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van Alex Olma
8. März 2011 – 11:00 Uhr

Mit ‚Kickstarter‘-Finanzierung: ‚The Glif‘

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Dan Provost und Tom Gerhardt, zwei Designer aus New York, erzeugten im letzten Herbst mit ‚The Glif‚, einer iPhone-4-(Stativ-)Halterung, ordentlich Aufsehen. Die Anfangs-Investition zur Idee erwirtschaftete man über die Online-Plattform ‚Kickstarter‚. Darüber lässt sich in Wort, Bild und Video für seinen Einfall trommeln und Unterstützer suchen. Diese können sich in verschiedenen Beitragshöhen mit einer finanziellen Förderung beteiligen. Erst wenn der gesteckte Preisrahmen erzielt ist, wandert das Geld an die Produzenten.

‚The Glif‘ fragte von Interessenten ursprünglich $10.000 US-Dollar an. Durch reichlich Medienrummel (und sehr guter Pressearbeit) sind nach 30 Tagen 5.273 Investoren mit einem Finanzvolumen von $137.417 US-Dollar zusammen gekommen. Damit zählt das Projekt neben einem ‚iPod-nano‘-Uhrenarmband, dem Software-Entwurf Diaspora oder einem Dokumentarfilm über ‚The Pirate Bay‚ als eines der erfolgreichsten Vorhaben. ‚The Glif‘ ist damit auch erheblich an der Popularität von Kickstarter beteiligt. Unzählige Ideen, auch mit iPad- und iPhone-Bezug, tummeln sich im ‚Crowdfunding‘-Netzwerk.

Einige sind ebenso erfolgreich, viele kratzen mit Mühe an der selbst gesetzten Investitionsmarke und ein überwiegender Teil fliegt bei den Nutzern durch – oder wird schlicht und ergreifend (noch) nicht wahrgenommen. Kickstarter-Projekte kämpfen diesbezüglich mit dem ‚App-Store-Phänomen‘, dass clevere Ideen manchmal (medial) nicht entdeckt. Oft wird natürlich auch einfach das Vorhaben nicht angenommen oder als interessant genug beachtet.

Die Indie-Finanzierung funktioniert durch die persönliche Videoansprache, mit denen die Entwickler ihr Projekt vorstellen. Im Idealfall müssen die Schöpfer keine großen Fabrikanten überzeugen und eine Ablehnung einstecken. Ähnlich funktioniert der Software-Vertrieb im App Store, an dem man mit leidenschaftlichen Entwicklungen auch neben großen Publishern und IT-Häusern bestehen kann.

Glif Montage from Glif on Vimeo.

Lange Rede, kurzer Sinn. Sich auf Kickstarter ab und an umzuschauen, ist alles andere als Zeitverschwendung. Meine letzte Unterstützung floss an das noch fünf Tage laufende (aber bereits finanzierte) Projekt ‚PadPivot‚. ‚The Gilf‘ lässt sich unter http://www.theglif.com/ bestellen. Mein Musterexemplar kam vom deutschen Händler Monochrom.com, die für 23 Euro eine versandkostenfreie Bestellung aufnehmen.

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