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van Alex Olma
20. Februar 2013 – 15:31 Uhr

Die Netatmo ‚Urban Weather Station‘ (+ Video)

Der ‚Urban Weather Station‚ von Netatmo mangelt es nicht an Kaufargumenten. Eine Zielgruppe für die persönliche Wetterstation zu finden ist jedoch schwierig, weil man hier auch für Komfort und Design bezahlt. Qualitäten, die in ‚Geiz ist geil‚-Zeiten oft übersehen werden.

DAS Feature der zwei batteriebetriebenen Aluminiumröhren (die Innenstation lässt sich auch über Micro-USB-Strom betreiben), ist die iOS-App (kostenlos; universal; App-Store-Link). Während jede andere Wettersoftware für externe Temperaturstationen dem letzten Jahrtausend entsprungen scheint, schafft es Netatmo seine Messwerte wie Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Lautstärke, Temperatur und CO2-Qualität übersichtlich und verständlich aufzubereiten. Über ein Benutzerkonto sind alle 5-Minuten-Updates – so oft werden automatisch Ergebnisse aufgezeichnet – weltweit einsehbar. Ja, ich kann den Lärmpegel in meiner Helsinki-Wohnung aus dem Südsee-Urlaub abrufen.

Das eigene WiFi-Netzwerk (802.11b/g/n) lernen die zwei Stationen, eine für Innen, eine für Außen, über eine kinderleichte USB-Ersteinrichtung am Desktop. Anschließend lassen sich alle Einstellungen (Einheiten, Stationsnamen), jede Akkustandsanzeige und erweiterte Konfiguration (CO2-Kalibrierung, Geo-Ortung, Push-Benachrichtigungen) von einem iPhone oder iPad vornehmen. Einzig und allein für den Datenexport der Messwerte in Form einer CSV/XLS-Datei muss man über den Browser gehen.

Auch Freigaben, um der Familie und Freunden einen Zugriff auf die eigenen Wetterverhältnisse zu geben, verwaltet die iOS-Software. Ebenso listet das Programm auf, welchen Drittanbieteranwendungen es erlaubt ist, die Schnittstelle zu den Hausgeräten aufzubauen.

DIE App ist das Feature dieser persönlichen Wetterstation.

DirektNetatmo*

Soviel zum Thema Komfort. Doch wo liegen die Schwierigkeiten? Die ‚Urban Weather Station‚ kämpft an drei Fronten:

  • Im App Store existieren unzählige Wetter-Anwendungen, die ohne Hardware auskommen und nur ein paar Euro kosten. Apps wie Today Weather (2.69 €; universal; App-Store-Link) decken den Bedarf an Wetterwissen der meisten Interessenten und fragen obendrein weltweit Werte ab.
  • Vernünftige Temperaturstationen, mit eigenem Display und Außenfühlern, sind schon für 50 Euro zu haben. Wer auf die Lärmmessungen und Push-Benachrichtigungen für die nächste Raumlüftung verzichten kann, und hässliche Plastik-Kästen erträgt, misst sein lokales Wetter genauso.
  • Und dann sind da noch die Wetter-Enthusiast, die sich Kombi-Instrumente mit Regenmessbehältern und Windmessern in den Vorgarten stellen. Diese Zielgruppe hat sicherlich kein Problem mit der Netatmo-Preismarke, aber bestimmt mit der für Endanwender ausgelegten Bedienung.

Die von mir sorgsam aufgezogene Argumentation lässt sich allerdings auch (ganz einfach) auf den Kopf stellen. Eventuell besetzt die Netatmo für 170 Euro (Affiliate-Link) exakt eine Produktnische, die bislang komplett vernachlässigt wurde – irgendwo zwischen ‚Pro‘ und ‚Billig‘.

Klar ist, egal ob man preislich nach unten oder oben schaut: Die ‚Urban Weather Station‚ steckt mit seiner App, den nachvollziehbar aufbereiteten Messwerten und der intuitiven Bedienung (siehe ausführliche Hilfe innerhalb der App) seine Mitbewerber in die Tasche und begeistert selbst mich, einen ausgesprochenen Wettermuffel.

* Alle iPhoneBlog-Videos, garantiert frei von Erklärbär- und Unboxing-Spuren, gibt es auch als iTunes-Podcast.

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