Mit offiziellem 8-Bit-Sticker: ‘The Last Rocket’

von alex olma | 12. August 2011 | 14:16 Uhr

DirektTheLastRocket

Tief im 8-Bit-Sumpf versteckt sich Pixelgrafik und Chiptunes-Musik. Shaun Inman, bekannt vom Web-Analyse-Tool Mint oder dem RSS-Reader Fever, schob eine Klötzenwelt für diesen possierlichen Raketen-Roboter zusammen. Der gelbe Feuerwerkskörper fliegt, duckt und watschelt durch insgesamt 64 Räume.

Das Spielkonzept erinnert an VVVVVV, Teil des letzten Humble Indie Bundles oder To-Fu: The Trials of Chi. Wie die geschätzten Kollegen von Manuspielt bereits herausgearbeitet haben, funktioniert die Finger-Steuerung auf Touch-Geräten über simplifizierte Wisch- und Tap-Gesten exzellent.

The Last Rocket‘ (2.39 €; Universal; App Store-Link) ist nicht das umfangreichste Spielwerk. Wer jedoch alle einzusammelnden Zahnräder pro Level aufliest, ist eine ganze Zeit beschäftigt und gleichzeitig gut unterhalten.

Gartner: iOS legt weltweit um 30-Prozent zu

von alex olma | 12. August 2011 | 11:02 Uhr

IPhoneBlog de Gartner q2 2011

Gartner zeigt einmal mehr, das RIM und Symbian Anteile verlieren, die iOS und Android auflesen. Googles OS greift dabei quantitativ erheblich tiefer in den Topf und legt um mehr als das Doppelte in puncto Marktanteil für die “Worldwide Smartphone Sales to End Users” von Q2/2010 bis Q2/2011 zu. Das iPhone-OS (ohne Berücksichtigung von iPad und iPod touch) wächst in diesem Zeitraum um 29-Prozent.

Was generell fehlt ist ein Umsatz- und Gewinnvergleich mit einer Aussage, was die Hersteller pro Gerät erwirtschaften. Für den betrachteten Zeitraum lässt sich für Apples Produktlinie, bestehend aus iPhone 3GS und iPhone 4, dazu ein klares Bild zeichnen. Ein Blick ins Nokia-Portfolio dagegen dürfte mit dieser Zusatzinformation erschrecken. Eine Einschätzung für die zerstreute Android-Landschaft ist schwierig. Hier tummeln sich hochpreisige Vertreter wie Samsungs Galaxy S II aber auch ganz viele Low-Budget-Modelle.

IPhoneBlog de Non Smart Asymco

Obwohl der Unterschied zwischen Non-Smartphone-Markt und Smartphone-Markt derzeit noch im Verhältnis von 70 zu 30 steht, ist die Stoßrichtung eindeutig. Das bedeutet: Nokia, Samsung, Sony Ericsson, LG, Motorola und Co. müssen ihre Produkte ordentlich umkrempeln um relevant zu bleiben. Es bedeutet außerdem, alle Teilnehmern haben noch eine Chance auf potenziell viele Neukunden. Das ist allerdings stark beeinflusst vom angebotenen Betriebssystem.

Gartner analysts observed that these two OSs [iOS/Android] have the usability that consumers enjoy, the apps that consumers feel they need, and increasingly a portfolio of services delivered by the platform owner as well.

‘Let’s Golf! 3′ schafft es aufs Grün aber nicht ins Loch

von alex olma | 11. August 2011 | 16:16 Uhr

Respekt Gameloft! Ich ziehe meinen Hut vor dieser kostenlosen Universal-Version von ‘Let’s Golf! 3‘ (App Store-Link), die ohne verpflichtende ‘In-App’-Käufe auskommt. So lautet zumindest das Versprechen der Pressemitteilung…

DirektLetsGolf3

Die Realität ernüchtert. Jedes gespielte Loch ‘kostet’ einen Energiepunkt. Mit sechs dieser ‘Credits’ startet man. Wer ungebremst weiterspielt, muss Punkte-Pakete kaufen. Wer kein Geld ausgeben möchte, hört a) auf zu spielen oder b) wartet bis sich sein Konto von selbst wieder füllt. Nachdem die erste Partie absolviert ist (die Spieldauer beträgt pro Kurs zirka zwei Minuten), zählt ein Countdown bis zum nächsten Bonuspunkt. Die Wartezeit beträgt eine geschlagene Stunde!

Positiv: Die Uhr zählt beim Beenden des Spiels weiter und stoppt zumindest nicht nach den ersten 60 durchgelaufenen Minuten.

IPhoneBlog de Punkte kaufen

Wer daher nur ab und zu mal reinschaut, hat Spaß. Insbesondere weil’s eine sehr aufpolierte Sport-Simulation ist, die mit einem Mehrspielermodus und bereits exzellenten Vorgängern überdurchschnittlich solide abschlägt.

Trotzdem: Richtig verärgert wäre ich als Programmierer des Titels über ein solch vermurkstes Bezahlkonzept. Aus diesem Grund kaufen sich weitaus weniger Interessenten (durch Zeit oder Geld) in spätere Level ein. Als Spieler, der gehörig motiviert seine Golfschläger schultert und zum Freizeitausflug ansetzt, findet kein ‘All-inclusive’-Paket. Selbst 1.400 Gameloft-Punkte, umgerechnet 39.99 Euro, versprechen nicht zwangsläufig 1.400 Einzelspielerpartien. Mehrspielerduelle kosten dreifach, Level-Upgrades (wenn man beispielsweise nicht weiter kommt) und Extra-Bekleidung greifen zusätzlich auf diese Portokasse zurück. Wer eine Partie aus zeitlichen Gründen abbricht, bekommt trotzdem seinen Kontostand dezimiert. Aus Gründen der Fairness sei erwähnt, dass besonders gelungene Partien honoriert werden und sich zählbar verwerten lassen.

Ohne Frage: Ich finde das Preisniveau vieler App-Store-Spiele korreliert nicht ansatzweise mit dessen gebotenem Unterhaltungswert – zugunsten des Kunden. ‘Let’s Golf! 3‘ scheint ein solcher Kandidat, wenn er für einmalige 7.99 Euro im Store gelandet wäre. Die intransparente Preisaufstellung (warum tauchen nur drei der zu kaufenden ‘In-App’-Bundles in der iTunes-Beschreibung auf?) und die gänzlich fehlende Möglichkeit, sich das Spiel komplett freizukaufen, drücken die gute Billy-Madison-Stimmung.

Read.Amazon.com – der Kindle Cloud Reader

von alex olma | 11. August 2011 | 10:21 Uhr

IPhoneBlog de Amazon Kindle

Amazon bietet seinen Kunden unter https://read.amazon.com eine weitere Möglichkeit, ihre beim Versandhändler gekauften eBooks, zu lesen.

…it’s a direct response to the 30% cut of sales that Apple now takes from in-app purchases and subscriptions via iOS apps.

Nö. Weil die Kindle-App auf dem iPad (kostenlos; Universal; App Store-Link) keinen ‘In-App’-Store anbietet, anbot oder jemals anbieten wird. Einzige Umstellung: Vor einigen Wochen musste Amazon den Web-Verweis zum Online-Shop entfernen.

Should Apple be concerned about that? You bet. It’s a going to end up being a very large hole in its wall, caused by companies wielding HTML5 sledgehammers.

Nö. Weil sich Apple explizit für zwei Plattformen ausspricht.

DirektHTML5

Über die technischen Unterschiede lässt sich ausgiebig streiten.

Reading a book is OK, but has a jarring instant page flip, no animation. It often sits and spins for seconds when switching between pages. Thanks for recreating the awful experience of the hardware Kindle on my high-tech iPad 2, Amazon.

Die erste Ausführung ist gut. Nicht exzellent, aber gut. Ich begrüsse die zusätzliche Zugriffsmöglichkeit sehr.

(Danke, @B@tze!)

Lasst das doch Anwälte klären!

von alex olma | 11. August 2011 | 08:51 Uhr

I get it: Ein Bundestrainer steckt ja irgendwie in jedem von uns.

Der juristisch verfügte Verkaufsstopp von Apple für Samsungs Galaxy Tab 10.1 erregt die Gemüter. Und auch Motorolas Xoom, eines der bereits ausgemusterten Nulpen-Tablets aus der Android-3.0-Startphase, scheint betroffen. Das die Welt ohne einen solchen Rohrkrepierer ohnehin besser dran gewesen wäre, interessiert hier jedoch nicht. Die Fan-Parolen gegen Apple und das iPad grölt man doppelt so laut einfach trotzdem mit.

IPhoneBlog de Samsung Car

Vergessen wird: Patentstreitigkeiten, Geschmacksmuster und Einstweilige Verfügungen sind kein Fußballspiel. Wer bei diesen Themen blind für nur eine Seite trommelt, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Über ein gepfiffenes Abseits lässt sich in bester Stammtisch-Manier streiten, über ‘Gemeinschaftsgeschmacksmusterverletzungen und unlauteren Wettbewerb mit vorläufig geschätztem Streitwert von zwei Millionen Euro‘ eher schwieriger.

Ich habe mir das diskutierte Community Design 000181607-0001 angeschaut. Bis auf ein paar Bilder gibt’s da jedoch nicht viel zu sehen. Welche Risikobewertung, Auflagen und Pflichten mit einer Einstweilige Verfügung einhergehen, kann ich nachlesen. Verstehen muss ich’s trotzdem nicht. Ich behaupte jedoch auch nicht, die juristische Situation bewerten zu können. Wenn sich dies andere Leute zutrauen, die nicht aus diesem Fach kommen oder im unmittelbaren Kontakt dieses Prozesses stehen, finde ich das…mutig.

DirektSamsung

Mir geht’s darum, erwachsene Firmen ihre erwachsenen Spielchen spielen zu lassen. Warum muss es gleich so emotional werden? Es handelt sich um Konzerne, die sich mit viel Geld große Rechtsstreitigkeiten liefern. Bemitleidet werden muss aus diesem Kreis sicherlich niemand.

Um ein Beispiel zu nennen: Nichts könnte mich weniger aufregen, als die vereinbarten Lizenzzahlungen von Apple an Nokia. Das Hin und Her zog sich über mehrere Jahre, mit mehreren juristischen Bergetappen und gegenseitigen Scharmützeln bei der internationalen Handelskommission – inklusive Aufforderungen zum Verkaufsstopp der Telefone in diversen Ländern.

Die ‘aufwühlende’ Streitigkeit endete mit einer einseitigen Presseerklärung, die in puncto Spannung nicht über das Unterhaltungsniveau von Barbara Salesch hinausschoss.

Zugegeben: Lizenzzahlungen sind vielleicht leichter auszuräumen, als abgekupferte Gehäusedeckel. Zumindest habe ich das gelesen. Wissen tue ich es nicht.

IPhoneBlog de Kulturbeutel

Die aktuelle Diskussion einiger Hitzköpfe zeigt, dass es im Trend liegt, auf einen Branchenprimus einzuhauen. Auch wenn man keine Ahnung hat, lässt sich aus den Faktoren a) hohes Barvermögen b) eingeleitete Klage Beschwerde und c) unangebrachte Pseudo-Fairness ein Luftschloss aus Meinungen bauen.

Aber warum springen wir nicht gleich einen ganzen Schritt weiter? Apples aktive Behinderung vom Galaxy Tab in der Europäischen Union dient nur dazu, potenzielle Marktneulinge abzuschrecken. Selbst wenn Apple in ein paar Monaten die Düsseldorf-Verfügung mit Strafzahlung um die Ohren gehauen bekommt, ist das Ordnungsgeld um Dimensionen geringer als die erzielte Konkurrenz-Einschüchterung. Nicht zu vergessen: Apple kann es sich leisten.

In welcher Trickkiste versteckt sich eine solche Theorie bei den selbsternannten Web-Winkeladvokaten?

Richtig! Der mitdenkende Leser erkennt, dass eine Vermutungen dieser Art keiner Überprüfung standhält. Genau deshalb drischt man mit weniger präzisen Phrasen (gerne gesehen sind Schlagwörter wie ‘Innovationen’ und ‘Marktschädigung’) ins Blaue. Das klingt einfach immer gut, auch wenn ein Bezug zum juristischen Spannungsfeld meist unberührt bleibt.

Wieso konzentriert sich die Technikpresse nicht auf ihre Kompetenzfelder sondern unterwandert den eigenen Sachverstand mit einer Diskussion, die sie in ihrer Komplexität nicht überschaut? Um’s deutlich zu sagen: Auch ich finde es bitter, das eines der derzeit vielversprechendsten Android-Tablets, hierzulande nicht im Verkauf ist.

Was jedoch noch mehr nervt ist die Überbewertung von juristischen Streitereien, Inkompetenz, die sich durch fehlenden Blick über den Tellerrand auszeichnet und erzwungene Teambildung, die lieber einer Firma den Rücken stärken als dessen Produkt.

Im Fußballstadion ist sowas okay, da will ich meine Mannschaft auch gewinnen sehen. Beim Technik-Kick muss allerdings mein Spielzeug am meisten Spaß bereiten.

Saisonbeginn: Grafiker entsenden iPhone-Mock-ups ins Netz

von alex olma | 11. August 2011 | 00:07 Uhr

Die Ruhe vor dem Sturm: Im Oktober 2011, nach zirka 15 Monaten iPhone-4-Herrschaft, wird ein windschnittigerer Smartphone-Bruder im Wrestling-Ring für Mobilfunktelefone abklatschen.

Zur Einstimmung der Saison beauftragt MacRumors die Photoshop-Profis von CiccareseDesign, um die aktuelle Gerüchteküche in gerenderte Bildkompositionen zu gießen.

Und auch das französische Blog NowhereElse lässt seiner Phantasie freien (Bild-)Lauf.

DirektMockup

Es ist jedoch egal, wie viele Bilder und Text-Zeilen wir im Moment mit Mutmaßungen zum iPhone 5 aufs Papier bringen: “Wir wissen, dass wir nichts wissen.

VinylLove und Panamp: Gediegene und hektische iPod-Ansichten

von alex olma | 10. August 2011 | 10:16 Uhr

Gegensätze ziehen sich an. Zwei absolut konträre iPod-Alternativen demonstrieren diese zwei Kandidaten in Perfektion.

VinylLove™ – now for the iPhone from Color Monkey on Vimeo.

VinylLove (1.59 €; Universal; App Store-Link) legt sorgsam per Hand ausgewählte Alben auf ein digitales Plattenspieler-Abbild und setzt die Nadel an. Kein ‘Shuffle’ oder ‘Repeat’; lediglich pure Nostalgie tönt anschließend vom rotierenden Musik-Teller. VinylLove raubt die Möglichkeit, ständig seine Wiedergabeliste zu ändern, Songs abzubrechen oder explizit zu überspringen.

DirektPanamp

Ganz anders: Panamp (2.39 €; App Store-Link). Wem bereits der dritte Akkord eines Musikstücks aus eurer Bibliothek nicht zusagt, hat schon vor dem anklingenden Refrain zwei neue Titel übergangen. Schnelles Umsortieren mit Fingergesten und eine pfeilschnelle Suche stehen hier im Vordergrund.

Facebook schickt seinen offiziellen ‘Messenger’ ins Rennen

von alex olma | 10. August 2011 | 08:28 Uhr

IPhoneBlog de Facebook Messenger Fone

Facebooks ‘Messenger‘, seit der gestrigen Nacht im US-App-Store (Link), stellt seinen dicken ’750-Millionen-Nutzer’-Fuß in eine derzeit sehr populäre Tür. Es lebe der gute alte Chat!

Fest steht: Alles, was sich als Telefon nicht Smartphone schimpft, ist auf dem Weg nach draußen. Damit verabschiedet sich auch die SMS – selbst wenn wir mit Sicherheit noch ein paar schwere Jahre vor uns haben. In die Schusslinie geraten anschließend Hybrid-Kandidaten wie WhatsApp oder Kik, die deutliche Zeichen einer Übergangstechnologie auf die Stirn tätowiert haben.

Hinlänglich unterschätzt: Alles was nicht private (E-Mail-)Kommunikation betrifft, wickelt sich schon heute über soziale Netzwerke und dessen Strukturen ab. Innerhalb von Apples Ökosystem wird iMessage mit iOS 5 einer dieser neuen Versuche – auch wenn sich der Dienst unter dem Tarnmantel der eingestaubten Textnachricht versteckt.

Die eigenständige Facebook-Messenger-App auf iPhone und Android führt auf den mobilen Plattformen das Nachrichten-Konzept der vereinheitlichte Inbox fort und hebt die Unterscheidung zwischen E-Mail, Kurznachricht und Chat auf. Trotzdem überrascht die klare Trennlinie. Die gestrige Veröffentlichung geschieht nicht im Rahmen der bereits populären Facebook-Anwendung sondern als Relaunch einer im März aufgekauften Software-Firma. Diese Motivation, beziehungsweise das offensichtlich präsentierte (iOS-)Desinteresse, ist für mich schwer nachvollziehbar.

IPhoneBlog de josh hofer

Die Facebook-App ist schon lange kein Aushängeschild mehr für vorzeigbare Telefon-Software. Generelle gefragt: Woher rührt die mangelnde Priorität für mobile Plattformen? Ein soziales Online-Netzwerk sollte insbesondere hier die größten Anstrengungen zeigen.

Wir erinnern uns: Eine angepasste Facebook-App für das iPad versteckt sich im iPhone-Programmcode. Veröffentlicht wurde sie bislang nicht. Hinzu kommt: Der Facebook Messenger soll Codespuren von Video-Telefonie enthalten. Gut so, aber auch hier mutet ein absehbares Zeitfenster nicht innerhalb weniger Monate an.

Warum tut sich nicht schneller mehr? Ein Standard-Chat-Client, wie es ihn für Facebook dank API bereits in unzähligen Formen und bereits teuer gehandelten Farben im App Store gibt, scheint irgendwie überflüssig falsch priorisiert.

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