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van Alex Olma
10. Juni 2008 – 10:45 Uhr

iPhone – Generation 2.0

Das iPhone ist endlich im Massenmarkt angekommen.

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Als Steve Jobs am Montagmorgen amerikanischer Zeit die Bühne im Moscone Center betrat, wurden ‚weltverändernde‘ Produkte erwartet. Volle zwei Stunden später war klar: Apple konzentriert sich nicht auf kunstvollen SchnickSchnack sondern steckt die verfügbaren Ressourcen in eine solide Weiterentwicklung von Soft- und Hardware.

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Das iPhone stand im Mittelpunkt der gesamten Präsentation. Am 11.Juli folgt mit der kostenlosen Firmware 2.0 für alle iPhones der finale Schritt in einen neuen Geschäftsbereich: Mit dem AppStore öffnet Apple Entwicklern die mobile Plattform, auf denen diese ihre Software zu einem selbstbestimmten Preis verkaufen dürfen.

Details:

  • Live-Kontaktsuche
  • Unterstützung iWork-und Office-Dateien (Word, Excel, PowerPoint)
  • Wissenschaftlicher Taschenrechner
  • Kindersicherung
  • Weitere Sprachen sowie Schrifterkennung für Japanisch und Chinesisch
  • Programme bis zu einer Größe von 10 MB können aus dem Mobilfunknetz geladen werden – größere nur per WLan
  • iPod Touch-Besitzer zahlen $10 – für iPhones ist es kostenlos

-> http://www.apple.com/de/iphone/features/appstore.html

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4000 Entwickler hat die Firma aus Cupertino bereits als Entwickler zugelassen, um selbstgeschriebenen Kode anbieten zu dürfen. 70% vom Erlös bekommt der Programmierer, 30% behält sich Apple für die ‚Verwaltung‘ ein. Die Plattform ist riesig, da der zentrale Store mit der neuen Firmware auf JEDES iPhone geladen wird. Aber auch das Angebot wird nicht gering ausfallen und es bleibt abzuwarten ob die iPhone-Besitzer nur Programme aus der ‚Top 10‘-Liste kaufen oder ihren Blick auch auf die anderen Applikationen erweitern. Einige davon wurden Gestern vorgestellt. Ein paar Games, eine Ebay-Benutzeroberfläche, ein bisschen Social Network und Programme zum Musizieren – insgesamt ordentlich.

Auch für Firmen rückt mit der ‚Enterprise‘-Anbindung das iPhone in ein attraktives Blickfeld. Alles wird vom Microsoft Exchange-Server auf das iPhone ‚gepushed‘. Der Privatmann (die Privatfrau) hat mit MobileMe.com ihren persönlichen ‚Push‘-Service für 80 EUR im Jahr. Ehemals .Mac erfährt in ein lange überfälliges Re-Design mit kleinen Neuerungen.

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Details:

  • Push-Emails
  • Push-Kontakte
  • Entferntes Löschen
  • Push-Kalender
  • GAL-Unterstützung (Global Address List)
  • Zertifizierung und Identifizierung
  • WPA2/802.1X
  • Zuverlässige Sicherheitstechnologien
  • Zusätzliche VPN-Protokolle
  • Gerätekonfiguration
  • Remote-Wipe-Funktion zum Löschen aller Daten auf einem entfernten Gerät
  • Per Mail empfangene Bilder können gespeichert werden
  • Mehrere E-Mails können gleichzeitig gelöscht werden

-> http://www.apple.com/de/iphone/enterprise/

-> http://www.apple.com/de/mobileme/

Apropos Re-Design. Ein neues Gerät gab es ja auch noch! Das iPhone der zweiten Generation hat optisch auf den ersten Blick nur die metallene Rückseite gegen schwarzes oder weißes Plastik eingetauscht. Ein bisschen dicklich wirkt das iPhone durch seine angesenkten Kanten. Das 3,5 Zoll-Display strotzt weiter mit der bekannten Auflösung von 480 x 320 Pixeln. Intern wurde A-GPS verbaut um eine noch genauere Standortbestimmung vorzunehmen; im Internetz surft man mit Triband-HSDPA-Anbindung – das ist nur ein paar Sekunden langsamer als im heimischen WLan.

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Details:

  • Tri-Band-UMTS (inkl. HSDPA)
  • A-GPS
  • 300 h Stand-By, 5-6 h UMTS-Surfen
  • 8 bzw. 16 GB Speicher
  • Standard-Kopfhörer-Buchse
  • 2 Megapixel Kamera
  • kein Dock im Lieferumfang
  • 11.Juli
  • Nur das 16 GB-Modell mit weißer Rückseite
  • iTunes 7.7 erforderlich
  • Kleineres Netzteil

Aber den großen Wurf schafft Apple mit Ihrer Preisgestaltung. Maximal $199 für das 8 GB-Modell. $299 kosten die große Version mit 16 GB. Genau deshalb und weil statt 6 Länder zukünftig 62 (!) beliefert werden, schafft das iPhone den Sprung in den Massenmarkt. Zusätzlich kommt hinzu, das der AppleStore Online wohl keine Geräte mehr in Amerika verkauft und so ein Vertragsabschluss für den Mobilfunkvertrag erzwingt – byebye Grauimporte.

Details:

Australien, Österreich, Belgien (Französisch), Belgien (Flämisch), Kanada (Englisch), Kanada (Französisch), Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Irland, Italien; Japan, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Norwegen; Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz (Französisch), Schweiz (Deutsch), Großbritannien, USA.

In Kürze:

Argentinien, Botsuana, Brasilien, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Chile, Kolumbien, Kroatien, Tschechische Republik, Dominikanische Republik, Ecuador, Ägypten, El Salvador, Äquatorialguinea, Estland, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Griechenland, Honduras, Ungarn, Indien, Côte d’Ivoire, Jamaika, Jordanien, Kenia, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Macau, Madagaskar, Mali, Malta, Mauritius, Nicaragua, Niger, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Rumänien, Senegal, Singapur, Katar, Slowakei, Südafrika, Türkei, Uruguay

-> http://www.apple.com/de/iphone/countries/

Neue Tarif der je nach Land unterschiedlichen Mobilfunkanbieter folgen. O2 in UK macht den Anfang und denkt laut über Pre-Paid nach – es ist davon auszugehen, dass T-Mobile nachzieht.

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-> http://www.o2.co.uk/iphone/

Lassen wir dem Mann von Gestern die letzten Worte.

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