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van Alex Olma
12. Juni 2008 – 9:43 Uhr

Push Notification – töte Hintergrundprozesse

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Mobile Geräte unterliegen durch Ihre ‚Mobilität‘ (!) bestimmten Voraussetzung.

Zu den Wichtigsten gehört sicherlich die Batterielaufzeit – einem flexiblen Begleiter sollte Unterwegs nicht der Saft ausgehen. Das würde frustrieren und bedarf daher einem intelligenten Batteriemanagement. Auch auf die Performance sollte man achten. Ist nicht genügend Speicher verfügbar, leidet nicht nur die Geschwindigkeit, sondern in erster Linie der Komfort des Benutzers.

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Ich möchte nicht von Adam und Eva anfangen aber für die Diskussion rund um ‚Hintergrundprozesse von Drittprogrammen‘ sind dies entscheidende Faktoren. Applikationen auf dem iPhone beenden sich nach einer gewissen Zeit wenn man zurück ins Springboard navigiert und diese nicht mehr benutzt. Die derzeit einzigen (offiziellen) Ausnahme stellen Mail + SMS dar.

Das hat berechtigte Gründe – die Akkulaufzeit wird erheblich erhöht und der Speicher frei. Auf der Keynote wurde – als Negativbeispiel – der Windows Mobile Task-Manager angeführt. „This is nuts!“ – von einem Benutzer zu erwarten, selbstständig die Applikation herauszufiltern, welche gerade den Speicher frisst, und manuell zu beenden.

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Doch für manche Programme ist es essentiell, im Hintergrund weiterzulaufen.

Warum lassen sich die über den Installer verfügbaren Instant Messenger nicht richtig benutzen? Weil man nur Nachrichten empfangen kann, wenn man das Programm geöffnet hat – das macht natürlich überhaupt keinen Sinn. Genauso die vorgestellte Ebay-Applikation, die auf auslaufende Auktionen hinweist. Wenn man das manuell durch Aufrufen des Programms kontrollieren müsste, könnten wir gleich zurück in Palm-Zeit nach 1990 springen.

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Wie löst Apple also dieses (schwierige) Problem?

Sie implementieren einen Daemon (Dienst im Hintergrund), der mit permanenter IP zu einem Apple Benachrichtigungs-Server lauscht. Alle Drittanbieter ‚pushen‘ ihre Statushinweise wie Buttons, Sounds oder Alarmtöne durch den ‚Apple Notification-Service‘, der diese ans iPhone übermittelt. Soweit ich das technisch umreiße, eine geniale Lösung um durch eine konstante Verbindung zu den entsprechenden Diensten einer skalierbaren Hinweisflut Rechenschaft zu tragen.

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Der Service kämpft mit dem erheblichen Nachteil des privaten Datenschutzes, da jegliche Kommunikation durch den Apples ‚Hinweis-Dienst‘ verläuft.

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Not allowing background processes and forcing everything to pass thru the Apple Push Notification Server is something Orwell already imagined.hink about all your data flowing through Apple and you will start to get the big picture. Add to that mobileme, another big brother keeping everything about you. Now, this would be nice if it were an optional feature. But it’s not. It’s the only way.

Zibri

Am Ende steht die Frage: „Vertraue ich Apple genügend, um meine persönlichen Daten durchleiten zu lassen?“

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Der ‚Push-Notification-Service‘ wird im nächsten Monat an die Entwickler verteilt und ab Herbst verfügbar sein.

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