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van Alex Olma
27. Juli 2008 – 0:52 Uhr

DRM-Apps auf mehreren iPhones

Drüben bei allforces.com findet sich ein interessanten Beitrag: Dabei geht es um die Nutzung kostenpflichtiger iPhone-Apps, die einmal gekauft und dann auf mehrere Geräte transferiert werden.

Praktisches Beispiel aus dem Alltag: Ein junges Glück, gerade verheiratet und zusammengezogen, möchtet Super Monkey Ball sowohl auf dem iPhone des Bräutigams, als auch dem Gerät der Braut spielen. Zweimal bezahlen? iPhones tauschen?  

Bevor wir tiefer in die Thematik einsteigen, erst einmal die praktische Lösung. Der ‚Versuchsaufbau‘ ist dafür Folgender: Loggt euch mit eurem iTunes-Account – der die App bezahlt hat – auf einem anderen Rechner ein (iTunes-Account autorisieren) und startet den Download der bereits erworbenen App nochmals. Dazu muss man auf „Kaufen“ drücken – was sehr irritierend ist – und bekommt dann die Datei noch einmal gratis zum Download. iTunes realisiert, dass diese App bereits gekauft wurde und berechnet den Download nicht zweimal. Auch das zweite iPhone kann nun die Synchronisations-Maschinerie anwerfen und ‚eure‘ kostenpflichtige App auf das neue Endgerät einspielen.

Unser kurzer Versuch bestätigte die Funktionalität. Des Weiteren könnte man auch im Ordner „~/Music/iTunes/Mobile Applications“ alle heruntergeladenen Apps lokalisieren und auf den anderen Mac kopieren. Die Dateien müssen auf dem anderen Mac in den gleichen Ordner einsortiert und dann doppelgeklickt werden. Jetzt kann man auch die App in iTunes mit einem zweiten iPhone synchronisieren.

Warum ist das möglich?

Dass dies funktioniert, überrascht eigentlich nicht da in den iTunes Terms of Service steht:

(iii) You shall be authorized to use the Products on five Apple-authorized devices at any time, except in the case of Movie Rentals, as described below.

-> http://www.apple.com/legal/itunes/us/service.html

Allerdings gab es bei unseren Tests komische besondere unbekannte Pop-Up-Fenster: Wenn man eine App in einem ‚zweiten‘ iTunes doppelklickt, wird man ab und zu nach dem Benutzerkonto gefragt, welches die App gekauft hat. Danach wird angezeigt, wieviele Male diese App bereits aktiviert wurde. Lustigerweise habe ich mein „Super Monkey Ball“ schon vier Mal aktiviert, obwohl ich nur zwei iPhones und zwei iTunes Accounts zum testen hatte.

Aktivieren sowohl iTunes als auch das iPhone die gekaufte App?

ao/

So ein paar Worte muss ich zu dieser Thematik auch noch verlieren. Das man seine gekaufte Applikation für fünf Geräte ‚autorisieren‘ (und nochmals herunterladen kann) ist ein sehr lobenswerter Schritt. Musikfreunde würden dies zu schätzen wissen.

Und ja, diese Funktion hat eine praktische Bewandtnis und dient nicht zu Copyright-Verletzungen. Der iPodTouch-Besitzer würde sich höchst veräppelt vorkommen, seine gekauften iPhone-Apps vom Business-Mobilfunktelefon nicht dort weiter nutzen zu können.  

Aber zurück zum jungen Glück. Unser frisch verliebtes Brautpaar bringt mit ziemlicher Sicherheit mehrere Computer und möglicherweise auch mehrere iPhone in die Beziehung ein. Was nun wem gehört ist lange nicht mehr so leicht zu trennen wie zuvor. Gleicher Hausstand, gemeinsames Konto. Eine Diskussion um die ‚juristische Person‘, die den Kauf getätigt hat, ist wohl bei ‚Kleinpreis-Entertainment‘ zu weit hergeholt.

Ohne eine juristische Ausbildung genossen zu haben, finde ich die Benutzung der gekauften App auf allen (fünf) heimischen Rechnern koscher. Auch das gekaufte Buch gibt die Braut an den Bräutigam weiter. Kleiner Kreis = Okay.  

Was ganz und gar nicht in Ordnung geht, ist die aufkommende Verbreitung einzelner ‚cracked‘ Apps. Super Monkey Ball kursiert derzeit als erste Applikation im Netz, als das, was überall als Raubkopie bezeichnet wird.

Für gute Inhalte bezahlt man. Für 7.99 EUR-Apps und kostenfrei sogar ohne nachzudenken. Ja, DRM ist auf den Apps drauf. Dagegen kann man protestieren. Durch die mögliche Verwendung auf fünf Endgeräten muss man sich aber eingestehen, das diese nicht sehr eingeschränkt ist.

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