von Alex Olma
18. April 2011 – 12:05 Uhr

iPad-Mitbewerber: RIMs PlayBook erntet erste Review-Kritik

Auch ich wünsche mir einen ernsthaften iPad-Konkurrenten. Das Motorola Xoom können wir mittlerweile wohl von der Mitstreiter-Liste streichen, auch wenn die Telekom sich ab heute über dessen Vorbestellungen freut – wer schickt mir am 30.04. ein Bild von den Verkaufsschlangen vor den Stores?

IPhoneBlog de Xoom

Honeycomb, Google’s Tablet OS, ist wiederum ein ganz anderer – vielversprechender – Stiefel.

Mit zukünftigem Potenzial zeigt sich außerdem das RIM PlayBook, welches am morgigen Dienstag in den amerikanischen Verkauf startet. Die vorab bemusterte US-Presse war geschlossen der Meinung, keine Kaufempfehlung auszusprechen.

For now, there are too many features that live only in R.I.M.’s playbook — and not enough in its PlayBook.

It’s not really a matter of too little, too late with the BlackBery PlayBook. If anything, RIM’s first tablet feels as if it was rushed to market.

At the same time, I don’t think anyone should buy it right now—BlackBerry user or otherwise—for at least a few months, to see if the platform has enough legs to carry itself to where it needs to be.

[...]what is the compelling feature that will make buyers choose the PlayBook over something else? I don’t have that answer, but that’s not what’s troubling me — what troubles me is that I don’t think RIM has the answer either… and they should by now.

It handles some tasks gracefully, but currently lacks the features and functionality of the iPad 2 and Google Honeycomb tablets, so it’s difficult to recommend right now.

The BlackBerry PlayBook gets a lot right, but it also feels very much like a work in progress. It could shine in the future, but for now it’s constrained by its limited app selection, software glitches, and choices in functionality or design that should limit the PlayBook’s popularity among consumers.

Die Zitate entstammen selbstverständlich längeren Artikeln, und weisen daher nur eine charakterisierende Beschreibung auf. Technologizer verlinkt eine größere Review-Aufstellung.

IPhoneBlog de RIM

Auf das geäußerte Review-‘Feedback’ stellt sich Co-CEO Jim Balsillie mutig den Bloomberg-Fragen und stellt dabei drei Stärken heraus (Video unbedingt ansehen!).

  • PlayBook hat Flash
  • PlayBook ist 7-Zoll
  • PlayBook verbindet sich ohne Kosten zum BlackBerry

Das Interview gestaltet sich leider in mehreren Punkten unglücklich. Auf die Frage, ob er ‘überrascht sei von den negativen Meldungen‘ verweist Balsillie einzig und allein auf das kommende ‘Over-the-Air’-Update-Tool.

Adobe Flash, wie könnte es anders sein, ist weiterhin übel. Übel, aber vorhanden.

But with serious gaps in key areas like app selection and Flash stability, you may want to think twice before picking one up.

I often find myself accidentally clicking on a Flash element and getting whisked away to some other random page. This happens often when I’m just trying to scroll down the page. And it is very, very annoying.

Wenn ‘zukünftige’ Software-Updates und eine schlechte Flash-Integration (woran RIM lediglich eine Teilschuld trägt) die Messlatte von aktuellen Produkt-Testberichten bestimmen sollen, stelle ich allen Ernstes die Frage nach einer Vergleichbarkeit. Keiner räumt iPad-Unschuldsvermutungen wie: ‘Das Benachrichtigungs-System ist zwar mies, aber es wird bestimmt bald ausgebessert.‘ ein.

Verdammt. Diese halbfertige Lösung – ohne E-Mail-Client, mit fehlender Android-Softwareanbindung oder UMTS-Einwahl, ärgert mich. Wer sich zum Start selbst so die Knüppel zwischen die Beine wirft, hat es später doppelt schwer. Ernsthaft: Ich hätte wirklich gerne ein schwergewichtiges Gegengewicht zum iPad.

Das PlayBook meint jedoch, erstmal nur mit drei Reifen und gemütlich aus dem vierten Gang von der Startlinie zu rollen.

  • http://twitter.com/eraser_org Dr von und zu eraser

    Schon nett das ein Hersteller der sein Geld mit sicherer Mailkommunikation verdient bei einem neuen Gerät keinen Mailclient mitliefert.

  • Fgvhbj

    Letzter Satz = genial

  • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

    Erinnert mich an einen Besuch auf dem Markt direkt hinter der Grenze in Frankfurt/Oder so ca. 1993.

    Da gab es echte Live’s 501 Jeans…

  • http://twitter.com/ranflagg Thomas

    Geht es hier um einen nativen Mailclient auf dem Playbook selbst oder um die Verbindung zu einem Blackberry Telefon, dessen Mails auf dem Playbook dargestellt werden? Letzteres habe ich nämlich schon auf einem Playbook gesehen und es würde mich wundern, wenn RIM das jetzt nicht mitliefern würde.

    • http://twitter.com/karlimann karlimann

      Letzteres geht, aber ohne Blackberry gibt es keine Mail-App, keinen Kalender. Und somit ist das Playbook für alle ohne Blackberry zum jetztigem Zeitpunkt absolut sinnlos.

    • http://twitter.com/karlimann karlimann

      Letzteres geht, aber ohne Blackberry gibt es keine Mail-App, keinen Kalender. Und somit ist das Playbook für alle ohne Blackberry zum jetztigem Zeitpunkt absolut sinnlos.

  • http://twitter.com/ranflagg Thomas

    Sorry Doppelpost!!!

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Puh. Der ist ja maximal unsympathisch :).

    Ist das Ding 16:9? Das Format, was er immer in der Hand rumfuchtelt, sieht so merkwürdig lang aus.

  • http://twitter.com/Wunderwally Wally

    Übrigens zum Thema Flash und Playbook :”Every time I tried to access a Flash game on Facebook, the browser crashed. Yes, every single time. Say goodbye to your well-tended crops, Farmvillians.”

    Quelle: http://bit.ly/hlJUDN (Wired)

  • Anonymous

    Keine E-Mail-Client? Was ist da denn los?

  • http://www.potatocows.com/ ChiefPotato

    Ja, die Mitbewerber werfen sich wirklich selber die Knüppel zwischen die Beine.
    Ich bin Verfechter der sich selbst erfüllenden Prophezeiungstheorie: glauben genügend Leute stark genug daran dass etwas eintrifft, dass auch nur ansatzweise realistisch möglich ist, dann tun sie gewollt oder ungewollt oft genau die Dinge, die dazu führen, dass dann auch eintrifft.
    Mal wieder ein gutes Fallbeispiel dafür: Die Konkurrenz macht sich wegen dem iPad 2 Launch in die Hose weil sie meinen das würde ihnen einen Großteil der Absatzmöglichkeit stehlen, was machen sie? HP bringt das Touchpad erst wesentlich später raus (mal kucken, ob bis dahin genug Interesse verbleibt), Motorola und Rim bringen ihre Geräte dafür überhastet so früh wie möglich raus, offensichtlich zu früh, wenn dann wesentliche Software Features nachgeliefert werden müssen. Und yup, das iPad 2 verkauft sich wohl dadurch noch besser, als es das ohne selbstverursachte Probleme der Konkurrenz hinkriegen würde.

    Ich find das Playbook und das Touchpad trotzdem interessant und erlaube mir erst ein finales Urteil, sobald ich länger mit den Dingern gespielt hab, aber ja, schon blöd sowas, warum nicht einen Monat später und dafür mit den Apps die als Standard gezählt werden auf solchen Geräten. Hm..

  • Pingback: App-Flash » iPad-Mitbewerber: RIMs PlayBook erntet erste Review-Kritik …()

  • Electricity1988

    ‘full web browsing … that supports all webmailclients…..thats the over-overwhelming majority of what people wants to use for email…’

    Ehm, entschuldigung wie bitte?
    Er preist webmailclients an?

    Da musste ich schon ein wenig lachen :(
    Schade.

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