Fair: Siri-Sprachbefehle besitzen auf Apples Servern ein festes Verfallsdatum

von Alex Olma | 19. April 2013 | 15:41 Uhr

IPhoneBlog de Siri Sprachassistent

Offizielle Apple-Statements sind selten. Über die Datenschutzrichtlinien betreffend der Siri-Sprachaufzeichnungen, die Cupertino mit jeder einzelnen Anfrage auf den eigenen Servern entgegennimmt, existiert seit heute eine solche offizielle Aussage.

Robert McMillan ließ sich von Apples Tracy Muller bestätigen, dass die analysierten Audio-Clips nicht im Zusammenhang mit der persönlichen Apple-ID oder einer individuellen E-Mail-Adresse stehen. Die Zuordnung erfolgt über eine Zufallszahl. Der anonymisierte Datensatz lässt sich “augenblicklich” löschen wenn der iOS-Nutzer in den Einstellungen Siri deaktiviert.

Ansonsten gilt eine Vorhaltezeit von sechs Monaten. Danach trennt Apple die Daten von seinem ihm zugewiesenen Schlüssel und hebt für maximal 18 weitere Monate die Sprachdateien zum Zweck von Produktverbesserungen auf.

  • mayer

    “Der anonymisierte Datensatz lässt sich “augenblicklich” löschen wenn der iOS-Nutzer in den Einstellungen Siri deaktiviert”
    D.h. die Zuordnung User => Zufallszahl => Sprachdaten ist möglich – damit ist dieser Satz falsch:
    “[...] ließ sich von Apples Tracy Muller bestätigen, dass die analysierten Audio-Clips nicht im Zusammenhang mit der persönlichen Apple-ID oder einer individuellen E-Mail-Adresse stehen.”

    • Alexander Lambertz

      Naja wenn nur das Device die Zufallszahl kennt, dann passt die Aussage.

    • Alex

      Nein.

      Die Zufallszahl ist wie ein Cookie im Browser und identifiziert das Sprachprofil. D.h. mit jeder Siri-Anfrage wird diese Zufallszahl mitgesendet, damit Siri das richtige Sprachprofil zur Erkennung verwenden kann, und dieses Profil mit den neuen Sprachdaten ergänzt werden kann (so lernt mit der Zeit Siri immer besser, mit dem Sprachmuster des Nutzers umzugehen). Schaltet man Siri ab, wird diese Zahl (der Cookie) gelöscht, und damit geht auch die Verbindung zum bisherigen Sprachprofil verloren, denn diese Zahl war die einzige Verbindung darauf. Schaltest Du Siri danach wieder ein, wird eine neue Zahl (ein neuer Cookie) erzeugt, und das Sprachprofil muss von 0 an wieder aufgebaut werden.

      Es braucht keine(!) Verbindung zu einer Apple-ID oder Email-Adresse.

      Aber da Siri ja mit der Zeit lernen soll, mit dem jeweiligen Nutzer und dessen Sprechweise besser zurecht zu kommen, wird eine ID benötigt, damit das bisher gelernte Sprachprofil immer wieder ergänzt und verbessert werden kann. Und dazu reicht eben die Zufallszahl aus.

      Der zitierte Satz ist damit nicht falsch.

  • Linuxuser1

    Sehr schön!

  • Pingback: Datenschutz bei Apple: Siri-Sprachbefehle werden für zwei Jahre gespeichert

  • http://www.eraser.org B. Braun

    Wenn wir mal die rosarote Brille absetzen, dann stellt sich die Frage was Apple mit unseren Daten anfängt. Eigentlich sollten die Abfragen zeitnah gelöscht werden, es besteht keine Notwendigkeit für eine längere Aufbewahrung.

    Die Ausrede mit der Produktverbesserung zieht nicht, man kann die Fehlermeldungen zur Produktverbesserung schließlich auch abschalten, dann muss selbiges hier auch eingeführt werden.

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