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van Alex Olma
28. Dezember 2014 – 8:56 Uhr

16 Monate jung und bereits 18 iPad-Lieblings-Apps

Unser Experiment Kind läuft jetzt schon seit 16 Monaten. Neben kurzen Nächten und unzähligen Mahlzeiten war das allem voran ganz viel Unterhaltung – angefangen beim Spielen im Schnee / in der Sandkiste, über das Kochen von Holzbuchstaben in der Mini-Kinderküche bis zur traditionellen Lego-Duplo-Architektur. Seitdem unser Sohn aufrecht sitzt, sind auch Bücher interessant. Das Umblättern von Buchseiten fasziniert.

Omas und Opas hier in Finnland haben den Kleinen dementsprechend begeistert mit Kinderbüchern eingedeckt. Inzwischen vergeht selten eine Woche in der wir keinen neuen Nachschub aus der Bibliothek holen. Unnötig zu erwähnen, dass dabei die Landessprache dominiert. Nur ab und an schleicht sich mal ein Bilderbuch mit englischen Untertiteln ein. Und da es meine Aufgabe ist mit ihm Deutsch zu sprechen, empfahl sich prompt das iPad mit seinem bunten Strauß aus mehrsprachiger Literatur.

Das iPad ist ein fantastisches Spielzeug (im weitesten Sinne) um günstig und zeitnah an Geschichten in unterschiedlichen Sprachen zu gelangen. Das iPad nimmt in Kombination mit dem App Store für dieses Kleinkindalter einen Platz ein, der bislang unbesetzt war. Kein Computer war jemals zuvor so zugänglich; nie so international. Dass, was Kinder seit 2010 haben (können), hatte bislang niemand zuvor. Richtig eingesetzt, öffnet diese Technologie Türen, die jeder Generation davor verschlossen waren.

Was mich begeistert, wird für unsere Kids selbstverständlich sein – Douglas Adams behält Recht. Daher spare ich mir ein noch längeres Intro1 und verweise auf diese 18 Apps, die uns in den ersten Monaten gemeinsam Spaß bereiteten.

IPhoneBlog de Kinder Apps
  • Quietsch HD (3.59 €; App-Store-Link) – hat eine nette Vorleser-Stimme und bildschirmfüllende Handzeichnungen, vermisst aber interaktive Elemente oder Minispiele.
  • Der kleine Eisbär (kostenlos; App-Store-Link) – ist ein Klassiker meiner Jugend und kommt mit einer der wohl besten Lizenz-Stimmen. Die ersten 6 Buchseiten sind zum Ausprobieren kostenlos.
  • Laura’s Star Bundle (8.99 €; universal; App-Store-Link) – ist eine liebevolle Umsetzung; durchgehend interaktiv und mit vielen Kleinigkeiten, die sich anstoßen oder entdecken lassen. Alle Bücher aus dem Bundle werden hier im Haus geliebt und sind bereits einige Hundert Mal über den Bildschirm geflimmert.
  • Der Hase Paul und der Malwettbewerb (1.79 €; universal; App-Store-Link) – verfügbar in Deutsch und Englisch. Wörter färben sich beim Vorlesen rot. So folgen ältere Kinder dem Text. Einzelne Wörter können auch angetippt werden um die Aussprache zu wiederholen. Mehrere Stimmen sprechen eine Geschichte, die nicht nur zu Ostern passt.
  • Luna – Das Supertalentier (2.69; universal; App-Store-Link) – besteht aus cleveren Spielen, die sehr umgangssprachlich eingesprochen wurden. Die Geschichte wird nicht in klassischer Buchform erzählt, sondern erstreckt sich eher als Point-and-Click-Abenteuer. Entwickler ist die Verlagsgruppe Bastei Lübbe, die sich auch für Lauras Stern verantwortlich zeigt.
  • Morgenland (2.99 €; universal; App-Store-Link) – eine Wimmel-Welt von Ravensburger. Keine Geschichte, sondern Suchbild. Detailliert gezeichnet. Eigenwerbung für andere Apps ist versteckt und kann von Kindern deshalb nicht so einfach aufgerufen werden.
  • Even Monsters Are Shy (1.79 €; App-Store-Link) + Even Monsters Get Sick (1.79 €; App-Store-Link) laufen hier in Dauerrotation. Nur englischsprachig; gute Soundeffekte und großer Interaktionsspielraum plus Minispiele.
  • ham ham! (1.99 €; App-Store-Link) – verfügbar in Deutsch und Englisch. Die Zusammenstellung umfasst eine Handvoll Minispiele ohne übergreifende Geschichte. Nett aufgezogen und mit kleinen Musikeinlagen. Ich persönlich kenne mittlerweile jeden Winkel von diesem Werk auswendig.
  • Conni macht das Seepferdchen (1.79 €; App-Store-Link) – hat eine ungeeignete Benutzerführung für Kinder, weil dauerhafte Einblendung zu anderen Büchern aus dem Carlsen Verlag präsentiert werden. Geschichte und Präsentation solide.
  • Träum süß (0.99 €; universal; App-Store-Link) – Streichelanleitung für virtuelle Tiere mit Einschlafmusik. Sehr simpel.
  • Die große Wörterfabrik (1.99 €; App-Store-Link) – gibt es wahlweise auf Deutsch, Englisch und Französisch. In flüssigen Animationen wird eine eher ernste Geschichte erzählt. Mit 15 Seiten ist diese aber eher kurz.
  • Schlaf gut! HD (2.99 €; App-Store-Link) – Kind schaltet per Fingerzeig die Lichter für Tiere auf einem Bauernhof aus. Kurz aber effektiv.
  • Sago Mini Ocean Swimmer (kostenlos; universal; App-Store-Link) – regt zum Entdecken an. Das gesamte Portfolio von Entwickler Sago Sago (iTunes-Link) scheint empfehlenswert.
  • Monsterpark Zoo (0.89 €; universal; App-Store-Link) – nette Comic-Spielerei, mehr aber nicht.
  • Toca Küchenmonster (kostenlos; universal; App-Store-Link) – ist genial, wie die meisten der Toca-Boca-Titel (iTunes-Link).
  • Die Maus (kostenlos; universal; App-Store-Link) – rückt den Videostream der aktuellen TV-Folge in den Fokus.
  • Tatütata – Polizei und Feuerwehr (2.99 €; universal; App-Store-Link) – ist ein weiteres Wunderwimmelbuch. Passend zur Weihnachtszeit mit brennenden Tannenbäumen.

Ein kurzes Nachwort

Sohnemann benutzt ein eigenes iPad mini, das nur seine Eltern entsperren können und über die Einschränkungen (➞ Einstellungen ➞ Allgemein) so konfiguriert ist, dass er darauf wirklich nur das sieht, was wir ihn sehen lassen wollen. Er kann beispielsweise keine Apps löschen und nichts aus dem App Store laden. Auch Safari öffnet sich beispielsweise nicht. iOS 8 bietet diese Konfigurationen von Haus aus an – ohne Zusatzsoftware, ohne das Fachwissen notwendig ist.

Letzter Mini-Tipp: Alle unsere iPads und iPhones hier im Haus haben den 3x-Homebutton-Klick zur Aktivierung für den ‚Geführten Zugriff‘ eingestellt (➞ Einstellungen ➞ Allgemein ➞ Bedienungshilfen). So beschränkt man den Einblick fürs Kind auf eine explizite App. Ohne Passwort ist diese nicht zu verlassen. So lebt man als Eltern ohne die Angst, das die kleinen Kinderhände den Facebook-(Beziehungs-)Status aktualisieren, eine Mail an den Chef schicken oder einen (Re-)Tweet-Storm lostreten.


  1. …und eine pädagogische Diskussion über Kindererziehung. 

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