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van Alex Olma
8. Januar 2012 – 12:58 Uhr

Ein einsamer Zweikampf…

Innerhalb weniger Jahre buddelte sich die Landschaft der Mobilfunkhersteller komplett um. Wer spielt heute überhaupt noch mit? Ins Jahr 2012 haben es geschafft: Sony, Motorola, HTC, Nokia, RIM, LG, Samsung und Apple.

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Sony legt erst am 19. Januar die finalen Geschäftszahlen für das Weihnachtsquartal vor. In Q3 war’s eine Nullnummer mit lediglich einem einzigen Prozent-Zuwachs gegenüber dem Vorjahresviertel. Der Nettogewinn sank um 49 Millionen Euro. Sony löste im vergangenen Herbst das Joint Venture mit Ericsson auf. Die vollständige Übernahme der Tochtergesellschaft kostet 1.05 Milliarden Euro. Die Xperia Smartphone-Serie soll bis Herbst insgesamt 22 Millionen Geräte verkauft haben. Sony sieht seinen Android-Marktanteil bei rund 12-Prozent.

Motorola Mobility wurde von Google aufgekauft – für 12.5 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal hagelte es eine Gewinnwarnung. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verkaufte man nur magere 5.3 Millionen Smartphones. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 4.9 Millionen. Die vollständigen Zahlen stehen für den 26. Januar an.

HTC legt sich nach zwei erfolgreichen Jahren erstmals auf die Nase. Der Gewinn ging zuletzt um ein Viertel zurück. Der taiwanische Hersteller zählt neben Samsung und Motorola zu den drei großen Android-Buden und als weltweit fünftgrößter Smartphone-Hersteller. Seit Anfang 2011 büßte HTC 46-Prozent seines Aktienwertes ein.

Nokias vergangenes Jahr als ‚turbulent‚ zu bezeichnen, wäre eine feine Untertreibung. Unter Stephen Elop stach der finnische Mobilfunk-Kreuzer in komplett neue Gewässer auf. Erste Ergebnisse aus dem Microsoft-Deal mit der gestarteten Lumia-Geräteserie erfahren wir Ende Januar. Obwohl sich die Finnen erst vor einigen Tagen ein neues Billig-OS kauften, lässt sich anhand der Profite für Smartphones festhalten, das Nokia eng an den Erfolg der Windows-Phone-Software gebunden ist. Übernahmegerüchte von Microsoft für das finnische Smartphone-Geschäft existieren, bekommen allerdings kräftige Dementis.

RIM schaffte es, ein noch wilderes Jahr abzuliefern. Selbst eiserne Optimisten können hier keine positiven Worte finden. Mit schlechten Zahlen, einem gefeuerten Vorstand und auf Ende 2012 verschobenen Produkten ist die Bedeutungslosigkeit zum Greifen nah. Im letzten Quartal verkaufte lieferte man 14.1 Millionen Smartphones aus. 2012 kann eigentlich nur besser werden, doch daran glaubt eigentlich keiner mehr.

LG verdreifachte mit knapp 90 Millionen Euro seinen Verlust im dritten Geschäftsquartal 2011. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Absatz von Mobiltelefonen von 24.8 auf 21.1 Millionen Stück. Das ist kein Einzelergebnis sondern ein Trend: Der drittgrößte Handyhersteller schrieb in dieser Produktsparte nun bereits zum fünften Mal in Folge rote Zahlen.

Apples Zahlen für das Smartphone-Geschäft bleiben hochprofitabel und mit starkem Wachstum in den asiatischen Märkten. Für das Weihnachtsquartal werden über 30+ Millionen verkaufte iPhones erwartet und ein Umsatz von 37 Milliarden. Morgen vor exakt fünf Jahren stellte Steve Jobs das iPhone erstmals der Weltöffentlichkeit vor.

Und dann wäre da noch Samsung, die in der letzten Woche ein Rekordergebnis präsentierten und weiter ‚Smartphone-Weltmarktführer‚ bleiben. Geschätzter Marktwert: 118 Milliarden Euro. Die Südkoreaner erwarten für Q4 2011 einen Umsatz von 31 Milliarden Euro bei einem Gewinnanstieg von 73-Prozent und 32+ Millionen verkaufte Mobiltelefone.

Überspitzt ausgedrückt: RIM stirbt auf Raten, Nokia und Windows Phone spielen noch keine Rolle, HTC sowie Motorola straucheln und an Samsung hängt der Zweikampf zwischen iOS und Android.

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