von Alex Olma
20. März 2013 – 13:24 Uhr

iOS braucht ein Schneeleopard-Jahr*

IPhoneBlog de Snow Leo

Mac OS 10.6, die siebte Version von Apples modernem Desktop-Betriebssystem, war ein umstrittener Release. Keine neuen Funktionen; substanzielle Detailverbesserungen. Snow Leopard bügelte glatt, was Leopard zerknitterte und bereitete den Weg für Lion und Mountain Lion. Ohne die dort angelegten Grundlagen (Grand Central Dispatch, 64-Bit-Mode, etc.) ständen die MacBooks heute vor ganz anderen Herausforderungen.

10.6 rettete sich vor der Kritik über seinen kleinen Preis (29 Euro) sowie die fehlende Aufmerksamkeit, die das iPhone 3GS (zuvor) und iPad (danach) dem OS-Update entzogen.

Rückblickend, wenn man so nach zwei Jahren bereits resümieren darf, war 10.6 eine der wichtigen Veröffentlichungen, die aufholte, was mehrere intensive iOS-Jahre vernachlässigten (Erinnert sich noch jemand an Time Machine unter Leopard?).

On the other side of the coin, I imagine all the teams at Apple that worked on Snow Leopard absolutely reveled in the opportunity to polish their particular subsystems without being burdened by supporting the marketing-driven feature-of-the-month. In any long-lived software product, there needs to be this kind of release valve every few years, lest the entire code base go off into the weeds.

Jetzt braucht iOS, beziehungsweise die daran angeschlossenen Dienste, eine solche Phase des Feinschliffs. iCloud, Maps, Siri, iTunes und der mobile App Store benötigen ‘Aufmerksamkeit’ – je nachdem wo man sich selbst auf der kritischen Skala einstuft, lässt sich das negativer oder positiver formulieren. Ich für meinen Teil empfinde zum Beispiel Apple Maps als zufriedenstellend, das Software-Verzeichnis auf iPhone und iPad jedoch als zunehmend anstrengend.

Dass insbesondere die Onlinedienste mehr Ressourcen benötigen (iCloud-Login down, hallo?), steht außer Frage. Das Google und Facebook hier einen besseren Job machen (Stichwort: Messages), ist ohnehin klar.

Das Problem: Apple kann sich nach iOS 6, das viele notwendige Dinge hinter der Bühne umgeworfen hat, keinen solchen ‘No-Feature’-Release mehr leisten – obwohl er angebracht erscheint. Ganz im Gegensatz zum nächsten “Killer Feature” fürs 5S, wie es sich Analysten regelmäßig erträumen.

Die aufgebrachte Medienmeute verlangt die iWatch und den Apple-Fernseher ohne in Betracht zu ziehen wie sehr eine zuverlässige iCloud den eigenen Alltag bereichern würde.

* Dieser Artikel enthält eine Handvoll ausformulierter Gedanken, die auf der aktuellen Episode 5 des Accidental Tech Podcast von Marco Arment, Casey Lies und John Siracusa basieren.

  • http://www.sebbi.de/ Sebastian H.

    Man fragt sich auch was so ein Killer Feature für heutige Smartphones noch wäre? Vielleicht ein besseres Mikrofon wie es die aktuellen Nokiageräte haben? Noch mehr Sensoren? Für was? Projektoren? Eine Senkung des Stromverbrauchs (oder Erhöhung der Batteriekapazität) wäre etwas, das man gut finden könnte. Komplette Front als Bildschirm? Vielleicht. NFC? Drahtloses Laden? Beides sehr praktisch ;-)

    Und Software? Schwierig.

    Ich denke es ist in den nächsten Jahren lukrativer die Killer Apps/Features für Virtual/Augmented Reality zu finden. Vielleicht klappt es ja diesmal das populärer zu machen ;-)

    • ChiefPotato

      Ein Killerfeature wäre haptisch fühlbare Buttons die sich aus dem Schirm formen können (und das sehr schnell und an beliebiger Stelle).

      Sag ich schon seit ein paar Jahren und alle lachen oder wundern sich drüber bis es dann mal gut umgesetzt kommt ;-)

      Bis sie so einen großen Wurf auf Hardware Seite machen können wird die Hardware bei Smartphones klar eher zunehmend langweiliger.

      Jetzt noch mehr Cores etc ist halt cool wenn man für entwickelt aber jetzt nicht soo spannend für die meisten Endverbraucher die davon wenig mitkriegen außer dadurch das was weniger oder mehr ruckelt oder n bißchen netter aussieht oder man n paar mehr Sachen auf einmal laufen lassen kann.

      Wo die Hardware Updates langweiliger werden machts dann die Software aus. Und da ginge klar wesentlich mehr an vielen Stellen.

      • http://www.sebbi.de/ Sebastian H.

        Hologramm Bildschirme ;-)

      • ChiefPotato

        Jaja, mach dich nur auch lustig drüber ;-)
        Um ernsthaft zu antworten, auch wenns als Spaß gemeint war:
        Hologramm Bildschirme, das dauert wohl noch ein Weilchen länger bis es in ner feinen Version umgesetzt marktreif ist =)
        Und irgendwie wärs ja dann auch kein Smartphone so wie wir uns das heute vorstellen =)
        Re den Bildschirmen wo sich beliebige Formen rausformen können ist das schon ein bischen weiter in der Entwicklung.
        Und wenn man sich das mal überlegt wäre dass dann doch auch mal wieder ein großer Usability Gewinn, so Tasten und Buttons etc fühlen können =)

    • stq66

      Kann mir bitte wer erklären, welchen Mehrwert ein drahtloses Laden für mich bringt? Ich bin ja doch auf einen speziellen Ort gebunden (Ladestation) und die Verluste durch Induktion sind definitiv höher als durch ein Netzteil.

      Das Feature ist für mich eine klassische Lösung für ein nicht vorhandenes Problem.

      • http://www.sebbi.de/ Sebastian H.

        Die Verluste mögen höher als bei einem Kabel sein, aber das spielt bei einem zu ladenden Handy nun wirklich keine Rolle, zumal es hier nicht um Größenordnungen geht.

        Drahtloses Laden ist unheimlich praktisch. Einfach Handy an eine Stelle legen und es wird geladen. Es mag nur minimal weniger Aufwand sein als ein Gerät in ein Dock zu stecken, aber es ist eben nochmal eine Stufe simpler. Und wenn es dafür unterwegs (z.B. in Cafes) mehr Ladestationen gäbe, dann müsste man nicht mehr mit Ladekabeln rumfummeln. In manchen Flughäfen klappt das wunderbar ;-)

    • stq66

      Kann mir bitte wer erklären, welchen Mehrwert ein drahtloses Laden für mich bringt? Ich bin ja doch auf einen speziellen Ort gebunden (Ladestation) und die Verluste durch Induktion sind definitiv höher als durch ein Netzteil.

      Das Feature ist für mich eine klassische Lösung für ein nicht vorhandenes Problem.

  • http://twitter.com/Member_Tree Jens

    Mit meinem iMac aus 2009 und 10.6.8 bin ich absolut zufrieden. Die iCloud nutze ich über das Webinterface icloud.com. Ich finde, SL war das beste und sauberste Betriebssystem. Auf meinem iPad nutze ich noch immer iOS 5. Ich habe irgendwie absolut keine Lust zu updaten, zumal alles wunderbar funktioniert. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass man einfach älter wird :-)) !

  • http://twitter.com/marcoschmidt Marco Schmidt

    Ich finde, iOS bräuchte eher ein Windows8 Jahr. Also eine grundlegende Überarbeitung, wo alles noch mal von vorne neu gedacht ist (keine Ahnung ob das bei Windows8 überhaupt so ist). Im Moment haben wir im Prinzip immer noch iOS1, mit dranflanschten Features wie Folders, “Multitasking” oder Notifications. Und auch das Design wirkt mittlerweile ziemlich angestaubt. Nadelstreifen, rly? Außer Lautstärke Reglern, deren Reflektion sich mitbewegt hat sich ja da auch nicht viel getan.

    • http://twitter.com/Member_Tree Jens

      Apple braucht ein solches Desaster wie Windows8? Ich glaube eher nicht!

      • ChiefPotato

        Marco hat schon recht, nur Windows 8 war halt vielleicht als Beispiel etwas unglücklich gewählt.
        Ich würde da eher Vanilla Android als Beispiel ranziehen, weil wenn man sich da den Sprung von der ersten Version zu jetzt anschaut, sowohl was OS, UI als auch Onboard Google Apps angeht ist das schon ein sehr großer Sprung, und auch einer in eine positive Richtung.

      • Marco Köck

        Windows8 verkauft sich ganz gut und wurde auch an vielen Stellen gelobt. An mancher Stelle ist es unrund aber auf jeden Fall ein gute Neuanfang. Die großen Änderung fanden unter der Oberfläche, die natürlich Makken hat, statt.

        Allein wenn ich dran denke, dass Apps ohne viel Aufwand sowohl auf x86 und ARM laufen hat Microsoft einen Riesen Vorteil gegenüber Apple und Google.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Hast Du kurz einen Link zu Verkaufszahlen von Windows 8?

  • http://pheraph.net/ pheraph

    Ich brauche so schnell keine Revolution auf iOS, aber die vielen kleinen Nervigkeiten gehören endlich mal gefixt, hier meine Favoriten: http://pheraph.net/2013/02/05/dinge-die-mich-persoenlich-in-meinem-ios-alltag-stoeren

  • http://www.facebook.com/michael.reichert.942 Michael Reichert

    Wie recht du hast Alex!

  • ChiefPotato

    Mit Mac OS bin ich größtenteils auch (ziemlich) zufrieden. Lion fand ich total daneben, vor allem auf nur halbwegs älteren Macs größtenteils eine Katastrophe, soviel mehr Speicherverbrauch etc bei so wenig nachverfolgbarem Sinn dahinter.
    Snow Leopard vorher und jetzt Mountain Lion hinterher sind sooo viel besser.

    Zumindest was Politur an bestehender Funktionalität angeht, re was sie an neuen Sachen hinzugefügt haben kann man sich schon seit 2-3 Updates fragen wer da Apple (rein)reitet =)
    Stichwort Launchpad, mal ehrlich =)
    Klar, kann man ignorieren, aber sowas ist doch echt ne Zeitverschwendung wenn es genug anderes wichtiges zu tun gäbe =)
    Und wenn man bei sehr vielen der “neuen” Features da rangehen kann/sollte mit: Naja, ist jetzt nicht dolle aber kann man zumindest ignorieren oder auf die (sinnvollere) alte Funktionsweise zurückstellen, naja.. =)
    Zumindest läuft da das meiste recht rund, das ist trotzdem noch immer viel wert =)

    Re iOS als auch Onboard Apps auf iOS kann ich dir nicht ganz zustimmen, da finde ich es unpassend zu sagen es bräuchte insgesamt entweder einen radikalen Umschwung oder insgesamt eher ein Politur Update.
    Manche Sachen brauchen Politur, viel davon (Game Center, Apple Maps (Daten Material etc)), andere Sachen sind so daneben, dass es da schon radikalere Umänderungen an der Stelle geben sollte (iTunes (App) Store ist komplett verkorkst nach den letzten paar Verschlimmbesserungen, iCloud scheint auch größere strukturelle Probleme zu haben wenn man sich überlegt das selbst nach der Marketing Namensänderung und soviel Zeit immer noch nichts völlig rund läuft da und iOS an sich ist auch sowas von angegilbt dass da schon wesentlich mehr gemacht werden sollte als ein Feinschliff Politur Update)

  • http://www.facebook.com/Namaru83 Bastian Ramlau

    Ich benutze die iCloud gar nicht, da sie für mich keinen größeren Nutzen hat. Die Daten, die ich brauche habe ich entweder direkt auf meinem Handy, oder sie sind auf meinem Notebook, denn, wenn man sich mal darauf besinnt: Ein Smartphone ist immer noch ein Handy und darauf arbeite ich nicht so exessiv wie auf dem Notebook. Was andere Verbesserungen angeht, sehe ich allerdings auch, dass es da die ein oder andere Überarbeitung geben sollte, denke aber, dass Apple dies bei neuen iOS Versionen so lösen wird, wie bisher auch, nämlich dass ein paar Optimierungen in den jeweiligen Updates (6.1, 6.2….) und sonst wie gewohnt ehr komplette Neuerungen, welcher Art diese auch immer sein mögen, implemetieren werden in iOS7 usw.
    Mal sehen, was die Zukunft bringen mag :)

  • 343max

    Es gibt keinen Grund, so ein Pausen-Jahr einzulegen. iOS 6 ist ein sehr rundes OS. Warum sollten die Entwickler keine neuen, wichtigen Features einbauen nur weil das Maps Team nur so mittelprächtige Daten oder das AppStore Team seine HTML nicht im Griff hat?

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Mir geht’s um die internen Prioritäten und die Verwaltung für die dafür notwendigen Ressourcen – vor allem für Dienste, auf die iOS baut. Die Siri-Server skalieren nicht; iCloud rauscht regelmäßig ab.

      Ich fordere kein “Pausen-Jahr” aber mehr Personal auf den vielversprechenden Projekten, die Apples Zukunft bedeuten.

      • 343max

        Ich glaube nicht, dass “mehr Personal” irgendeins von Apples Problemen löst. Und auch da: soll ein iOS Entwickler sich plötzlich um Server-Skalierung kümmern? Natürlich nicht, die sollen mal schön z.B. die RemoteViewController weiterbasteln und allgemein zugänglich machen.

        Bis auf iCloud fällt mir jetzt keine größere Baustelle bei iOS ein, und auch da wäre niemandem damit geholfen, wenn plötzlich 50 statt 5 Leute in den entsprechenden Meetings sitzen würden.

      • stq66

        Ich weiß nicht warum, aber ich hab eigentlich seit mobileme Zeiten noch nie ein Problem damit gehabt.
        Gut, ich bin auch nur Anwender und nicht Programmierer aber weder hat mich der Kalender bzw. Kontakte Synch im Stich gelassen, seit iCloud funktioniert auch der Safarisynch einwandfrei zwischen verschiedensten Geräten (3 Macs & 2 iOS Geräten) und iTunes in the Cloud funktioniert auch seit iOS 6 für mich einwandfrei.
        Ich kann (glücklicherweise) nicht klagen.

        Bezüglich des iTunes, App und MacAppStores muss ich jedoch auch sagen, dass da gehörig der Dampf fehlt. Auch die Downloadzeiten aus den Stores sind unterirdisch geworden.

        Siri verwende ich zu wenig, um hier relevante Aussagen machen zu können.

  • Marco Köck

    Apple wird sich kein Jahr zum “aufräumen” Zeit lassen können. Ein iPhone ohne neue Features wird sich nicht verkaufen, da dann viele einfach eine Iteration überspringen würden. (Siehe iPad 4)

    Auch ein iPhone 4S ohne Siri wäre undenkbar gewesen. (Für die Breite Masse)

    Artikel wirkt nach wunschdenken.

  • derlinzer

    Killerfeatures, die ich als sinnvoll erachten würde, wären eine noch bessere Kamera und bedeutend bessere Akkulaufzeit.

    Softwaremäßig liegt zur Zeit imo vieles im Argen: iCloud wollen die wenigsten Entwickler nutzen, weil es nicht richtig zu funktionieren scheint. Wenn Apple hier nachbessern und Entwickler zur Nutzung verpflichten würde, wäre schon mal viel erreicht: Zuverlässiger Sync von Spielständen und Einstellungen wären schon fein. Messages, Mail, Notizen, Erinnerungen und vor allem der App Store – alles Apple-eigene – Apps gehörten gründlich überarbeitet und benutzerfreundlicher gestaltet. Und zu Maps fehlen mir einfach die Worte: Zum Launch von iOS 6 gemeldete falsche Informationen sind bis heute nicht korrigiert.

    Also auszubessernde Baustellen gäbe es genug.

    • stq66

      In Maps ist sicher nicht alles Gold was glänzt. Aber ich kann dir ebenso genug Beispiele in Google Maps nennen, die seit Jahren falsch sind.
      Insofern ist das tumbe Apple Maps bashing langsam fad.

      • derlinzer

        Sind das Beispiele, für die – mehrfach – Korrekturvorschläge gemacht wurden? Alle, die ich bei Google Maps & Foursquare gemacht habe, wurden flott von der Community umgesetzt. in Maps hingegen nicht- also durchaus gerechtfertigtes Bashing.

      • Alex

        Naja, während Google die Karten ganz langsam über viele Jahre entwickeln konnte, und sich die Korrekturen auf viele Jahre verteilt haben, kommen die bei Apple alle auf einmal. Dass Apple das nicht alles sofort erledigen kann, ist sicherlich verständlich.

        Als Endanwender hat man natürlich andere Prioritäten, da ist die eigene Strasse natürlich der Nabel der Welt ;-), aber aus Apples Sicht gibt es da jetzt vermutlich zig Millionen Leute die Probleme mit ihren ganz persönlichen “Nabel der Welt” sehen, und da ist dann für Apple der eigene Nabel vermutlich doch nicht ganz der wichtigste…

        Ich würde Apple daher doch noch etwas Zeit lassen. Die komplette Welt zu kartographieren ist eine Menge Arbeit. Sowas macht man nicht von heute auf morgen.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Gib mal ein Beispiel für einen Fehler in Google Maps

    • Alex

      Persönlich fand ich auch, dass Apple das iPhone 5 genauso dick und schwer wie das iPhone 4S hätte werden lassen sollen, um den zusätzlichen Platz (verglichen mit dem jetzigen 5er-Modell) für einen größeren Akku zu verwenden. Denn die Akkulaufzeit ist doch das größte Problem (aller Smartphones, nicht nur beim iPhone). Geringere Dicke und Gewicht sind zwar nett, aber nicht so wichtig wie Laufzeit.

      Was die iCloud angeht, verstehe ich als Entwickler durchaus die Probleme, die Apple hier hat. Normalerweise sollte der Sync ununterbrochen im Hintergrund ablaufen (wie es auch auf dem Mac passiert), unabhängig ob die jeweiligen Apps laufen oder nicht. Damit kann man Versions-Konflikte recht gut vermeiden, da man i.d.R. nicht wirklich auf mehreren Geräten gleichzeitig Daten in den selben Apps ändert, sondern entweder auf dem einen oder dem anderen Gerät das macht. Und wenn dann sofort die Daten abgeglichen werden, hat das App auf dem anderen Gerät schon sofort die aktuellen Daten, wenn man es irgendwann mal startet.

      Dummerweise produziert das einiges an Traffic und Prozessorlast, was für mobile Geräte schlecht ist. Denn man würde so auch all die Daten für die Apps abgleichen, die zwar installiert, aber gar nicht oft genutzt werden.

      Daher fängt iCloud auf dem iPhone/iPad erst dann mit dem Abgleich der Daten für ein App an, wenn das jeweilige App läuft. Und wenn es einiges an Daten abzugleichen gibt, kann das eine Weile dauern, während dessen der User aber noch die “alten” Daten zu sehen bekommt und mit den alten Daten arbeitet. Wenn der nun die alten Daten anfängt zu ändern, während im Hintergrund noch neuere von anderen Geräten empfangen werden, gibt es dann unweigerlich Konflikte.

      Die “Notes”-Lösung, einfach bei Konflikten die Notizen in doppelt und dreifacher Ausführung zu speichern (mit jeweils anderer “Version”) ist nicht unbedingt optimal. Als User muss ich umständlich die jeweiligen Änderungen der unterschiedlichen Versionen wieder selbst manuell zusammenfassen.

      Immer den User zu fragen, welche Fassung die richtige ist, ist dem normalen User nicht vermittelbar. Und einfach die “neuere” Fassung gewinnen zu lassen, ist ebenfalls nicht optimal, aber oft das was gemacht wird.

      Eine optimale Lösung gibt leider es nicht.

      • derlinzer

        Als User interessiert man sich halt wenig für die Entwicklerseite. Sollte man imo auch nicht müssen.

        Es ist halt einfach extrem nervig, dass es Apps gibt, die perfekt mit iCloud umgehen können und solche, die das nicht tun. Am schlimmsten ist das bei Spielständen von (Universal-) Titeln. Da gibt es Spiele wie Infinity Blade 2, Rayman Legends, Fieldrunners 2 HD, usw. die Sync/Backup perfekt beherrschen und die ich deinstallieren, erneut installieren und weiterspielen kann. Und dann gibt es all die anderen, deren Spielstande beim Deinstallieren futsch sind und die nicht zwischen iOS-Geräten abgeglichen werden. Übelst ist, das erst nach dem zu erfahren, da der App Store – bis auf die Beschreibung der App – sich darüber ausschweigt, ob und wie ein Spiel iCloud nutzt, aber mit einem Logo auf Game Center-Unterstützung hinweist, die mich einen feuchten Dreck interessiert.

        Wenn es keine optimale Lösung gibt, hätte man iCloud bleiben lassen sollen, bis man einer solchen näher gewesen wäre. So ist es einfach nur frustrierend.

  • http://www.eraser.org B. Braun

    Ein Pausen-Jahr für Apple? Die sollten lieber endlich mal wirklich was überarbeiten.

    – Der Lockscreen mit dünnen Informationen völlig veraltet. Statt den Kameraknopf zu tippen muss man ihn schieben, das geht häufiger daneben und erschwert Schnappschüsse.

    – Die UI ist ein wildes Durcheinandern an Designs. Während Mail und Messages ähnlich (veraltet) aussehen, ist das Gamecenter hässlich, passt nicht zur Mitteilungszentrale und auch die iPod Software sieht anders aus, diese passt zumindest zu iTunes. Von desen komischen Bücherregalen will ich gar nicht erst anfangen. iBooks verschwendte zu viel Bildschirmplatz mit leeren flächen.

    – Es gibt im offiziellen iOS immer noch keine kurzen Weg zu Systemschaltern wie Flugmodus, WLAN, Bluetooth etc, schnell zu erreichen (dopple Tap auf die Batterie z.B.)

    -Die Gestensteuerung auf den iPhone ist nur dürftig möglich.

    – Wie man in der Kamera statt den Zoom-Slider nun auf Pinch to zoom gekommen ist, keine Ahnung, es ist einfach schlechter zu bedienen.

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