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van Alex Olma
18. Oktober 2010 – 22:45 Uhr

[update II] Apples Geschäftszahlen Q4 2010: 14.1 Millionen iPhones; 4.19 Millionen iPads

Apple veröffentlicht am heutigen Abend die Geschäftszahlen für das vierte, fiskalische Quartal 2010, welches am 25. September endete. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Trimester legte das iPhone um 91-Prozent an verkauften Geräteeinheiten zu. Insgesamt setzte Apple 14.1 Millionen iPhones und 4.19 Millionen iPads ab.

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Das iPad findet sich zum zweiten Mal in der fiskalischen Erfassung. Nach eigenen Angaben konnte Apple sowohl das iPhone 4 als auch das iPad entsprechend aller produzierten Kapazitäten absetzen.

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“We are blown away to report over $20 billion in revenue and over $4 billion in after-tax earnings—both all-time records for Apple,” said Steve Jobs, Apple’s CEO. “iPhone sales of 14.1 million were up 91 percent year-over-year, handily beating the 12.1 million phones RIM sold in their most recent quarter. We still have a few surprises left for the remainder of this calendar year.”

Insgesamt belief sich der (erneut höchste) Umsatz in der Firmengeschichte auf 20,34 Milliarden US-Dollar mit einem Nettogewinn von 4.31 Milliarden US-Dollar. Apple verkaufte außerdem 3.89 Millionen Macs (27-Prozent Wachstum gegenüber Q4/2009) und 9.05 Millionen iPods (11-Prozent Verlust gegenüber Q4/2009). Eine Aufschlüsselung nach separaten iPod-Modell erfolgt (wie gewohnt) nicht.

Das Apple-Wertpapier durchbrach in der vergangenen Woche erstmals die Marke von 300-US-Dollar.

Apple Inc.jpg

Die telefonischen Erläuterungen zu den gerade veröffentlichten Zahlen sind gegen 23 Uhr (MEZ) zu erwarten. Dieser Beitrag findet um spannende Details seine Ergänzung.

via Apple.com/pr

Update

  • Das iPad überholt in seinem zweiten (Lebens-)Quartal die Verkäufe der Mac-Computer.
  • Die 4.19 Millionen verkauften iPads bleiben jedoch unter den Erwartungen von 4.7 Millionen Geräten.
  • Das iPhone war (extrem zurückhaltend) mit 11 Millionen Einheiten vorhergesagt.
  • “We still have a few surprises left for the remainder of this calendar year.” – klingt vielversprechend.

Update II

  • Laut NPD hält der iPod 70-Prozent im US-Markt für portable Musikplayer; weltweit über 50-Prozent.
  • iPhone-Verfügbarkeit: In 89 Ländern bei 166 Mobilfunkanbietern; 85 Ländern führen das iPhone 4, die vier restlichen 3G(S)-Länder sollen bis Jahresende auch das neuste Gerät anbieten.
  • iPad-Verfügbarkeit: 26 Ländern; seit Start 7.5 Millionen verkaufte iPads.
  • Über 65-Prozent der Fortune-500-Firmen nahmen oder nehmen das iPad in ihren Arbeitsprozess auf. Tim Cook: „I don’t know about you, but I’ve never seen an adoption rate in eneterprise like this in my life.“
  • App Store: 200.000 iOS-Entwickler; 65.000 Games; 30.000 iPad-Apps
  • Es sind bereits über 125 Millionen iOS-Geräte verkauft.
  • Steve Jobs nimmt außerhalb der Gewohnheit am Telefongespräch teil und unterstreicht das RIM-Überholmanöver und den Android-Vergleich.
  • Apple aktiviert im Schnitt über 275.000 iOS-Geräte pro Tag.

Festzuhalten bleibt: Starke Worte vom Chef. Steve Jobs greift seine Mitbewerber im Mobilfunkmarkt RIM und Android an. Jobs über den Blackberry-Produzenten: „We’ve now passed RIM and I don’t see them catching up with us in the future. RIM must try to become a software platform.“.

Zu Googles mobilem Betriebssystem werden schärfere Kaliber ausgepackt: „Google loves to characterize Android as „open“ and iOS and iPhone as „Closed“. We find this a bit disingenuous […].“ Als Beispiel zieht er Tweet Deck heran, die ihre Software für 244 unterschiedliche Android-Telefone anpassen müssen. Das sei die Anzahl der unterschiedlichen Telefone, die in den letzten zwölf Monaten den Markt erreicht haben.

Im zweiten Durchgang erteilt Jobs den 7-Zoll-Tablets eine Absage. Und was für eine. „Dead on Arrival“ nennt er die Konkurrenzlandschaft, die sich langsam dem Touch-Markt nähert.

7″ screen is only 45% as large as iPad’s screen. Hold an iPad in portrait view and draw a horizontal line halfway down. What’s left is a 7″ screen…too small. There are clear limits to how close elements can be on the screen before users can’t touch accurately. We believe 10-inch screen is minimum necessary.

Oder der hier:

Manufacturers will learn the painful lesson that tablets are too small, thereby abandoning customers and developers who bought into the 7-inch products. Sounds like lots of fun ahead.

Voller Spaß: Gene Munster von Piper Jaffray traut sich doch wirklich, Steve Jobs nach seinem Standpunkt über (Adobe) ‚Flash‘ zu fragen. Jobs daraufhin: „Flash memory? We love Flash memory.“

Marco Arment-1.jpg

Jobs legt sich noch zwei- bis dreimal kräftig auf Nachfragen der Analysten ins Zeug, um Apples Standpunkt über Preisgestaltung und Produktqualität zu erläutern. „Nokia makes $50 handsets and we don’t know how to make a great smartphone for $50, but believe me I’ll let you know when I do“.

Unerwartete und tiefe Einblicke in die Firmengeschäfte von Steve Jobs, die zum kompletten Nachhören oder Nachlesen ausdrücklich empfohlen sind.

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