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van Alex Olma
26. März 2013 – 16:45 Uhr

Jeder spielt Plattform – außer Samsung.

Ob die iTunes-Sparte Geld verdient oder nur kostendeckend arbeitet (so wie Apple bislang angab), ist aus finanzieller (Vogel-)Perspektive für das Unternehmen unerheblich. Die wesentliche Aussage von Horace Dediu’s Artikel ‚So long, break-even‚ betrifft daher nicht den geschätzten Jahresgewinn von 2 Milliarden US-Dollar (für Apple derzeit ohnehin Kleingeld), sondern findet sich (von ihm) in den Kommentaren.

ITunes Revenues by Media Type Asymco

I think the way to look at iTunes needs to change. We have been lulled into thinking of it as a retail operation, perhaps even a loss leader. But after hitting $20 billion in sales and 500 million account holders it should be seen as perhaps a platform in its own right.

Auch Amazon besitzt eine solche Plattform. Für Bücher, DVDs – mit starker Verbindung zum klassischen Versandhandel. Das Kindle Fire konnte als Tablet bislang wenig beeindrucken (weil es digitale Inhalte primär nur in den USA verkauft), ist aber genau aus der bereits erarbeiteten Plattform-Perspektive ernst zu nehmen. Oder wer hat seine Kreditkarte noch nicht bei Amazon hinterlegt?.

Musik, eBooks, Filme und Apps gibt es auch im Play Store, den Google für Androids freigibt. Der größte und finanziell wertvollste Abnehmer dieser Freigaben (‚Ohne Lizenz, keine Google-Dienste‚) ist bekanntlich Samsung. Samsung ist als bedeutender Mitspieler aber gleichzeitig auch ohne eigene (zumindest nennenswerte) Plattform – keine Accounts, kein Bezahlsystem.

Daher ist die Frage durchaus berechtigt, die im Anschluss der Galaxy-S4-Vorstellung entfachte (weil Samsung komplett auf die Android-Erwähnung verzichtete): Ist der südkoreanische Konzern auch in Zukunft mit seiner Position als reiner Hardwarelieferant zufrieden oder erwägt er den Ausstieg aus dem Google-System? Einen erfolgreichen Android-Fork hat Amazon ja bereits vorgelegt.

Über die auf keinen Fall eindimensionalen Abhängigkeiten aller Mitspieler schrieb John Siracusa vor einer Woche.

Google still needs hardware partners to maintain its Android empire, but we already have a model for how a software-focused platform owner can dominate a market. It’s harder to imagine a hardware maker dominating while relying on a software platform controlled by someone else.

Etwas weiter gedacht: In einer direkten Gegenüberstellung ist nicht Android sondern Chrome, als Produkt von Google, die derzeit zukunftssichere Wahl – hier hält Mountain View noch die Kontrolle in eigener Hand.

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