von Alex Olma
28. Februar 2013 – 01:30 Uhr

Auto, Motor und Spiel: Real Racing 3 (+ Video)

Fünf Stunden Real Racing 3 (kostenlos; universal; App-Store-Link) kosteten mich exakt Null Euro – Freemium macht’s möglich. Das derzeit beste Rennspiel für iPad und iPhone ist gleichzeitig auch das günstigste App-Store-Spiel.

Nach der Übernahme von Firemint durch EA steht #RR3 unter besonderer Beobachtung. Nein, das ist eine absurde Untertreibung. Auf der dritten Rennspiel-Episode von den Firemonkeys, dem neu zusammengewürfelten Team der Firemints und den IronMonkeys, sitzt eine fast nicht zu erfüllende Erwartungshaltung. Seitdem jedoch bekannt ist, das Electronic Arts keine normale Einmalzahlung im App Store für den Racer verlangt, dreht sich die Berichterstattung allerorts nicht mehr ums eigentlich Spiel.

Schade, weil die Kritik am Geschäftsmodell unberechtigt ist. Die Wartezeiten für Reparaturen und Service-Dienste, die eure Luxusschlitten regelmäßig verlangen, sind logisch. Niemand kann verständlich argumentieren, das ein Öl- oder Reifenwechsel in einer Racing-Simulation augenblicklich zu passieren hat. Hinzu kommt: Die Umsetzung für diese Strafzeiten, wie sie bereits häufig betitelt wurden, ist fair. Wer erst einmal zwei Wagen in seiner Garage stehen hat, wechselt die Karosserie ohnehin pausenlos und kommt selten in die Situation das jeder Porsche, BMW, Lamborghini oder Audi bei den Mechanikern Staub fängt.

Niemand muss von Null beginnen. Für 5 beziehungsweise 8 Euro, einem Preis, den viele Kunden von Teil 1 & 2 anstandslos bereit waren zu zahlen, bekommt man Anfängerpakete mit mehreren Autos und eine Handvoll virtuelles Taschengeld. Ich habe bislang keine In-App-Taler ausgegeben und spielte trotzdem kontinuierlich – wenn auch nicht pausenlos.

Nach den bereits genannten fünf Stunden bin ich im Moment bei 48 von insgesamt 900 zu erreichenden Erfolgen. Einzig und allein die Anzahl von lediglich 9 (authentischen) Strecken, auf denen 45 Autos ihren Gummiabsatz streifen, ist mir zu wenig – von Hockenheim bis Silverstone wiederholen sich die Rundkurse zu häufig.

Mehr Meinung zum iOS-Rennspiel habe ich dem Superlevel-Podcast ins Mikrofon gesprochen. Die Jubiläumssendung auf stolzen 35 Minuten findet sich drüben. Klick.

Einen eigenen kleinen Videokommentar konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen, obwohl es diesmal wohl auch angebracht wäre einfach zu sagen: Probiert Real Racing 3 selbst aus!

DirektRR3*

* Alle eigenen iPhoneBlog-Videos, kurz, hochauflösend und (hoffentlich) unterhaltsam, führt auch das iTunes-Podcast-Verzeichnis.

  • http://twitter.com/HenningHB Jan

    Hallo Alex.
    Auf welcher Hardware läuft das Spiel denn einwandfrei? Werden ältere Geräte noch unterstützt und bekommen weniger Details in der Grafik?
    Danke & Gruß

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Ich habe es auf dem neusten iPad und dem iPhone 5 ausprobiert. Scheint aber auch auf dem Mini zu laufen.

      https://twitter.com/DanielJakobian/status/306993950613467136

    • http://twitter.com/wacholderpolka wacholderpolka

      Habe es auf dem iPhone 4S gespielt, und es ist gut spielbar.
      Die Framerate ist aber auch nicht besonders toll, das ist ein Kompromiss aus Optik und Performance, der aber noch ganz gut funktioniert.
      Da es kostenlos ist, kann man einen Test ja auch mal wagen.
      Es liegt mit über 700Mb natürlich schon schwer im Speicher:-)

  • Björn

    “Die Wartezeiten für Reparaturen und Service-Dienste, die eure Luxusschlitten regelmäßig verlangen, sind logisch. Niemand kann verständlich argumentieren, das ein Öl- oder Reifenwechsel in einer Racing-Simulation augenblicklich zu passieren hat.”

    Die Argumentation finde ich jetzt nicht wirklich logisch. Das würde ja auch bedeuten: wenn der Wagen einen Totalschaden hat, dann muss ich mir zwingend einen neuen kaufen (für echtes Geld) – ist ja schließlich eine Simulation! Nur weil es eine Simulation ist, will ich doch nicht auf Reparaturen warten müssen. Dann hätte man ja vielleicht die Mechaniker oder den Vorgang des Öl-Nachfüllens auch schön animieren können… Hey, das ist nur ein Videospiel, da will ich nicht auf solche Sachen warten müssen. Vor allem wenn ich weiß, dass diese Wartezeiten nur eingebaut wurden, damit die Leute echtes Geld zahlen, um die Warterei nicht mehr ertragen zu müssen. Also mit Freemium kann ich irgendwie nix anfangen…

    • Julian Q

      Bin deiner Meinung. Mir ist auch nicht klar, wie Alex zu einem solchen Schluss kommt. Weitehin gebe ich zu bedenken, dass eine Einmahlzahlung die erheblich sozialere Art zu zahlen war. Menschen wie ich werden wohl aus Frust keinen Cent in das Freemium-Geschäftsmodell stecken. Andere dagegen schon, sicher auch einige zuviel und es würde mich wundern, wenn sich auch jeder einzelne der “betroffenen” das so leisten kann.

      Die entstehenden Kosten in dem Fall, das man vor hat zu bezahlen, werden schnell absurd hoch.

      EA gipfelt das ganze dann noch mit einer Vorabsondierung der Zahlungsbereitschaft in AU und NZ. Da wird schon mal vorgefühlt, wieviel Gier denn noch gestattet wird.

      Ich hätte gern 10€ bezahlt und mich dann an Grafik und Gameplay (- dieser Wartezeitengeschichte und den zu hohen virtuelle Preisen) erfreut. So knirsche ich jedesmsl mit den Zähnen wenn ich im Flugzeugmodus mal wieder die Uhr vorstelle…

    • Whistler82

      Ich kann der Argumentation des Artikels durch Alex in mehreren Punkten nicht folgen.

      1. Das Simulationsargument ist absurd. Nicht alles aus der realen Welt möchte man unter dem Gesichtspunkt des Spielspaßes auch in einem Spiel haben selbst wenn es einen Simulationseinschlag hat.

      2. Die Argumentation scheitert komplett an dem Punkt wenn das “Realismusfeature” gegen bares Geld umgangen werden kann. Hier wird die Intention offensichtlich warum das “Realismusfeature” tatsächlich den Weg ins Spiel gefunden hat.

      3. Digitale Verbrauchsgüter sind per se Absurd.

      4. Sobald digitale Güter in die Spielbalance eingreifen so das sich der Käufer einen Vorteil gegenüber dem Nichtkäufer verschafft sind sie ein negativer Faktor. Mir ist kein Beispiel bekannt diese Aussage nicht greift.

      Mir ist es wirklich ein Rätsel wie jemand wie Alex diese Punkte in seiner Berichterstattung komplett ausblenden kann. Über seine Gründe möchte ich an der Stelle jedoch nicht spekulieren.

      Grundsätzlich bin ich jemand der gerne Geld für ein gutes Produkt bezahlt. Ich stehe auch generell nicht mit DLCs/IAPs auf Kriegsfuß aber die hier eingeschlagene Geschmacksrichtung gefällt mir gar nicht. Was mich jedoch nicht wundert ist das es aus der Ecke von EA kommt.

      • Julian Q

        “Über seine Gründe möchte ich an der Stelle jedoch nicht spekulieren.”

        Über diesen Satz hatte ich auch nachgedacht, hab ihn mir dann verkniffen, da er ja an sich schon spekulativ ist. Ich hab dennoch ein dickes Fragezeichen auf der Stirn.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Ich denke es war gut, den Satz weg zu lassen, denn Alex ist meinem Empfinden nach lediglich mit einer Meinung versehen und die darf er so auch haben. Auch wenn ich oben z.B. sehr intensiv mit ihm diskutiert habe wäre mir nie in den Sinn gekommen dass er etwas tut wofür er eine Gegenleistung bekommt. Man macht es sich als Kritiker sehr einfach wenn man als Grund für eine andere Einstellung bei jemandem niedere Beweggründe sieht.

        Tut mir leid für Euch beiden aber so einfach ist die Welt nicht.

        Für mich wäre der einzige Grund, seine Entscheidungen anzuzweifeln, die Frage danach ob der Mensch selbst überhaupt freien Willen hat.

      • Julian Q

        Das Fragezeichen soll meine Unfähigkeit andeuten, seine Argumentation nachvollziehen zu können. Es stünde mir auch nicht zu, Ihm Unterstellungen zu machen.

        Dennoch finde ich den Artikel einseitig. Man hätte negative Aspekte auch benennen können, ohne den Artikel allzusehr aufzupusten. Vielleicht war das ja nicht sein Anspruch, es fehlt mir aber trotzdem.

        Und mach mir mal weniger den Oberlehrer. Thx.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Ich finde den Artikel auch einseitig – z.B. habe ich jetzt festgestellt dass man die Datensammlung des Spiels explizit ausstellen muss in den Optionen – gefragt wurde man nicht, es ist umgekehrt, man muss die Bedingungen akzeptieren, erst dann darf man spielen – und in den Bedingungen steht drin, dass gesammelt wird.

        Ansonsten ist es putzig dass Du findest dass ich klinge wie ein Oberlehrer während Du auf die nur sachte übertünchten Korruptionsvorwürfe von Whistler82 gegenüber Alex geantwortet hast. Jetzt kann’s natürlich sein dass Du nicht verstanden hast was er meinte, aber ich will jetzt von Dir auch nicht als nächstes gesagt bekommen ich hätte Dich dumm genannt.

      • Julian Q

        Ach komm, das kannst du besser… Lies nochmal und schmier mir was anderes aufs Brot. Ich ignorier das dann. Steht dir gut, die Weisheit. EOD, mein Knuffi.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Gute Idee. Lassen wir’s einfach so stehen, spricht für sich.

      • Whistler82

        @AppleOutsider.de: Hier scheint ein Missverständnis in deiner Interpretation vorzuliegen, meine in den Raum gestellte Frage nach den Gründen ist kein “übertünchter Korruptionsvorwurf”. Ich weiß wir leben in einer Zeit der Verschwörungstheorien und die Illuminati lauern ja eh an jeder Ecke aber diese Unterstellung ist komplett aus der Luft gegriffen. ich gehe einfach davon aus das Alex als informierter Person in diesen Kreisen diese Punkte geläufig sind. Daher gehe ich auch davon aus, dass es irgendeine Art von Grund gibt warum er sich in diesem Beitrag nicht damit befasst hat. Solche Gründe können viel trivialer sein als Korruption und ich gehe auch von trivialen Gründen aus. Ich kanns aber nicht beurteilen und wollte nicht spekulieren. Klar das in dieser, dezent von Paranoia infizierten Welt, gleich wieder sowas aufgeboten wird.

  • http://twitter.com/wacholderpolka wacholderpolka

    Ich kann dem so halb zustimmen.
    InApp Käufe erzeugen bei mir erst einmal einen gewissen Abstoßungseffekt.
    Wenn ich dann sehe, dass man z.B. ein paar mehr Rennstrecken freischalten kann, oder Autopakete kaufen, ist es ja noch ok, denn diese Käufe sind permanent.
    Ein Günstiger (oder auch kostenloser) Einstieg ist damit wieder refinanzierbar, und der Spieler kann dann bei Gefallen das Spiel zur Vollversion upgraden.
    Jetzt das Aber: Wen ich unter den InApp Käufen die berühmten “Sack voll Gold”, “Eimer voll Gold” und “Truhe voll Gold” sehe, sinkt meine Kaufbereitschaft auf nahezu Null.
    Hier handelt es sich im Käufe, die im Spiel verbraucht werden, und wieder gekauft werden müssen, oftmals kombiniert mit “Damit kann ich die ganzen Nichtkäufer platt machen” Systemen. Das weitet sich dann oft zu unfairen Verhältnissen im Spiel aus.
    Positiv steht da für mich z.B. Carcassonne da, wo ich Erweiterungen kaufen kann, die dann eben auch permanent zur Verfügung stehen.
    RR3 scheint hier einen gewagten Grad zwischen diesen beiden Modellen zu begehen.
    Das ist sicherlich Gewinnmaximierend, aber ein guter Ruf ist ja evtl auch was wert.

  • Frank

    Hallo Alex,
    ausnahmsweise kann ich deiner Einschätzung zu einem iOS Produkt mal gar nicht folgen.
    “Die Wartezeiten für Reparaturen und Service-Dienste, die eure Luxusschlitten regelmäßig verlangen, sind logisch. Niemand kann verständlich argumentieren, das ein Öl- oder Reifenwechsel in einer Racing-Simulation augenblicklich zu passieren hat.”
    Wie Björn dazu schon ausführlich geschrieben hat, finde ich das ebenfalls totalen Quatsch.
    Fakt ist, dass in das Spiel viele mehr oder weniger nervige Schranken eingebaut sind, die den Spieler, nachdem er “angefixt” wurde, zum permanenten Nachkaufen von Goldstücken gegen echte Euro treiben sollen. Ich hätte mir gewünscht, dass du in deinem Review auf diesen Mechanismus mal genauer eingehst. Es geht ja schon los, wenn ich ein Auto kaufe und erstmal einige Zeit auf die “Auslieferung” warten muss.
    Für mich ist und bleibt das ein Unding, denn es bremst einfach jeglichen Spielspaß. Geld werde ich auf keinen Fall für das Spiel ausgehen, weil für mich der Gegenwert nicht transparent ist. Für RR2 habe ich x EUR investiert und habe bis heute ein Spiel, dass ich ohne EInschränkungen spielen kann. x EUR für ein Produkt = klare Leistung.
    Bei RR3 kann ich entweder warten (was einfach nervt) oder ähnlich wie in einer Spielhalle immer wieder echtes Geld für Gold “einschmeißen”. Sorry, aber da kann ich nicht von einer fairen Umsetzung des Freemium-Modells sprechen!
    Nein ich will nicht eine andere Strecke mit einem anderen Auto fahren, während mein anderes Auto gerade in der Werkstatt ist. Ich will mit meinem Auto mein jetziges Event weiterfahren! Und das braucht man auch nicht schön reden.

  • Pingback: Real Racing 3 macht mir Angst | Bernd bloggt

  • http://twitter.com/PDA_Tech PDA_Tech

    Man/Frau kann sich irgendwie alles schönreden oder denken…
    Jahrelanges Training wahrscheinlich…..

  • http://twitter.com/ckroesch Christian

    Ich schiebe das mal auf die späte Stunde, das dieser Artikel – und das ist sonst nicht seine Art – so dahingeschrieben daher kommt. Dass das Warten auf Reparaturen u.ä. logisch wäre ist auch bei einer Rennsimulation Quatsch. Richtig ist, dass diese Wartezeiten vor dem Hintergrund logisch sind, da EA hiermit Geld verdienen will.

    Lieber Alex, ich vermisse eine kritischere Auseinandersetzung mit diesem Bezahlmodell. Vielleicht kommt das ja noch nach weiterem Test.

    Was mir abgeht ist das bei mir übliche stundenlange wiederholen einer Strecke mit einem bestimmten Fahrzeug, um besser zu werden. Ich werde permanent “herausgerissen”, wenn ich nicht bezahlen möchte. Ich glaube, so wird es vielen Rennspielfans gehen.

    PS: Das Hessi deinen Blogeintrag via Twitter quasi abgenickt hat, hat mich dann aber schon etwas überrascht.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Nee, ich stehe auch noch ausgeschlafen dazu :)

  • Pingback: Michaels Tagebuch (Auto, Motor und Spiel: Real Racing 3 (+ Video))

  • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

    Aus Sicht eines Casual Gamers ist der Ansatz von Real Racing sicherlich passend.

    Von jemandem der Superhyperturbo gemacht hat verstehe ich ehrlich gesagt nicht dass der Aspekt “Ich will jetzt ein Wochenende durchspielen” nicht betrachtet wird. Das hinterlässt mich ehrlich gesagt ratlos. Ich kann mir das nur so erklären dass Dir das Spiel an sich egal ist und nicht wirklich dazu verleitet, es nicht mehr aus der Hand zu legen. Ich würd jedenfalls gerne wissen was Du schreiben würdest wenn Du nach fünf Stunden Street Fighter eine Zwangspause einlegen müsstest weil sich Chun Li den Fuß verstaucht hat und Ken gerade auf der Beauty-Farm ist.

    Nur um mal Dein Argument auszuhebeln: Wartezeiten sind realistisch. Kauft man sich dann mit dem anderen Zahlungsmittel eine Zeitmaschine oder wie ist da die Rechtfertigung?

    Du schraubst da extrem an Deiner Glaubwürdigkeit. Wenn da nur stehen würde “Mir ist es egal” ist es nachvollziehbar, aber sich so einen Satz aus den Rippen zu schneiden ist sehr sehr schwer nachzuvollziehen. Wie gesagt – ich kann mir das nur damit erklären dass Dir der Titel egal ist oder Du Dir in Deinem Alter nicht mehr vorstellen kannst wie es ist, um 13 Uhr aus der Schule zu kommen und um 18 Uhr von Deiner Spielkonsole gesagt zu bekommen “Mach mal ne Pause”. Ich weiß ja Du bist in der Regel recht gelassen – ich persönlich muss zugeben dass ich in dem Moment das Bedürfnis hätte, mein iPad an die Wand zu schmeißen.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Ich investiere nicht mehrere Stunden in einen Titel, der mir egal ist.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Ich hab den Kommentar hier jetzt knappe zehn mal angefangen aber irgendwie kommt nur Polemik dabei rum.

        Von daher lassen wir’s einfach. Wenn Du meinst das war der Kern meines Kommentars – bitte.

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Es fällt mir lediglich schwer über den konkreten Fall #RR3 zu diskutieren, wenn ich dir fünf Spielstunden voraus bin (Stichwort: Wartezeit).

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Mein Punkt ist der Folgende: entweder ist Dir das Spiel so egal dass Dir Dein Geld wichtiger ist oder es ist so toll dass Du EA mit Freuden Unsummen in den Rachen schmeißt. Diese Problematik scheint Dir nicht in den Sinn zu kommen, sie stellt aber ein extremes Problem dar.

        Es geht dabei gar nicht darum dass ich das Spiel selbst jetzt genau so lange spielen müsste wie Du um herauszufinden, wie toll es wirklich ist. Das ist in der Betrachtung egal. Ich könnte es ja mit einem Graphen versuchen der Dir Grenznutzen erklärt. Es ist eine Relation von Spielspaß zu Wartezeit zu Geld.

        Um die Kommentare zu schreiben habe ich aus Euro Truck Simulator mit Alt+Tab rausgewechselt. Ich hab das Spiel letzten Montag gekauft und es zeigt mir inzwischen 43 Stunden reine Spielzeit an. Ich glaub ich weiß wovon ich rede wenn ich versuche zu vermitteln wie es sein könnte wenn man ein Spiel spielt das so gut ist dass man es weiter spielen möchte. Ich habe damals Gotham City Racing erst weggelegt als meine Daumen keine Haut mehr hatten. Ähnliches gilt für Metropolitan Street Racer. Seitdem habe ich keine Rennspiele mehr angefasst, aus gutem Grund.

        Es kann natürlich sein dass Du ein unheimlich rationaler Mensch bist der sowas wie dieses Weiterspiel-Bedürfnis, nennen wir es “Spielsucht”, nicht kennt. Keine Ahnung. Wenn Du das Gefühl wirklich nicht kennst, dann stellt sich mir die Frage ob ich wenn es um Spiele geht Deine Einschätzungen zu rate ziehen soll.

        Das meinte ich mit Glaubwürdigkeit.

        Wenn RR3 wirklich gut ist würde es mich Unsummen an Geld kosten. Da ich für mein Geld arbeite, werde ich dieses Geld nicht investieren, genau so wie Du. Der Unterschied ist, dass mich das Spiel durch diesen Verzicht frustrieren würde bis zu einem Punkt wo ich nur noch sauer auf den Hersteller bin. Eben weil es mir nicht egal ist. Ehrlich gesagt ist es sehr gut dass ich das Spiel bisher nicht gespielt habe sonst würde diese ganze Wut sich in diesen Kommentar kanalisieren. Und wenn ich nicht sauer wäre wäre mir das Spiel halt insoweit egal als dass es halt auch warten kann. So gut ist es dann halt nicht. Dann ist es halt kein MSR oder PGR, spiel ich halt morgen weiter. War ja auch umsonst und so.

        All die Rationalisierungen die man sich erzählt wenn man ein Weihnachtsgeschenk bekommt das nicht das ist was man wollte sondern das Nächstbeste. Man musste ja nix bezahlen und die Oma hat es ja gut gemeint und jetzt sei doch nicht so undankbar.

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Mir fällt es leichter über Fakten (und keine theoretischen Konzepte) zu diskutieren. Ich habe beispielsweise im Spiel nicht gewartet. Wenn erst einmal zwei Autos in der Garage stehen, spielst du einfach (und bist trotzdem nicht gezwungen Geld auszugeben).

        Anderen Testern ging es ähnlich (https://twitter.com/ErrorJustin/status/306990412235681792).

        Ich behaupte aus einer neutralen Perspektive beurteilen zu wollen, das die F2P-Umsetzung fair ist. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Ich glaub ihm nicht da er bestimmt geschlafen hat.

        Aber Überspitzung beiseite, der Tweet ist ein gutes Argument. 34 Stunden wären in der Tat ununterbrochenes Spielen.

  • MaxMoore7

    Alle Kommentare hier Top! Ich finde es auch schlecht, dass Alex das so unkritisch hinnimmt! Ich hätte gerne 11€ bezahlt und dann aber ganz normal spielen können! Nun hab ich die Möglichkeit für 8€ ein pack zu kaufen mit ein paar guten Autos und 60 Goldstücken! Diese Goldstücke sind aber so schnell wieder weg! Es ist genau das gleiche Drecksprinzip wie in CSR Racing. SOwas bringt mich echt auf die Palme.
    Solche Spiele animieren mich eher aus Frust das iPhone/iPad zu Jailbreaken und einen inApp Crack zu benutzen als Geld für so einen Schwachsinn auszugeben wie Goldstücke, damit Teile sofort geliefert werden und auch um den Entwicklern zu zeigen, dass sie weniger Einnehmen als vorher, was ich inständig hoffe, damit sie ganz schnell wieder aufhören mit diesem sch**ß Modell!

  • Markus (motu90)

    Scheinbar kann sich bisher keiner der Kommentarautoren vor mir mit deiner Argumentation so richtig anfreunden. Einige der genanngen Kritikpunkte teile ich dabei ebenfalls. Dennoch tendiert meine Meinung über das Konzept von RR3 in die Richtigung deines Artikels.

    Es ist eine andere Ebene von “Realität” in einer Simulation, wenn man seine Karre nicht einfach vor die Wand fährt und nach einen Klick weiterfährt. Der Verschleiß von Teilen wird in seiner positivsten Ausprägung einen anderen Fahrstil der Fahrer zur Folge haben – es kommt tatsächlich mehr auf das Können an, als das Rennen einfach beliebig oft neustarten zu können und wie ein Draufgänger zu fahren.

    Vor diesem Hintergrund finde ich das Konzept interessant, bin mir aber nicht sicher, ob es so funktionieren wird. Natürlich steckt auch der Profitgedanke dahinter, dieser Illusion sollte sich keiner hingeben. Mal schauen, inwiefern dies für Publisher und Spieler ein Erfolg wird.

  • http://twitter.com/karlimann karlimann

    Hat hier jemand Schlumpfbeeren gesagt?

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Nur die Leute, die #RR3 noch nicht ausprobiert haben.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Ich hab Tennisarm an beiden Armen durch übermäßigen Gebrauch des Mini ich kann nix dafür dass ich im Moment eher theoretisch argumentiere(n musste).

        Außerdem sind Schlumpfbeeren immer ein gutes Argument. Wer das Gegenteil behauptet ist ein Nazi.

        ;-)

  • dom

    Am absurdesten find ich den In-App-Kauf für 90 Euro …

  • Thomas

    Ich habe RR3 seit dem Launch in Neuseeland vor 2 Wochen installiert und laut Stats im Spiel bisher 22h gespielt, davon 12h Race-Time. Ich denke, das spricht für sich bzw. gegen das Spiel (es gibt keine Story und die Menüs sind jetzt nicht so unübersichtlich, dass man dort fast 50% der Zeit verbringen müsste). Man kann EA zugestehen, dass sie in den 2 Wochen die Wartezeiten deutlich verkürzt haben (teils von 15min auf gar keine Wartezeit). Aus meiner Sicht sind die In-App-Purchases trotzdem überteuert und das Warten ist nur ätzend.

    Dazu kommt im Vergleich zu RR2: Keine Leaderboards in Game Center, kein Quick Race, kein Time Trial, kein echter Multiplayer. Die neuen Spielmodi wie Drag Race (faktisch eine 1-zu-1 Kopie von CSR-Racing) oder Endurance finde ich langweilig, von _Real_ Racing keine Spur.

    • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

      Die Wartezeiten sind extrem verringert worden, aber nicht nur das – Ich habe eben nach der Installation 45 Minuten gespielt, bis mein Öl und meine Reifen komplett wegradiert waren.

      Meines Wissens nach müsste dann eine Zwangsreparatur folgen. War das nicht bei der Neuseeland-Version so?

      • Frank

        Doch bei der Neuseelandversion war das mit den “Inspektionsintervallen” ebenfalls schon so. Die Zeiten haben sich meines Wissens ebenfalls verkürzt. Nur muss dein Auto alle 5-8 Rennen zur Inspektion, um das Öl bzw. die Reifen zu wechseln. Ich “liebe” den Realismus.
        Mac & i hat einen wie ich finde treffenden Artikel zu RR3 geschrieben. Die schreiben am Ende des ersten Absatzes “Doch das vermeintliche Geschenk ist vergiftet.” Das trifft es.

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Eher versalzen; ‘vergiftet’ ist OHNE WORTE (wenn wir unbedingt irgendwelche Parallelen zum Essen ziehen müssen).

        Und außerdem könnte man auch erwähnen, dass man ‘das Geschenk’ auch nicht annehmen muss.

      • http://twitter.com/wacholderpolka wacholderpolka

        Da kann ich nur zustimmen.
        Das Spiel ist kostenlos, also können wir hier maximal darüber reden, ob wir die InApp Käufe gut finden und tätigen werden, oder ob das Spiel auch ohne gut ist.
        Es ist kostenlos, also kann sich niemand beschweren, dass er etwas kauft, und dann noch fies zur Kasse gebeten wird.

        So gesehen ist RR3 natürlich auf keinen fall “vergiftet”.
        Dass das Spiel so ausgelegt ist, dass man was kaufen soll steht aber auch zweifelsfrei fest, denn die wollen nun mal damit Geld verdienen. Wer da was anderes behauptet, redet sich was ein.
        Mein Posting (recht weit oben) spricht deshalb von einer Gratwanderung.
        Und die ist im Vergleich zu anderen Freetoplay spielen noch recht gemäßigt ausgefallen. Sie lässt es zu, das Spiel längere Zeit und mit gutem Erfolg zu spielen, ohne zu zahlen. Viele andere FTP Spiele machen irgendwann ganz zu, da geht ohne Geld ausgeben schnell nichts sinnvolles mehr.

        Trotzdem bleibt nach längerem spielen bei mir der unschöne Eindruck, dass gerade dann, wenn man ein Rennen oft wiederholt, um auch ganz vorne zu landen, der Kaufdruck steigt, was ja auch sinn und zweck des FTP Gedankens ist, und ich nach wie vor viel lieber eine “Kauf das Spiel” Option hätte.

        Das hat nun dazu geführt, dass ich das Spiel wieder zur Seite gelegt habe, wo ich doch RR1 und RR2 bis zum Ende durchgespielt habe.

        Das ist meine Erfahrung, und die war kostenlos, so gesehen kann ich nicht mal von “versalzen” reden, sondern von “nicht mein Geschmack”.

      • Frank

        Die Parallelen zum Essen habe ich im Mac & i Artikel nicht gefunden. Ich finde die Metapher “Geschenk vergiftet” gelungen. “Versalzen” ist aber ebenfalls eine gute Metapher. :-)
        Die Leute regen sind über RR3 halt so auf, weil die Erwartungshaltung sehr hoch war. Jetzt wird der Spielspaß bzw. -fluss entweder durch Wartezeiten gebremst oder der Spieler wirft “immer wieder” und nicht wirklich kalkulierbar “Geld ein”.
        Aber so ist RR3 einfach nicht mein Geschmack. Schade für ein Spiel, dass ich im Prinzip sehr gerne gespielt hätte, aber nun auch nicht mehr mein Problem.

      • Thomas

        Keine Frage, das Spiel ist kostenlos und das ist prima. Es erleichtert den Einstieg sowie die Entscheidung, ob man mehr Zeit und Geld investieren will. Nur bei den In-App-Käufen stimmt aus meiner Sicht einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.

        Ein Beispiel: Im Moment wird der Audi R8 LMS Ultra für $256.410 angeboten. Für $300.000 zahle ich echte €8.99. Von den verbleibenden $43.590 kann ich den Audi noch ein bisschen tunen, darauf warte ich dann aber wieder. Der Audi selbst schaltet 2 Serien frei. Ob es das wert ist, muss jeder selbst entscheiden, ich finde es nicht.

        Das Gegenargument ist, dass man sich das Geld auch so erfahren kann. Zumindest bei meinem Können erfordert das viele Rennen mehrfach zu durchfahren, was bei RR2 nicht erforderlich war. Da liegt für mich der Knackpunkt. Wenn ich meine Zeit mit Farmen verbringen will, spiele ich lieber WoW.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Ich habe inzwischen knappe 10 Stunden investiert und dabei festgestellt, dass das Spiel sich fast 1:1 wie Project Gotham Racing auf der Dreamcast bzw. Metropolitan Street Racer auf der XBox spielt.

        Bei diesen Spielen habe ich auch intelligent Wagen kaufen und tunen müssen, um die Challenges zu schaffen. Dabei gab es sogar noch die verschärfte Variante, dass man nur maximal Gold bei einem Event erfahren konnte und das auch nur EIN Mal nicht mehrfach wie bei RR3. Sprich wenn ich irgendwann an den Punkt gekommen bin dass ich drei noch offene Challenges hatte die ich mindestens mit Bronze abschließen muss, es aber nicht geschafft habe, blieb mir nur, die paar Krumen die noch übrig waren in den vorhergehenden Challenges so lange zu sammeln (sprich z.B. von Silber auf Gold zu bringen) bis ich genug zusammen hatte um mir evtl. noch ein anderes Auto mit anderen Teilen zu kaufen.

        Bei PGR war die Ultima Ratio gekommen als ich in San Francisco rund um Fisherman’s Warf driften sollte. Bei MSR war es in London ein Time Trial.

        Bei beiden Spielen habe ich irgendwann nach 100 Stunden aufgegeben. Jedes dieser Spiele hat 60 Mark gekostet (sprich 30 Euro). RR3 bekommt man umsonst.

        Das Problem ist dass man die Fahrhilfen ausschalten muss, genau wie in PGR und MSR, nur so kann man gewinnen. Das sagt einem bei RR3 nur leider keiner – statt dessen werden Upgrades als Hilfe für bessere Ergebnisse angepriesen und erzählt dass man sein Fahrzeug reparieren soll – was natürlich stimmt. Man muss nur erst einmal Geld haben um Upgrades zu kaufen und mit Bremsassistent schafft man bei vielen Rennen maximal das Mittelfeld.

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