Sonys WiFi-Kameraobjektiv für Smartphones

von Alex Olma | 3. September 2013 | 23:13 Uhr

IPhoneBlog de QX100

A Sony site unintentionally leaked the full Press release including images. The new QX100 and QX10 “lens-style cameras” will be announced tomorrow (September 4) at 16:00 London time (4pm).

SonyAlphaRumors (PR-Kopie)

Ich bin interessiert (und darüber selbst erstaunt).

Die Cyber-shot QX100, für angepeilte 500 US-Dollar, entspricht technisch dem Nachfolgemodell meiner geliebten RX100 (Affiliate-Link). Das iPhone als drahtloses Live-Display, für Aufnahmen die sonst einen Selbstauslöser benötigen, klingt reizvoll. Genau wie HD-Videoaufnahmen, die durch größtmögliche Bewegungsfreiheit komplett neue Perspektiven aufreißen.

Im WiFi-Objektiv steckt eine vollständige Kamera, die sich nicht in erster Linie unförmig an ein Smartphone hängt, sondern mit einem Stativgewinde, Fokus-Steuerring und microSD-Slot bis zu 220 Aufnahmen pro Batterieladung aus freier Hand abfeuert.

Das Problem (und wahrscheinlich mein Dealbreaker): Das Zusammenspiel mit iOS erfordert (natürlich) die Verwendung der Sony-App. ‘PlayMemories Mobile‘ (kostenlos; universal; App-Store-Link) sieht nicht grausam aus, spielt aber nicht mit anderen Apps zusammen. Das bedeutet: keine (neuen) Live-Filter der Flickr-App (kostenlos; App-Store-Link) und keine cleveren Serienbild-Aufnahmen von SnappyCam.

Bei Verwendung eines iPhones erleichtert die QX100 letztlich nur die Übertragung der Bilder und spricht mit keinem anderen App-Store-Fotospielzeug direkt.

  • Severin

    Das klingt wirklich interessant. Ich träume schon lange von einem “distributed computing” über WiFi. Apple hat eigentlich die besten Voraussetzungen. Speicherplatz in der Cloud kennt man ja aber wie wäre es wenn ich Prozessor oder Grafikkarte meines iMac über WiFi nutzen könnte. Warum den Prozessor nicht im Rucksack lassen und MacBook Air Display und Eingabegeräte drahtlos damit verbinden? Verschwörungstheoretiker könnten den Namen ja fast schon als Hinweis darauf werten. Die Technologie ist vorhanden. Airplay bindet jetzt schon Displays an und Dienste wie Onlife bieten Prozessorleistung in der Cloud an. Apple hat als einziger Betriebssystem und Hardware im Griff um es umzusetzen. Oder warum nicht bei Bedarf aus dem iPad einen vollwertigen Rechner machen und etwas Prozessorleistung aus der iCloud zukaufen? Speicherplatz ist nur der Anfang und Apple hat beste Chancen der Konkurrenz wegzulaufen wenn sie nur das mit dem Internet besser beherrschen würden.

    • http://www.sebbi.de/ Sebastian H.

      Ein Wort: Latenz!

      Desweiteren braucht eine “mobile CPU” dann auch wieder eine Batterie, etc … viel zu kompliziert für so einen kleinen Chip im Gerät. Und große Berechnungen auslagern? Wenn Wifi dafür schnell genug ist, ist vermutlich auch die Cloud schnell genug erreicht und dort steht unlimitiert viel Rechenleistung zur Verfügung …

      • Severin

        Das mit der Latenz ist sicher eine Herausforderung. Aber scheint bei OnLife doch ganz gut zu funktionieren (ich habe es nie ausprobiert).

        Wenn du nur noch eine Batterie für Display und Netzwerk brauchst, kannst Du vielleicht noch etwas dünner und leichter werden, könntest aber beliebig viel Prozessorleistung im Rucksack/Schrank/Cloud haben.

        Letztenendes kann das ganze dann auch komplett in der Cloud passieren. Damit kann man dann auch wieder Geld verdienen. Gerade im Moment (Stichwort NSA!) habe ich meine Daten und Berechnungen aber ganz gerne auf dem eigenen Server.

      • http://www.sebbi.de/ Sebastian H.

        Und wozu das alles? Die Chips in aktuellen Smartphones sind schneller als PCs vor 5 Jahren, die dünnsten Laptops sind schneller als schnell. Wozu diesen Chip weglassen für irgendwas das einfach nur einen Stream auf ein Display schiebt?

        Terminal funktionieren nicht und vor allem nicht, wenn man sie selbst verwalten muss (du möchtest deinen eigenen Server).

  • JesterLewis

    Die Idee an sich ist ganz nett. Ich sehe derzeit aber keinen Bildstabilisator – was gerade beim oben gezeigten Bild sicherlich hilfreich wäre. Mehr Batterieladung (Bilder pro Ladung) wäre auch noch eine Option. GPS hat man ja zum Glück schon immer dabei.
    Eine Anbindung an andere App, gerade unter iOS, würde ich auch begrüßen. Mal schauen, wohin sich die Reihe entwickelt.
    “Ich bin interessiert” – das unterschreibe ich mal so.

    • http://www.mrqs.de/ Markus Schumacher

      Ich meine gelesen zu haben, dass beide “Kameras” einen optischen Bildstabilisator haben.

  • munichmacy

    Leider nimmt die Kamera keine RAW-Bilder auf, es ist eine jpg-only Kamera. Auch manuelle Einstellungen sind damit nicht möglich. Deshalb ist das Ding für mich nicht zu gebrauchen.

  • Pingback: Photosmith versteht RAWs – iPhoneBlog.de

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