[update] Radio-Sendungen am iPhone mitzeichnen

von alex olma | 23. Mai 2011 | 12:11 Uhr

Die Zeiten, in denen es notwenig war Musiktitel aus dem Radio mitzuschneiden, sind (hoffentlich) lange vorbei. Für Reportagen, individuelle Kommentare, Hörspiele oder Audio-Dokumentationen sieht das noch anders aus. Insbesondere dann, wenn keine nachträgliche (Podcast-)Aufnahme angeboten wird oder die jeweiligen Sendungen schwachsinnig wieder depubliziert werden müssen. Teilweise fehlt den offiziellen Aufzeichnungen jedoch auch Lizenz-Klimbim (beispielsweise für die dort verwendete Musik), so dass man sein Ohr schlussendlich doch der Original-Ausstrahlung widmen möchte.

IPhoneBlog de Snowtape1IPhoneBlog de Snowtape2

Was ich total übersehen hatte: Apple lässt dieser Tage Anwendungen in den App Store, die den Internet-Stream von Rundfunk-Stationen ausgeben, aufzeichnen, zurechtschneiden und exportieren.

Dies war im vergangenen Jahr nur eingeschränkt der Fall. ‘Snowtape’ (1.59 €; App Store-Link) wagte einen Versuch und wurde abgelehnt. Der damalige Wortlaut:

Apple can not publish an app that records audio from an internet stream and store it permanently on the iPhone [...] we can not have a function in our app for re-distribution of these recordings

Das war jedoch schon zum damaligen Zeitpunkt inkonsequent, weil die Freeware FStream (kostenlos; App Store-Link) bereits fleißig mitspeichern konnte. Auch Snowtape erhielt später die Aufnahme-Funktion (bislang ohne Export). Eine offizielle Apple-Ansage gab’s dazu (natürlich) nicht. Inwieweit die Ton-Qualität, eine automatische Unterteilung pro Song, der Veredelung mit Cover-Album und Metadaten sowie ein direkter Export genehmigt wird, hängt also irgendwo in der Grauzone.

IPhoneBlog de iRadio1IPhoneBlog de iRadio2

Auch das dieser Tage neu veröffentlichte iRadio (3.99 €; App Store-Link) hat’s ‘einfach mal probiert‘ und ist samt ‘Share’-Funktion (per E-Mail, iTunes-Dateifreigabe und Dropbox-Sync) im App Store gelandet. Hier ist der Export und die weitere Verwendung noch einmal erleichtert. FStream bemüht weiterhin einen Web-Server.

Sowohl für die Software-Produzenten als auch Radio-Macher hoffe ich sehr, dass dies keiner der typischen ‘App-Store-Ausrutscher’ war und wir uns als Konsumenten in Zukunft eventuell auf noch mehr unkomplizierte Hörgewohnheiten einstellen können. Eine zeitlich gesteuerte Aufnahme (im Hintergrund) und mit Push-Benachrichtigung käme mir in den Sinn, um mein Lieblingsprogramm zukünftig nicht zu verpassen.

Update

IPhoneBlog de TuneIn1IPhoneBlog de TuneIn2

Dieses Internet, muss man einfach gerne haben.

Der Hinweis auf ‘TuneIn Radio Pro’ (0.79 €; universal; App Store-Link) erfüllt meine Nachfrage an zeitlich gesteuerte Aufnahmen inklusive Pop-up-Notiz. Außerdem lassen sich die Live-Streams bis zu 30 Minuten anhalten und nach eigenem Gusto vor- und zurückspulen. Über eine Wiedergabeliste lässt sich sogar die abgespielte Song-Aufstellung der vergangenen Stunden einsehen und entsprechende Künstler auf anderen Radio-Stationen wiederfinden.

(Danke, Iwan!)

‘Plizy’ feiert die TV-Renaissance

von alex olma | 22. Mai 2011 | 11:19 Uhr

Eigentlich wollte ich in der gestrigen Nacht nur noch einmal schnell reinschnuppern; dann sind es doch zwei geschlagene Stunden geworden.

DirektPlizy

Video-Verwalter ‘Plizy‘ startete vergangenen Donnerstag in eine private Beta-Runde und führt bereits seine dazugehörige iPad-App im Store (kostenlos; App Store-Link). Ohne Einladung lässt sich damit derzeit allerdings nichts anfangen*.

Ohne Superlativ-Hemmungen beschrieb TechCrunch die Anwendung bereits als ‘Flipboard-meets-Pandora for video‘.

Das Konzept lehnt sich eher der bereits verfügbaren Showyou-App (kostenlos; universal; App Store-Link) an, die Videos vom eigenen Facebook- und Twitter-Konto in eine Remix-Schleife mischt.

Zusätzlich lassen sich Internet-TV-Stationen wie von 1Up, CNN oder Marvel abonnieren. Dessen aufgezeichnete Shows, Trailer oder News-Sendungen gruppieren sich um eine nicht näher spezifizierte Empfehlungs-Maschine. Entsprechende Technologie möchte ‘Plizy’ bereits als Patent angemeldet haben.

In den ersten Minuten laufen die Shows jedoch noch relativ chronologisch ‘vom Band’. Dies lässt sich am Twitter-Zeitstrahl mitverfolgen.

Die Benutzer-Oberfläche verwirrt den Konsumenten jedoch nicht mit massenhaft Meta-Informationen. Lediglich der Veröffentlichungszeitpunkt, sein Autor und vielleicht noch eine erste Beschreibungszeile finden sich im Fußzeilen-Banner.

IPhoneBlog de Plizy

‘Plizy’ spricht unverblümt das Problem der Unübersichtlichkeit von Videoangeboten im Netz an. Hier abonniert man einen Kanal und konsumiert dann wie vor einem Fernsehsender, bei dem man durch unterschiedliche Programme schaltet. Wie lernfähig der Algorithmus ist, um wirklich die Zuschauer-Vorlieben zu erkennen und später zu erfüllen, muss sich noch zeigen. Die ‘Create-your-Channel‘-Funktion ist derzeit noch ohne sinnvolle Treffer.

Auch wenn ‘Plizy’ sich im Werbevideo ziemlich ‘sozial’ zeigt, rückt dessen Darstellung für den Zuseher weitgehend in den Hintergrund. Anhänger der Zapping-Kultur begrüssen die fremdbestimmte Abwechslung sicherlich.

* Mein Plizy-Account bietet mir fünf weitere Einladungen an, die ich gerne gegen einen Kommentar im Laufe des heutigen Tages verteile. Falls dadurch mehr ‘Beta-Invites’ entstehen (was ich nicht weiß), könnte man diese ebenfalls hier weitergeben.

IPhoneBlog de Root

Belustigende Randnotiz aus der Kategorie ‘Video’: Googles neuer Filmverleihservice im (US-)Android Market verweigert aus “Copyright-Schutz” seinen Dienst auf gerooteten Geräten. Das hat sich niemand ausgedacht, sondern steht wörtlich so in der Google-Hilfe.

You’ll receive this “Error 49″ message if you attempt to play a movie on a rooted device. Rooted devices are currently unsupported due to requirements related to copyright protection.

Daher meine heutige Leseempfehlung: “The meaning of open” aus dem offiziellen Google Blog.

[update] Geburtstags-Umbau im Apple Store: digitale Produktinfos vom iPad

von alex olma | 22. Mai 2011 | 07:09 Uhr

DirektAppleStore2.0

Zum zehnten Jahrestag der Apple-Retail-Stores ersetzen iPads die analogen Produkt-Beschreibungskarten aus Papier. Eine ‘interaktive’ App liefert Preis- und Hardware-Infos oder diktiert einen ‘Spezialisten’ heran herbei.

Kleine Randdetails: Die Tablets sind fest neben jedem ausgestellten Produkt auf den Tisch montiert, beziehen ihren Strom nicht über den Dock-Anschluss und weisen eine deaktivierte Home-Taste auf.

Und ja: Auch neben jedem iPad liegt ein solches Promo-iPad. Das sieht zumindest ‘ungewöhnlich’ aus.

Update

Per Pressemitteilung bestätigt: Apple nennt seine Software für die neue iPad-Beschilderung ‘Smart Sign‘. In den fünf deutschen Apples Stores findet sich die neue Installation am morgigen Dienstag ein.

Außerdem: Die hauseigene Apple-Store-App – seit Juni 2010 im US-Store – ist für iPhone und iPod nun auch als DE-Download zu beziehen (kostenlos; App Store-Link).

‘Cyclemeter’ – der GPS Fitness-Computer

von alex olma | 20. Mai 2011 | 14:26 Uhr

IPhoneBlog de Cyclemeter1IPhoneBlog de Cyclemeter2

Endlich Sommerzeit! Aus der App-Store-Kategorie ‘Gesundheit und Fitness’ passend dazu: ‘Cyclemeter‘, der GPS Fahrradcomputer. Dessen Erwähnung ist hier überfällig. Die App steht seit Herbst 2009 zum Kauf für das iPhone und wagte Anfang Februar einen großen Versionssprung. Bei diesem erhielt das Programm zusätzliche Sprachausgabe mit ‘Text-to-Speech’-Funktion, Karten-Importen sowie Diagrammen zum Trainings-Vergleich.

Cyclemeter (3.99 €; App Store-Link) ist grundsätzlich eine Allzweckwaffe für alles, was man auf Zweirädern tut. Der Schwerpunkt bleibt jedoch sportlich: Die Software eignet sich zum Erfassen von Fitness-Plänen und zeichnet Wegstrecken mit entsprechenden Statistiken auf. Wer Lust auf Duelle hat, kann seine abgestrampelten Kilometer- und Geschwindigkeitsangaben an den Online-Service ‘Dailymile‘ schicken. Freunde können dort in mehr oder mindern Echtzeit kommentieren. Eine Computerstimme analysiert den Antwort-Text noch während der Fahrt und spielt diese Sprachaufzeichnung über das iPhone ab.

Die Ansagen werden auch dafür verwendet, bei Radrundfahrten mit gemeinsamer Strecke die Position der Mitstreiter zu verkünden. Wer alleine unterwegs ist, kämpft gegen die eigene Durchschnittsgeschwindigkeit. Wer keine Freunde hat, ruft einen virtuellen Wettbewerber ins Feld.

Das dahinterstehende Entwicklerstudio Abvio bietet außerdem im App Store ‘Walkmeter‘ und ‘Runmeter‘ an. Diese weisen jedoch keinen einzigen Unterschied zu ‘Cyclemeter’ auf, das auch mit engagierten Läufern umzugehen weiß.

IPhoneBlog de Touratech

Als Lenkerhalterung fürs Rad ist bei mir immer noch das ‘iBracket‘ von Touratech im Einsatz. Dem Cabrio-Case zum Einspannen des iPhones widmete ich bereits im letzten Jahr eine Video-Präsentation. Mittlerweile ist eine neue Version mit leichter Überarbeitung für das iPhone 4 erschienen. Preis und Qualität sind mit 99 Euro weiterhin auf gehobenem Niveau.

’360 Panorama’ – die etwas andere Foto-Perspektive

von alex olma | 20. Mai 2011 | 10:38 Uhr

IPhoneBlog de 360

Auf gute Apps darf man auch zweimal hinweisen.

360 Panorama‘ erhält nach seinem ersten App-Store-Auftritt Anfang Dezember eine nahezu komplette Design-Überarbeitung, geht neuerdings mit Geotag-Infos um und läuft als Universal-App auch auf dem iPad 2.

Die Rundumblicke entstehen weiterhin in Echtzeit und erfordern bei guten Lichtverhältnissen kein absolut ruhiges Händchen. Aber auch Aufnahmen innerhalb von Gebäuden erzielen beeindruckende Ergebnisse.

Seine persönlichen Aufnahmen teilt man neben den lokalen Speicherorten bei Bedarf auf ‘360verse‘. Aus der Browseransicht – natürlich auch auf dem iPhone oder iPad! – wirken die 360°-Schnappschüsse gleich noch einmal beeindruckender. Beispiel gefällig? KLICK.

Nicht unerwähnt soll jedoch bleiben, dass die neue Aktualisierung in den App-Store-Kommentaren reichlich Kritik erntet. Dabei wird auf die angeblich bessere Vorversion verwiesen. Einen qualitativen Vergleich kann man mit dem kostenlosen Photosynth (App Store-Link) von Microsoft anstreben.

Nichtsdestotrotz: Für Fotofreunde oder alle diejenigen, die mit ganz speziellen Urlaubsfotos ihre Verwandtschaft verblüffen wollen, investieren hier in gut angelegte 79 Cent (App Store-Link).

Statistik: iOS-Spieler laden 2.5 Games pro Monat

von alex olma | 19. Mai 2011 | 11:57 Uhr

IPhoneBlog de Distimo Newzoo

Aus der Marktforscher-Kooperation Distimo und Newzoo geht hervor, das 63 Millionen iOS-Gamer in den USA und Europa rund 5 Millionen App-Store-Spiele pro Tag laden. Im Monat erreichen damit knapp 2.5 Spiele die Geräte ihrer Besitzer. 40-Prozent der Umsätze stammen aus ‘In-App’-Käufen eines zuvor kostenlosen Downloads. Aus dem gesamten Pool an iPhone-Besitzern vergnügen sich zwischen 50- und 75-Prozent mit Videospiel-Software.

In den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland sollen 6- bis 7-Prozent der “Online-Bevölkerung” ein iPhone ihr Eigen nennen – in den Niederlanden, Spanien und Belgien sind es 3- bis 4-Prozent.

Die Daten entstammen der ‘National Gamers Survey‘ (mit rund 20.000 Teilnehmern), die zwischen März und Mai 2011 erhoben wurde sowie den App-Store-Daten der Analyse-Software Distimo Monitor, die keine direkte App-Integration voraussetzt.

[iOS-Game] Bumpy Road (+ Video)

von alex olma | 19. Mai 2011 | 09:58 Uhr

Aus der schwedischen Videospielschmiede Simogo, die uns bereits Kosmo Spin bescherte, folgt jetzt ‘Bumpy Road‘.

Die simple Einfinger-Steuerung schlägt damit in die Kerbe von Hook Champ, Tiny Wings oder Canabalt, gestaltet sich jedoch wesentlich entspannter. Die Strasse als Klaviertastatur, auf der sich ein kleines Auto mit älterem Ehepaar in Richtung Sonnenuntergang bewegt, reagiert auf Wellenbewegungen eurer Griffel. Tippt man den holprigen Weg oder die Plattformen unter den vier Rädern an, vollführt der Oldtimer kleine Hopser.

DirektBumpy *

Das Wasserfarben-Ambiente wechselt nicht häufig. Um sich daran sattzusehen, müssen jedoch noch ein paar Tage verstreichen. ‘Bumpy Road’ liefert einen ‘Time-Trail’- wie auch ‘Endless’-Mode. Erzielte Erfolge lassen sich auf Apples Game Center zur Schau stellen.

Sehr charmant schummelt sich diese simple, kurzweilige aber doch clevere Spielidee aufs iPhone und iPad.

IPhoneBlog de Bumpy iTunes

-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

‘PhotoForge2′ – ein mächtiges Mini-Photoshop

von alex olma | 19. Mai 2011 | 07:48 Uhr

IPhoneBlog de Photoforge1IPhoneBlog de PhotoForge2

Die Macworld fotografierte im letzten Jahr ein Print-Cover mit dem iPhone 4. Zur Nachbearbeitung verwendete das Team unter anderem die iOS-App PhotoForge. Seit dem heutigen Morgen steht PhotoForge2 im App Store und kostet zur Einführung 79 Cent (Link). In 24 Stunden erhöht sich der Preis auf 2.39 Euro.

Sein Entwickler GhostBird Software verspricht ein kostenloses Universal-Update für das iPad “very soon“. Darauf darf man sich freuen, obwohl schon jetzt die iPhone-Version viel Spaß bereitet und hält, was das Werbevideo verspricht.

DirektPhotoForge2

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