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van Alex Olma
1. März 2011 – 0:25 Uhr

EU-Daten-Roaming der Deutschen Telekom bis Juli aufgeschoben

IPhoneBlog de Telekom

Das „neu entwickelte Daten-Roaming-Modell„, das die Deutsche Telekom zum Mobile World Congress Mitte Februar (stolz) vorstellte, entpuppt sich lediglich zwei Wochen später als Maskerade. Zumindest vorerst. Weitere Details, die sich heute von der CeBit in Hannover vernehmen ließen, versprechen für den am 01. März startenden Tarif, alles andere als eine „Kostenkontrolle„.

Ausschließlich für Vertragskunden stehen ab sofort in allen 27-EU-Ländern nur zwei Tagespässe zur Buchung. Der Gag: Sowohl das 10-Megabyte-Paket für 1.95 Euro, als auch das 50-Megabyte-Bündel für 4.95 Euro, kappen nach dem Volumenverbrauch nicht die Verbindung. Genau dies war allerdings großspurig in Barcelona angekündigt worden. „Herzstück des neuen Modells ist die Kostenkontrolle“ hieß es damals aus Vorstandskreisen in der Pressemitteilung.

Das PR-Statement verschwieg zwar nicht, dass nur „Teile des neuen Roaming Modells bereits ab dem 1. März 2011 in Deutschland buchbar“ sind, verschleierte jedoch durch geschickte Wortwahl, dass die elementaren Ankündigungen erst Anfang Juli starten. Ab diesem Zeitpunkt sollen die Nutzer auch vom annoncierten Wochentarif für 14.95 Euro Gebrauch machen können. Die damalige “Speed Step Down“-Einschränkung, die als „technischen Gründen“ noch nicht spezifiziert werden konnte, findet jetzt ihre Bezifferung. Die ersten 100-Megabyte flutschen mit maximaler Geschwindigkeit durch die Leitung, danach senken sich die Online-Freuden auf GPRS-Niveau. Zumindest sollen keine weiteren 49 Cent pro Megabyte anfallen, wie dies ab dem morgigen 01. März der Fall für diese Tagestarife ist. Den Kostendeckel für Daten-Roaming im Ausland begrenzt hier lediglich die EU-Roaming-Verordnung des vergangenen Sommers.

Würden zwischen der ersten Ankündigung über die „neue Kostenschutz-Logik“ der Deutschen Telekom und den jetzigen (gravierenden) Einschränkung nicht lediglich 14 Tage liegen, hätte es von mir einen Vertrauensvorschuss gegeben. Nach der heute aufgedeckten (tölpelhaften) Gangart, steht das jedoch außer Frage. Ob die Barcelona-Ankündigung als Nebelkerze dem aufbäumenden Druck der EU-Regulatoren diente, oder lediglich keine anderen berichtenswerten Neuigkeiten vorlagen, werden (und müssen) wir eigentlich auch gar nicht erfahren.

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