropbox-Passwort nicht eingeben. Man sagt Dropbox, dass man dem Automator erlaubt auf seine Daten zuzugreifen, ähnlich wie bei einer Facebook-App.

      • http://www.peitsch.de Sebastian

        *hüstel*

        Stimmt schon. Aber:

        Zitat Dropbox-Api die man aufruft wenn man den Knopf auf der Automator-Seite drückt

        Die App Wappwolf möchte eine Verbindung zu deiner Dropbox herstellen.

        Diese App hat Zugriff auf deine ganze Dropbox.Bitte stelle sicher, dass es sich dabei um eine vertrauenswürdige App handelt, bevor du fortfährst.Du bist derzeit als sebastian@peitsch.de angemeldet. Falls du die Verbindung von einem anderen Konto aus herstellen möchtest, kannst du dich abmelden.”

        Man beachte die fetten Buchstaben.

        Sprich ich melde mich erst bei Dropbox an, bin dann also im Browser angemeldet, und gebe dann der Wappwolf-App-für-Dropbox Zugriff auf meine GANZE Dropbox.

        Wappwolf hat zwar mein Passwort nicht, aber Zugriff auf ALLE meine Daten. Wie ist das bei der Facebook-Anbindung? Gilt das auch für vollen Zugriff auf alle meine Daten oder wie genügsam gibt man sich dort?

        Ich will ja nicht extrem meckern aber das ist ungefähr so als ob ich sage “Nein die bekommen keinen Schlüssel für’s Haus, sie bekommen eine eigene, nicht abgeschlossene Tür, die man jederzeit zumachen kann.

      • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

        Wenn kein Vertrauen zum Anbieter besteht, würde ich keine Verknüpfung zulassen – insofern gebe ich dir Recht.

        http://blog.dropbox.com/?p=915

      • http://www.peitsch.de Sebastian

        Aschlußfrage:

        Was ist mit Version 0 der API?

        Sprich ist der Zugriff nur von MEINEM mobilen Gerät möglich (Token für das Gerät)? Sprich ist die Art des Zugriffs geregelt wie beim eigenen Dropbox-Client?

        (ich gehe mal davon aus, was Anderes wäre ja total durchgeknallt).

        Ich frage nur weil ich die Erlaubnis, meinen gesamten Dropbox Ordner lesen zu können, an einen anderen Anbieter weiter zu reichen, für vollkommen durchgeknallt halte.

        Wenn ich das hier so richtig betrachte würde das mit API Version 1 bedeuten, dass die Firma wenn sie will auf meinen Facebook-Account publishen kann was sie will. Sobald Wappwolf gehackt wird, kann ein Hacker ALLE meine Daten sehen. Wenn Wappwolf eine behördliche Aufforderung zur Offenlegung meiner Daten bekommt, kann die Behörde dann komplett auf alles zugreifen, inklusive meiner Facebook-Daten, wenn ich dort API-Zugriff gewährt habe.

        Klar – ist bei Dropbox auch so in den USA. Denn: Dropbox hatte mich ja am Anfang auch angelogen. Alles verschlüsselt, keiner unserer Mitarbeiter hat Zugriff auf Deine Daten – und dann kam raus dass der effiziente Algorithmus für den Up- und Download nur geht, weil sie Quersummen über alle Daten bilden (sprich wenn ich ne Datei habe die jemand anderes auch hatte wurde sie nicht hochgeladen und das geht nur wenn alle Passwörter die ganze Zeit im System verwendet werden, sprich irgendwo im Speicher sind).

  • Pupsi2000

    Und wieder einmal zeigt sich, dass die größte Sicherheitslücke VOR dem Gerät sitzt.

  • Timon

    Toller Beitrag:

    Wollt ihr was gewinnen, dann geht auf http://derapfelinmir.com/2011/12/31/das-bobino-und-das-neujahrsgewinnspiel/

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