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van Alex Olma
25. Juni 2010 – 7:09 Uhr

Im Klammergriff: Schwankende Anzeige der Mobilfunk-Signalstärke im iPhone 4

Am gestrigen Donnerstagmorgen schwemmte es, pünktlich zum iPhone-Start, diverse Gerüchte über eine verminderte Mobilfunk-Signalstärke in Form einiger Duzend YouTube-Videos in die Weblogs. Diese ‚Empfindungen‘ einer reduzierten ‚Konnektivität‘ sind erst einmal nicht neu, und hatten bereits beim 3G und 3GS zur medialen Runde angesetzt. Ein ‚Konstruktionsproblem‘, welches auf die Hardware zurückzuführen ist, ist daraus bekanntermaßen nicht entstanden.

Überraschend war lediglich die Vielzahl der Benutzer, die durch eine bestimmte Haltung der Hand, Mobilfunkbalken einbüßten. ‚The Wall Street Journal‘ wollte aus Apple-Kreisen erfahren haben, das dies lediglich ein (bekanntes) Darstellungsproblem der iOS-Software ist.

Ein Apple-Sprecher kommentierte wenig später offiziell:

Gripping any phone will result in some attenuation of its antenna performance, with certain places being worse than others depending on the placement of the antennas. This is a fact of life for every wireless phone. If you ever experience this on your iPhone 4, avoid gripping it in the lower left corner in a way that covers both sides of the black strip in the metal band, or simply use one of many available cases.

via AllThingsD

Apple.jpg

An Fahrt nahm das Thema dann erst wieder in der gestrigen Nacht auf, als der E-Mail-Account von Steve Jobs eine Endverbraucher-Zuschrift mit „Just avoid holding it in that way.“ beantwortete.

via Engadget

Die Fachkreise schimpfen die Halteposition in der linken Hand, bei der der Handballen die Antenne an der linken unteren Gehäuseseite verdeckt, bereits als „Death Grip„. PCMag spricht von einem 50-Prozent verminderten Datendurchsatz. Welche Empfindlichkeit die verwendeten ‚Speed-Barometer‘ dabei jedoch aufweisen, ist nicht dokumentiert. Der Artikel resümiert mit „This isn’t a deal breaker.“.

DirektSignal

Am gestrigen Erstverkaufstag konnte ich die berichteten Signalschwankungen nicht nachvollziehen. Am heutigen Morgen schon. An zwei separaten Geräten, die sich jedoch im gleichen Telekom-Netz befanden. Die Darstellung der Mobilfunkanzeige schwankt zwischen einem und fünf Balken, je nachdem ob das linke untere Gehäuse-Eck verdeckt ist. Die UMTS-Verbindung habe ich – egal in welcher Halteposition – bislang nie komplett verloren, auch wenn der Griff um die schwarze Nahtstelle sehr fest, breit und lang ausfällt.

Ob der (für mich) zu visualisierende Effekt sich auf die Praxistauglichkeit auswirkt, und das sollte hier die eigentliche Frage sein, mag ich zum derzeitigen Stand der Dinge nicht beantworten. Die Berichte, aus dem nicht ganz schwankungsfreien AT&T-Netz in Amerika, sollte man außerdem stark von der hiesigen Situation im Netzausbau unterscheiden. Alle US-Medien, die sich vorab mit den Testgeräten beschäftigen konnten, sprechen von weniger ‚abgebrochenen Verbindungen‘ gegenüber dem iPhone-Vorserienmodell.

Ob sich der Effekt durch die Verwendung der Apple ‚Bumpers‘ verringert, trage ich mit entsprechendem Test-Equipment nach. Der ‚Klebestreifen-Hack‚ von Marco Arment hat bei mir keine Auswirkungen gezeigt.

Als Fazit steht erneut ein Zitat von John Gruber: „I don’t know if this signal-degradation-in-left-hand thing is really a widespread problem or not yet, but it’s not reasonable to tell people not to hold the phone this way.“

via Daring Fireball

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