WordPress 3.1(.1)

von alex olma | 15. August 2012 | 12:15 Uhr

IPhoneBlog de WordPress 3 1 1

WordPress ist ein 45-Millionen-Dollar-Geschäft, verweigert sich aber weiterhin dem Blogger-Mittelstand. Leuten, die sagen: ‘Wir nennen es Arbeit‘.

But here’s my problem with WordPress. I want to pay Automattic a nice amount of money every month to host my “pro” site(s) on real, official WordPress infrastructure. But they won’t let me.

Zwischen der kostenfreien Server-Installation und dem ‘Rundum-Glücklich-Paket’, das eigene Werbepartner erlaubt, liegen monatliche 3,750 US-Dollar. TechCrunch.com oder Time.com sind beispielsweise solche zahlenden VIP-Kunden. Meine Betriebskosten von ~80 Euro pro Monat lassen sich bei Matt Mullenweg dagegen nicht unterbringen.

Bedauerlich, weil ich davon überzeugt bin das a) breites Interesse besteht (siehe das Squarespace-Konzept) und b) weil es die Qualität der mobilen iOS-Apps verbessern würde. Das (große) Update auf Version 3.1 am vergangenen Donnerstag war einmal mehr Indiz dafür. Neben der schicken Sidebar und den überfälligen Post Formats zerschoss es die (Jetpack-)Statistik-Funktion – einfach so. Das ist kein kleiner Fehler, schon weil das Add-on einen eigenen Menüpunkt hat.

WordPress for iOS‘ (kostenlos; universal; App Store-Link) fehlt ein Spannungsfeld. Die Gratis-Kunden stellen keine Ansprüche (oder äußern diese gegenüber anderen Apps) und die (hoch-)bezahlten Accounts schränken den Zugang für direkte Veröffentlichungen ihren Autoren ein. GigaOM-Beiträge rutschen bestimmt nicht ohne Lektorat oder Redaktionskontrolle ins Live-System. Hier fehlt der Autoren-Ansporn um die halb gare Telefon-Software überhaupt zu verwenden. Simple Dinge wie eine Passwortsperre, die den Zugriff auf den heiligen ‘Post to Weblog‘-Button einschränkt, glänzt durch Abwesenheit.

Zahlende (Klein-)Kunden, deren Online-Publikation zum Lebensunterhalt beiträgt oder diesen (wesentlich) mitbestimmt, muss man nicht dazu motivieren, ein mobiles WordPress mitzudenken, zu erweitern und mit hohen Ansprüchen zu belegen. WordPress fehlen diese Impulse und verpasst obendrein die Chance, seiner Open-Source-Plattform einen eigenen Stempel, eine Richtung, aufzudrücken.

  • http://www.eraser.org B. Braun

    Apropos WordPress, installier doch mal das Theme für das iPhone bitte…

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Nee, nee. Die Zeiten vom Baby-Internet sind vorbei.

      • http://www.eraser.org B. Braun

        Ist eine Sache des Komforts für die Besucher siehe
        http://www.idownloadblog.com/

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Genau, beispielsweise Lesekomfort. iPhoneBlog: 1x laden = 8 Fulltext-Artikel. Keine Teaser, kein blödes Klicken. Und hübsch.

      • http://www.eraser.org B. Braun

        Alles eine Frage von Einstellungen, aber wo kein Wille da kein Weg.
        iphoneblog laden doppeltippen, superkleiner kaum lesbarer text Safari reader benutzen
        idownloadblog laden durchscrollen interessante artikel auswählen um sie ganz zu lesen, wer das nicht mag schaltet das mobile theme ab

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Hast du mal versucht, das ‘Mobile Theme’ abzuschalten? Genau.

      • http://www.eraser.org B. Braun

        Vor längerem mal ging das, da hat wohl jemand was verschlimmbessert.

      • http://pheraph.net/ pheraph

        Das ist leider schon ziemlich lange kaputt. Leider, weil ich das WP-Mobile-Theme überhaupt nicht mag und durch den Fehler nicht persistent abschalten kann.

  • http://thomasacosta.org Thomas Acosta

    Als durchaus ernsthafte Alternative zu WordPress bietet sich tumblr immer mehr an. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt eindeutig in die richtige Richtung.

    Gerade was Zuverlässigkeit, Mobile-Apps und Themes betrifft zeigt tumblr das es mehr sein kann als einfach nur Bild- und Reblog-Schleuder.

    Allerdings kämpft tumblr mit dem selben Problem wie WordPress: der Monetarisierung.

    Ich verstehe bei beiden Diensten nicht wo das Problem liegt für einen guten Service auch gutes Geld zu verlangen. Ich bin durchaus bereit monatlich einen Betrag X zu bezahlen wenn ich mir die Hölle des selbst Hosten ersparen kann. Und die Ausrede eigenen Kontent auf eigenen Servern zu halten zieht auch nicht. Wofür gibt es Backup bzw. Export funktionen – man muss diese eben nur nutzen.

    Der Erfolg von Squarespace und aktuell app.net zeigen das es funktionieren kann, das es einen Markt von zahlenden Kunden gibt. Ich hoffe nur das sich app.net nicht als Strohfeuer entpuppt – vor allem aber hoffe ich das twitter hieraus etwas lernt.

    • touchtrends

      Ich sehe es auch so, möchte nicht selbst hosten, habe aber kein Problem für ein gutes Service einen angemessenen Betrag zu bezahlen.
      Was Tumblr betrifft, bin ich nicht deiner Meinung. Die Beschränkung auf ein spezielles Medium beim Beitrag (Text, Foto, Video, etc.) macht es als WordPress Ersatz nur beschränkt brauchbar. Ich habe es über Monate in Betrieb, hab es dann schlußendlich gelassen, weil es mir zu mühsam war die Limitierungen zu umgehen. An der Stabilität von Tumblr gibt es auch einiges auszusetzen. Sie haben aber definitiv sehr schöne Themes, die sich auch sehr gut anpassen lassen.
      Ich bin letztendlich bei Posterous gelandet, mit dem ich sehr zufrieden mit. Stabilität und Flexibilität passen, Themes sind ok, aber nicht so schön, wie bei Tumblr, lassen sich aber auch ganz gut anpassen.
      Posterous ist super, bietet aber nicht die Möglichkeit zu werben. Wenn man Werbung nicht benötigt, dann sei es empfohlen. Tolles Feature von Posterous ist Autopost, d.h. man kann seinen Beitrag bei vielen gängigen Services “reposten”, nicht nur bei Facebook und Twitter. Schade, dass Posterous etwas vom Radar verschwunden ist, zum Bloggen finde ich es wesentlich besser als Tumblr.

  • http://twitter.com/mattiheubner Matti Heubner

    Ich setze große Hoffnungen auf medium.com.
    Das was man da sieht, gefällt mir bis jetzt verdammt gut.
    Inwieweit es aber für den “Pro Bereich” sein wird muss man abwarten…

  • http://twitter.com/JeanetteMueller Jeanette Müller

    übrigens, mit der Version die heute morgen zum Download bereit stand funktionieren die Stats wieder.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Siehe Überschrift :)

      Nee, danke.

  • Alex Duggleby

    Diese “Marktlücke” hat http://wpengine.com/ auch erkannt und ich finde sie schliessen sie auch ganz gut. Es ist dort nicht das ganze Plugin-Ökosystem verfügbar, aber dafür garantieren sie die Stabilität für die Plugins, die sie bereitstellen.

  • iGeorg

    Habe eine Sache an Deinem Artikel nicht verstanden: Welchen Vorteil bringt ein professionelles Hosten von WordPress aka von Mullenweg gegenüber einem selbst verwalteten und fremd gehostetem Blog bei einem üblichen Provider/Hoster!?
    Habe das nicht verstanden. sorry.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Ich möchte auf den administrativen Server-Quatsch verzichten. Mich nicht um die Sicherheit kümmern müssen und mir keine Gedanken um das Caching machen müssen.

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