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van Alex Olma
29. November 2012 – 13:49 Uhr

Fantastical – der verstehende iOS-Kalender (+ Video)

Fantastical (1.79 €; App-Store-Link) ist eine Kalender-App, die zu mir passt, weil sie auf ganz viel Klimbim verzichtet. Das führt zu einer aufgeräumten und verständlichen Benutzerführung, die eine Tagesansicht in den Vordergrund stellt. Ein klassischer Wochenüberblick findet sich hier nicht – gut so.

Fantastical funktioniert ausschließlich im Hochkantformat des iPhones und schafft es alle wichtigen Funktionen einer iOS-Kalender-Software ohne Umwege anzuspringen. Fünf Wochentage, abgebildet in der oberen Bildschirmhälfte, sind an die Listendarstellung darunter gekoppelt – das synchrone Scrollen beider Elemente hilft der Übersichtlichkeit. Cleveres Detail: Fantastical verkürzt die Darstellung wenn mehrere Tage hintereinander terminfrei bleiben. Stichwort: Urlaub.

Lediglich zwei versteckte Gesten muss man kennen. Nummer 1: Ein Fingerzeig auf den Monatsnamen im roten Banner springt aus jeder Ansicht (zurück) auf das aktuelle Datum. Nummer 2: Wischt man von oben nach unten über die weiße Tagesanzeige, rutscht eine Schautafel des Monats sowie eine Suchmaske in den Mittelpunkt. Diese Ansicht beinhaltet Kalenderwochen und surft mit einem Fingerzeig nach links oder rechts durch die angeschlossenen Kalendermonate.

* DirektFantastical

Neben dem minimalistischen Design schlummert das zweite schlagkräftige Argument im Verständnis der Texteingabe, die der Mac-Version (8.99 €; MAS-Link) bereits (zurecht) viel Lob und Ruhm einheimste. Eingetippte oder eingesprochene Phrasen schlüsselt die Textanalyse auf. So resultiert aus der Eingabe ‚Mittagessen mit Oma übermorgen um 14 Uhr‚ ein korrekter Termineintrag, der die Satzbauteile ‚Mittagessen mit Oma‚, ‚übermorgen‚ und ‚14 Uhr‚ versteht, trennt und als unterschiedliche Details verzeichnet.

Die fliegenden Buchstaben visualisieren, ob Fantastical den Terminwunsch verstanden hat. Genau wie bei der Desktop-Software ist geschwind nachzuvollziehen, wo sich die Stolperfallen verstecken und welche anderen Formulierungen eher funktionieren. Am Mac habe ich seit Monaten nicht mehr iCal gestartet; Fantastical hat Apples Software dort vollständig abgelöst.

Mein einziger Kritikpunkt: Der iOS-App fehlt eine Standard-Alarm-Option. Ich lebe nicht in meinem Kalender und übersehe durchaus Einträge, die mir nicht direkt auf allen Computern als klassische ’15-Minuten-vorher‘-Erinnerung entgegenspringen. Außerdem zu beachten: Fantastical kann mit Termineinladungen umgehen, diese allerdings nicht selbst anstoßen.

Ein Fazit ist schnell formuliert. Flexibits zerrt eine dieser Anwendungen ins Rampenlicht, denen iOS einen systemweiten Standard-Status zusprechen sollte. Alles was mit Kalendern und Terminen auf dem iPhone zu tun hat, vertraue ich ab sofort Fantastical an.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es auch als iTunes-Podcast, der mit dieser Episode im Feed erstmals in HD erscheint!

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