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van Alex Olma
4. November 2014 – 12:54 Uhr

Rego – die private Ortsdatenbank ohne Check-In-Kultur

Foursquare-frustriert? Rettung naht!

Rego (4.49 €; App-Store-Link) vermerkt jeden Ort, der euch (irgendwie) wichtig ist, ohne dabei eure Lieblingsplätze in ein standortbezogenes Netzwerk zu spielen. Eine Datenbank nur für euch, ganz privat. Was für ein wilder Gedanke.

IPhoneBlog de Rego

Ich war am vergangenen Wochenende in Tallinn, Estland. Jeder Kaffeestube und allen Aussichtsplattformen, denen ich dort etwas abgewinnen konnte, habe ich mit Adresse und eigenem Foto in der iPhone-App festgehalten, als persönliches Reisetagebuch. Orte fügt man über die aktuelle Aufenthaltsposition, per Hand mit einem Pin auf der Karte oder einem Foursquare-Vorschlag hinzu. Die Integration von Foursquare dient einzig und allein dazu Lokalitäten mit ihrer korrekten Adresse zu übernehmen. Man muss kein Mitglied in diesem Netzwerk sein, und trägt durch die Übernahme der Post-Anschriften von Restaurants oder Sehenswürdigkeiten auch nicht zu dessen Datenbestand bei.

Ein Ort kann durch mehrere Fotos illustriert sein. Die GPS-Koordinaten hält die App auch ohne Internetverbindung fest. Im Anschluss lässt sich eine Kollektion erstellen, die alle gespeicherten Örtlichkeiten vom Kurzausflug zusammenfasst. Ein Export der Wegpunkte, als KML- oder GPX-Datei, ermöglicht es die abgelaufene Wegstrecke noch einmal nachzuverfolgen – auf dem Desktop beispielsweise mit myTracks (13.99 €; MAS-Link).

Über das optionale Rego-Benutzerkonto behält man Kollektionen im Blick, die man einmal freigegeben hat. Diese Zusammenstellungen sowie einzelne Örtlichkeiten lassen sich mit ihren Details über eine individuelle URL erreichen. Der komplette Datenbestand bleibt aber in jedem Fall lokal und kann manuell in ein Backup auf Dropbox gespielt werden. Nichts synct sich irgendwo hin; freigegebene Orte können mit einem einzelnen Fingerzeig wieder zurückgezogen werden – sehr hübsch.

Apropos hübsch: Der „persönliche Lesezeichendienst für Lieblingsorte“ verzichtet auf ein verspieltes Layout und extravagantes Design. Die Dunkelblau-Gelb-Optik passt toll zu iOS, ohne aufgesetzt zu wirken.

  • Jojo John Doe

    Ersteinmal möchte ich sagen dass ich vor einem Monat genau solch eine App gesucht habe. Das Problem hierin sehe ich in der Langlebigkeit. Wenn ich Orte eintrage, möchte ich diese über Jahre erhalten und wer garantiert mir dass diese App lang genug supported wird?

    • Niemand garantiert dir das. Das Problem hast du aber mit jeder App, jedem Foto, jeder Datei. Womöglich kann in 10 Jahren kein Mensch mehr eine .zip entpacken, ein .jpg öffnen oder ein .mp3 abspielen. Da hilft wohl dann wieder nur die Fotos auszudrucken und in ein Buch zu kleben.

      • Jojo John Doe

        Evernote > 100 years policy. Darauf vertraue ich naiverweise erstmal. Mal sehen wohin mich das führt. Das was du sagst ist mir auch sehr bewusst.

      • stq66

        Wobei (offene) Dateiformate was anderes sind, als (proprietäre) Dienste.
        Zumindest mp3, jpeg und zip haben den Test schon min. 20 Jahre überstanden. Und sie sind gut dokumentiert. Sogar für proprietäre Formate gibt es schon quelloffene Konverter, so dass man in Zukunft darauf hoffen kann, die Daten noch verwenden zu können. Aber grundsätzlich hast du natürlich recht.

  • Gritzens

    Ich benutze genau dafür das DayOne Tagebuch. Ich mache an den Orten an denen ich bin mindestens ein Photo mit dem iPhone (wegen der GPS Info), in DayOne kann man dann die Bilder einfügen, es wird eine FourSquare Abfrage nach Örtlichkeiten gemacht (ebenfalls ohne FS Anmeldung) und man hat alles bequem an einer Stelle, mit export nach PDF falls gewünscht etc. Vielleicht ist das ja für jemanden eine Alternative

  • Florian Cremer

    Ich nutze dafür die App Locis. Mit ihr kann man Orte auch kategorisieren und so beispielsweise seinen eigenen Biergarten-Führer erstellen. Interessant ist bei dieser App auch die Möglichkeit, Orte im Nachhinein über Fotos aus der Fotobibliothek zu erfassen.

  • t10n

    „Vermerkt jeden Ort, der euch (irgendwie) wichtig ist, ohne dabei eure Lieblingsplätze in ein standortbezogenes Netzwerk zu spielen. Eine Datenbank nur für euch, ganz privat.“ – Die Beschreibung passt jetzt aber auch exakt auf GEOFENCY und das neue häufig besuchte Orte Feature zu. https://itunes.apple.com/de/app/id615538630

  • Joachim S.

    Ich benutze die App genau anders herum, nämlich zur Planung von Reisen. Dazu trage ich Orte vorab ein und kann dann vor Ort blitzschnell darauf zugreifen, bzw. habe eine Checkliste der zu besuchenden Orte. Super ist direkt aus der App die Karten-App zu starten.

  • Nett ist auch die Möglickeit foursquare Listen zu importieren. Das web Interface ist ebenfalls sehr mächtig.

  • Just to answer a few questions here: First, Rego has been around for about two years, and our company for more than 10 years (we actually got started in Germany, in Darmstadt!) So the product should have a good future. Secondly, all Rego data is stored on the device. The only data that is stored on our servers are the meta-data associated with shared collections. You can export your data at any time in GPX and KML formats, or a native „Rego“ format, which is human-readable JSON. We also offer a backup and restore feature to/from Dropbox. In the future, we do hope to offer a cloud-based multi-device synchronization system, but that will probably be built around CloudKit.

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