von Alex Olma
16. August 2012 – 17:53 Uhr

‘Horn‘ – iOS-eske Action-Adventure-Kost

Alles ‘casual’ auf iOS, oder? Denkste! Phosphor Games stiefelt mit Horn (5.49 €; universal; App Store-Link) über Berge alter Stereotypen. Ein Vergleich mit Nintendos Zelda brennt auf der Zunge.

DirektHorn

Doch bleiben wir realistisch: Ein kleines Entwicklerstudio aus Chicago hat begrenzte Ressourcen, insbesondere im Vergleich zu Miyamotos Elite-Mannschaft, die sich halbe Jahrzehnte Zeit für neue Videospiel-Babys nimmt. Fakten, die keinesfalls als Entschuldigung dienen, sondern lediglich den Boden der Tatsachen vor Augen führen. Und genau auf diesem Boden der Tatsachen erschien jetzt, ohne großes PR-Tamtam im Vorfeld, ein 3D-Action-Abenteuer mit unverkennbaren Einflüssen von ICO, Tomb Raider, Monster Hunter und dem besagten Zelda.

Eine Kritik traue ich mir nach der ersten Spielstunde nicht zu, aber eine 5€-Download-Empfehlung fällt leicht. Die Story beginnt nicht dumm, die Erzählung ist charmant eingesprochen, die mittelalterliche Open World präsentiert sich einladend und die Touch-Steuerung geht als kreativ durch. Das digitale Steuerkreuz ersetzt Streich- und Wischgesten nach dem Vorbild Infinity Blade. Austin Wintory schrieb den Soundtrack zum Spiel.

Horn is the real deal. It looks, sounds and plays great. The adventure may a little too linear and repetitive, but it’s still a blast exploring this gorgeous and riveting world. The exploration, puzzle-solving and combat combine to create an enthralling adventure.

Entgegen Dark Meadow (4.99 €; universal; App Store-Link), dem ersten Phosphor Games iOS-Titel, tritt diesmal Zynga als Publisher auf. Ein Problem? Für den Großteil der Interessenten wahrscheinlich nicht. Aber das macht es nicht besser. Die ‘Kapriolen‘ der vergangenen Monate schütteln immer noch meinen Kopf; das unsympathische Geschäftsgebaren und die samsung’schen Design-Philosophien verschrecken seit Jahren. Der Erfolg hält trotzdem an, sogar bis zum Börsengang.

Sympathien verteile ich jedoch nicht religiös und kann’s verkraften wenn Zynga das abenteuerliche Horn als Imagegewinn feiert. Es ist jedoch Phosphor Games, denen ich geballte Aufmerksamkeit für die nächsten Tage wünsche.

  • Jonas

    Der Titel hat mich verwirrt. “iOS-esk” heißt für mich so viel wie “in der Art von iOS” bzw. “vergleichbar mit iOS”. Was meinst du damit?

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Durch die Infinity Blade-Ähnlichkeit hatte ich damit so etwas wie “im Stil von” gemeint. Adventure-Kost, wie “von iOS bekannt”. Sicherlich nicht ganz eindeutig, aber mir war nach ‘verspielt’ ;)

      • Alex

        Wie Infinity Blade-ähnlich ist das Siel denn? Kann man sich frei bewegen, oder ist springt man nur von Kampf zu Kampf?

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Mhhh…in den Kämpfen lässt sich ein bisschen ‘rumspringen’. Es herrscht mehr Action als in Infinity Blade. Komplett frei kann man sich jedoch nicht bewegen. Auf der Oberwelt existiert eine Art ‘Point-and-Click’-Freiheit. Diese ist allerdings genauso geradlinig wie in den alten LucasArts-Abenteuern.

  • http://twitter.com/MemWarn MemWarn

    dir war sowiso nach verspielt “samsung’schen” mehr davon bitte du berührst meine nerven zellen

  • Pingback: App Store: Bezahlte Aufmerksamkeit bleibt unerwünscht – iPhoneBlog.de

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