iPod touch: “#1 Portable Game Player”?!
von alex olma | 2 September 2010 | 11:37 Uhr
Mit dem PSP-Werbespot “Step Your Game Up” amüsierte sich Sony Mitte August über die ‘Spieletauglichkeit’ der iOS-Konkurrenz. Die Demonstration der Shoot’em-Up-Schmiede Epic Games, von der ich an dieser Stelle bereits Gestern einen Ausschnitt dokumentierte, setzt dem höhnischen Lachen einen kleinen ‘Unreal-Engine-3′-Frosch in den Hals.
Arnold Kim kommentierte flapsig: “Take that Sony”.

Apple selbst räumte seinem ‘Game Center’ im Rahmen der iOS-4.1-Aktualisierung eine längere Demonstrationszeit ein und ging dabei auch auf den mobilen Spielemarkt ein. Apple beansprucht (nach eigenen Angaben) mit dem iPod touch 50-Prozent vom ‘portablen’ Marktanteil.
Nachdem wir mit 230.000 neue iOS-Aktivierung pro Tag; 6.5 Milliarden App-Store-Downloads (von denen 1.5 Milliarden aus der Entertainment-Kategorie exklusiv auf den iPod touch entfallen) und insgesamt 250.000 iPhone- sowie 25.000 iPad-Anwendungen alle Zahlen abgefrühstückt haben, krame ich meine Sony PSP am heutigen Morgen wieder einmal aus der Schublade.
Um zu sehen, was die beworbenen Konkurrenztitel im PlayStation-Store so sind, fordert mich das System auf, eine Firmware-Aktualisierung durchzuführen. Nach dem 31-Megabyte-Download folgt die Installation. Diese bricht jedoch mit einem Fehler ab, da der Geräte-Batteriestand zu gering sei. Netzteil gesucht, gefunden und angeschlossen. Die Fehlermeldung kümmert das jedoch wenig und beharrt auf mehr Akkuleistung für die Durchführung des Updates. Und so sitze ich jetzt bereits seit geschlagenen 50 Minuten vor einer Konsole mit angestecktem Netzteil, die aufgrund einer “0.11-Aktualisierung” (6.20 -> 6.31) mich nicht in das Einkaufsgeschäft für digitale Spiele lässt. Und irgendwie denke ich mir: “Die besten Spiele sind doch genau jene, die ich auch kaufen darf spielen kann”…

Apropos Spiele. Während man sich über Sony im mobilen Bereich – auch aufgrund der fehlenden Ankündigungen – echte Sorgen machen darf, punktete Nintendo (bei mir) mit ihrem ‘3DS’, das ich auf der diesjährigen GamesCom anspielte. Der 3D-Effekt ohne störende Brille ist sehr beeindruckend.
Ebenfalls beachtenswert ist die zunehmende Anzahl der Klassiker-Umsetzungen für die iOS-Plattform. Das Modul von Phantasy Star II (3.99 €; App Store-Link) ist mir beim Zusammenpacken gerade vor die Füße gefallen, während der App-Store zufällig den Retro-Download bewarb.

Nachtrag. Die PSP hat mich nach 65 Minuten nun doch in ihren Store gelassen. Über den deutschsprachigen Zugang finden sich dort 41 namenhafte ‘PSP Essentials’ in der Preisspanne von 5.99 € bis 9.99 € sowie 90 ‘Minis’. Diese fallen teilweise preiswerter aus, gehört hat man von vielen der Namen jedoch auch noch nicht.
Offizielle ‘Twitter’-Anwendung für das iPad erreicht den App Store
von alex olma | 2 September 2010 | 09:05 Uhr

Der Kurzmitteilungsdienst ‘Twitter’ kaufte im April 2010 die App-Store-Anwendung ‘Tweetie 2′ von Loren Brichter. Seit dem 19. Mai ist die iPhone-App unter dem Namen ‘Twitter‘ (kostenlos; App Store-Link) im App Store verfügbar; heute folgt die Umstellung auf eine ‘universal’ Anwendung, die den Webservice über ein natives iOS-Programm am iPad benutzbar macht.
Durch ein abermals verändertes Software-Design muss sich auch bei dieser Veröffentlichung die Konkurrenz kräftig anschnallen. TechCrunch titelt: “Twitter Just Killed Something Else: Their Own Website. Twitter For iPad Is That Good.” und beschreibt damit ‘verschiebbare Fensterelemente’, die man so noch in keiner populären iPad-Anwendung gesehen hat.
Auf den mittlerweile von Twitter bezahlten Loren Brichter, der auch in diesen Programmcode seine Finger steckte, fällt bekanntlich das ‘Pull-to-Refresh’-Konzept. Dabei ließ sich der Twitter-Zeitstrahl aktualisierten, wenn man sich an die oberste Fenster-Position klammerte. Viele Programme kopierten diese Software-Aufmachung. Als Facebook (kostenlos; App Store-Link) ‘Pull-to-Refresh’ integrierte, wurde sich anschließend kräftig für die Leihgabe entschuldigt.

Hier noch zwei oder drei Tricks zur vereinfachten Bedienung. Allen iPad-Besitzern ist ein Ausprobieren damit (hoffentlich) nahegelegt worden.
- Streicht man mit zwei Fingern über einen Tweet, öffnet sich der Gesprächsverlauf
- Spreizt man zwei Finger auseinander, öffnet sich das Twitter-Profil
- Tweets ohne Links öffnen in der rechten Randspalte zusätzliche Profil-Informationen
- Ein langer Fingerdruck auf den ‘Messages’-Knopf in der linken Seitenleiste enthüllt eine Schnellansicht
- Um das komplett rechte Fenster wieder loszuwerden, hilft nur ein Wechsel in den Standard-Kategorien (Timeline, Mentions, etc.)
Kurzer Epilog: Twitter informierte seine Nutzer in der letzten Nacht per E-Mail über die Umstellung zur OAuth-Autorisierung und der Einführung eines eigenen Kurz-URL-Dienstes mit der Adresse t.co.
via blog.twitter.com
iTunes 10 steht in neuem Design und mit sozialer ‘Ping’-Anbindung zum Download bereit
von alex olma | 2 September 2010 | 07:52 Uhr

Mit rund 82 Megabyte (beziehungsweise 70MB für Windows) steht ab sofort iTunes 10 zum kostenfreien Mac- und PC-Download bereit.
Nachdem man die neuen Geschäftsbedingungen abgenickt hat, ist das soziale Apple-Netzwerk ‘Ping’ erreichbar. Pro iTunes-Account lässt sich ein Ping-Profil erstellen. Bereits in der Vergangenheit abgegebene iTunes Musik- oder App-Store-Bewertungen werden dem Benutzerkonto zugeordnet. Ping ist über das iTunes-Programm auch am iPhone, derzeit jedoch noch nicht am iPad, verfügbar.

Der neue Aluminium-Look gefällt, obwohl die Button-Seitenleiste unter Mac OS komplett gegen das durchgehende Betriebssystem-Design verläuft. Unter ‘der Haube’ ist mit Carbon und 32-Bit alles ‘beim Alten’.

Die ‘entfernten’ AirTunes-Lautsprecher bekommen ein neues Symbol und tragen der AirPlay-Umstellung Rechnung. ‘AirPlay’ verteilt drahtlos Musik an AirPort-Express-Stationen (Affiliate-Link) und Receiver-Systeme (Bowers & Wilkins, Denon), die diese Technologie bereits eingebaut mitbringen.
‘AirPlay’ erfährt mit iOS 4.2 (später in diesem Jahr) eine spannende Ergänzung für iPhone, iPod touch und iPad, indem sich kabellos Musik und Video von mobilen Geräten verteilt lässt. Obwohl offiziell lediglich kommentiert wurde, das die iOS-Devices drahtlos ihre Medien an einen (neuen?) Apple TV verteilen, sollte eine Unterstützung von bestehenden AirPort- oder iTunes-Empfänger möglich sein.

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Kleine Randverbesserungen und Erweiterungen, wie beispielsweise die Weiterbenutzung während einer iPhone-Synchronisation, verstecken sich sicherlich noch an der einen oder anderen ungenannten Stelle. Über Ergänzungen in den Kommentaren sowie allgemeine Meinungen zum ‘großen’ iTunes-10-Update wird (höflich) gebeten.

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[update II] Apple überträgt heutiges Musikevent per Live-Video-Stream
von alex olma | 1 September 2010 | 01:12 Uhr
Apple überträgt sein diesjähriges Musikevent – am heutigen 01. September um 19 Uhr unserer Zeit – mit einem Live-Video-Stream ins Internet.
Per ‘HTTP Live Streaming’ sind die Ankündigungen aus dem Yerba Buena Center in San Francisco damit über jeden modernen Webbrowser sowie einen Mac mit 10.6 und Safari sowie iPhone, iPod touch oder iPad zu empfangen.
Update
Die letzte Direktübertragung einer Cupertino-Veranstaltung dürfte dem Jahr 2004 entstammt. In welchem Ausmaß das neue Apple-Rechenzentrum in Maiden, North Carolina dabei bereits zum Einsatz kommt, ist nur zu vermuten. Die Ankündigung per Pressemitteilung, weniger als 24-Stunden vor der Veranstaltung, lädt jedoch zu reichlich Spekulationen ein.
Neben neuen iPod nanos mit Touchscreen geisterte am heutigen Tag auch das Gerücht einer Netflix-Unterstützung für die zweite Generation vom AppleTV durch den Webseiten-Wald. Prädestiniert für die Integration eines solchen Content-Anbieters wäre zweifelsfrei das iOS-Betriebssytem. In Form von (App-Store-)Apps ließen sich neben den eigenen iTunes-Angeboten kinderleicht Vertriebskanäle für Hulu und Co. nachrüsten. Auch die Kategorie Videospiele, bei denen iPod touch oder iPhone als Joystick am iTV im Wohnzimmer fungieren, sind nicht abwegig.
Das das kommende Live-Video-Angebot in überhaupt keinem Zusammenhang mit einem neuen Apple-Produkt steht, erscheint mir zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich.
via ApplePR
Update II
Für die HTTP-Live-Streaming-Übertragung ist Mac OS X mit 10.6 inklusive Safari erforderlich. MacRumors verlinkt einen holprigen Umweg und eine Test-Webseite.
‘iSub Music Streamer’ – iOS-Fernzugriff für ‘Subsonic’
von alex olma | 31 August 2010 | 16:26 Uhr
Bevor Apple am morgigen Mittwoch Sendezeit eingeräumt bekommt, iTunes im Jahr 2010 mit möglichen Streaming-Lösung auf ein zeitgerechtes Niveau zu heben, hier ein bereits funktionsfähiger Konkurrent. Subsonic bezeichnet sich als ‘Free Music Streamer’, der in mundgerechten Java-Installationspaketen für Windows, Mac OS X, Ubuntu oder Fedora vorliegt.
Wer ein Server- oder Rechner-System mit den entsprechenden Betriebssystemen und einer Verbindung zur iTunes-Bibliothek oder den entsprechenden Musik-Ordnern im Zugriff weiß, verteilt damit seine Lieblingsklänge an alle Geräte, die irgendwie am Netz hängen.

An dieser Stelle von Interesse ist bekanntlich weniger der Konsum über den gängigen Webbrowser oder die Android- respektive Adobe-AIR-App, sondern ein annehmbarer iPhone-Ableger. Zwei Programme empfiehlt Subsonic selbst: Z-Subsonic (3.99 €; App Store-Link) gefiel mir (graphisch) beim ersten Ausprobieren nicht so gut wie der ‘iSub Music Streamer‘ (3.99 €; App Store-Link). Und weil die Server-Software schon keine Augenweide ist, entstammen, die hier verwendeten Bildschirmfotos, der Anwendung von Ben Baron. Es funktionieren jedoch beide App-Store-Angebote problemlos.


Funktionieren bedeutet: Aus der Bibliothek, die nach einer kleinen Spende auch per individueller URL (“name.subsonic.org”) über das Internet verfügbar ist, lassen sich Titel, Alben und Interpreten auswählen und (mit iOS 4 auch im Hintergrund) abspielen. Wer in Regionen mit schlechtem Empfang sitzt, kurbelt die Bitrate ein wenig nach unten. Die Cache-Status-Anzeige informiert über das temporär zwischengespeicherte Song-Repertoire.
Wiedergabelisten, Bookmark-Funktionalität sowie Lyrics- und Cover-Unterstützung runden den sehr musikalischen Gesamteindruck, von einer (möglicherweise) weit entfernten Musik-Sammlung, ab.
via 343max










