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van Alex Olma
12. Oktober 2014 – 14:58 Uhr

#KW41 – so wie sie hier nicht stattfand

Steve Jobs pflegte zu sagen: „I’m as proud of what we don’t do as I am of what we do“. Für meine Artikel auf iPhoneBlog.de fühle ich ähnlich. Wer alles schreibt, schreibt irgendwie auch nichts. Journalismus muss abseits von Klicks und Klickstrecken noch dazu fähig sein, die wichtigen Geschichten von dem alltäglichen Rauschen zu unterscheiden. Nichts gegen ein lustiges YouTube-Video (das hier ist immerhin auch alles Unterhaltung!), die Schwerpunkte müssen aber stimmen.

Ich bekomme täglich die eine oder andere Leserzuschrift, die wissen will ob ich über Thema XY noch schreibe oder ob ich eine Meinung zur News XY habe. Erst einmal: Vielen Dank dafür! Zweitens: Warum drucke ich meine Antworten auf diese Zuschriften nicht auch hier ins Blog? Vielleicht interessiert genau das noch eine zweite Person? Jemanden, der (aus nachvollziehbaren Gründen) nicht den Aufwand einer E-Mail bemüht hat.

Ein Sonntagsexperiment

Blogs lieben Wochenrückblicke. „Die selbstgeschriebenen Geschichten noch einmal resümieren.“ Dagegen ist wenig einzuwenden. Ich würde das Konzept aber gerne umdrehen und an dieser Stelle die abgelaufene Woche so zelebrieren, wie sie hier im Blog nicht stattfand. Und damit die Frage beantworten, warum das so war.

Sonntags scheint ein guter Tag um auf eine Handvoll News, Themen und Ereignisse der letzten Woche zurückzublicken und in aller Kürze auszuführen, warum ich hier Thema XY übersprungen habe. Mein Ziel ist keine erschöpfende Liste, niemand hält Schritt mit dem Netz. Oft entwickeln sich Themen über einen langen Zeitraum; einige Storys fügen sich wie Puzzleteile erst über mehrere Tage zusammen. Andere Themen will ich überhaupt nicht hier im Blog haben. ‚Homemade‘ Falltests von iPhones auf Beton fallen beispielsweise in eine solche Kategorie.

Vielleicht wird das interessant, vielleicht ist es eine Schnapsidee. Deklariertes Ziel ist die Art und Weise wie ich arbeite transparenter zu machen, eigene Fehler zu korrigieren (Artikel-Updates gehen leider fast immer unter) und auch dem Medienzirkus rund um Apple ein wenig mehr Perspektive aufzudrücken.

Genug dem BlaBla. Hier ist sie also, die erste Edition der vergangenen Kalenderwoche: „#KW41 – so wie sie hier nicht stattfand“

IPhoneBlog de Morgenkaffee

Note to Self: It’s the Storage Space, Stupid

Diese Nichterwähnung ist ein klares Versäumnis meinerseits. Die zögerliche iOS-8-Aktualisierungsrate, zurückzuführen auf diverse Geräte deren Speicherkapazität für das ‚Over-the-Air‘-Update nicht ausreicht, hätte Thema sein müssen. iTunes als Umweg ist im Jahr 2014 für viele keine Alternative mehr. Sobald Apple die nächsten Zahlen rauslässt, und ein zusätzlicher Datenpunkt mehr Tendenz erkennen lässt, behandele ich das hier noch einmal.


Larger Apple iPad to Be Delayed

Was bedeutet verzögert? Wie kann sich ein Produkt ohne versprochenen Releasetermin überhaupt verzögern (von der Wortwahl verspätet einmal ganz abgesehen)? Während der Entwicklung von Produkten steckt man den zeitlichen Rahmen ständig neu. Einzelne Gerüchte wie dieses ignorieren den Fakt, dass sich Apples Zeitplan laufend ändert. Einzelne Meldungen über Verzögerungen sind selten repräsentativ zur gesamten Entstehung.

Das 6 Plus war in diesem Jahr ein nahezu perfektes Beispiel. Wochenlanger Bohei ob beide iPhone-Größen zur gleichen Zeit starten, sich auf zwei separate Events verteilen, ob das 5.5-Zoll nur in Asien verkauft wird oder nur das Große einen edlen Saphir-Screen bekommt.

Unter dem Strich steht: Produkte, die niemand gesehen hat aber von den Medien als verzögert bezeichnet werden, sind selten ihre Nachricht wert.


Carl Icahn – Sale: Apple Shares at Half Price

Apropos wertlose Nachrichten. Carl Icahn hat mir in dieser Woche einen Tweet abgerungen – so anstrengend war er. Zuerst kündigte der Investor über Twitter einen öffentlichen Brief für Tim Cook an. Reuters berichtete! Nicht über den Brief (der war ja noch nicht erschienen), sondern den Tweet über die Ankündigung zum Brief. Es folgte: Carl Icahn bewertet Apple mit einer Milliarde US-Dollar. Dann: Carl Icahn fordert, dass Apple eigene Aktien zurückkauft. Und zu guter Letzt: Carl Icahn erwartet einen Apple-UltraHD-TV für 2016.

Mehr Carl Icahn in einer Woche geht nicht. Findet Apple übrigens auch. Ihr leicht verschmitztes Statement: „We always appreciate hearing from our shareholders. […] As we’ve said before, we will review the program annually and take into account the input from all of our shareholders.“


iOS 8.1 verhindert Installation „verbotener“ Apps

Anders formuliert: iOS 8.1 schließt (endlich) eine überfällige Sicherheitslücke. Noch eine Variante gefällig? Apple schützt mit iOS 8.1 besser vor abgelaufenen Enterprise-Zertifikaten.

Wer wirklich will, installiert sich keine iOS-Profile aus fragwürdigen Quellen, sondern meldet sich für 99 US-Dollar pro Jahr als Entwickler an und signiert seine Apps selbst.


Saphir-Lieferant GT Advanced meldet Konkurs an

Apple soll ein paar Millionen zurückgehalten haben. Firmenchef Thomas Gutierrez verkauft einen Tag vor dem iPhone-Event sein Millionenschweres Aktienpaket. Das GTAT-Börsenpapier kracht nach der Ankündigung zur Sanierung in den Keller. Apple gibt sich überrascht von der Insolvenz. Danach heißt es: Apple wollte den Bankrott seines Display-Partners verhindern. GT Advanced bitte darum die Vertragsdokumente geheim zu halten, plaudert dann aber selber von halsabschneiderischen Verträgen (Zitat: „oppressive and burdensome“).

Der bisherigen Verlauf dieser Geschichte lässt erahnen: Hier ist noch nicht das letzte Stück schmutzige Wäsche gewaschen.

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