von Alex Olma
29. März 2012 – 14:08 Uhr

FiftyThree Inc. bringt Ideen auf digitales Papier

Wow, FiftyThree Inc. streicht für ‘Paper’ (kostenlos; App Store-Link), eine iPad-Zeichenanwendung, am heutigen Morgen kräftig Lob ein. Der Hashtag #MadeWithPaper nimmt weiter ungebremst Twitter-Fahrt auf und verbreitet teilweise grandiose Bilder.

Das App-Konzept ist simpel: Ein In-App-Kauf rüstet den initialen Gratis-Download um vier Stifte zum Zeichnen, Kolorieren, Schreiben und Markieren auf. Die Farbauswahl im Mal- und Notizbuch ist auf neun Tönungen beschränkt. Die Bedienung fällt intuitiv aus.

Einzelne Pinselstriche lassen sich in ihrer Chronologie ‘zurückzuspulen’ – ein gelungener UI-Tweak, der sich von Sketchbook Pro und Co. absetzt. Die iPads der zweiten und dritten Generation können bis zu 20 Schritte zurück in die Vergangenheit springen. Der Bildexport erfolgt über JPEGs; ein Fokus ruht, zur (angenehmen) Überraschung, auf dem Tumblr-Upload.

Die eigentliche Spannung hinter der iPad-App steckt zum jetzigen Zeitpunkt aber in dessen Geschichte. ‘The Verge’ hält ein Text-, Bild- und Video-Spezial über die drei ehemaligen Microsoft-Angestellten bereit, die sich zuvor für ‘Word’ und das (Design-)Konzept des Courier, einen gestoppten ‘Booklet PC‘-Versuch, verantwortlich zeigten.

  • Dave

    Könntest du vllt mal ein paar Stifte für das iPad vergleichen? Suche gerade einen und es gibt keinen wirklichen Test…

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  • http://geekstream.de/ Mario Plötner

    Sehr schöne App. Finde aber den Preis von 1,59 pro Stift recht happig.

    • Linuxuser1

      Das Geschäftsmodell finde ich auch seltsam. App umsonst und dann jede Funktion einzeln kaufen. Erinnert mich etwas an das Gravis-iWork-Video zum 1. April :D.
      http://www.youtube.com/watch?v=-K7e4Sj22-E

      • http://geekstream.de/ Mario Plötner

        naja ganz ungewöhnlich ist das Geschäftsmodell nicht. Das gibt es recht häufig. Nur die gewählte Preisstufe finde ich hoch.

      • Linuxuser1

        Bei welcher halbwegs bekannten App gibt es das denn noch, dass man mehrere essentielle Funktionen einzeln nachkaufen muss? Jetzt von Spielen mit Level-Packs mal abgesehen?

      • http://geekstream.de/ Mario Plötner

        Action Movie FX, Navigon, Skobbler, Path, Weather Pro, WorldCard, Soundhound… die Frage ist was man als essentiell bezeichnet. Ein kostenloser Stift ist ja dabei und ich finde es gut, dass man hier die App testen kann (look & feel) ohne etwas zahlen zu müssen.

      • Linuxuser1

        Ah ok, danke. Sagt mir dennoch nicht zu. Besonders da es im Gegensatz zu App käufen bei In-App-Käufen schwerer ist den Überblick zu behalten was man bereits gekauft hat. Führe diesbezüglich eine Excel-Liste (bzw. Numbers) aber komfortabel ist das nicht unbedingt ^^.

      • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

        -> iTunes -> Account -> Einkaufsstatistik – da steht doch alles?

      • Linuxuser1

        Ah, man lernt nie aus, danke. Seit man für iOS-Updates kein iTunes mehr benötigt nutze ich es gar nicht mehr und vorher halt nur für Updates. Darum kenne ich mich damit nicht so gut aus.

  • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

    Mein Assoziations-Generator (das Ding zwischen meinen Ohren) schmeißt wild mit Referenzen um sich, wenn ich das Video sehe. Das bedeutet schon mal viel Gutes :-)

    – ich war schon in Kyoto
    – in dem Video kommt der Park vor, den Felix Schwenzel heute verlinkt hat, den Kottke verlinkt hat http://kottke.org/12/03/possible-art-for-the-high-line-a-hanging-train – “High Line”. Erkennbar an der halben Sekunde wo Gras zwischen Bahnschienen erkennbar ist
    – “The Paper” ist ein “Read or Die” Charakter – http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_R.O.D_characters – wer das Video hier mag sollte sich den Anime mal ansehen. Sehr bildgewaltig. Sehr stark geprägt von Papier :-)

  • Ingo_seliger

    So schnell hab ich wohl noch auf keinen “Laden-Knopf” gedrückt. Deine Kurzvorstellung gelesen, Video geschaut, runtergeladen, ausprobiert und nach kurzer Testphase zwei andere Apps dafür gelöscht. (Sketchbook Pro und Zen Brush) Einzig von ArtRage mag ich mich nicht trennen. Es kommt natürlich immer auf den Anwendungsbereich an, aber für mich ist es echt mal wieder ein wirkliches Highlight, das da am App-Himmel erschienen ist. Danke dir, Alex, für den Tipp. Angesichts meiner ganzen Experimente finde ich 5,99 Euro jetzt auch nicht so furchtbar teuer, sondern absolut angemessen. Ich bin aber sowieso gegen diesen 0,79-Wahn, sondern bezahle für gute Software gerne mehr. 

    Bezüglich des Stiftethemas: Ich benutze derzeit einen sehr kurzen und dafür recht schweren Belkin-Stylus, der um die 15 Euro liegt und der für meine kleinen Hände gut geschaffen ist. Durch meine guten Erfahrungen mit Wacom-Tablets habe ich zwar auch mit dem unten angesprochenen Bamboo geliebäugelt, aber generell warte ich noch auf die nächste Generation von Stiften, bevor ich die 30 Euro investiere. Irgendwann muss es doch einfach möglich sein, die Spitzen etwas besser hinzubekommen, als es jetzt der Fall ist. Ich hatte einige Stifte in der Hand und irgendwie scheint sich da noch kein Hersteller hervor zu tun, der mal einen besser kontrollierbaren Kopf in Tabletverträglichkeit herstellen kann. 

    Da heißt es wohl leider noch “abwarten und Tee trinken”. 

    • BRHghiran

      Blöd dass man nur so komische Farben zur Auswahl hat

      • Ingo

        Ja, die sind leider sehr beschränkt. Wie auch andere Funktionen sehr beschränkt, aber in ihrer Einfachheit sehr gut kombiniert sind. Daran zeigt sich, dass es kein umfangreiches Malprogramm, sondern eher ein Ideenbuch ist, mit dem man etwas anders arbeitet. Das meinte ich, als ich schrieb, dass es auf die Anwendungsbereiche ankommt. Vielen wird der Umfang sicherlich nicht reichen. Für meinen Anwendungsbereich kommt mir die schlichte und beschränkte Ui mit geringem Umfang entgegen. 

  • cbrueggenolte

    Einfach genial. Mal schauen wie sich das mit Day One kombinieren lässt. In Day One soll es bald möglich sein, Bilder zu importieren.

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