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van Alex Olma
14. Februar 2014 – 15:23 Uhr

Googles Android: mit ‚Source‘ aber ohne ‚Open‘

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Den ‚Seht her: Android ist kein offenes System‚-Schreihälsen darf man mittlerweile nur noch erwidern: „Willkommen im Jahr 2008.

Wenig hat sich über die letzten fünf Jahre geändert. Nachdem Andy Rubins das iPhone sah und sein Google-Projekt um 180 Grad in den Wind drehte1, schälte sich primär nur noch deutlicher heraus, dass die 'Android is Open'-Positionierung gegen iOS völliger Quatsch war (und weiterhin ist).

Neue Beispiele liefert das OEM-Lizenzwerk mit HTC und Samsung, das im noch laufenden Google-gegen-Oracle-Prozess jetzt zu Tage trat. Die vertraulichen Dokumente zwischen dem Anbieter der Suchmaschine und den Hardware-Buden hält fest: Kein Lizenznehmer darf gleichzeitig auch ein tatsächlich freies Android verkaufen. Ohne Vertrag gibt es (natürlich) keinen Zugriff auf die tief verzahnten Apps wie den Play Store, die Karten, YouTube oder Gmail. Nach der Devise 'Alles-oder-Nichts' verpflichtet man sich gleichzeitig auch zu Chartstürmer-Apps wie Google+ und lässt sich vorschreiben wo auf dem Screen diese Software, die Google ohne Einspruch jederzeit modifizieren darf, zu platzieren ist.

Amazingly, Google requires that OEMs submit monthly reports containing sales figures for Android devices and even lists the e-mail address these reports should be sent to. Google knows exactly how many Android devices are out there, and the agreement specifies that the report must have breakdowns "by Google Application, Territory and Device model within each Territory"—a goldmine of sales data. The 2011 agreement also states that the "Company and Google shall each retain any and all revenue generated from provision of their respective products or services," which is a nice way of saying "you won't get a cent of our advertising revenue."

Ron Amadeo | "New Android OEM licensing terms leak; “Open” comes with a lot of restrictions"

Es steht außer Frage, das Android extreme Verdienste als Basis-OS für verschiedenste Elektronik leistet, die vorher abgekoppelt von der Außenwelt agierte. Die auferlegten Restriktionen beim Smartphone-Betriebssystem führten jedoch auch zu einer Heerschar von ganz vielen – gar nicht so intelligenten – Feature-Phones. Außerhalb von China gelang eigentlich nur Amazon der (Tablet-)Fork. Wie erfolgreich dieser ist, bleibt offiziell undokumentiert. Zumindest fand Jeff Bezos einen Hardware-Hersteller für seinen Kindle Fire, der auch zukünftig kein 'Google-Android' bauen will (weil dies vertraglich untersagt wäre).

Die Propaganda 'Android is Open' kommt daher mit so vielen Fußnoten, die auch eine Verflechtung zwischen dem börsennotierten Unternehmen Google und seinem Open-Source-OS direkt einschließt, dass wir die populäre Phrase als das was sie ist, ein irreführendes Werbeversprechen, ein für alle Mal abschießen sollten.


  1. Rubin was so astonished by what Jobs was unveiling that, on his way to a meeting, he had his driver pull over so that he could finish watching the webcast. “Holy crap,” he said to one of his colleagues in the car. “I guess we’re not going to ship that phone.”

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