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van Alex Olma
6. März 2011 – 13:27 Uhr

‚Shadow Cities‘ – Rollenspiel-Hatz durch Helsinki

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Om Malik titelte für GigaOM am gestrigen Samstag: „iPad May Be Magical. Apps Aren’t. Here’s Why.„. Eine wirkliche Erkenntnis bleibt jedoch aus. Auch wenn man den Meinungsbeitrag zweimal liest. Trotzdem ist die Schlussnote, auf welcher der Artikel endet, eine interessante iPhone-Empfehlung. Dabei geht es um ein MMORPG, das sich Shadow Cities nennt und von einem finnischen Start-up in Helsinki entwickelt wird.

Der aktuelle Beta-Testlauf ist derzeit auf die nordische Metropole beschränkt und das Rollenspiel ausschließlich im finnischen App Store erhältlich. Seit vergangenen November erfreut es sich dort Höchstplatzierungen. Sowas muss ausprobiert werden!

Ein App-Store-Benutzerkonto war über eine Gutscheinkarte schnell angelegt. Der Titel ist kostenlos und finanziert sich durch In-App-Käufe von ‚Mana‘-Tränken. Die einmaligen Verbrauchsgüter fingern euch ähnlich wie Capcoms Schlumpfbeeren in den Geldbeutel. Obwohl jede erwachsene Person selbst für seine Ausgaben verantwortlich ist, kann ich mich trotzdem schwerlich für ein solches Geschäftsmodell begeistern. Farmville und Co. haben dabei in der Vergangenheit zuviel kaputt gemacht. Nichtsdestotrotz scheint es nach meinem ersten Probespielen nicht absolut notwendig, nach dem kostenfreien Download sofort zusätzlich Geld in die Hand zu nehmen.

Aber worum gehts eigentlich? Der wahre Clou ist das man seine Schnitzeljagd per Geo-Position in den eigenen Strassen antritt. Dabei knapst sich das Spiel die Wiki-Weltkarte vom ‚Open-Street-Map‚-Projekt und platziert darauf die Teilnehmer nach individuellem Standort und persönlicher Nachbarschaft. Anschließend erfolgt ein wilder Magie-Kampf um verschiedene Stadtbereiche zwischen den Mitspielern, die sich in zwei konkurrierende Teams, die ‚Animators‘ und ‚Architects‘, einteilen. Die ziemlich chaotischen ‚Harry-Potter‘-Zauberspruch-Orgien knallen dabei recht heftig an den epileptischen Sehnerv. Die Interaktion ist auf ein paar simple Gesten beschränkt. Über eine Chat-Funktion tritt man mit Mitstreitern in Kontakt.

DirektShadow

Das Konzept ist natürlich nicht neu. Auch nicht im App Store (Merchant Kingdom, Parallel Kingdom, etc.). Trotzdem ziehen noch viel zu wenige Spiele-Entwicklungen ihren Nutzen aus der GPS-Position des Spielers. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum man dem Grey Area-Team von Shadow Cities zwei Millionen Euro an Risikokapital zusteckte.

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