von Alex Olma
13. Juli 2012 – 15:31 Uhr

Touchfire – der Silikon-Tastatur-Überzieher fürs iPad (+ Video)

Meine Erwartungen an das Touchfire, die vielversprechende Kickstarter-Finanzierung des vergangenen Oktobers, waren hoch. Zu hoch, wie sich jetzt herausstellt. Die Kunststoff-Auflage, die dem iPad als haptische Tastatur dient, hilft bei der Positionierung eurer zehn Finger, ist aber weit davon entfernt die gewohnten Plastiktasten eines Keyboards zu ersetzen. Der größte Nachteil ist die Unerreichbarkeit von ä, ö oder ü im ‘unwahrscheinlich’ Fall, dass die Autokorrektur einmal nicht zu Hilfe eilt. Der Gummilappen hält davon ab, zu allen Buchstaben zu rutschen, die sich unterhalb eines Schriftzeichens verbergen.

DirektTouchfire*

Und trotzdem: Nach einer Serie von ‘TapTyping‘-Durchläufen (2.99 €; universal; App Store-Link) beweist sich (für mich) das 50-US-Dollar-Touchfire, gegenüber dem blanken Glas-Keyboard, als (minimal) schneller und fehlerfreier.

Andy Ihnatko fragt trotzdem zurecht, welche Zielgruppe die Kunststoffauflage anpeilt. Das Touchfire bleibt ein separates Zubehör, auch wenn sich das Accessoire hauchdünn unters Smart Cover schmuggelt. Wer nicht konstant Text (im Querformat) tippt, ist ständig mit dem Magnet-Verschluss beschäftigt. Ein Bluetooth-Keyboard, so wie beispielsweise dieser Kandidat von Logitech, ist für Marathon-Schreiber eventuell die bessere Lösung.

Auch Harry McCracken, bei dem das iPad mittlerweile sein MacBook Pro abgelöst hat, zeigt sich bei der Frage nach den Interessenten für dieses Produkt ähnlich herausgefordert: “It’s certainly an ingenious idea.” Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast. Eine ★chen-Bewertung ist (mir) wichtig. Weltfrieden aber auch. Vielleicht kümmert ihr euch heute zumindest um eins von beiden…

  • Markus (motu90)

    Sieht leider etwas einschränkend als verbessernd aus. Man möchte eben DOCH haptisch tippen können, auch wenn das gerne von iPad’lern bestritten wird. Ich nutze eine Apple Bluetooth Tastatur, gerne auch am GalaxyTab und Galaxy Nexus – hervorragend.

  • Sascha

    Für 50 $ bekommt man auch eine sehr gute Bluetooth-Tastatur.

  • Jan Michael Schult

    Naja “unwahrscheinlich” ist das Versagen der Autokorrektur nicht. Aus “schon” macht iOS eben kein “schön” und aus “hatte” kein “hätte”. Ist wohl eher für QWERTY-Länder ausgelegt in denen man auf Diphtonlaute verzichten kann.

  • AppTestsss

    Zumindest im deutschen Raum dürfte die Tastatur sich unter iOS 6 wegen der neuen Umlauttasten so oder so erledigt haben. Nötig wäre zumindest eine neue Version, die wiederum vorhandene (deutsche) Kunden ärgern würde.

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