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van Alex Olma
23. März 2009 – 11:29 Uhr

BeejiveIM mit Kopierschutz + schwarzer Liste

loadletter.jpg

Die Instant Messaging-Applikation Beejive (12.99 €; App Store-Link) ruft den Piratenkampf aus. Was vor vier Tagen mit der Einblendung ‚PC LOAD LETTER‘ bei gecrackten Versionen des Programms begann, entbrannte nun zu einem handfesten Kopierschutz-Streit mit schwarzen Sperrlisten.

Doch alles der Reihe nach.

Am 19. März fegte eine Welle von Goolge-Suchanfragen durch das Internet, die eine Einblendung ‚PC LOAD LETTER‘ bei dem iPhone-Programm Beejive erklärt haben wollte. Zuvor machte Beejive mit einem Update auf sich aufmerksam, das Facebook in die IM-Applikation integrierte. Danach wurde bei dem Versuch sich mit seiner unlauter-erworbenen Versionen Online zu verbinden, die oben gezeigte Bildschirmaufschrift eingeblendet. Eine nicht nur eindeutige Anspielung auf ein Filmzitat aus Office Space (Alles Routine) sondern auch der Verweis auf das entsprechende YouTube-Video ‚I stole something‘.

Sofort wurden Fragen laut, ob sich die eigenhändigen Kopierschutzmaßnahmen lediglich auf unsachgemäß bezogene Programmversionen beziehen oder gar die ganze Jailbreak-Gemeinde (mit einem legal erworbenen Programm) in die Röhre schauen lassen. Zu diesem Zeitpunkt äußerten sich die Entwickler in ihrem Support-Forum zur Sachlage:

If you purchased BeejiveIM after having a cracked version installed, do the following: delete the cracked app; reboot the phone; install the purchased app. Please note this anit-piracy measure only targets our application, not jailbroken phones or ipods. Purchased BeejiveIM apps will run on jailbroken devices.

Soweit so gut, bis einige der ‚Betroffenen‘ die Demo-Diskussion vom Zaun brachen und sich der Umgangston stark verschärfte.

If you are receiving the PC LOAD LETTER error, your device will work once you purchase the application. On the other hand, if you are receiving the License Key Suspended error, you will need to provide us with proof of purchase before your device will be removed from the blacklist. Just an FYI, we will be permanently blacklisting devices hacking from this point forward. Proof of purchase from the iTunes store will be required in order to be removed from the black list.

via Beejive-Support

Harter Tobak.

Nach Aussage der Entwickler war die ‚PC LOAD LETTER‘-Einblendung als Warnschuss zu verstehen. Derzeit baut Beejive eine schwarze Liste derjenigen iPhones auf, die eine gecrackte Version des Programms verwendet haben. Eine ‚Freischaltung‘ (De-Blacklisting) ist erst nach Einsendung der eindeutigen UDID-Nummer des iPhones, einem iTunes-Kaufbeleg und dem dazugehörigen Account-Namen möglich. Da die Kommunikation der verwendeten IM-Benutzerkonten (ICQ, MobileMe, GoogleTalk, Jabber, etc.) über die Beejive-Server läuft, dürfen sich Datenschützer die tollsten Dinge ausmalen.

Dazu ein Forumszitat:

I just hope they won’t take user accounts hostage: „Pay up or you will never use that ICQ number again!“

Anti-Kopierschutzmaßnahmen mit allen Zugeständnissen! Ohne Frage oder Diskussion. Sollten sich die Fakten jedoch so bewahrheiten – und derzeit sind mir keine praktischen Gegenbeispiele zu Ohren gekommen – schießt Beejive, Inc. mit den veranlassten Maßnahmen weit über das Ziel hinaus.

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