Versandbestätigung für erste iPad-2-Besteller

Eine amtliche Anzahl von Zuschriften berichtet von bereits empfangenen Versandbestätigungen zum iPad 2 in Richtung Deutschland. Als Termin für die allerersten Besteller, die sich in der unerfreulichen Nacht- und Nebel-Aktion versuchten ein Gerät zu sichern, gab der Apple Online Store (Affiliate-Link) den 15. April als “voraussichtliches Versanddatum” an.
Unterhalb der ausklingenden Woche änderte sich auf Apple.de die Lieferzeit auf mittlerweile zwei bis drei Wochen. Dies scheint sich jetzt auch auf die Erstbesteller positiv auszuwirken, deren Reservierung bis zum 14. April 2011 eintreffen soll.
Nichtsdestotrotz: Die getrennten Retail- und Online-Kontingente mit ihren stark abweichenden Verfügbarkeiten gehen nicht als glorreicher Verkaufserfolg in die Geschichte ein. Allerdings soll man sich natürlich nicht die Laune verderben lassen. Ich wünsche daher kräftige Vorfreude!
‘Atomix Mag’ – das iPad-Videospiel-Magazin

Im Januar 2009 verkaufte der Ziff Davis Verlag Haus und Hof an UGO Entertainment. Neben 30 Entlassungen kehrte der neuer Inhaber die Kronjuwelen wie das EGM Print-Magazin oder den Videopodcast ‘The 1Up Show‘ unter den Teppich. Die wöchentlichen Episoden mit Diskussion aus den Games-Redaktionsräumen hinterließen nach 10 Staffeln eine gehörige Lücke. Insgesamt ein guter Nährboden für einige der ehemaligen Mitarbeiter, Cesar Quintero, Matt Chandronait, Jay Frechette, Ryan O’Donnell, Jason Bertrand und Rob Bowen, um sich mit mit dem Format CO-OP eigenständig aufzustellen – Area 5 Media nannten sie ihr Startup. Rund 60.000 Zuschauer und zwei Monate nach dessen Start nahm sich das Internet-TV-Netzwerk Revision 3 der Show an. Die gute Zeit währte jedoch nur 1.5 Jahre.
Lange Einleitung, kurzer Sinn: In den gestrigen Abendstunden veröffentlichte Area 5 in Zusammenarbeit mit dem südamerikanischen Verleger Atomix das erste iPad-Magazin (kostenlos; App Store-Link), das sich ausschließlich mit Videospielen beschäftigt und keinen Print-Bruder oder Webseiten-Schwager hat.
Ich mag die zugrundeliegende Ausrichtung sehr:
Atomix is not about review scores. It’s not about quick-headline news. Most importantly, it’s not dumbed down for mass consumption.
Der Monatspreis von 79-Cent als ‘In-App’-Kauf fällt extrem überschaubar aus. Aber auch der Heftumfang mit rund 14 Stories ist ebenfalls nicht wuchtig. Trotzdem ist er unterfüttert mit Video- und Bildkompositionen. Clever: Die Artikel-Darstellung erfolgt grundsätzlich im Hochformat während Galerien durch Drehung des Bildschirms sichtbar werden. Highlights sind (natürlich) die eingebetteten Videos im CO-OP-Stil, von denen zukünftig gerne mehr auftauchen können.
Leider stockt die technische Umsetzung an einigen Stellen sehr. So rendert die Schrift beispielsweise beim Umblättern für einen Sekundenbruchteil störend neu. Bereits aufgerufene Intro-Videos für Artikel laden bei jedem ‘durchwälzen’ noch einmal nach.
Nichtsdestotrotz: Wer den Jungs (für ihre jahrelange Arbeit) schon immer mal ein paar Cent zustecken möchte, bekommt hier kinderleicht die Möglichkeit. Im Gegenzug nimmt man an einer der ersten Inkarnation teil, in dem ein Rudel begeisterter Menschen ihrer Leidenschaft als kleine Eigenpublikation nachgeht.
Im App-Duell am iPad: Google vs. Bing

Das kommt davon, wenn man nicht Standard-Suchmaschine auf einem System ist.
[app] ‘Witness’ – Video-Überwachung mit Push-Benachrichtigung

Das Mac-Programm ‘Witness‘ nutzt integrierte oder extern angeschlossene (Web-)Kameras und zeichnet im Stil eines Bewegungsmelders Foto- und Videomaterial auf. Diese Bilder(-Strecken) verteilt der Service anschließend per Push-Benachrichtigung an registrierte iPhones und iPads.
Die Sofort-Meldungen funktionieren erst seit dem heute veröffentlichten Update. Über das mobile Gerät lässt sich außerdem der ‘Überwachungs-Mode’ aktivieren und deaktivieren. Um den Grusel-Faktor noch zu übertrumpfen: Die eingefangenen ‘Schnappschüsse’ werden beim Betreiber gespeichert (Amazon S3), so dass diese vom Benutzer auch über den Webbrowser eingesehen werden können. Das erleichtert selbstredend die komplette Konfiguration, sollte jedoch jedem Anwender mehr als bewusst sein. Ein Blick in die FAQs sowie Privacy Policy gilt als Minimum-Voraussetzung – zumindest sollte dies meiner Meinung nach so sein.
Witness Remote (universal; App Store-Link) ist kostenlos. Die Desktop-App schlägt mit einmalig 30 Euro zu Buche. Weitere Kosten fallen nicht an. Sein belgischer Hersteller Orbicule ist in puncto Software für Diebstahl (im weitesten Sinn) nicht unbekannt. Mit Undercover und ‘Undercover Mobile‘ (3.99 €; universal; App Store-Link) bietet die Schmiede bereits Softwarelösungen zum Aufspüren unbeabsichtigt verschollener Geräte an.
Bericht: iOS 4.3.2 innerhalb der nächsten zwei Wochen

BGR.com stellt iOS 4.3.2 innerhalb der kommenden zwei Wochen in Aussicht. Deren Informationsquelle lag bereit mit iOS 4.3.1 richtig, auch wenn die zweiwöchige Veröffentlichungs-Zeitspanne stark unterboten wurde.
Mit Blick auf die vergangenen Termine für iOS-’Sneak-Peaks’, erscheint es mittlerweile unwahrscheinlich, dass eine Vorstellung von iOS 5.0 noch vor der WWDC 2011 erfolgt.
- iOS 2.0 Preview – 06.03.2008
- iOS 3.0 Preview – 17.03.2009
- iOS 4.0 Preview – 08.04.2010
Apple kündigte außerdem die Entwicklerkonferenz bereits unter dem Titel “Join us for a preview of the future of iOS and Mac OS X” an. Vorzeitige Einblicke bleiben daher unwahrscheinlich.
Dadurch dürfte auch die nächste Hardware-Generation vom ansonsten konstanten Sommertermin abrücken. Ein nächstes iPhone kommt nicht ohne nächsten iOS-Versions-Sprung. Als unwahrscheinlich gilt darüber hinaus, dass Apple nur einige Wochen nach der WWDC mit neuer Hardware anrückt. Lediglich ein Ausblick wäre denkbar. Ein iPhone-Release stände uns daher frühestens Ende Juli oder August ins Haus!?
In die gleiche (Termin-)Kerbe schlägt eine Aussage von Sony-CEO Howard Stringer. Dieser gab in einem Interview mit Walt Mossberg am vergangenen Wochenende sinngemäß zu Protokoll:
Our best sensor technology is built in one of the (tsunami) affected factories. Those go to Apple for their iPhones…or iPads. Isn’t that something? They buy our best sensors from us?
Das Wall Street Journal belegte die Aussage im öffentlichen Interview später:
Early on, he raised the irony of Sony supplying camera components for Apple devices. It “always puzzles me,” he said. “Why would I make Apple the best camera?”
Analyst Yair Reiner (Oppenheimer & Co.) erklärt einen Zulieferwechsel von OmniVision zu Sony für die iPhone-, iPad- und iPod-touch-Kameras für ausgeschlossen. Analyst Ashok Kumar (Rodman Renshaw) hatte dagegen bereits im vergangenen Jahr die 8MP-Kamera von Sony vorausgesagt und anschließend seine Prognose in die tatsächlich verbaute OmniVision 5MP-Knipse geändert.
Wie dem auch sei. Ob Apple den diesjährigen Zeitplan für iOS und iPhone (geplant oder erzwungen) ändert, bleibt später zu klären. Es scheint jedoch so, als ob der iPhone-4-Oldie, welcher im 24. Juni seinen ersten Geburtstag feiert, auch diesen Sommer noch gegen junge Android- und Windows-Phone-7-Konkurrenten anzutreten hat.
[iOS-Game] Atari’s Greatest Hits (+ Video)


Das ‘Spiel der (App-Store-)Stunde’: Atari’s Greatest Hits. Ein Gratis-Download, der sich anschließend per ‘In-App’-Kauf mit Games nachrüsten lässt. Neben kleinen 79-Cent-Paketen kann auch der komplette Fundus aus 100 Spielen, ehemalige Automaten sowie Atari-2600-Titel, für 12 Euro, bezogen werden. Dieser wiegt auf dem iPad 68.5 Megabyte; ins iPhone quetschen sich 66.4 Megabyte Spielspaß.
Absolut lobenswert: Einige Titel sind mit einem Bluetooth-Mehrspielermodus nachträglich ausgestattet. Für die Retro-Werke sind in der Galerie Artworks, Box-Cover und beispielsweise Bilder der Original-Automaten hinterlegt. Wer sich einmal die Kollektion aus “Pong“, “Centipede” oder “Tempest” zugelegt hat, kann über den eigenen iTunes-Account diese auch auf anderen Geräten ohne Aufpreis noch einmal herunterladen.
Ich bin extrem gespannt, ob die im Januar angekündigte ‘iCade‘, das iPad-Mini-Arcade-Gehäuse, diese Retro-Sammlung unterstützt. Man kündigte damals zumindest schon entsprechende Verträge mit Atari an.
Apropos Pixel-Abenteuer: An dieser Stelle sei, thematisch passend, auf drei großartige Videospiel-Dokumentionen hingewiesen: ‘Tetris: From Russia With Love‘, ‘The King of Kong‘ sowie ‘Chasing Ghosts: Beyond the Arcade‘.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Epic Games’ rosige ‘Unreal’-Zukunft
Den exklusiven Erstblick “Under-the-Hood” der Unreal-Engine-Zukunft gewährte Epic Games Kotaku.com. Im Anschluss stellten sich Vizepräsident Mark Rein und Gründungs-Nase Tim Sweeney der Schwester-Webseite Gizmodo für ein Interview. Quintessence: Der Infinity-Blade-Entwickler tendiert auch zukünftig im mobilen Bereich zum iOS-System.
Kein unwesentliches Argument: “It’s really the best place to make money.“. Sweeney zeigt sich beeindruckt von der rasanten Entwicklungskurve, die ihn sowohl “erstaunt” als auch “alarmiert“. Während er für klassische Konsolen 10-20-fache Performance-Sprünge innerhalb von sieben bis acht Jahren sah, springt Apple um Faktor 9 in 12 Monaten. Damit bezieht er sich auf das iPad 2, das sich schon jetzt – in der frühen Kennenlernphase – bereits hochauflösenden ‘Shadern’ annimmt, die beispielsweise für Gears of War Verwendung fanden. Die iPhone-4-CPU vergleicht er mit einem einzelnen Xbox-360-Kern.
Zur Überraschung von Matt Buchanan, der das Interview für Gizmodo führte, ist Epic Games “totally happy” mit den 512MB-Arbeitsspeicher. Eine zuverlässigere Verfügbarkeit steht jedoch auf der Wunschliste: “We need X amount of memory available. Sometimes it works, sometimes you have to shut down other apps or reboot your phone.” Right now, “It’s a massive problem [...]“.
Unterm Strich bleibt für den derzeit populären Zweikampf folgendes aus Perspektive von Epic Games festzuhalten:
When a consumer gets the phone and they wanna play a game that uses our technology, it’s got to be a consistent experience, and we can’t guarantee that [on Android]. That’s what held us off of Android.
[KlimBim] Rasender Reporter, Toyota-Spaß und iAd-Schmach, AirPlay-Wirbel, Financial-Times-(Macht-)Kampf und ein ‘kompakter’ Consumer-Reports-Artikel

Radio-Reporter Neal Augenstein berichtet auf PBS.org über seine Praxiserfahrungen als Journalist, dessen IT-Ausstattung im Außeneinsatz lediglich ein iPhone (4) abdeckt. Leider klingt der Bericht weitaus spannender, als er schlussendlich ausfällt.
Nichtsdestotrotz: Mich beeindruckt es immer wieder aufs Neue, mit welchem Durchsatz sich das Apple-Telefon in die Gesellschaft schraubt. Solche Geschichten hört man aus konkurrierenden Lagern selten bis nie.
Toyota startete eine Werbekampagne im Jailbreak-Netzwerk von Cydia. Apple äußert Missmut und Toyota zog seine Reklame-Kreuzer umgehend zurück.
Und wenn das noch nicht absurd genug war: Mit ‘iAd Gallery‘ (US-Link) stellt Apple am gleichen Tag eine Sammlung der ‘interaktiven Promodateien’ in den App Store. Das ist sowohl zeitlich unpassend und lädt zwangsläufig zu Spekulationen über den Erfolg des Formats ein.
Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, klärt sich einen Tag später, dass die Idee unter dem Titel ‘ads tube‘ von einer Software-Entwicklerin bereits im letzten Juni dem App Store vorgelegt und abgelehnt wurde. Das sagt zwar alles nicht viel aus, passt jedoch wie eine flache Hand auf die Stirnkante.

TV-Konkurrenz: Sowohl die Ted Talks (kostenlos; App Store-Link) als auch CNN (kostenlos; App Store-Link) lassen sich ab sofort per AirPlay auf einen Fernseher werfen. Der dazu benötigte Apple TV schleicht sich auf leisen Sohlen an die Kabel- und Satelliten-Vertreter.

Die Financial Times erzählt der Nachrichtenagentur Reuters: “We have a great relationship with Apple” und fügt zwei Sätze später hinzu: “We don’t want to lose our direct relationship with our subscribers. It’s at the core of our business model.“. Bereits im März äußerte die Financial Times Deutschland ‘andere Pläne’ als sich Apples zukünftigem ‘In-App’-Abo-Modell anzuschließen.
Interessant wären im Wirbel dieser Zusammenhänge die Zahlen der erreichten Abonnenten des Murdoch Projekts ‘The Daily‘. Jeff Berovici spricht auf Forbes von 75.000 ‘regelmäßigen Usern‘. Die Social-Media-Firma PostRank analysierte die Tweets, die (angeblich) direkt aus der Anwendung heraus abgesetzt wurden und bezifferte diese Zahl mit 6026.
‘The Daily’ soll übrigens auch zeitnah in UK an den Start gehen – vermutlich englischsprachig…

Kleiner Nachtrag zum gestrigen ‘Consumer-Reports’-Artikel: Mir liegt mittlerweile das zweiseitige Meisterwerk vor, das von Inhaltsleere nur so strotzt. Keine Zahlen, kein Vergleich und keine Urteile sind die berauschenden Ergebnisse. Auch ein bezahlter Online-Account hat nicht mehr zu bieten: Hier lassen sich bislang keine zwei (Review-)Textzeilen zu den Geräten aufspüren.
(Danke, Guido!)
Übrigens: Der, von Consumer Reports groß angekündigte Rivale, dass Motorola Xoom, soll Schätzungen der Deutschen Bank zufolge bislang lediglich 100.000 Geräte verkauft haben – der Release erfolgte Ende Februar.
Mit Analysten-Prognosen bin ich gewohnt vorsichtig. Unbestritten dagegen: Auch drei Wochen nach dem iPad-2-US-Start stehen noch immer Menschenschlangen vor den Apple Stores.




