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van Alex Olma
8. April 2010 – 12:23 Uhr

Text am iPad: RSS, Read Later, Comic-Bände und digitales Journal

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(Danke, David!)

„App Store-Analytiker“ Distimo ermittelte für den derzeitigen Software-Stand 2.385 verfügbare iPad-Anwendungen. 35-Prozent sollen auf die Kategorie „Spiele“ entfallen. Mit diesem Thema habe ich mich in den letzten 24 Stunden noch überhaupt nicht beschäftigt. Meine Aufmerksamkeit galt der „gedruckten Unterhaltung“.

Entgegen der iPhone-Version ist der RSS-Reader NetNewsWire (7.99 €; App Store-Link) eine erste sehr gelungene Umsetzung, um seine Feeds auf das schlanke Apple-Gerät zu befördern. Bis zu 10.000 ungelesene Beiträge empfängt das Programm vom Google Reader-Account und navigiert schnell durch die Informationsflut. In Ermangelung von Software-Alternativen gilt es diesen positiven Status Quo in einigen Wochen noch einmal zu überprüfen. Meine derzeit favorisierte iPhone-Anwendung heißt bekanntlich Reeder (2.39 €; App Store-Link). Sein schweizer Entwickler verriet uns, dass eine iPad-Umsetzung schon in Arbeit ist.

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NetNewsWire verdrahtet sich bereits in seiner Mac-Fassung mit dem „Read Later“-Service Instapaper von Marco Arment. Die iPad-Version tut es seinem Desktop-Bruder gleich, und lässt euch Artikel zum späteren Nachlesen zum Online-Dienst schicken. Instapaper Pro (3.99 €; App Store-Link) als ‚universal‘ iPad-/iPhone-Programm gefällt richtig gut. Für 3.99 € bin ich – ebenfalls aufgrund der bislang ausstehenden ‚ReadItLater‚-Anwendung (3.99 €; App Store-Link) für das iPad – dorthin gewechselt.

Bereits nach 24 Stunden mit dem iPad weiß man, dass hochauflösende Software-Fassungen, das einzig wahre sind. Nicht einmal die 2fach-hochgezoomte Mutation von ‚ReadItLater‘, die direkt in den MobileSafari verweist, konnte die großen Pixel (für mich) erträglich zeichnen. Ich schließe zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, dass es ‚hochgezogene‘ Anwendungen geben mag, bei denen die Unterschiede geringer ausfallen. Für meine häufig verwendeten Applikationen sehe ich derzeit jedoch keine Chance, auf eine Verwendung ohne eigenständigen iPad-Ableger.

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Ebenfalls Aufmerksamkeit haben Comicbücher erlangt. Über Twitter trudelten einige wirklich grandiose Empfehlungen für mich ein. Comic Zeal 4 (5.99 €; App Store-Link) macht neben der offiziellen Marvel-App (kostenlos; App Store-Link) die beste Figur. Über iTunes lassen sich die farbigen Bücher importieren. Das Übermitteln geht ruckzuck, die Anwendung kümmert sich dann unverständlicherweise jedoch ewig lange um dessen Formatierungen?! Sobald dies jedoch einmal abgeschlossen wurde, können selbst aufgespielte Comicstrips betrachtet werden.

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Die Anwendung von der New York Times (kostenlos; App Store-Link) oder dem Wall Street Journal (kostenlos; App Store-Link) hinterlassen einen sehr interaktiven Eindruck. Eingebundene, abspielbare Videos, zu vergrößernde Bilder und intuitive Gesten um sich durch die Artikel zu hangeln, machen das Zeitungslesen zum echten Erlebnis.

Ein bisschen beschämt blickt Gruner + Jahr-Pressesprecher Christian Merl auf die Axel Springer iKiosk (kostenlos; App Store-Link)-Anwendung aus der „Welt-Gruppe“. „Kurzfristige Schnellschüsse und reine PDF-Lösungen würden die Nutzer auf den neuen Tablets auf Dauer nicht begeistern“ zitiert der Online-Dienst „Meedia“ den Konkurrenten. Mit ihrer „Meedia-Umfrage unter Verlagshäuser“ führt der Nachrichtendienst seine ziemlich einseitige Kampagne der letzten Wochen fort. Bei Artikel wie „iPad gilt als ausverkauft„, „Kult für Apple-Hasser: das iPad-Massaker“ oder „Verleger ernüchtert über iPad-Konditionen“ verwundert es nicht, wenn erneut Phrasen wie „Tablet-Strategie“, „das iPad als Zwischenschritt in der Evolution der Zeitung“ oder „(unsere) Essentials wie Bilderstrecken“ gedroschen werden (dürfen).

Da ich nicht weiß, ob ich mehr den zukunftsfeindlichen Blick oder die undistanziert gestatteten Wortmeldungen betrauern soll, kümmere ich mich lieber mit den oben genannten Werkzeugen um die Aufbereitung meiner eigenen Inhalte.

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