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van Alex Olma
7. Februar 2010 – 15:09 Uhr

Apple: Geo-Lokalisierung nicht für reine Werbezwecke. Patent: Einfacher Aufenthaltsaustausch zwischen Telefonpartnern

Mit einem Blog-Beitrag an die iPhone-Entwickler fordert Apple dazu auf, die Geo-Lokalisierung nicht für Werbezwecke zu missbrauchen. Das ‚Core Location‘-Framework im iPhone OS mit GPS- beziehungsweise Skyhook Wireless WiFi-Daten soll demnach nur „beneficial“ (nützliche) Informationen bereitstellen. Inwieweit ortsspezifische Werbeschaltungen diese Richtlinie erfüllen (können), bleibt diskussionswürdig. Genauso debattierfreudig gestaltet sich die angeschlossene Aussage, dass App Store-Anwendungen, die „primarily“ (hauptsächlich) die Ortungsfunktion für Reklamezwecke ausnutzen, keine Zulassung erhalten sollen.

geo-ad.jpg

Obwohl man der Intension für dieses offizielle Statement einen guten Willen einräumen möchte, bleibt es eine äußerst schmale Gradwanderung zwischen Informationsgehalt und unerwünschter Werbebelästigung, des leider immer noch sehr undurchsichtigen Regulierungsprozesses.

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Ortsbezogene Informationen bleiben jedoch Thema der Diskussion. In meinem persönlichen Alltag verwendet ich mit Freunden, von denen ich weiß das sie ein iPhone benutzen, sehr häufig die ‚Share Location‘-Funktion (Ort senden) in Google Maps. Damit lässt sich euer aktueller Aufenthaltsort in einem Link verpacken und per E-Mail versenden. Durch die wenige Meter genaue GPS-Ortung spart man sich am Telefon (mehr oder weniger) die Beschreibung, auf welcher Seite vom Kirchturm am Marktplatz man sich treffen wollte.

Um sich den ersten Schritt, von der Übermittlung eurer ‚aktuellen Position‘ über Google Maps einzusparen, ist bei Patently Apple jetzt ein entsprechendes Dokument aufgetaucht. Unter der Bezeichnung „Device-to-Device Location Awareness“ (20100029302) vom August 2008 beschreibt das Patent eine Möglichkeit für Telefonteilnehmern, ihren Aufenthaltsort dem Gesprächspartner mitzuteilen oder die vom Gegenüber anzufordern („Request and Release Info“).

Location Based.jpg

Aus Datenschutz-Gründen sollen die Gesprächsteilnehmer die (Geo-)Positionsanforderungen pro Anruf genehmigen müssen, beziehungsweise sich für eine generelle Einstellungs-Option entscheiden.

Patente zur Verwendung von Geo-Positionen existieren für viele IT-Firmen und sind auch im Apple-Sortiment zahlreich vertreten. Eine Ausweitung auf die Telefonfunktion im iPhone wäre eine durchaus nachvollziehbare, nur logische Erweiterung für eine anstehende Software-Generation.

via patentlyapple.com

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