von Alex Olma
10. April 2013 – 00:09 Uhr

Apple filtert Comic-Content in Apps (aber verkauft die Hefte über ihren iBookstore)

IPhoneBlog de SAGA

Die Richtlinien sind (relativ) klar, die Umsetzung bleibt inkonsequent – die alte Leier. Apple untersagt der Comic-Publikation SAGA den App-Vertrieb* von Ausgabe 12 aufgrund ‘nackter Tatsachen‘.

As has hopefully been clear from the first page of our first issue, SAGA is a series for the proverbial “mature reader.” Unfortunately, because of two postage stamp-sized images of gay sex, Apple is banning tomorrow’s SAGA #12 from being sold through any iOS apps.

Die Absurdität steckt im Detail: Band 12 der ‘Space Opera‘ wird trotz der App-Store-Ablehnung über Apples offiziellen iBookstore (Link) erhältlich sein.

The distinction between apps and books may seem obvious to Apple, but it’s becoming increasingly hard to explain to anybody else.

Trostpflaster: Der aufbrausende Netzsturm dieser fehlgeleiteten Apple-Prüfung dürfte der Veröffentlichung von Brian K. Vaughan (Y: The Last Man, Ex Machina, etc.) ausreichend Publicity einspielen, den finanziellen Ausfall zu decken. Auch das wäre nicht neu.

* Die erste Ausgabe der Fantasy-Serie (in CMX-HD-Qualität) lässt sich über comiXology (kostenlos; universal; App-Store-Link) gratis laden.

  • http://janundso.de/ Jan S

    Nach wie vor auch sehr peinlich für Apple und die USA, wie allgemein mit dem Thema Verfahren wird. Comics, gekennzeichnet mit 17+ als Alterseinstufung werden wegen anstößigem Inhalt aus dem Store entfernt aber auf der anderen Seite bleiben Spiele zum Schusswaffentraining erhalten.

    • Alex

      Das hat nichts mit Sinn oder Unsinn, sondern vielmehr mit Politik und Geld zu tun. Einer in den USA gigantischen Lobby tritt man nicht mal eben so auf die Füße. Gleichzeitig will man aber zeigen, dass man Jugendschutz ernst nimmt und verzichtet auf den für Apple lächerlichen Umsatz bzw. der Umsatzbeteiligung bei dem Verkauf der Comics. Alles für ein gutes Image, was deutlich mehr wert ist als die Gewinnbeteiligung.

      Was ich an den ganzen Diskussionen nie verstehe ist, wie man auch nur einen Augenblick diesen Punkt vergessen kann. Apples primärer Antrieb ist nicht die Welt bunter und schöner zu machen, sondern Geld zu verdienen. Und das spiegelt sich in nahezu sämtlichen Entscheidungen wieder. Unter anderem auch dieser.

      • http://janundso.de/ Jan S

        man darf aber unter dem Aspekt des Geldes nicht vergessen, dass solche Comics im Rest der Welt, außerhalb des prüden Amerikas, einen guten Umsatz erzielen dürften. Also stimmt das nicht so ganz, dass es eine finanzielle Entscheidung ist, sondern es ist halt vor allem pseudo-Jungendschutz, den wohl auch wieder der Rest der Welt ganz anders versteht. In diesem Punkt steht die USA recht alleine da. Wenn man dann noch überlegt, das die USA nicht einmal halb so viele Einwohner wie Europa hat, dann verstehe ich die Politik und das Geschäftsgebahren umso weniger.

  • Pingback: Der (Comicbuch-)Fall ‘Saga #12′ liegt ad acta – iPhoneBlog.de()

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