von Alex Olma
13. November 2012 – 14:16 Uhr

Frische Installation oder (iCloud-)Backup?

Um sich von Dingen zu trennen, gibt es einen alten Trick. Die wichtige Frage lautet: Würdest du dafür noch einmal bezahlen? Wenn ja, wandert ein Euro pro Gegenstand in eine große Sparbüchse, die a) erst für einen guten Zweck, b) die nächste Shopping-Tour des Partners oder c) einen selbst ausgedachten Vorsatz, der zumindest ein bisschen schmerzt, angebrochen wird.

IPhoneBlog de iPad mini Setup

iOS aufzuräumen ist einfacher. Mit meinem iPad mini bin ich frisch gestartet und nach den ersten sieben Tagen an einem Punkt angelangt, es als eingerichtet zu bezeichnen. Nach den Standard-Apps wie Tweetbot, Instapaper, 1Password, Reeder, Air Video und Omnifocus habe ich App-Store-Software ausschließlich nach Bedarf (nach-)installiert. Damit mistet man (Ordner-)Chaos aus, trennt sich von ewig unbenutzten Anwendungen und denkt über eine neue Sortierung nach. Weil ernsthaft: Wir müllen alle unsere iPhones und iPad mit nicht benutzten Apps zu. Die mit iOS 4 eingeführten Ordner sind teilweise ein Freifahrtschein für Software-Messies.

IPhoneBlog de iCloud Backup

iCloud-Backups sind bequem – das ist sowohl positiv wie auch negativ. Für die (scheinbar) große Anzahl von Nutzern, die ihr iPhone noch nie einem iTunes ausgesetzt hat (wer kann es ihnen verdenken), ist der Online-Dienst für die eigene Sicherheitskopie ein Segen. Gleichzeitig schwindet aber auch der (gute) Vorsatz des Frühjahrsputz – um die Übersicht zu behalten. iOS legt durch seine Sandkisten-Schachtel-Struktur keine Wartungsverantwortung in Nutzerhände. ‘Richtige Hintergrundprozesse‘ – mit einem Lächeln darf man im Zeitalter von über 700.000 Apps auf diese Diskussion zurückblicken.

Aber zurück zum iCloud-Backup. Wer mit mehr als einem E-Mail-Account jongliert und in zwei App-Store-Ländern lebt, weiß, dass nach dem initialen Backup-Download das Setup noch lange nicht fertig ist. Im Gegensatz zu iTunes verlangt die ‘Online-Kopie’ nach diversen (Passwort-)Schlüsseln. Und auch das raubt Zeit. Ähnlich widerspenstig verhalten sich iOS-Games, die ihren Spielstand nicht separat in der iCloud ablegen. Spielt man kein Backup ein, hilft nur der iTunes-Klick.

Wer es daher richtig schnell mag, und wirklich vollgestopfte iPhones und iPads sein Eigen nennt, greift immer noch zur verschlüsselten (!) Wiederherstellung über iTunes.

  • http://twitter.com/marcoschmidt Marco Schmidt

    Ich habe mein iPad mini auch als frisches eingerichtet, weil man altes iPad1 auch total zugemüllt ist.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass 2 Apps, die ich installieren wollte, nicht mehr im App Store verfügbar sind. Zum einen AVPlayerHD (schätze mal Ärger wegen Codecs) und zum anderen Kingdom Rush (keine Ahnung wieso, der Link auf der offiziellen Homepage führt ins leere).

    AVPlayerHD konnte ich über meine gekauften Artikel wieder herstellen, Kingdom Rush nicht.
    Seit iOS5 kommt mein iPad auch nicht mehr ans iTunes, und gekauft wird alles im mobilen App Store.
    Ich werd jetzt mal versuchen, ob ich Kingdom Rush über iTunes vom alten iPad noch retten kann, da ist es zum Glück noch drauf. Wenn ich es gelöscht hätte, wäre es wohl für immer weg.

    Alles mehr als unbefriedigend, die Sache mit dem App Store und dem iCloud Backup. Da hilft wohl nur, das iOS Device ab und zu mal mit nem iTunes zu syncen und die Apps doch parallel auf dem Rechner zu speichern.Und dabei dachte ich, den Mist hätten wir im Jahre 2012 hinter uns… :(

    • http://twitter.com/marcoschmidt Marco Schmidt

      PS: Gerade jetzt schau ich nochmal, und sehe diesen Blogpost (hatte schon mal danach gegoogelt und nix gefunden)

      http://www.ironhidegames.com/post.php?id=63

      Ist also offenbar nur vorübergehend, ändert aber ja nichts an der Grundproblematik

    • Denis Helfrich

      Stell doch WLAN Sync in iTunes ein. Dann musst du nur noch zusehen das 1x in der Woche/Monat dein iTunes geöffnet ist und dein iOS Gerät genügend Strom hat ^^
      Aber stimmt schon. Ich speichere mir Apps wo man vermuten kann, das sie bald aus dem Appstore gelöscht werden und wichtige Apps die bei mir laufen MÜSSEN einzelnd in meiner Dropbox. So kann dann auch mal ein Update eines dieser Apps totaler Schrott sein und ich kann die letzte lauffähige Version zurückspielen. Per Ordneraktionen kommen diese ipas auch auf mein NAS System

      • http://www.taptoplay.de Lakeshore

        Als ob der zuverlässig gehen würde. Mein letztes Backup ist vom 20. Oktober, obwohl das iPhone täglich zuhause im WLAN am Strom hängt und der Rechner an ist. Momentan sieht das iTunes das iPhone nicht mal mehr. Also mal wieder neu starten oder irgendeinen anderen Voodoo machen.

  • Florian

    Ich hätte auch mein iPhone 5 gerne ohne mein Backup eingerichtet, habe aber leider keinen Weg gefunden, meine Konversationen aus der Nachrichten App zu übernehmen oder wenigstens gesondert auf dem Rechner zu sichern.
    Kennt jemand eine passende Lösung?

    • Denis Helfrich

      iFunbox, iExplorer, Diskaid, PhoneView etc. In den Einstellungen Experten/ bzw erweiterete Ansicht auswählen, bei Nachrichten die .db auf den Desktop ziehen. Neues iPhone anstöpseln und die .db Datei aufs iPhone kopieren.
      Mache ich jetzt auch nur noch so, nachdem mit jedem iOS Sprung oder neuem iPhone Probleme entstanden sind mit einem eingespielten Backup in Form von extrem schlechten Akkulaufzeiten oder Empfangsproblemen

      • Florian

        Das zurück Kopieren aufs iPhone scheint nur mit Jailbreak möglich zu sein, richtig?

  • Julian

    Hallo Alex! Woher hast du denn eigentlich immer die stylischen Backgrounds für deine iOS Systeme her? Vielen Dank und Gruß!

  • Stefan

    >Die mit iOS 4 eingeführten Ordner sind teilweise ein Freifahrtschein für Software-Messies.

    Leider alles andere als das.

    Diese Ordner sind der Größte Mist,sinnvoll kann man eh nur 9 in einen Ordner packen.
    Und gerade bei Spielen nervt das Extrem.

    Es wird Zeit das die Anzahl de Apps in einem Ordner unlimitiert ist,und es einen “Toten” Ordner gibt,deren Apps nicht in den Einstellungen auftauchen,dann Müllt auch nix zu.
    Manche apps benutzt man vielleicht extrem selten,aber wenn man sie dann doch benutzen will,ärgert es exterm wenn sie nicht da ist.

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Das ist alles eine schöne Idee, solange ich aber bei einer Neuinstallation der Software die damit erstellten Daten bzw. Spielstände verliere kann ich nur immer alles mit mir rumschleppen. iCloud & Co haben sich ja immer noch nicht überall durchgesetzt.

  • http://twitter.com/hessi hessi

    Du gehst da etwas schnell über die fehlende Sicherungs- und Backuplösung der meisten Apps hinweg.
    Ja, klar, ich würde auch gern meine diversen iOS Geräte entrümpeln – alle haben (selbst mit Ordnern) 11 Seiten voller Apps, und effektiv nutze ich davon… 5%? Aber regelmäßig freue ich mich, wenn ich mal bei 5 Minuten Langeweile durch meine Screens durchgehe, ein uraltes Spiel finde, das ich seit iOS 3 nicht mehr gespielt habe, und dann nicht nur feststelle, dass es noch funktioniert, sondern sogar, dass mein Spielstand noch vorhanden ist. Darauf möchte ich zur Zeit nicht verzichten.

    Fazit: iOS Webseiten brauchen bei Apptests unbedingt ein Kriterium, ob sich Spielstände und App Preferences via iTunes exportieren lassen oder in iCloud so speichern lassen, dass sie auch eine temporäre Löschung vom Device überleben. Herr Olma, übernehmen Sie das!

    • http://www.taptoplay.de Lakeshore

      Genau so ist es. Sonic 4.1, Rolando, Pinball Fantasies und Jet Car Stunts schleppe ich seit Jahren mit mir herum, weil es tolle Spiele sind, die ich aus Zeitgründen nie spiele. Aber wenn ich sie doch einmal anwerfe, dann möchte ich nicht wieder bei null beginnen müssen. Und wenn ein Spiel nicht iCloud, Dropbox oder irgendeine andere Lösung für ihr Backup verwendet, dann kann ich diese App niemals wieder löschen. Es wäre toll, wenn auch die Entwickler das endlich einmal verstehen könnten: Bei iCloud geht es zwar auch um Sync, aber es geht primär darum, ein Backup zu haben!

      • http://twitter.com/marcoschmidt Marco Schmidt

        Bei dem Thema möchte ich auch gerne noch mal Rovio an den Pranger stellen. Die machen soviel Kohle, halten es aber nicht für nötig, mal nen iCloud Sync in ihre Apps einzubauen. Wenn es sich einer leisten kann, dann doch die. Aber die denken sich vermutlich, wir machen ja eh keine Universal-Apps, also brauchen wir auch kein Sync.

      • http://twitter.com/hessi hessi

        Ach komm, Rovio. Die mögen ja als ‘einer von uns’ gestartet haben, aber ich zähl die inzwischen zur gleichen Liga wie EA oder die anderen großen Hersteller – schmeiß was raus, mach es möglichst kompatibel zum kleinsten gemeinsamen Nenner, damit man die maximale Anzahl an Nutzern auf allen Plattformen erreichen kann und fang ja nicht an, spezifische Features von Plattformen zu unterstützen.

        Unser Glück ist nur, dass Angry Birds auf iOS entstanden ist, drum schaut’s noch halbwegs nativ aus. Hätte auch genau andersrum sein können…

        Aber was reg ich mich auf, die Faszination von Angry Birds konnte ich eh nie nachvollziehen…

      • http://www.taptoplay.de Lakeshore

        Ja, Rovio ist da ein schwarzes Schaf. Ich überlege vor dem Kauf jetzt immer, auf welcher Plattform ich die App am häufigsten benutzen werde. Das ist meist das iPhone. Einen Zweitkauf der iPad-App oder (bei einer Universal App) die Installation auch auf dem iPad hängt dann am Sync. Gibt es keinen Sync, so brauche ich die App auch nicht auf einem zweiten Gerät installieren. In dem Fall verdient der Hersteller durch mich nicht mehr Geld.

        Im Fall von Rovio habe ich folglich nur die iPhone-Version gekauft. Ich würde, da Angry Birds Star Wars so gelungen ist, sicherlich auch die iPad-Version kaufen und vielleicht auch die Mac-Version. Aber ohne Sync – niemals!

        Genauso irgendwelche Adventures, an denen man stundenlang spielt und die dann keinen Sync haben (und kein Backup). Das kommt auf die Watchlist und wird ansonsten ignoriert. Ich habe schlicht kein Verständnis mehr für solche Entwickler. Das war alles vor iCloud mit Dropbox oder Plus+ überhaupt kein Problem und jetzt – 19 Monate (!!!) nach der Einführung von iCloud – sollte jeder Entwickler das als Standardfunktion implementieren müssen.

        Ich habe allerdings auch kein Verständnis für Webseiten wie Toucharcade.com, die das immer ignorieren. Selbst bei Universal-Apps wird niemals erwähnt, ob das Spiel iCloud kann oder irgendwas anderes. Und das, wie gesagt, 19 Monate nach der Einführung!

      • http://cbrueggenolte.de/ Carsten Brüggenolte

        Dem kann ich nur zustimmen. Die Entwickler sollte auf jeden Fall erwähnen das man die Spielstände exportieren kann. Immerhin unterstützen immer mehr Apps die “iCloud”. Nur funktioniert das auch nicht immer reibungslos.

      • http://twitter.com/SonicHedgehog SonicHedgehog

        Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob man die ganze Spielstandssicherung (bzw. generell Applikationsdaten) auf iCloud ’rausschieben sollte. Ich sehe den Handlungsbedarf da auch ein wenig seitens Apple: Ich muss eine App einfach entfernen können, ohne dass die Daten auf ewig verloren sind. Am Mac wird es interessanterweise doch genau umgekehrt gehandhabt.

  • http://twitter.com/Spreviewed Smartphone Reviewed

    Bei mir ist mal ein iCloud backup nicht richtig verlaufen und da nach war mein iPhone leer. Ich hatte kein anders backup seitdem benutze ich nur noch normale backups die auf dem pc gespeichert werden.

  • malte1242

    Ist das Wallpaper extra für das iPad mini angepasst, oder hast du es dir angepasst?

    • http://twitter.com/Eftimin Markus Sax

      Das Mini hat die gleiche Auflösung wie das iPad 1/2. Da muss nichts angepasst werden.

      • malte1242

        Ach ja stimmt, Danke:D

  • Heiko Brendel

    Ich tausche mein iPad 3 64GB 3G gegen ein iPad mini 3G. Mein jetziges iPad hat nur noch 12 GB frei, und das nachdem ich schn Sachen gelöscht habe… O_o Das brachte mich zur Überlegung, ob ein 32GB nicht ausreiche… Auch wenn ich jetzt eine frische Installation wagen würde – ich käme um ein 64 GB einfach nicht rum – ich sammele nun mal gerne und hasse knappen Speicherplatz… Die letzten 100 Steine für 64 GB machen den Bock jetzt auch nicht mehr fett…
    Vernünftiger wäre es aber trotzdem komplett neu anzufangen und nur das zu laden was man wirklich braucht – 80% nutze ich nicht wirklich…. Aargh….

  • http://www.sebbi.de/ Sebastian H.

    Auf dem Foto sieht das Mini irgendwie wie ein schlecht “groß-gephotoshopptes” iPhone aus ;-)

  • http://twitter.com/saibot saibot

    @Alex Hast du durch das “neu aufsetzen” alte Apps über Board geworfen? Wie sieht dein Homescreen aus?

    • http://www.hutz.de/ Oliver Hutz

      Das war auch das erste, was ich mich gefragt habe. :-) Bin gespannt auf das Update.

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Yep, sollte ich mal zusammenschreiben.

  • byteorder

    Nach dem ich immer wieder Backups vom iPhone 3G auf’s iPhone 4, dann auf’s 4S mitgeschleppt habe (und den ganzen Unrat der mit dranhängt) habe ich mit dem iPhone 5 den “Schnitt” gemacht und frisch eingerichtet. Dauerte etwas länger, machte zwischendrin mal Spass, mal weniger und war dann doch froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Im Vorfeld habe ich aber genau geprüft, ob alle Apps, die ich täglich nutze ihre Daten in irgendeiner Form “außerhalb” des normalen Backups exportierenimportieren können. Sei es nun über Dropbox, iCloud oder was auch immer.

    Mit dem iPad mini Wifi+Cellular, auf das ich jetzt warte werde ich es genau so machen und kein Backup des “großen” einspielen. Ab und zu mal lüften tut auch “Kellerkindern” wie mir ganz gut. ;-)

    iCloud-Backup nutze ich zwar, obwohl hier nur eine Bandbreite von 2 MBit Downstream und 400 KBit Upstream zur Verfügung steht für sowohl iPhone als auch iPad, Spass ist das allerdings nicht, wenn man mal einen Restore machen möchte. Da orgelt das iPhone schonmal zwei bis drei Stunden rum, bis das Backup eingespielt ist. Und dabei beschränke ich mich bei dem iCloud-Backup auch nur auf die nötigsten Daten, die ich nicht verloren gehen sehen möchte oder die nicht schon anderweitig in der Wolke liegen. Sollte ich wirklich mal das Gerät wegen eines Defekts austauschen müssen wird auf jeden Fall versucht, vorher das verschlüsselte iTunes-Backup anzufertigen, um den Restore-Vorgang zu beschleunigen. iCloud-Backup betrachte ich als Rettungsanker für Probleme unterwegs, wenn das iTunes-Backup nicht in Reichweite ist oder nicht mehr möglich ist.

  • Philipp Offenbach

    Kommt noch ein Bericht zum iPad Mini? Lohnt es sich vom iPad 2 aufs mini zu wechseln wenn man mit der Auflösung zufrieden ist? Ist das Bild schärfer?

    • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

      Ja der Wechsel lohnt. Das Gerät ist die Wucht in Tüten und da Du Dir nicht mit einem Retina-Display den Geschmack verdorben hast, wird es für Dich eine Verbesserung sein. Die Auflösung steigt – ist ja auch logisch. Gleiche Pixel auf weniger Platz.

      Viel wichtiger aber ist das Gewicht, die Dicke, die Haptik.

      Ich schreib die Tage noch was dazu das Problem ist dass ich im Moment so in das Ding verliebt bin dass ich es lieber benutze als irgendwelche Testberichte zu schreiben :-)

  • Tino

    Vorsicht mit einem ausschließlichem iCloud-Backup!
    Bei mir waren vor kurzem alle Kontakte verschwunden, die ich über iCloud gespeichert hatte. Dazu sind meine Geräte über iCloud-Backup gesichert. Bei Apple sagte man mir dann, dass die Kontakte der Geräte bei einem iCloud-Backup nicht mitgesichert werden; da stockte mir erst einmal der Atem. Lösung ist laut Apple die Sicherung über iTunes, da werden die Kontakte mit gesichert. Außerdem konnte man mir weder sagen, warum die Kontakte verschwunden waren, noch konnte man mir die Kontakte (via Zeitstempel) wiederherstellen!
    Ich hatte zum Glück Glück im Unglück: iPad mini war über Nacht nicht mit dem Internet verbunden und hatte somit den “Delete-Push” von iCloud nicht bekommen! Ich konnte dann die Kontakte vom iPad mini wieder in die iCloud pushen und alles war gut!

    Mein Tip: Kontakte regelmäßig über das Adressbuch als Archiv speichern (habe keine Lust Google meine Kontaktdaten zur Sicherung zu geben, sonst würde das auch gehen).

    • Alex

      Ja, leider hat das “iCloud Backup” den Namen “Backup” nicht ganz verdient. Da Apple jedem User ja nur 5GB spendiert, die Geräte aber bis zu 64 GB Speicherplatz bieten, müssen für das “Backup” ja so viele Daten wie nur möglich ausgeklammert werden.

      Bei Musik, Büchern, Filmen und Apps aus dem AppStore ist das auf den ersten Blick unproblematisch, die kann man, wenn man ein Backup benötigt, ja dann aus dem AppStore wieder holen, braucht also nicht Platz in der iCloud verbraten…. Dummerweise bleiben nicht alle Apps, Filme, Musik und Bücher für alle Zeiten im AppStore verfügbar. Man kann daher Pech haben, wenn man ein iCloud-Backup auf ein Gerät einspielt, dass einem dann einige Dinge aus dem AppStore fehlen.

      Z.B. gibt es einige US-Serien im deutschen AppStore schon einen Tag nach US-Ausstrahlung, aber nur für kurze Zeit und verschwinden dann wieder bis die Serie offiziell auf im deutschen TV gelaufen ist. Für derartige Dinge ist das iCloud-Backup ungeeignet, denn man bekommt dann u.U. die gekauften Serien nicht mehr restauriert, weil sie nicht mehr angeboten werden. Auch Apps werden laufen geupdatet, und u.U. benötigt eine App zu dem Zeitpunkt, an dem man ein iCloud Backup zurückspielen will, schon eine iOS Version, welches das eigene Gerät gar nicht mehr unterstützt (z.B. das App benötigt iOS 6, man hat aber noch ein iPad 1), und dann bekommt man u.U. das dringend benötigte App nicht mehr installiert.

      Alle Daten aus der Keychain (Passwörter und andere sensiblen Daten) werden nicht in der iCloud gesichert. Das betrifft eine große Anzahl an Apps, denn praktisch jedes App, welches mit irgendwelchen Konten zu tun hat (Twitter-Client, Facebook, Web-Browser und viele mehr) nutzen alle (hoffentlich) um sensible Daten sicher zu speichern.

      D.h. wer ein besseres Backup haben will, sollte unbedingt ein verschlüsseltes(!) Backup über iTunes machen lassen. Man sollte auch alle auf dem Gerät gekauften Apps, Musik, Filme usw. zu iTunes übertragen, wenn man das Gerät per Kabel an den Computer anstöpselt (iTunes fragt ggfs. nach, wenn es Apps und andere Dinge auf dem Gerät findet, welches noch nicht in seiner Mediathek hat). Und wenn man dann noch regelmäßig TimeMachine-Backups vom Computer macht, hat man dann auch bei Bedarf noch alle Apps (auch ältere Versionen), Filme, Bücher usw und kann dann beruhigt Backups zurückspielen. Falls der AppStore irgendetwas nicht mehr hat, findet man es dann in einem Time-Machine-Backup.

      Es wird zwar viel über iTunes geschimpft, und einige freuen sich, alles über die iCloud machen zu können, aber wenn’s drauf ankommt, ist auf die iCloud dann leider nicht wirklich Verlass, speziell beim Backup. Daher kann ich nur empfehlen, doch regelmäßig (muss ja nicht täglich sein), die iOS-Geräte über iTunes zu synchronisieren und Backups anlegen zu lassen.

      Ja ich weiss, ist altmodisch ;-) Hat aber immer noch deutlich weniger Nebenwirkungen als die moderne iCloud.

      • http://www.hutz.de/ Oliver Hutz

        Warum denn eigentlich verschlüsselt(!) – mit ! …?

      • http://twitter.com/hessi hessi

        Weil nur bei verschlüsseltem iTunes Backup Passwörter, bspw. für WiFis, mitgespeichert werden.

      • http://www.hutz.de/ Oliver Hutz

        Ah! Danke für den Tipp!

  • Switchpack

    Mein Mini hatte die wichtigsten Apps 60 Minuten nach Cleaninstall bereit. Ich mache das eigentlich bei jedem neuen iOS Device so. Als Nichtspieler habe ich da auch weniger Probleme.

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