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van Alex Olma
14. Dezember 2009 – 14:16 Uhr

Favit und Memes filtern Twitter-Inhalte

Google hat ein Problem. Die Live-Suche. Auch wenn für Viele das ‚I’m Feeling Lucky‘-Interface nicht so schnell ausrangiert wird (immerhin war das Stichwort ‚Google‘ unter den deutschen Top 10 der Suchbegriffe aus 2008), nimmt für aktuelle Geschehnisse die Twitter-Schnittstelle eine bedeutende Position ein. So verwende ich das Suchfeld der unzähligen Desktop- und iPhone-Anwendungen, um darüber aktuelle Trends, erste Meinungen oder wichtige Links zu fischen.

Das Potenzial von Nutzergenerierten-Nachrichten(-fetzen), gegenüber den kleinen Spinnenbeinen des Suchmaschinengiganten, liegt auf der Hand: ein von Menschenhand gesteuerter Filter, der mit kurzen Wortbrocken Statements in die Welt bläst, die nicht nach Popularität eines Suchalgorithmus erstellt wurden.

Neben der Suche gehen zwei andere Funktionen des ‚dilettantisch-gestarteten‘ Status-Mitteilungsdienstes gerade ein bisschen unter: Die kleine Sternchenvergabe ‚favorite this tweet‘ und der Retweet, dessen Möglichkeiten meiner Meinung nach erst ganz am Anfang stehen und viel mehr Kompetenzen besitzen als die ‚Trending Topics‘.

Dazu zwei kurze App-Empfehlungen, die diese beiden spezifischen Eigenschaften in den Vordergrund rücken.

memes.jpgfavit.jpg

Favit, by Favstar.fm (2.39 €; App Store-Link) hat @hessi in der letzten ‚Bits und so‚-Episode ausführlich vorgestellt. Sie filtert ‚liebgewonnene‘ 140-Zeichen aus der englischen Twittersphäre und dient, nach der Strukturierung seiner Nutzer, vornehmlich der Unterhaltung.

Memes (0.79 €; App Store-Link) grast die Kurzmitteilungslandschaft nach Retweets, oft ‚wiederveröffentlichten‘ Mitteilungen, ab. Damit ‚extrahiert‘ man eine Auslese von aktuell oft wiedergegebenen Link-Hinweisen in verschiedenen Kategorien.

Letzteres ist, wieder aufgrund der spezifischen Benutzung seiner Anwender, eher informativ ausgerichtet. Darüber ließ sich neben dem Google Nexus-Hype am gestrigen Sonntag unteranderem sehr leicht herausfinden, das der ‚Boy Genius Report‚ mit ersten Serverlogs von iPhone OS 3.1.3 sowie 4.0 befeuert wurde. Die Angaben der AppleWebKit-Version dürfen natürlich nicht als verlässliche Quelle gewertet werden, der Zeitplan für entsprechende Apple-Aktualisierungen würde jedoch passen.

iPhone OS 3.1.3 coming soon? OS 4.0 discovered « Boy Genius Report.jpg

via fscklog

Außerdem schafft es die Anwendung iVideoCamera (0.79 €; App Store-Link) in den News-Strom. Die Anwendung scheint unspektakulär, bis auf die Tatsache, das sie Videoaufnahmen mit iPhone Classic und iPhone 3G zulässt. Zuvor hatte der kostenlose ‚Ustream Live Broadcaster‘ (App Store-Link) diese waghalsige App Store-Pirouette aufs Eis gelegt. Apple scheint dagegen nicht mehr viel einzuwenden. Den Kauf der Anwendung kann man sich jedoch sparen und zum Test der Videoaufnahmen – mit vormals nur für Photos ausgelegten Kameras – die lokale Ustream-Aufnahme verwenden.

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