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van Alex Olma
2. Juli 2009 – 9:47 Uhr

Neue Regelungen für EU-Roaming helfen auch Adam Savage nicht

Das iPhone ist kein Gerät, das Offline arbeiten mag. Außer im ‚Flugmodus‘, indem seit Firmware 2.0 auch gleichzeitiges WiFi-Surfen möglich ist, lässt sich die GPRS/EDGE-Verbindung nicht separat deaktivieren.

Das ist auch gut so, da das iPhone hierzulande standardmäßig mit einem Vertrag erworben wird, der ‚Online Everywhere‘ verspricht. So zumindest gestalteten sich die (drei) T-Mobile-Tarife, die beim deutschen iPhone-Verkaufsstart im Herbst 2007 verfügbar waren.

Heute ist das Thema…’komplexer‘.

Die Jailbreak-Fraktion greift seit Beginn auf ein Werkzeug namens ‚BossPrefs‘ zurück. Die aktuelle Version ist Firmware 3.0-kompatibel und lässt euch einzelne Services abschalten. Aber wie gesagt nur mit Jailbreak.

Nach der iPhone Classic-Veröffentlichung am 29.06.2007 trudelten wöchentlich Berichte ins Netz, die AT&T-Kunden mit horrenden Mobilfunk-Rechnungen aus dem Ausland beschrieben. Apple rüstete mit einem Update nach, und ermöglicht seitdem das ausländische Daten-Roaming abzuschalten.

data-roaming.jpg

Die Vielzahl der dokumentierten Fälle über weinende Menschen mit tausenden von US-Dollars auf ihren Rechnungen, ging zurück. Aktuell tröpfeln nur noch alle paar Monate solche Berichte ins Netz.

Derzeit prominentester Fall: Adam Savage von den MythBusters, bekennender Technik-Junkie und iPhone-Besitzer. Er brachte kürzlich eine unglaubliche $11.000 USD-Rechnung von einem Kanada-Ausflug mit nach Hause. Schuld war ein funkendes USB-Modem.

Danach drehte der US-Mobilfunkanbieter AT&T ihm seine komplette Leitung ab. Extrem zeitig!

via Techdirt

Aber das bringt uns zum aktuellen Thema des gestrigen 01.Juli 2009. Die EU-Kommission deckelt seitdem Mobilfunk-Preise innerhalb Europas. Dabei gilt eine Preisobergrenze von 13.1 Cent für eine verschickte SMS (vormals 19-59 Cent). Wer ‚die Lieben‘ daheim anrufen möchte, zahlt nicht mehr als 51.2 Cent pro Minute – nach der ersten halben Minute wird sogar sekundengenau abgerechnet.

via mdr.de

Doch wer möchte schon SMS verschicken oder Anrufen, wenn er im mobilen Daten-Netz surfen kann? Dieser, zumindest für mich persönlich wichtigste Punkt, bleibt aus Sicht der Endkunden preislich unverändert.

Zwar darf der ausländische Anbieter dem hiesigen Netzbetreiber maximal 1 Euro pro Megabyte berechnen (vorheriger Durchschnittspreis 1.63), wie die aktuelle T-Mobile Preisliste (Seite 32/33) zeigt, werden jedoch im Ausland weiterhin 1.90 € pro Megabyte fällig.

Pro Megabyte!

http___www.t-mobile.de_downloads_kunden-preislisten_t-mobile-gesamtpreisliste-juli-2009.pdf.jpg

(Danke, @mrmoe!)

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