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van Alex Olma
7. Juli 2011 – 8:31 Uhr

Amazon wertet Cloud-Angebot auf

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Amazon sieht seine Felle davonschwimmen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man einen vor nur 100 Tagen gestarteten Service, das Cloud Drive und den Cloud Player, preislich neu ausrichtet.

Die zwei wesentlichen Änderungen lauten: Für eine Online-Festplatte im Jahresabo gibt’s ‚unbegrenzt Speicherplatz für Musik‚ sowie eine Web-Anpassung zum Abspielen der Songs auf dem iPad.

Bereits die aufgeblasene Pressemitteilung lässt tief blicken. Punkt 2: „Store all Amazon MP3 Purchases for Free„. Es war bereits zuvor so, dass die über Amazon gekauften Musiktitel nicht den kostenlosen 5 GB-Speicherplatz, den jeder Nutzer für die Erstanmeldung erhält, dezimieren. Einzige Neuerung dabei betreffen Kauftitel, die vor der Einführung des Dienstes bei Amazon erworben wurden. Wer sich jedoch entscheidet, Geld für eine vergrößerte Cloud-Festplatte (ab $20 für 20 GB pro Jahr) auszugeben, lädt ohnehin jeden Musiktitel gratis ins Netz.

Punkt 4 der Pressemitteilung ist komplett ohne inhaltlichen Wert und betont lediglich frühere Promo-Aktionen, die ohne neue Kosten übernommen werden. In den ersten Tagen wurde der Kauf eines beliebigen Albums (egal zu welchem Preis) mit dem 20 GB-Jahrespaket belohnt.

Ein anderer Reklame-Stunt: Ende Mai verscherbelte Amazon das neue Lady-Gaga-Album für 99 Cent. Eine finanzielle Investition, die mir (auch rückblickend) sinnvoll erscheint.

Here’s the math: For every unit it sells at 99 cents, Amazon will lose about $7.40, according to Billboard’s calculation. At $7.40 per unit and 430,000 units (10,000 shaved off total digital sales to account for some sales of the deluxe edition), the Gaga-related loss comes to $3.18 million.

Amazon will lose money on each 99-cent sale because it is paying Interscope/Universal Music Group the standard rate for each unit sold. The similar title is selling for $11.99 at iTunes. The retailer typically keeps 30% of the sale price, meaning it owes the label and distributor the remaining 70% — or $8.39.

Spannend bleibt die Web-Anpassung fürs iPad. Music Beta von Google, iTunes Match und ein zukünftiger Spotify-Auftritt in den USA bauen Druck auf. Beiläufig bemerkt: Das iPhone hat keine Ansichts-Optimierung erhalten. Der Cloud Player lässt sich am Telefon zwar weiterhin rudimentär bedienen, richtig Spaß macht das allerdings nicht.

Da der Hauptanteil des Verkaufspreises für Musik ohnehin nur an die Rechteinhaber durchgeschleust wird, dürfte Amazon sein Musik-Angebot derzeit als pures Anreizmodell verwenden. Die nachgelagerte Initiative, den Kunden Basispakete für Online-Speicher zu unterbreiten, könnte diesen Herbst in der Veröffentlichung eines Amazon-Tablets münden.

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