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van Alex Olma
31. August 2011 – 9:16 Uhr

Financial Times setzt seine Karten auf das Web

DirektFT

Die Financial Times fliegt aus dem App Store. Eine offizielle Bestätigung, das dies aufgrund der Verweigerung von In-App-Abos geschah, steht aus, liegt aber nah. Ein FT-Sprecher sagte:

„The FT iPad and iPhone apps will no longer be available to new users through iTunes,” […] “We are directing readers to the FT‘s new web app available at app.ft.com.“

Damit verlässt sich die Wirtschaftszeitung auf ihr neu eröffnetes Basislager im Web und verzichtet auf eine App-Store-Werbefläche. Die Financial Times Deutschland (im G+J Verlag) bleibt als iPad-Download unverändert erhalten.

PaidContent errechnet, dass die Financial Times rund 10.000 iPad-Abonnenten im letzten Jahr gewann. Wie dicht diese Zahl an der Realität liegt, lässt sich schwer abschätzen. Die Financial Times bot für die ersten zwei Monate ihre Publikation auf dem Apple Tablet komplett kostenfrei an.

Zeitlich nicht unpassend kommentiert FT-Chefredakteur Jason Ponton am gestrigen Dienstag den Rücktritt von Steve Jobs. Ein Schelm, wer böses bei diesen Zeilen (zu diesem Zeitpunkt) denkt.

This arrogance is ingrained at Apple and will persist, as will its culture of perfectionism, at least until people start buying other devices. In technology, we deplore monopolies such as the one Microsoft once possessed and seek to regulate them, not because they exert monopolistic pricing (they do not), but for suppressing innovation in everything they touch. We forgave Apple’s near-monopolies because of the things Mr Jobs made; we loved his Apple because his ambition was justified by the wonder of his innovations. But Apple without Mr Jobs, inevitably less innovative, will not be lovable.

Die Web-App macht Gebrauch von der ausdrücklich kommunizierten Apple-Unterstützung für Online-Anwendungen und funktioniert derzeit nicht auf anderen Smartphones.

IPhoneBlog de FT

Zu den Unterschieden zwischen (App-Store-)Apps und dem Web verfasste Matt Gemmell bereits im Juli ein paar clevere Sätze.

Instead, people want an experience that’s delightful, and tailored to what they want to do. Something dedicated, and designed. Something specific, and something special – and something that works with what they already have, without effort or aggravation. They want to hit a button and be subscribed, and wake up to a new issue waiting for them while the coffee machine is bubbling away.

Gleicher Tag, andere Baustelle aber ein nicht weniger lustiger Zufall: Wie vermutet kauft CNN das iPad-Magazin ‚Zite‚ – für (angeblich) über 20 Millionen US-Dollar. So unterschiedlich können (Verleger-)Strategien aussehen…

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