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van Alex Olma
5. Januar 2013 – 14:08 Uhr

Besser Aufwachen: die Rise Alarm Clock

Rise Alarm Clock – Now Available in the App Store from Bluepic Studios on Vimeo.

Software zum Wohlfühlen. Die Rise Alarm Clock (1.79 €; universal; App-Store-Link) ist keine Eieruhr und verwaltete auch keinen komplexen Kalender aus Erinnerungen. Die Simplebots-App besitzt genau eine Funktion: den Wecker. Auffällig ist die gestenbasierte UI, die an To-Do-App Clear erinnert (kaum Buttons, Farbspiele, etc.).

(Lustig) Anekdote: Version 1.0 erschien vor Weihnachten, funktionierte aber nicht mit dem deutschen Länderformat. Ein Bug verschluckte die 24-Stunden-Zählung. Da sicherlich kein deutscher Benutzer seine systemweite Darstellung von Datum und Uhr sowie die Formatierung von Telefonnummern (für eine Wecker-App) ändert, vertagte ich meinen kurzen Hinweis auf die nette Neuerscheinung.

Das Update schaffte es nicht mehr vor der einwöchigen iTunes-Auszeit in den Store und vergraulte sich dadurch die App-Store-DE-Bewertungen. Version 1.1 bessert jetzt nach und freundet sich außerdem mit der (derzeit populären) iOS-Funktion ‚Nicht stören‚ an, was mich zu einem grundsätzlichen Problem, das insbesondere auch alle Wecker-Anwendungen betrifft, führt. Im Gegensatz zu Apples fest installierter Alarmuhr genießen heruntergeladene App-Store-Programme nicht alle iOS-Privilegien, die sich besonders dann bemerkbar machen wenn diese Anwendungen nicht geöffnet sind.

Beispiel gefällig? Ihr stellt euren morgendlichen Wecker über Rise, checkt vor der Nachtruhe aber noch schnell eure Mails und legt danach das Telefon aus der Hand. Holt ihr die gekaufte App-Store-Software jedoch nicht noch einmal explizit in den Vordergrund, kann Rise (oder jede andere Wecker-Anwendung, die sich an Apples Regeln hält), zum Aufstehen den möglicherweise umgelegten Stummschaltknopf am iPhone-Gehäuserahmen nicht übertrumpfen. Ergebnis: Der Alarm blinkt auf, bleibt jedoch geräuschlos und lässt euch ungestört ausschlafen.

Apples hauseigene Anwendung Uhr muss sich nicht geöffnet hinter dem Standby-Screen verstecken um nach einer erholsamen Nacht die Lautstärke aufzudrehen (oder die möglicherweise aktivierte ‚Nicht stören‘-Funktion auszustechen).

Ähnlich wie die fehlende Festlegung von Standard-App, die ich mir für Mail, den Kalender oder Browser wünschen würde, hätte ich auch nichts gegen einen Privilegien-Transfer. Nein, keine ‚richtigen Hintergrundprozesse‚, aber explizite Ausnahmeeinstellungen unter Kontrolle der Anwender (nicht der Software-Entwickler). Ja, das verkompliziert iOS. Aber mal ernsthaft: Schon jetzt lässt sich nur schwer jemandem erklären, das Apps in der Multitasking-Leiste nicht (unbedingt) aktiv sind, aber durchaus zehn Minuten nach dem Beenden noch weiterlaufen (können) und es nicht die Schuld des Entwicklers ist, wenn Wecker-Apps nicht wecken obwohl sie ordnungsgemäß gestellt wurden.

Insbesondere weil Rise mit seiner reduzierten Darstellung, der Schüttel-(Schlummertasten-)Funktion zum Weiterschlafen und der gelungenen Soundkulisse eine wirklich feine Download-Empfehlung ist, möchte ich das Thema nicht unnötig breittreten. Mein iPhone ist jedoch konstant stummgeschaltet und die Wecker-App garantiert nicht die letzte Anwendung, die ich öffne, bevor mir die Augen zufallen.

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