Ein Augenrausch: ‘Rayman Jungle Run’

von Alex Olma | 19. September 2012 | 02:39 Uhr

Rayman Jungle Run (2.39 €; universal; App Store-Link) hatte ich in einem Rutsch durch. Die 36 wunderschönen Level verlangten mir eine solide Spielstunde ab. Das klingt überschaubar, ist jedoch ein Grafikrausch bis in die letzte Propeller-Haarwurzel von Ubisofts Maskottchen.

DirektRayman

Der Grafik-Motor, der hier die Pixel malt, ist schon bekannt: Er verzauberte bereits Rayman Origins und schießt jetzt auch die 3D-Kulisse unter iOS bunt. Keine Sekunde verstreicht ohne einen neuen Knallkörper für die Augen. Die Farbpalette scheint ohne Limit; das Spiel ist von sich selbst begeistert.

Im Gegensatz zu seinen Konsolen-Brüdern, die ins klassische Hüpf-Genre purzelten, streicht ‘Jungle Run‘ die Gameplay-Komponente ‘Run’ aus ‘Jump-’n’-Run’. Unser Held ohne Gliedmaßen rennt von alleine; eure Fingerfertigkeiten reserviert ihr für Sprünge und Schläge. Bei Aufwind hilft der Wuschelkopf bis zum nächsten Felsvorsprung. Die Manöver-Palette ist begrenzt, knüpft jedoch clever die Action aneinander. Außerdem prescht Rayman so flott gradeaus in den unbekannten Sumpfwald, dass kaum Reaktionszeit bleibt. Die Dynamik stimmt. Trotzdem hätte Ubisoft mehr als nur einen einzigen Musiktitel spendieren können.

Auf Speicherstellen wurde verzichtet. Die einzelnen Level sind im Durchschnitt nicht länger als eine Minute. Wer sich an stacheligen Tieren aufspießt oder einen unfreiwilligen Hüpfer ins Unterholz macht, beginnt die Welt gleich noch einmal von vorne.

Es ist simple, es ist farbenfroh, es ist kurzweilig und ich hätte nie vermutet, das Ubisoft mit diesem ‘Auto-Runner’ bei mir auch nur einen Blumentopf gewinnt. Doch, so kann man sich täuschen*.

* Das nimmt die Entwickler der Franchise jedoch nicht aus der Pflicht, über eine ‘richtige’ iOS-Portierung von Rayman Origins nachzudenken!

  • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

    Um 3:39 Uhr neue Artikel veröffentlichen. Da hat wohl jemand Probleme einzuschlafen :-)

    (ja ich weiß es ist 4 Uhr 19) :-)

    Ehrlich gesagt kann ich den ganzen Autorunnern nichts abgewinnen. Ich hab Canabalt mal ausprobiert und kam mir die ganze Zeit vor wie auf einem Laufband.

    Kann mich erinnern wie ich Super Mario auf dem Gameboy bis zum Erbrechen durchgespielt habe, dann Mario 64 auf dem N64 und damit war’s dann für mich gegessen. Und obwohl ich mir dann nen GBA gekauft habe, hab ich darauf nie die nachfolgenden Generationen Mario gespielt. Offensichtlich hab ich das Genre über, wobei ich mich frage was passieren würde wenn ich mir die Wii U kaufe und das nächste Mario…

    Aber wenn ich ganz ehrlich bin wäre es mir am liebsten wenn Nintendo alsbald kurz vor der Pleite stünde und Mario auf iOS erscheinen würde. Ich hab so im Gefühl dass ich dann wieder an die Jump N Runs rankäme…

    Auf der anderen Seite hab ich mir auch nicht eins der FF gekauft weil ich einfach nicht die Zeit habe, 100 Stunden in ein Spiel zu versenken. Von daher ist der Ansatz der kurzen Level und des Auto-laufens offensichtlich genau der Richtige für ein Telefon. Kurze, knackige Level nebenbei und jederzeit pausierbar und später wieder weiterzuspielen. Offensichtlich geht das Konzept auf.

  • Pingback: Borderlands Legends – “specifically designed for mobile and tablet” – iPhoneBlog.de

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