Apple klagt gegen Amazon: Streit um die Bezeichnung ‘App Store’

von alex olma | 22. März 2011 | 00:12 Uhr

IPhoneBlog de AppStore

Laut einem aktuellen Bloomberg-Bericht verklagt Apple den Online-Händler Amazon.com aufgrund einer unlauteren Verwendung des Begriffs ‘App Store’. Dieser verwendet die eingetragene Marke in seinem ‘Amazon Appstore Developer Portal‘ sowie dem damit verbundenen (und bald startenden) ‘Amazon Appstore‘.

Der Streit besitzt bereits ein Vorspiel. Anfang Januar stritt schon Microsoft um die Verwendung der Bezeichnung. Ein solch “generischer Begriff” sei nicht zu schützen, erklärte der Windows-Hersteller gegenüber dem amerikanischen Patentamt. Apples Antwort, hier als 63-seitiges PDF einsehbar, lässt sich auf den folgenden Textausschnitt abkürzen:

As Microsoft is well aware from its lengthy efforts trying to defend its claimed WINDOWS mark in a case that was ultimately settled out of court before a final decision was reached,3 generic terms are common names that the relevant purchasing public understands primarily as describing the genus of goods or services being sold.

Bereits zum Zeitpunkt des Antwortschreibens kündigte Apple an, seine Konkurrenten über die nach ihrer Auffassung unerlaubte Verwendung in Kenntnis gesetzt zu haben. Sollte sich die Klage bestätigen, bleibt abzuwarten ob sich auch andere Verwender der ‘App-Store’-Bezeichnung eine juristische Beschwerde einfangen.

Update: Bloomberg ergänzt seinen Artikel um zwei schnelle Zitate:

“Amazon has unlawfully used the App Store mark to solicit software developers throughout the United States,” Apple claimed in its suit.

“We’ve asked Amazon not to copy the App Store name because it will confuse and mislead customers,” said Kristin Huguet, a spokeswoman for Apple.

Update-Ende

Seit dem Microsoft-Einspruch verweist ein Status-Hinweis am ‘App-Store’-Markenantrag vom United States Patent and Trademark Office (USPTO) auf diese Streitigkeit.

Ohne Zweifel: Apple trägt große Anteile der modernen Wortschöpfung ‘App Store’ und dessen (heutigem) Verständnis. Sich die Marke eintragen zu lassen ist daher (bestimmt?) nachvollziehbar. Inwieweit es juristisch notwendig ist, entsprechenden Verletzungen nachzugehen, kann ich nicht beurteilen.

Aus Kundensicht, der schon einmal von der Kurzform ‘App‘ für ‘Applikation‘ und ‘Store‘ für ‘Geschäft‘ gehört hat, ist der Zwist jedoch unverständlich, unnötig und auch ein klein wenig unsympathisch.

NYTimes zukünftig mit Bezahlschranke und großer iOS-Beachtung

von alex olma | 21. März 2011 | 06:59 Uhr

IPhoneBlog de NYTimes2

The New York Times‘ stellte vergangenen Donnerstag ein digitales Abo-Modell für ihre Online-Publikation vor. US-Start: 28. März 2011. Das Angebot bietet jedem Leser 20 Artikel innerhalb eines Monats zum (weiterhin) kostenfreien Anschauen auf NYTimes.com. Danach wird zur Kasse gebeten.

Achtung, jetzt wird es kompliziert: Wer $15 US-Dollar alle vier Wochen abdrückt, bekommt Zugang per ‘Web’ und ‘Phone App’. Für $20 US-Dollar beinhaltet die Offerte neben dem Ansurfen per Webbrowser auch noch die Verbindung via iPad-App – aber nicht mehr über das Telefon. Wer $35 US-Dollar zahlt, kann von allen Geräten – sozusagen sorgenlos – auf die identischen Web-Texte zugreifen.

Ich bitte um Entschuldigung, aber das ist natürlich alles großer Quatsch. Am Konzept ‘gleicher Inhalt, unterschiedliche Geräte‘ scheiterten schon andere Content-Anbieter. DVD-Kopier- und Konvertier-Software löste das Problem für Filme. Die Bezahlschranke von Zeitungen lässt sich durch das Löschen des Cookies oder ein simples Kopieren und Einfügen der Headline in die Suchmaschine eurer Wahl umgehen.

Klar: Auf neue Besucher, die über Google und Co. die NYTimes.com ansurfen, will man natürlich nicht verzichten. Deshalb lässt sich das System jedoch auch nicht komplett abschotten. Wer auch in Zukunft nicht den Sand einer DDR-(Zeitungs-)Insel aufschütten möchte, muss sich deshalb öffnen. Direkten Links von Facebook oder Twitter werden grundsätzlich keine Riegel vorgeschoben.

Fest steht jedoch: Bezahlangebote gehen heutzutage zwangsläufig einher mit Freiwilligkeit. Freiwillig, eine jahrelang konsumierte Publikation mit Geld unterstützen zu wollen, nicht auf ‘freie’ (werbefinanzierte) Alternativen zu wechseln sowie aus freien Stücken nicht die grauen (oben verlinkten) Umwege einzuschlagen.

Diese Investition von ‘freier Wahl’ setzt jedoch voraus, es dem Leser einfach zu machen. Das fängt bei der Technik an und hört beim Bezahlen auf. Oder umgekehrt. Die Dimension des Preises möchte ich (fast) unbewertet belassen. Artikel der ‘New York Times’ lese ich persönlich über Twitter-Empfehlungen aber nicht über den aktiven Webbrowser-Aufruf. Ab und an stolperte ich in der Vergangenheit auch in die leider nicht sehr stabile iPad-App (kostenlos; App Store-Link). Daher ist es gut möglich, dass $35 US-Dollar ein für viele Leser angemessener Preis ist. Immerhin ist es gegenüber dem Print-Angebot, das rund $60 US-Dollar pro Monat verschlingt, eine erhebliche Ersparnis. Trotzdem ist die Finanz-Aufstellung schlicht und ergreifend zu komplex. Schon das eigene FAQ als mehrseitig zu bezeichnen, ist eine derbe Untertreibung…

Fest steht: Ein Webbrowser bleibt ein Webbrowser, egal ob am Laptop oder iPad. Die Nutzerperspektive ist eigentlich nicht schwer nachzuvollziehen: Wie bisher möchte ‘er’ die NYTimes.com konsumieren. Von welchem Gerät spielt für ihn überhaupt keine Rolle. Wenn sich unser hier beschriebenes Leser-Vorzeigebespiel dafür entscheidet, Morgen ein iPad zu kaufen, möchte er beim besten Willen nicht an sein digitales Zeitungsabo denken, das dieses Gerät eventuell extra besteuert. Oder umgedreht: Unser imaginärer Testkandidat liest ausschließlich seine NYTimes am iPad zum Ausklang des Tages. Wie rechtfertig er (auch für sich selbst) eine $20 US-Dollar Investition, von denen eindeutig $15 US-Dollar für den Webbrowser-Konsum veranschlagt werden. Zumindest wird das Paket unter dieser Prämisse verkauft…

Ebenso schwierig ist es für Print-Kunden das Online-Angebots-Bündel ins aktuelle Abo aufzunehmen. Sicherlich ist es ein netter Zusatz, auch digital lesen zu dürfen. Diese Dreingabe ist jedoch mit (versteckten) Kosten verbunden. Kunden rechnen plötzlich nach, was es kostet eine Papierausgabe zu beziehen. Zumindest für die erste vergünstigte Testphase von 12 Wochen ($29.60 US-Dollar) ist dabei Frustration vorprogrammiert. Das tägliche Blätter-Abo (inklusive dem ‘großen’ Online-Paket) ist $5 US-Dollar günstiger als das reine Digital-Abo.

Kann man einem Kunden ernsthaft erklären, dass er eine tägliche Zeitungslieferung über den Zeitraum von drei Monaten sorglos wegwerfen kann, und dabei noch Geld spart?

IPhoneBlog de NYTimes1

Ich kann den Versuch, sich anders als die Konkurrenz aufstellen zu wollen, anerkennen. Bislang fehlt noch jeder großen Online-Publikation ein modernes Finanzierungssystem. Ein grundverschiedener Ansatz ist daher richtig.

Nichtsdestotrotz: Bereits im Wesen des Konzepts ‘Paywall’ schlummert die Dezimierung von der Anzahl an Links, die auf eine Webseite abgefeuert werden. Wer setzt als publizierender Teilnehmer im Netz (und wer ist das heutzutage nicht?) noch ernsthaft einen Verweis auf eine Webseite, die im Zweifelsfall für die eigenen Leser nicht einsehbar ist?

Genau dies bleibt ein praktisches Problem, dem man eigentlich nur durch mehr Zuschreibung von Leser-Freiheit begegnen kann. Ein schönes Beispiel ist die iPad-App ‘The Daily‘ – unser aller Liebling -, der sich weiterhin weigert seine im Netz verfügbaren Inhalte auf einer Webseite gesammelt darzustellen. Alleine aus diesem Grund lebt das Projekt ‘The Daily: Indexed‘ weiter.

Ich vermute, dass die künstliche Beschränkung auf das 79-Cent-Wochenabo als iPad-App eine ziemlich große Zielgruppe an ‘Early Adoptern’ davon abhält, eine Empfehlung an Freunde und Bekannte weiterzureichen. Und der ganze Spaß fängt bei simplen Web-Links an…

Hier ein paar (ausgewählte) Stimmen, die ab dem 28. März potenziell weniger auf NYTimes.com verweisen:

I don’t understand, however, why the all-access plan costs as much as the Web/phone and Web/iPad plans put together. Doesn’t that mean that all-access subscribers are paying for the Web twice? (Sounds to me it’s like a restaurant that charges $15 for a burger and Coke, $20 for a burger and fries, or $35 for a burger, a Coke, and fries.)

[...] the NYT has sent out an email to its “loyal readers” that they’ll get “a special offer to save on our new digital subscriptions” come March 28. This seems upside-down to me: it’s the loyal readers who are most likely to pay premium rates for digital subscriptions, while everybody else is going to need a special offer to chivvy them along.

In a win for Apple (AAPL), the Times said it would allow one-click purchasing through Apple’s App Store by June 30th, conforming with Apple’s demand that subscriptions be sold through its payment processing system.

Now that I’ve had a chance to read the actual announcement, here’s the problem. They’re not offering anything to readers other than the Times’ survival, and they’re not even explicit about that. Wouldn’t it have been wise to, at this juncture, offer something to sweeten the deal. Something truly exciting and new that you get when you pay the money. Something that makes your palms sweat and your heart beat faster?

I put down $700 last week to get a few minor improvements to my iPad. If they had said “Give us $700 so we can survive,” well, I might have done it. But I feel better about getting the new features.

And with the Times’ announcement, Steve Jobs gets his first big publisher to announce it is signing on with his new subscription plan: The Times says it will sell access to the paper’s apps through iTunes, on Jobs’ new terms.

That means that the Times will give up 30 percent of every subscription it sells through Apple. And the Times will also lose access to valuable subscriber data for those sales, too. But clearly the Times has decided that it’s better to work with Steve Jobs than to ignore altogether the market he’s created.

According to the Times, its iPhone app has been downloaded 6.2 million times since its 2008 launch, and the iPad app has been downloaded over 1.6 million times since October.

AT&T kauft T-Mobile USA

von alex olma | 20. März 2011 | 20:46 Uhr

AT T T Mobile

Für $39 US-Milliarden (27.6 Milliarden Euro) verleibt sich der amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, T-Mobile USA, ein. 25 Milliarden Dollar werden dabei in bar gezahlt; der Restbetrag in Aktienanteilen.

In den USA zählt T-Mobile USA als viertgrößter Mobilfunkanbieter. AT&T besetzt mit 95 Millionen Kunden Position eins. Der Bonner Konzern betrat den nordamerikanischen Markt erstmals im Jahr 2001 mit der finalen Akquisition von Voicestream für rund 40 Milliarden Euro. Aus diesem Unternehmen entstand später T-Mobile USA, das sowohl mit Problemen bei der Netzversorgung als auch einer Etablierung seiner Marke zu kämpfen hatte.

Beide Unternehmen setzen auf die GSM-Technik, unterscheiden sich jedoch in ihrem abgedeckten Frequenz-Spektrum. Durch die Übernahme sichert sich AT&T knapp 50 Millionen zusätzliche Haushalte, die zukünftig mit LTE versorgt werden können. Insgesamt zählt T-Mobile USA aktuell 34 Millionen Kunden und 42.000 Angestellte.

Im Januar 2011, kurz nach der Ankündigung der Partnerschaft zwischen Verizon Wireless und Apple über eine CDMA-Version vom iPhone 4, schaltete T-Mobile USA einen Werbespot, der den Mobilfunkanbieter zweifelsfrei aus dem Rennen um das populäre Smartphone nahm. Dies könnte sich jetzt ändern.

Angaben über eine neue Ausrichtung beziehungsweise mögliche Zusammenführung der beiden Marken, sind jedoch noch keine Angaben gemacht worden.

WiFi-Tethering verteilt keine GPS-Daten

von alex olma | 19. März 2011 | 14:07 Uhr

Der ‘Persönliche Hotspot’ in iOS 4.3 verteilt über seine Internet-Freigabe keine GPS-Daten an verbundene Geräte. Die Geschichte wurde in der vergangenen Woche an zwei Stellen im Netz losgetreten (1/2) und breitete sich dann wie ein Waldbrand aus.

Das Fscklog.com widerlegte die immer noch lodernden Irrtümer und verwies auf Apples WLan-Geodatenbank. Diese speist sich aus Googles ‘My Location‘, der Skyhook-Kartei sowie Apples eigener Informations-Datenbank. Letztere füttern alle iOS-Geräte mit Standortinformationen – sowohl von Mobilfunkmasten als auch WiFi-Stationen.

Dies erklärte Apple in einem (lesenswerten) Dokument vom letzten Jahr gegenüber den US-Kongressmitgliedern Edward J. Markey und Joe L. Barton.

To provide the high quality products and services that its customers demand, Apple must have access to comprehensive location-based information. For devices running the iPhone OS versions 1.1.3 to 3.1, Apple relied on (and still relies on) databases maintained by Google and Skyhook Wireless (“Skyhook”) to provide location-based services. Beginning with the iPhone OS version 3.2 release in April 2010, Apple relies on its own databases to provide location-based services and for diagnostic purposes.

To provide location-based services, Apple must be able to determine quickly and precisely where a device is located. To do this, Apple maintains a secure database containing information regarding known locations of cell towers and Wi-Fi access points. The information is stored in a database accessible only by Apple and does not reveal personal information about any customer.

Mit einer hohen Anzahl an (funkenden) iOS-Geräten (mittlerweile 160 Millionen), kommt dabei speziell in Großstädten eine bereits hinreichend genaue Ortung zustande.

So erklärt sich auch, wie die Demo-Navigation von Tablet Monsters über den US-Highway zustande kommt. Eine ländliche Testfahrt, die ohne WiFi-Netze am Wegrand bespickt ist, würde relativ schnell gegenteilige Ergebnisse zutage fördern.

Also habe ich das einmal getan. Den finnischen Wäldern sei Dank.

IPhoneBlog de GPS

Auf einer Zugfahrt von Helsinki nach Turku findet das iPhone 4 ohne Probleme sein GPS-Signal und stellt dies in der Google Maps Applikation dar. Hängt man das iPad (2) in seiner WiFi-Ausführung an den ‘persönlichen Hotspot’, bleibt trotz Internetverbindung die Geo-Position unbestimmt. Auf der Fahrt liegen mehrere Städte mit Bahnhöfen. Es zeigt sich deutlich, dass bereits beim Verlangsamen und anschließenden Einrollen in die Haltestelle (und die angeschlossenen Wohnsiedlungen) der Positions-Fix am iPad funktioniert.

Selbst auf hoher Fahrtgeschwindigkeit, bei der die Internetleitung auf EDGE und GPRS zurückgestuft wurde (und dadurch Kartenmaterial auf dem iPhone langsamer nachlud) aktualisierten sich die GPS-Koordinaten zuverlässig. Am verbundenen iPad ließ sich zwar ebenfalls weiter surfen, von dem blauen Stecknadelkopf der die Position verrät, fehlte jedoch jede Spur.

IPhoneBlog de Ring

Ergänzt sei: Zumindest bei exklusiven Verbindungen unter iOS-Geräten bleibt nicht ausgeschlossen, dass Apple in Zukunft mehr Daten zwischen mobilen Geräten austauschen könnte. Sowohl das iPhone, der iPod touch und das iPad auf neuster Firmware (und Hardware-Ausführung) erkennen durch die zwei Ring/Ketten-Symbole, dass sie sich aus einem iPhone-WiFi-Netz nähren.

WiFi Tethering, das die UMTS-Verbindung nutzt, hat übrigens noch andere Vorteile: Sowohl Facetime-Gespräche funktionieren und das 20MB-Download-Limit des App Stores entfällt. Eine Einschränkung findet derzeit dafür noch nicht statt, ist in Zukunft für die Verwendung vom ‘persönlichen Hotspot’ jedoch nicht auszuschließen.

Gameloft lockt mit MMORPG-Teaser

von alex olma | 17. März 2011 | 17:47 Uhr

DirektMMORPG

Spiele, die mir Angst machen. Obwohl ich nie selbst World of Warcraft verfallen bin, ist die Reichweite und Zugkraft (auch nach sechs Jahren) schlicht und ergreifend monströs – und deshalb einschüchternd.

Gameloft produziert allerdings auch viele Spiele für ‘Genre’-Liebhaber, wie man so schön zu unterdurchschnittlichen Games sagt. In welche Kategorie sich dieses Fantasy-Rollenspiel einsortiert, bleibt abzuwarten bis mehr Informationen als dieser Teaser ins Netz purzeln.

(Danke, @choise!)

Externe Mikrofone am iPad

von alex olma | 17. März 2011 | 17:13 Uhr

IPhoneBlog de Mic

Apples ‘Camera Connection Kit’ (Affiliate-Link) für das iPad beinhaltet neben dem SD-Kartenleser einen zweiten Dongle mit USB-Anschluss. Darüber lässt sich beispielsweise ein iPhone anschließen, um Videos und Fotos zu übertragen. Im neuen ‘iMovie-Zeitalter‘ ist dies durchaus eine abermalige Erwähnung wert. Die kürzlich (von mir) vollzogenen Testläufe förderten außerdem zu Tage, dass meine relativ aktuelle ‘Point-and-Shoot’-Kamera, die Canon PowerShot S95 (Affiliate-Link), ihre 720p-Videos ebenfalls aufs iPad transferiert. Ohne Tricks oder Sperenzchen. Wenn ich irgendwann einmal in den Urlaub fahren sollte, dürfen sich Freunde und die Familie nicht mehr vor kitschigen Video-Zusendungen in Sicherheit wiegen!

Zurück zum eigentlichen Thema. Das USB-Dongle verarbeitet bis zu einem gewissen Stromhunger auch anderes Equipment. So konnte ich erfolgreich das USB-Mikrofon Samson CO3U (Affiliate-Link) anschließen und sowohl in den Anwendungen GarageBand, AmpKit oder Skype benutzen. Für einige Anwendungsfälle reicht sicherlich das im iPad verbaute Aufnahmegerät aus; auf anderen Gebiete funktioniert ein Headset über den Klinkeneingang.

Doch speziell wenn man Apples neue Musik-Software mit ein wenig mehr Ernsthaftigkeit benutzen möchte, ist eine Richtcharakteristik mit Großmembran vielleicht erwünscht. Gleiches gilt für Podcast-Aufzeichnungen, die über eine VoIP-Verbindung geschehen.

Trotzdem funktionieren längst nicht alle externen Geräte, die man per USB verbinden möchte. So scheiterten beispielsweise die Tests vom Rode Podcaster (Affiliate-Link) oder dem handlichen Zoom H2 (Affiliate-Link) über die besagte Schnittstelle. Außer, man schaltet einen USB-Hub mit externer Stromversorgung dazwischen (Danke, DogsOnMars!). Die zwei erwähnten Mikrofone werden jetzt erkannt. Zumindest für Zubehör, das Sinn am iPad macht (keine Festplatten, Webcams, etc.) vielleicht ein guter Tipp. Als analogen Adapter empfiehlt YouTube übrigens den Griffin iMic (Affiliate-Link), den ich nicht selbst zur Hand hatte.

Insgesamt ist das alles leider noch recht undokumentiert und erfordert daher die (längere) Praxis-Prüfung. Es wäre wünschenswert, wenn sich dies ändert. Als eine erste schöne Neuerung von Apples Seite wäre die Aufhebung der ‘Camera-Connection-Kit’-Sperre am iPhone. Zumindest Fotos hätte ich manchmal gerne unterwegs auch auf das Mobilfunktelefon importiert.

IPhoneBlog de Zubehoer

‘WordPress for iOS’ mit Performance-Update

von alex olma | 17. März 2011 | 13:54 Uhr

Keine spannende Überschrift, kein spannender Blog-Beitrag? Let’s see.

IPhoneBlog de WordPress1IPhoneBlog de WordPress2

Mit Version 2.7 erhält ‘WordPress for iOS‘ (kostenlos; App Store-Link) das 14 Update seit Herbst 2009. Damals erschien Version 2.0 für die populäre Blogging-Plattform als komplett neues App-Store-Programm. Der seit Sommer 2008 vorangegangene Testlauf darf rückblickend als verspieltes Experiment gewertet werden.

117 Fehler merzte das Automattic-Team gegenüber Version 2.6.6 aus. Die Anwendung liegt seit vergangenem April in einer Universal-Ausführung für iPhone und iPad vor. Durch die Überschneidung der App-Store-Einreichung von Version 2.7 und der iPad-2-Veröffentlichung lassen sich auf Apples neuem Tablet keine Fotos aus der iOS-Bibliothek auswählen.

Ansonsten bin ich jedoch ziemlich beeindruckt von der langsamen aber kontinuierlichen Weiterentwicklung, die das Team der mobilen Plattform widmet. Neue Funktionen wie Push-Benachrichtigungen für Kommentare befinden sich bereits auf der angedachten ‘Roadmap’. Derzeit zieht die Mannschaft jedoch immer noch Falten aus dem Programmcode und befeuert die Software nicht unnötig mit zusätzlichen Funktionen. Clever, weil der enorme Zulauf, beispielsweise durch die komplette Migration von Microsofts Windows Live Spaces vergangenen Herbst, Stabilität priorisiert gehört. An einem ‘durchschnittlichen’ Tag produzieren WordPress.com-Benutzer 500.000 Beiträge, die 400.000 neue Kommentare nach sich ziehen – Installationen auf eigenen Server natürlich nicht mit eingerechnet.

Apropos Kommentare: Obwohl ich selbst noch keine Handvoll Beiträge über die App aufs Blog geschickt habe, dient es vorzüglich dazu eure abgegebenen Meinungen zu verfolgen und darauf zu antworten. Der Mangel an erstellten Artikeln auf dem iPhone oder iPad begründete sich für mich bislang ebenfalls darin, keine ausreichenden Werkzeuge (beispielsweise für die Bildbearbeitung) an der Hand gehabt zu haben. Das hat sich mittlerweile vollständig geändert. Auch knifflige Dinge, wie beispielsweise der Code zum Einbetten von YouTube-Videos, lässt sich inzwischen über Safari-Alternativen, die Browser IDs ändern können, kopieren.

Andere Angebote von Posterous über Tumblr bis Squarespace sind ebenfalls nicht aus den Augen zu verlieren wenn man das Hosting nicht selbst übernehmen möchte. Zuletzt rühmte Posterous (kostenlos; App Store-Link) sich mit ein paar schnellen Aktualisierungen für das iPhone. Bei Tumblr (kostenlos; App Store-Link) ist schon längere Zeit nichts passiert. Nach dem großen Crash Anfang bis Mitte Dezember fehlt immer noch eine eigenständige iPad-App. Squarespace macht es besser (App Store-Link). Ich bin jedoch weiterhin mit der eigenen WordPress-Installation für diese Blog sehr zufrieden.

3x neue iPhone-Ads: “If you don’t have an iPhone…”

von alex olma | 17. März 2011 | 08:40 Uhr

Apple strahlt drei neue iPhone-4-Werbespots ins Netz, die auf den Satz “Yup, if you don’t have an iPhone, well, you don’t have an iPhone.” enden. Dabei rücken die drei Online-Stores für Bücher, Musik und Apps in den Mittelpunkt – die Komponente ‘Telefon’ findet keine Erwähnung.

Der Werbe-Slogan ist neu und rückt von der komplett selbstzentrierten Perspektive vorangegangener Reklame ab. Im Unterton schwingt ein “bist du dabei oder bist du nicht dabei mit“, was ich zumindest nach den ersten Durchläufen als befremdlich empfinde. Die Ausrichtung dieser drei Spots zielt eindeutig (und mit einer Prise Überheblichkeit) auf die Schwächen der Mitbewerber ab.

Aus Marketing-Sicht ist das sicherlich nicht falsch…

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