von Alex Olma
16. Mai 2011 – 10:58 Uhr

“SMS beliebt wie nie zuvor”. So darf das nicht weitergehen!

IPhoneBlog de SMS

Deutschland verschickt 80.000 SMS – pro Minute. So geht das nicht weiter!

Anscheinend doch, weil dies laut Bitkom-Zahlen einem Zuwachs von überragenden 20-Prozent gegenüber dem Vorjahr (2009) entspricht. Durchschnittlich sendete damit jeder Deutsche im vergangenen Jahr 500 dieser überteuerten Zeichensätze.

Aber…das kann es doch nicht sein! Die Deutsche Telekom verkündet stolz für das letzte Geschäftsquartal: “Fast 60% der in D verkauften Handys sind #Smartphones“. Und was machen wir intelligenten Wesen mit diesen intelligenten Telefonen: SMS verschicken!

Das uns das nicht peinlich ist? Zugegeben: SMS-Flatrates und preisbegrenzte ‘Airbag’-Pakete verführen. Immerhin hat man diese im bunten Feature-Strauß der Mobilfunkanbieter einmal dazugebucht, richtig?. Ich hoffe, es ist allen bewusst, dass durch jede verschickte SMS der Weiterentwicklung vernünftiger Datentarife Stöcke zwischen die Beine geworfen werden!?

Warum den Leuten unbegrenzte Internet-Verträge anbieten, wenn Sie mit 160 Zeichen in Richtung eines einzelnen Empfängers zufrieden sind?” – oder um die Wikipedia zu zitieren:

Die Datenübertragung per SMS ist derzeit eine der teuersten Datenübertragungsarten, die existiert. So kostet die Übertragung von einem Megabyte Daten per SMS bei den deutschen Mobilfunkanbietern derzeit zwischen 1423 EUR (bei 19 ct/Nachricht), 1123 EUR (bei 15 ct/Nachricht) und 674 EUR (bei 9 ct/Nachricht). Der Preis für die Übertragung der gleichen Datenmenge im Mobilfunk via GPRS liegt dagegen bei weniger als 50 Cent.

Ja, ich bin ein bisschen enttäuscht von uns. Insbesondere, weil es nicht an Alternativen mangelt. Verbs (2.39 €; App Store-Link) ist seit vergangenem Dezember ein toller Instant Messenger. BeejiveIM (7.99 €; App Store-Link) spricht noch mehr Protokolle und beherrscht Push-Benachrichtigungen.

Bump (kostenlos; App Store-Link) oder der WhatsApp Messenger (0.79 €; App Store-Link) sind aus Datenschutz-Perspektive vielleicht keine Leichtgewichte aber bieten alles was SMS noch nie zu leisten vermochte. Sprach- und Bild-Daten schlüpfen hier ohne Extra-Kosten durch die Leitung. Wer seinen Standort schnell übermitteln möchte, muss lediglich in der Lage sein, einen einzigen Knopf zu drücken. Wie viel einfacher kann man es den Nutzern noch machen?

Das Thema (Push-)’E-Mail’ sei erst gar nicht erwähnt…(um die Dramaturgie noch einmal zu unterstreichen).

Nein, das Thema ist (mir) ernst – wie bereits seit 2008. SMS verhindert Fortschritt. Die Technik, die bald ihren 20. Geburtstag feiert, hat ausgedient. Und daran kann jeder mithelfen.

  • Anonymous

     Existiert eine Alternative zu WhatsApp? Ich will einfach schnell eine Nachricht schreiben können, vllt. auch mal ein Bildchen verschicken. Am besten auch zu Mac, und PC-Usern.

    • http://twitter.com/shexbeer Christian Seidel

       E-Mail?

      • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

        Mein Reden… :)

      • cocoTom

        Offene Formate wie die Email werden sich in meinen Augen in der Zukunft nicht mehr etablieren. Bis man sich auf einen offenen Standard geeinigt hat ist die breite Masse längst dem proprietären Vorreiter verfallen und wird sich ohne erkennbaren Mehrwert nicht auf eine offene Version einlassen. Ein Dilemma.

    • http://twitter.com/eller82 André Mellentin

      e-mails. kann man an alle schicken und mit allen Inhalten die man möchte :)

    • http://twitter.com/sluft_ Sluft

      Gerade ganz groß im kommen. Die App nennt sich Mail…

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Man darf hierbei nicht vergessen, dass SMS eigentlich erst mit SmartPhones wirklich nutzbar wird: Gruppierung der SMS pro Absender, übersichtliche Ansicht mit Chat-Feeling, vollständige Tastaturen. Es würde mich deshalb nicht wundern, wenn die Zahlen gerade durch SmartPhones weiter in die Höhe gehen.

    • nef

      WOIZZER 

  • Felnas

     bisher sind SMS leider das einzige was systemübergreifend sicher funktioniert. ich muss halt nicht wissen, ob mein Gegenüber ein “smartphone” hat. Die absurde Preisgestaltung ist natürlich ein anderes Thema, dass man für den preis einer SMS minutenlang telefonieren kann z.B.

    • Andreas

      Kann mich da nur anschließen. Das gute an SMS ist eben, dass es echt unkompliziert ist!

      Nutze selbst iPhone und liebe z.B. Whatsapp, aber es läuft halt auch nicht auf allen “Smartphones” so gut (Dauerverbindung wegen fehlendem Push-Mechanismus => Akku leer). Habe es vor kurzem mal mit nem Nokia probiert und dann schnell wieder gelöscht.

      Wäre mal interessant, welche Erfahrungen Ihr so habt.

  • Bigpaddi

    Und wie sieht’s mit dem “Schwellenland” Österreich aus?
    MfG Patrick aus Österreich

  • Paul

    Stimme dir zu. Nutze schon seit Jahren kaum noch SMS. Wenn Beejive bei mir nicht so unzuverlässig pushen würde wär ich glücklich. Schön sind dann diese “pusht dein im wieder nicht” sms.

  • http://twitter.com/sluft_ Sluft

    Hab mich heute auch wieder dabei erwischt, wie ich Leute angesimst habe. Es ist nach dem Anruf einfach weiterhin die sicherste Variante eine schnelle Antwort zu bekommen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Derjenige ist bei ICQ, Skype, etc. off, besitzt kein iPhone, fragt seine Mails nur manuell einmal am Tag ab oder ist einfach damit überfordert seinen Mailaccount auf dem iPhone einzurichten.

  • Anonymous

    Systemübegreifend und das Smartphones echte Tastaturen mitbringen, das dürfte der Grund sein. Seit dem ich ein iPhone habe und nicht x-mal auf einer Taste klicken muss um bestimmte Buchstaben zu erhalten, tippe ich viel öfter mal eine SMS als zuvor. 

    Andere Frage: Kann Bejive inzwischen Twitter und Facebook, oder muss man dafür immer noch spezielle Apps nutzen? Ich benutze IM+ bin aber von der Twitterunterstützung nicht sehr überzeugt (#-Taste) und auf Facebook posten geht da auch nicht.

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Twitter? Nee, aber es unterstützt den Facebook-Chat.

      • Anonymous

        Dann muss ich den Jungs von IM+ mal ne Mail mit meinen Wünschen schreiben, so geht das nicht weiter :D 

    • Fdgd

       Für Beejive gibt es eine extra Facebook Version, die sogar kostenlos ist. 

  • Niko3

     wo ist das problem? heutzutage ist bei nahezu allen tarifen sowohl eine sms-, als auch eine datenflatrate eingebaut. was wird da wem verhindert?! 
    das gute an sms ist eben, dass es JEDER empfängt, nicht manchmal oder mit einer zweitverzögerung, sondern IMMER.
    ich persönlich nutze mit meinen nahestehenden personen auch andere wege aber sms macht oftmals einfach sinn!

    • http://www.netzaffin.org EifelNerd

      Ohne verzögerung?Noch nicht viel mit Base Kunden SMS geschrieben oder?

      • Niko3

         Ne…..

      • Anonymous

         Was kein Problem der Technologie SMS ist, sondern ein Problem des Providers.

      • http://www.netzaffin.org EifelNerd

         Schon klar, macht es aber nicht besser ;)

  • http://twitter.com/ultimatemoe Moritz

    Ich sehe nur ein ganz großes Problem bei der Geschichte Alex.
    Es mangelt an einer zuverlässigen, auf allen Handys und Smartphone integrierten Alternative.
    Und da jeder Mobilfunkanbieter noch genug Geld damit macht (was wie du sagst ja unsere schuld ist) wird das so schnell auch nicht aussterben.
    Es fehlt an einer Lösung. Aber ich sehe auch nicht das irgend einer der Handy-Hersteller sich dem ganzen annimmt und so was entwickelt.
    Vielleicht Apple im Sommer mit ihren “Wo sind meine Freunde” und was weis ich noch Geschichten.

    Ich nutze jeden Tag noch SMS, ist mir auch nicht peinlich und ich schäme mich dafür auch nicht. Ich habe auch eine SMS Flatrate. Warum? Weil nur ca 30% meiner Freunde ein Smartphone haben. Was sollen die ohne machen? Vorallem die Frauen? Man wird geköpft wenn man nicht zurück schreibt (und nein es handelt sich nicht um meine Freundin, einfach nur generell Freundinnen).
    So lange sich auf der IP Ebene was Text Versand angeht nichts global für alle Geräte tut sehe ich keinen Ausweg als die gute alte SMS wenn man jemanden schnell und einfach erreichen will.

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Ich besitze einige wenige Kontakte, mit denen ich dann aber häufiger kommuniziere. Wenn ich dessen Kommunikation umstelle, hilft das schon einmal verstärkt weiter. 

  • http://twitter.com/michaelseidl Michael Seidl

    Ich stimme Alex auch in gewisser Weise zu, ich nutze selbst Verbs und WhatsApp. Dass SMS viel, viel zu teuer ist, ist denke ich mal kein Geheimnis.

    Ich sehe aber ein paar Probleme: Im Moment nicht jeder mobil über einen IM Client erreichbar und vorallem gibt es keinen Service über den jeder erreichbar ist. Außerdem ist die Zuverlässigkeit der SMS deutlich höher als bspw. von WhatsApp. (Da kann ich auch Paul nur zustimmen) 
    Ohne Sim-Karte mit Datenoption für das Ausland ist man über Push Notifications nicht erreichbar, über SMS schon. (Auch wenn das Senden viel zu teuer ist, kann man Nachrichten trotzdem – auch kostenlos – empfangen)
    Ich will jetzt nicht Pro SMS argumentieren, aber es ist im Moment trotzdem noch Kommunikationskanal der für jeden irgendwie funktioniert, auch wenn es nicht schön ist. Bis die SMS abgeschafft werden kann muss sich auf dem Mobilfunk-Tarifjungle (in internationaler Hinsicht) noch einiges bewegen.

  • shultzie

    Das ist ja klar, dass man als technikverliebter Nerd nicht verstehen kann, dass man einen Dienst wie die SMS noch nutzt. Aber es hat eben nicht jeder ein Smartphone! Ich z.B. habe Kinder, und die wiederum haben ein “normales” Handy und keinen Laufzeitenvertrag. Geschweige denn eine Internetoption! Und wie einige Zeilen vor mir schon jemand geschrieben hat: die SMS funktioniert wenigstens zuverlässig! Ebenso versenden wir hier auf der Arbeit beim Versand eines jeden Paketes eine SMS, und man muss sich vorher keine Gedanken machen, wen “funke” ich jetzt mit welchem Dienst an…

  • http://www.facebook.com/binder.mathias Mathias Binder

     80% meiner Freunde und Bekannte besitzen KEIN Smartphone und auch keinen Internet-Tarif für ihr Handy, mit dem sie ausschließlich Telefonieren und SMSen. Wenn ich denen eine kurze Info zukommen lassen möchte, geht nur das. 

  • parabel

    Whatsapp ist zwar schon recht verbreitet in meinem Umfeld und oft sehr praktisch (v.a. für die Zusatzfunktionen wie Standortübermittlung oder Bilderversand), doch ist das Ganze immer noch recht unzuverlässig (und die Portierungen auf andere Systeme als iOS noch ziemlich vernachlässigt). Es kommt einfach viel zu oft vor, dass die Messages nicht gepusht werden. SMS hingegen sind heutzutage meiner Erfahrung nach 100% zuverlässig, 100% kompatibel und mit BiteSMS und Sendeberichten auch sehr komfortabel. Kommt noch hinzu, dass ich bei meinem Anbieter (Swisscom) für ein gescheites Datenvolumen sowieso ein Abo wählen musste, das noch 100 Inklusiv-SMS enthält.
    Deshalb benutze ich für wichtige Kurzmitteilungen weiterhin SMS statt Whatsapp. Oder ich probiere zuerst Whatsapp und muss dann viel zu oft doch noch auf SMS wechseln (“check Whatsapp!”).

    Andere IMs (Windows Live via BeejiveIM) benutze ich zwar auch auf dem iPhone, doch nur sehr sporadisch, da die wenigsten Leute diese ebenfalls auf ihren Handies benutzen. Und Skype auf dem iPhone ist leider immer noch unbenutzbar: Batterie ist sofort leer, wenn es im Hintergrund läuft – und wenn man Skype doch mal laufen lassen will, wird es plötzlich irgendwann vom System beendet, ohne dass man irgendwas davon mitbekommt, dass man plötzlich nicht mehr online ist. Vielleicht schafft es ja Microsoft, endlich die nötigen Verbesserungen zu bringen.

  • http://twitter.com/343max Max Winde

     Was mich an der SMS stört ist ja gar nicht so sehr ihr Preis, sondern dass sie so scheiße funktioniert.

    Wenn ich mal keinen Empfang habe und “nur” WLAN: die SMS weigert sich zu funktionieren. Man ist im Ausland und hat eine andere SIM: die SMS stellt sich blöd und lässt sich nicht zustellen. Ich sitze gerade am Rechner auf der Couch, die SMS kommt im Nachbarzimmer an? Die SMS ist sich selbstverständlich zu fein, irgendwo anders als auf meinem Telefon zu erscheinen. Für SMS gibt es keinerlei Funktionen, die wir für alles andere für total selbstverständlich halten: keine Webinterfaces, keine APIs, kein Backup, keine Archivierung, keine Durchsuchbarkeit, keine Weiterleitungen. Keine Filterbarkeit, Blockbarkeit, Unfollow- oder Unsubscribe. Das ist für mich das eigentliche Problem: der teuerste Kommunikationsweg ist auch mit abstand der schlechteste.

  • http://www.taptoplay.de Lakeshore

    Interessant finde ich, dass diese SMS-Geschichten immer noch deutlich wachsen, obwohl immer mehr Social Networks verwenden wie z.B. Facebook und eigentlich einen Großteil der Kommunikation darüber abwickeln. Letztlich läuft es wohl einfach darauf hinaus: Was funktioniert einfach und schnell für jeden von uns? Und da gibt es momentan noch keine Alternative zur SMS. Man werfe nur einmal einen Blick auf die Anzahl der verkauften Geräte, die nicht vernünftig Internet können oder mit unpassenden Tarifen betrieben werden (bewusst!). Und letztlich ist doch das Angenehme an der SMS, dass sie für jeden funktioniert. Alex, mit der gleichen Argumentation, mit der du die SMS verteufelst, könnten wir auch die Telefonie verteufeln und VoIP fordern. Das Ergebnis wäre das Gleiche: App-Chaos auf den Telefonen, jeder ist über unterschiedliche Anbieter erreichbar und die Zuverlässigkeit der Erreichbarkeit würde sinken. Und letztlich würde es nicht funktionieren, solange nicht jeder darüber erreichbar ist.

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      “Alex, mit der gleichen Argumentation, mit der du die SMS verteufelst, könnten wir auch die Telefonie verteufeln und VoIP fordern.”

      Tue ich ehrlich gesagt auch. Nicht zu wissen, ob der potenzielle Gesprächsteilnehmer auch da ist, macht mich regelmäßig wahnsinnig…:)

  • http://twitter.com/slith76 Oliver Friedrich

    Mein Kollege zeigte mir gerade seitenlange SMS (hatte ich noch nie gesehen und auch nicht geglaubt, dass es Leute gibt, die SMS wie eMail benutzen). Ich denke, SMS ist einfach zu fest in den Köpfen der meisten “Normalo”-Leute verankert, mobile eMail setzt sich da wohl erst in einigen Jahrzehnten durch.

    • http://www.taptoplay.de Lakeshore

      Das sind mehrere einzelne verbundene SMS. Auch eine Sache, die erst mit dem iPhone so richtig angefangen hat, Spaß zu machen.

      An E-Mail glaube ich nicht. E-Mail ist zu kompliziert, unpraktisch, langsam, problematisch (Spam) und wirkt zu alt. Andere Dienste wie (leider) Facebook werden hier gewinnen, da sie geradezu selbstverständlich alles miteinander vermischen – neuerdings ja auch E-Mail. Dass Facebook damit den Kommunikationsdienst anbietet, den ich selber gerne nutzen möchte, tut ein wenig weh. Im Grunde fehlt nur noch SMS-to-Facebook…

      In meiner Umgebung kann ich auch beobachten, dass sich im Sprachgebrauch “Mail” für eine Facebook-Nachricht einbürgert und einige nur bei Facebook sind, weil sie ihre Leute sonst nicht oder dadurch einfacher erreichen.

      Leider ist es ziemlich schwierig, einen Dienst zu schaffen, der überall funktioniert und von jedem verstanden werden kann. SMS und Telefon haben das gut hinbekommen. Aber im Internet hört das schnell auf und viele tappsen ahnungslos und überfordert durch die Gegend.

      • Lalal

        e-mail hat jeder,und wird von jedem tagtäglich genutzt.
        Und bei ner Umsetzung wie auf dem iphone ist das perfekt.

        Ist nur schade das das yahoo imap nciht mit nem normalen progarmm wie outlook express funzt.

  • Anonymous

     Ich glaube, das Problem ist: Es gibt fast für jeden Bekannten die jeweils passenden Kommunikationsform (SMS, Telefon, eMail, Ping/WhatsApp, Skype/IM, Twitter…). Aus dem einfachen Grund, dass der jeweilige IT/Kommunikationsmittel-Kenntnisstand je Person extrem unterschiedlich ist.Wir brauchen uns also nicht schämen, wenn wir für jeden Kontakt die passende Kommunikationsform beherrschen und auswählen können. 

  • Anonymous

    Ich denke, der Punkt bei SMS ist, dass jeder (also auch ein Nicht-Geek) weiß, wie SMS funktioniert. Jedes Phone, egal ob Smart oder nicht, kann SMS. Keiner braucht weitere spezielle Apps, die auch die Gegenseite installiert haben muss. Jeder kann sicher sein, dass der Empfänger die Nachricht sofort erhält und über den Eingang per Pieps informiert wird.

    Die meisten Leute aus meinem Umfeld können mit Dingen wie Twitter und diversen Messengern absolut nichts anfangen. SMS dagegen kennt jeder. Keine andere Lösung ist derzeit so simpel – für die Masse der Anwender jedenfalls.

    • http://www.taptoplay.de Lakeshore

      Ich gehe davon aus, dass der ganze Apps-Kram nur eine untergeordnete Rolle spielt. Nicht jeder hat ein eigenes iPhone-Blog, ist hemmungsloser Spieler oder süchtig nach neuen Apps. Viele möchten einfach nur ein Telefon haben. Für viele ist der AppStore zu unübersichtlich. Viele haben Angst, im Internet etwas zu kaufen. Selbst in meinem eher technikaffinen Bekanntenkreis würde kaum jemand auf die Idee kommen, dass irgendeine App namens “Whatsapp” einen plattformübergreifenden SMS-Ersatz darstellen könnte. Neulich saß eine im Bus vor mir, die einen Screenshot (!) der fahrinfo-berlin.de-Website anstarrte, anstelle die kostenlose Fahrinfo Berlin-App zu verwenden. Die wusste also offenbar eher, wie man am iPhone Screenshots erstellt, als wie man Apps verwendet oder wusste nicht, dass es seit Jahren diese App gibt. Deshalb: Irgendeine SMS-Alternative funktioniert erst dann, wenn sie vorinstalliert auf jedem Gerät vorhanden ist, nicht komplizierter funktioniert und abwärtskompatibel ist. Damit sind die Telkos am Zug. Und welchen Grund hätten diese, so etwas zu entwickeln oder zu unterstützen?

  • Anonymous

    Ist doch klar warum in Zeiten von SMS-Quasi-Flats und großzügigen SMS-Paketen immer mehr der Kurznachrichten verschickt werden. Wer zahlt denn noch 19 Cent für eine SMS? Und ein SMS-Paket muss man auch nicht zwingend buchen. Die Telekom liefert nun einmal in ihren Complete-Mobil-Tarifen ab Stufe M mindestens 40 Frei-SMS mit, ob man die nun haben will oder nicht (gleiches gilt für andere Anbieter). Beim Datenpaket wird dagegen gegeizt. Hier hat der Rosa Riese den M-Tarif von vormals 500 MB auf 300 MB verschlechtert. Warum? Weil die Datenmengen offenbar regelmäßig ausgereizt wurden und nicht weil die Leute sich mehr SMS schicken, denn das SMS-Paket wurde nicht verändert.

    Es ist also nicht die SMS, welche für stagnierende Datentarife verantwortlich gemacht werden muss, sondern die Mobilfunkanbieter. Und die müssen schauen dass der Umsatz stimmt, also sind Power-User für eine Verteuerung der Datentarife (nichts anderes ist eine früher einsetzende Drosselung) mit verantwortlich.

    So, und wie sollte man gänzlich auf SMS verzichten können? 90% der Leute in meinem Adressbuch haben kein Smartphone, oder ich weiß nicht ob sie eins haben, oder ich weiß nicht ob sie E-Mails damit abrufen oder einen IM nutzen. Push-E-Mail ist zudem keine Alternative, da kaum jemand bereit ist für den Service Geld zu zahlen und nicht jeder bekommt einen Exchange-Account gestellt, bzw. weiß überhaupt was das ist.

    Die SMS wird uns also noch viele Jahre begleiten, ob wir wollen oder nicht. Und man darf auch ihre Vorteile nicht vergessen:

    -die Nachricht erscheint sofort auf dem Display (E-Mails nicht)
    -die Nachricht kann von allen Handys und Smartphones empfangen und vor allem auch beantwortet werden, egal ob derjenige einen Datentarif nutzt oder nicht
    -die SMS zwingt Leute Sachverhalte kurz und knapp auf den Punkt zu bringen (bei manchen Zeitgenossen ein Segen)
    -die SMS kommt auch an, wenn das Handy zwischenzeitlich ausgeschaltet war. Das gikt z. B. nicht für manche IM

    • Jan

      -die Nachricht erscheint sofort auf dem Display (E-Mails nicht)
      -die
      Nachricht kann von allen Handys und Smartphones empfangen und vor allem
      auch beantwortet werden, egal ob derjenige einen Datentarif nutzt oder
      nicht
      —-
      Auf dem iphone kommt die e-mail genauso schnell wie ne sms,und ich kann die e-mail auf jedem Internet gerät abrufen.

      iPhone mit yahoo push mail ist ein traum!

      • Anonymous

        Die Nachricht erscheint trotzdem nicht auf dem Homescreen. Das Badge-Icon übersieht man schnell.

  • http://twitter.com/SebSemmi Sebastian Semmler

     Wir befinden uns in einer Übergangsphase. Max Winde hat es schon auf dem Punkt gebracht, was an SMS schlecht ist. Und Lakeshore imho schon recht, wenn er sagt, dass sich eine andere Kommunikationsform erst durchsetzen wird, wenn sie von vornherein schon installiert ist. zur zeit hat wohl noch GTalk die besten Chancen dazu. 

    Mein “Bekanntenkreis-Setup” bei den 18-25 Jährigen besteht bei mir derzeit aus GTalk/XMPP und Facebook mit XMPP Anbindung in Beejive sowie WhatsApp für die Anbindung an die BWLer mit ihren Blackberrys. Bei XMPP ist halt die Priorisierung der Clients der Schlüssel.

    Jedenfalls bin ich so für die anderen in irgend einer Form erreichbar, ohne dass ich groß auf Komfort verzichten muss

  • http://lifeinprogress.de/ Sebastian Rothe

    …meine Rede. Ich hatte gehofft SMS wär schon letztes Jahr ausgestorben.

  • N0

    Tja das Problem ist halt, das SMS ein Standard ist, mit dem jedes Handy etwas anfangen kann. Instant Messenger gibt es wie Sand am Meer. Und jeder benutzt einen anderen. Man kann schon froh sein, wenn wenigtstens der freundeskreis denselben IM verwendet.

  • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

    Ich hatte erst nen längeren Text geschrieben aber dann doch gelöscht.

    Einfache Frage: schickst Du an Deine Eltern SMS oder Kurznachrichten?

  • Niklas

    Ich besitze nur ein iPad und kein Smartphone. Mein Handy hat eine QWERTZ – Tastatur, damit ich schnell SMS schreiben kann und bin damit immer auf der sicheren Seite. Ich bekomme von niemanden so schnell eine Rückmeldung auf eine SMS wie auf eine E-Mail.
    Mir sind E-Mails natürlich auch lieber als SMS, aber eine Email wird einfach viel zu gerne übersehen und ist in den Köpfen der Leute eine Sache mit der man Briefe schreibt und keine kurzen Nachrichten.

  • http://pulse.yahoo.com/_OCKUMMIPEIENNKSMLAFBRDBKX4 student

    wohne in Ö, hier sind eigtl bei jedem tarif 1000 sms dabei (zB. “bob”: 1000 minuten in alle netze + 1000 sms in alle netze, österreichweit für 8,80 euro, ich weiß, davon kann man in D derzeit nur träumen).  dementsprechend ist es mir egal, ob ich 160 oder 400 zeichen verschicke. mein emaileingang quillt manchmal über… mag schon stimmen, dass sms überholt sind, ich finde sie trotzdem seeeehr praktisch (und die kosten pro mb sind leider ziemlicher schwachsinn, sorry ;-) ). früher oder später wirds auch in D 1000 sms in alle netze für wenige euros geben.

    • Jannik Heyl

      Hehe dafür kannst du aber auch nur 8,4 mio leute anrufen wir können 82 mio erreichen ;-) aber mal im ernst das ist ja wirklich extrem günstig

  • Jannik Heyl

    Ich schreibe vll. 5 sms pro jahr. Ich habe sowohl ein iphone als auch ein ipad, ich bin unterwegs immer online, wenn ich was wissen will, was jetzt nicht innerhalb von 5 minuten geklärt sein muss, schreib ich bei twitter email facebook skype oder icq ( ja es ist die hölle aber alle benutzen es). Bei smartphone besitzern hat man ja noch whatsapp, was ja wie eine sms ist.

  • Michael

    Uns werden Datenflatrates angeboten und wir Twittern in 160 Zeichen.

  • Gabriel

     Du hast ohne Frage recht, doch bis sich eine Breite Masse in Bewegung setzt und das gewohnte verlässt dauert es nun mal. 

  • http://twitter.com/luzluz Lukas Zeller

    SMS ist für Kurzmitteilungen und Signalisierungen (“Push”) technisch allen anderen Ansätzen überlegen, da weltweit standardisiert, und stromsparendst funktionierend. iOS Push über SMS wäre ein Traum im Vergeich zu dem pseudo-push-polling-Horror, der heute unsere Batterien leert und die Netzinfrastruktur mit sinnlos offengehaltenen TCP-Verbindungen belastet. Und ja, die Standards für Push-Notifications über SMS existieren seit vielen Jahren, und funktionieren auch.

    Der grosse Ärger ist, dass die Netzbetreiber zu blöd sind, zumindest für Signalisierungen den Kanal zu öffnen, sprich reelle Preise (im Milli-€-Bereich) dafür zu machen – sie würden mehr verdienen durch die induzierte Mehrnutzung der Datendienste.

    Leider gab es bisher niemanden, der da die Betreiber zu ihrem Glück zwingen kann. Als Apple damals mit Push kam, hoffte ich, sie könnten SMS-Signalisierung durchdrücken, so wie sie zuvor vernünftige Daten-Abos und Visual Voicemail erzwungen hatten, aber leider ist das nicht geschehen.

  • meintechblog.de

    Du sprichst mir aus der Seele!

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