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van Alex Olma
6. September 2007 – 13:18 Uhr

mal ernsthaft

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Nachdem ich mich durch unzählige Blogs am „Morgen danach“ gewühlt habe, die die gestrigen Ereignisse zusammenfassen, ist wohl ein kurzes ernsthaftes Statement bezüglich der Preissenkung von Nöten. So titelte Spiegel Online heute:

Die Hardcore-Fans, die sich als erste ein iPhone besorgt haben, sind wütend. Nach nur 68 Tagen hat Apple den Preis ihres neuen Lieblingsgadgets um 200 Dollar gesenkt – das sind 33 Prozent. In Foren und Blogs kocht die Wut, ehemalige Apple-Jünger publizieren Boykottaufrufe und fordern ihr Geld zurück.

Lieber Spiegel, lieber iWar-Sympathisanten.

Mein persönlicher Eindruck der Blogsphäre ist keinesfalls mit den Worten „hochkochende Wut“ zu beschreiben. Aber das nur am Rande.

Wichtig ist erst einmal eine kleine Unterscheidung. Wenn wir über unzufriedene Kunden sprechen, sprechen wir hier über amerikanische Kunden, die das Gerät zum offiziellen Preis erworben haben. Diejenigen, die in Europa (und der restlichen Welt) bis zu 1200 EUR für ein iPhone ausgegeben haben, fehlt jegliche Beschwerde-Grundlage.

Also was ist mit den amerikanischen Kunden?

Wer dort das Gerät als 8 GB-Variante für $599 zum Start erworben hat, der musste wissen, das er ein technologisches Gerät kauft, das schon beim Kauf veraltet + überteuert ist. Alles was danach kommt wird preiswerter und besser. Das gilt für Fernseher, DVDs oder Mobiltelefone.

Knackpunkt ist letztendlich der zeitliche Abstand, der für eine Preissenkung anvisiert werden kann und darf. 68 Tage und 33% ist happig, keine Frage. Natürlich kann man das auf 2,2 EUR pro Tag runterbrechen, trotzdem bleibt ein Preisverfall, der nicht mit fallenden Hardwarepreisen (Flash, etc.) sinnvoll zu rechtfertigen ist.

Die Frage bleibt, was es denjenigen „Erstkäufern“ wert war, gleich von Beginn an mit dabei gewesen zu sein? Schlangestehen, Camping vor den Apple Stores und im Anschluss beneidenswerter „Held einer Schulklasse“, einer „Internetgemeine“ oder einem „Arbeitsplatz“. Etwas auszuprobieren, von dem Anderen bislang nur gehört hatten? Die Finger auf etwas revolutionäres zu legen, das noch einige Generationen beschäftigen wird?

Je nachdem wie man dies persönlich für sich bewertet, muss dies jetzt a) teuer bezahlt werden oder b) man kann weiterhin genießen (und es sich nicht verderben lassen) gleich zu Beginn mit dabei gewesen zu sein.

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